Auf der Suche nach monatlichen Dividenden-Zahlern

In letzter Zeit beschäftigen mich folgende Gedanken: Wenn meine grundsätzliche Strategie (Short Puts und Covered Calls auf attraktive Dividenden-Aktien) bisher gut funktioniert, könnte ich dies doch weiter verbessern, wenn ich mir monatliche Dividenden-Zahler suche.

Einer der Gründe warum ich Optionen großteils nur auf Dividenden-Aktien verkaufe ist, dass ich weiter Cashflow erzeugen möchte, wenn sie mir eingebucht werden. Ich verkaufe also für gewöhnlich einen Put auf eine Aktie die mir gefällt. Fällt der Kurs unter meinen Ausübungspreis muss ich 100 Stück dieser Aktie zum vorher definierten Ausübungspreis kaufen.

Bisher meist 4 Zahlungen pro Jahr

Bei den meisten amerikanischen Unternehmen wird quartalsweise Dividende ausgezahlt. Das ist, im Vergleich zur europäischen Dividende, schon einmal ein gewaltiger Vorteil für Optionshändler wie mich. In Europa wird meist nur einmal jährlich Dividende ausgeschüttet, deshalb verkaufe ich da Optionen für gewöhnlich nur in einem bestimmten Jahresabschnitt, nämlich vor dem Ex-Dividenden-Tag.

Die 4 Zahlungen in den USA sind für mich schon einmal ein Segen, da ich mindestens eine Auszahlung bekomme, falls ich eine Aktie 3 Monate halten muss, bevor sie wieder ausgebucht wird. Ab und zu kommt es aber vor, dass ich Covered Calls vor dem nächsten Ex-Dividenden-Tag handle, da dieses Datum vielleicht noch zu weit entfernt ist für meinen Geschmack. Werden meine Aktien bis dahin wieder ausgebucht, hab ich vielleicht eine nette Dividende verpasst. Wie hier jeder Leser weiß ist mir der Kurs einer Aktie meist egal. Mir ist es wichtig, dass hier jeden Monat ein nettes Zusatzeinkommen aufgebaut wird. Auch der Dividenden-Abschlag sollte nicht so eng gesehen werden.

Warum monatliche Dividende also doch ihre Berechtigung hat

Um SureDividend (eine Homepage die mir immer wieder gute Infos zu Dividenden-Werten bringt) zu zitieren:

Monthly dividend payments are beneficial for one group of investors in particular – retirees who rely on dividend stocks for income.

Übersetzt also: Monatliche Dividenden-Zahlungen sind für eine Gruppe von Investoren besonders von Vorteil – Rentner, die sich auf Dividenden als Einkommen verlassen.

Da ich mich ein paar Jahre vor meiner „Rente“ befinde, denke ich, dass dies auch für mich ganz gut hinkommt. Im hinterlegten Artikel hatte ich geschrieben, dass ich mit 30 in „Pension“ gehen möchte. Ich glaube, dass dies einige falsch verstanden haben. Bis dahin möchte ich es zumindest schaffen komplett von meinen Erträgen aus Börse und so weiter  zu leben. Meine Projekte werde ich deshalb nicht aufgeben. Aber bis dahin möchte ich sozusagen auf eigenen Beinen stehen und mir auch mehr Freizeit gönnen. Aber jetzt weiter im Text.

Mit einer monatlichen Dividende erhöht sich mein monatlicher Cashflow um eine weitere planbare (mehr oder weniger) Einnahmequelle. Ich habe bis jetzt auch schon Dividenden erhalten, da die AGs aber nur alle 3 Monate ausschütten, gibt es schon Zeiträume in denen ich weniger Dividende erhalte, und wie oben schon beschrieben: Wenn ich eine Aktie schon halten muss, dann möchte ich auch diese Gewinn-Ausschüttung mitnehmen.

Ich würde also zu jedem Zeitpunkt folgende Cashflow-Quellen nutzen:

  • Optionsprämie durch den Short Put (vor Ausübung oder um den Preis zu senken)
  • Monatliche Dividende
  • Optionsprämie durch den Short Call (nachdem mir die Aktien eingebucht wurden)

Und das immer und immer wieder, solange, bis mir die Aktien wieder mit einem Kursgewinn ausgebucht werden. Alles was an Cashflow erzeugt wird kann natürlich sofort wieder reinvestiert werden. Der Zinses-Zins-Effekt kann also alle 30 Tage ganze Arbeit leisten, wenn ich ein paar Vorbereitungen treffe.

Wie finde ich diese monatlichen Dividenden-Zahler?

Solche Dividenden-Aktien sind meist im Immobilien-Bereich zu finden. Mein persönliches Problem dabei ist, dass ich noch nicht ganz dahinter gekommen bin, wie man diese REITs (Real Estate Investment Trusts) bewerten kann. Das ist auf jeden Fall eine Aufgabe, die ich mir auferlegen sollte. Lernen, wie man hier ein gutes Investment von einem schlechten unterscheidet. Vielleicht hat ein Leser dazu ja einen guten Tipp?

Um diese monatlichen Dividenden-Zahler zu finden, hab ich ein paar andere Websites und Blogs angesehen:

Um die Liste von Sure Dividend einmal her zu nehmen:

  • AGNC Investment (AGNC)
  • Apple Hospitality REIT (APLE)
  • Chatham Lodging (CLDT)
  • Cross Timbers Royalty Trust (CRT)
  • EPR Properties (EPR)
  • Enerplus (ERF)
  • Gladstone Investment Corporation (GAIN)
  • Gladstone Capital Corporation (GLAD)
  • Gladstone Commercial Corporation (GOOD)
  • Hugoton Royalty Trust (HGT)
  • LTC Properties (LTC)
  • Main Street Capital (MAIN)
  • Realty Income (O)
  • Pembina Pipeline (PBA)
  • Prospect Capital Corporation (PSEC)
  • Sabine Royalty Trust (SBR)
  • Shaw Communications (SJR)
  • San Juan Basin Royalty Trust (SJT)
  • Stag Industrial (STAG)
  • Student Transportation (STB)
  • Solar Senior Capital (SUNS)

Meiner Meinung nach macht der Autor dieser Seite das verdammt gut. Hinter den Links befinden sich weitere Beiträge zum genannten Papier. In der Zukunft werden denke ich alle dieser Namen durchleuchtet. Meine Aufgabe besteht darin mir alle dieser Artikel sehr genau durch zu lesen und zu lernen wie ich selbst eine angemessene Beurteilung machen kann.

Risiken

Aber es sei auch ein Wort der Warnung angebracht. Monatliche Dividende gut und schön. Ich habe keinerlei Ahnung wie sich diese REITs in einem Crash verhalten werden. Hier sollte man eventuell wirklich darauf achten, dass diese Firmen ihre Hausaufgaben machen, und eventuell sogar in Dinge investieren, die auch in einem Crash täglich gebraucht werden. Ich denke hier an Krankenhäuser und dergleichen. Ob dieser Gedanke richtig oder falsch ist, kann ich auch noch nicht beurteilen.

Weiters sollte die Dividende trotzdem stabil sein, und nicht die Substanz des Unternehmens auffressen.

Noch ein Risiko fällt mir hier spontan ein: Steuern! Ich hatte zuletzt ein Gespräch mit meinem Steuerberater Lukas, der hier schon den ein oder anderen Gastbeitrag veröffentlicht hat. Er meinte, bei diesen ausländischen Fonds muss bei der Steuer wahnsinnig aufgepasst werden. Worauf man hier genau achten muss, weiß ich leider noch nicht. Sobald ich aber hier Infos habe, erfährst du das natürlich sofort. Eventuell kann ich Lukas sogar dazu überreden einen weiteren Beitrag zu verfassen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend finde ich eine monatliche Dividende sehr spannend, da sie für mich eine weitere planbare Einnahmequelle darstellt. Die Dividenden können sofort wieder in neue Options-Ideen einfließen, der Zinseszins kann also noch schneller für mich arbeiten.

Noch etwas: Ich habe nicht vor mein gesamtes Depot danach aus zu richten. Ich möchte diese Idee einfach einmal zu einem kleinen Prozentsatz in meinen täglichen Handel integrieren und sehen wie es läuft. Aktuell läuft sogar ein Put auf Realty Income. Dieses Unternehmen hatte ich schon einmal im Depot, wenn auch nur ein paar Anteile. Meine Depotgröße war damals auch nicht einmal ansatzweise wie jetzt.

Mir ist bewusst, dass ich auf diesem Gebiet noch viel lernen muss, aber Lernen steht bei mir ja schon an der Tagesordnung. Hast du vielleicht Infos zu den genannten Unternehmen oder eventuell andere Firmen, die sich für einen weiteren Blick lohnen? Ziel wäre ein Pool von 3-4 Unternehmen, wobei ich zumindest immer auf eines davon Puts und Calls schreiben kann.

Ich freue mich auf jeden Kommentar.

mfG Chri

 

 

 

37 Kommentare

  • Hallo Chri,

    im Bereich REITs kannst du dir mal die Artikel von Brad Thomas auf seekingalpha oder eventuell sein Buch (The Intelligent REIT Investor) ansehen.
    Ein Artikel über die Besteuerung von US-REITs für europäische Anleger würde mich auch interessieren.

    lG
    Phi

    • Hallo Phi,

      Danke Dir für den Tipp! Werd ich auf jeden Fall machen!
      mfG Chri

  • Ciao Chris,
    Long time no post from me, sorry for being absent from your pages, but I still read all of them! For the type of investing that you do (and partly I NOW do as well) the „monthlies“ are great stocks to hold. And as a matter of fact O is on top of my wishlist recently. I am not sure about the tax issues, I know that REITS might have some tax adjustments that go over the time of sale sometimes (my previous holdings of O got some dividend tax kickback 6 months after I sold the stock!!), maybe your accountant was referring to that? Still they make sense when you are trading heavily as you can lock more dividends while selling and buying options. Watch it though, most of them have monthly options only, no weeklies, and books are not very liquid (also strikes are quite far apart).
    Ciao ciao

    Stal

    • Ciao Stal,

      No Problem! 🙂
      Yeah, i will speak to my tax-buddy. I dont know much about taxation.
      I know the fact about the monthly options and the not very liquid books. So, we have to find a few REITs that fits out goal 😉

      thanks for stopping by!

      mfG Chri

  • Hallo Chri,

    Da ich mich momentan auch vermehrt mit Optionen beschäftige, hört sich das ganz interessant an. Eingie der aufgelisteten REIT’s habe ich standardmässig im Depot und erhalte bereits monatlich 20 CHF von ihnen.

    Gruss
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      Cool, dass du bereits einige dieser REITs in deinem Depot hast.
      Welche davon sind es, da sehe ich mal nach, ob man darauf vernünftig Optionen schreiben kann.

      mfG Chri

  • So weit ich informiert bin, ist das mit den Reits nur unübersichtlich, aber nicht unbedingt viel Arbeit. Es sei denn man vertraut seiner Bank nicht bzw. wie bei euch, hat einen ausländischen Broker der sich nicht um die deutsche Steuer kümmert. Dann ist es in der Tat etwas nervig.

    Für alle die einen deutschen Broker haben, läuft es in etwa so:
    Dividenden werden gezahlt und verbucht. Je nachdem was erteilt wurde, deutsche Steuern abgezogen und falls der REIT zu wenig ausgeschüttet hat oder aus Rücklagen eine zusätzliche Dividenden zahlt, noch US Steuer.
    Bis dahin alles easy.

    Am Ende des Geschäftsjahres beleuchtet die Gesellschaft die Erträge und es kann zu einer Änderungen kommen, dir sich steuerlich auswirken. Was genau die machen, ist mir noch ein Rätsel. Hängt aber stark mit dem US Steuerrecht und der Befreiung der REITS bei 90% Ausschüttung zusammen.

    Auf jeden Fall werden dann die Dividenden bei deinem Broker storniert und als Verluste in den Verrechnungstopf eingetragen. Und später neuer Dividenden gezahlt und entsprechend damit verrechnet.

    Da ich noch kein ganzes Jahr dabei bin, kann ich noch nicht aus der Praxis sprechen und erhebe auch keinen Anspruch auf Richtigkeit. So hab ich das bisher verstanden. Ist auch nur auf dem Handy schnell zusammengefasst, entschuldigt die Rechtschreibung.

    Wer einen ausländischen Broker hat und am Jahresende die Belege selber zusammentragen muss, wird wahrscheinlich seine Freude mit der Korrektur und Verrechnung haben.

    Gruß
    Marcel

    Der mal gespannt auf seine Steuererklärung nächstes Jahr ist

    • Hallo Marcel,

      Danke für deine Zusammenfassung! Ich habe leider keinen blassen Schimmer von der Besteuerung. Glücklicherweise gibt es diese Steuerberater. 🙂

      Aber wie schon oben erwähnt, für die Steuer in Österreich werde ich meinen Steuerberater bitten darüber einen Artikel zu schreiben.

      mfG Chri

  • Wo ist der Unterschied ob ich monatlich 3000€ bekomme oder quartalsweise 9000€? Letzteres ist sogar besser, wenn man an die Steuerabschläge von später denkt (wobei ich hier nicht weiß, ob der Fiskus in Österreich derartiges auch verlangt)!

    In jedem Fall ist es aber eher unangenehm sich ein REIT-Klumpenrisiko ins Portfolio zu legen, nur um monatliche Einnahmen zu generieren. Das ist fast genauso schlimm wie Anleger, die eine Aktie X kaufen nur weil diese gerade im März Juni, September, Dezember ausschüttet. Da kann ich nur mit dem Kopfschütteln…. im Endeffekt ist es doch wurscht, wann die Kohle kommt – Hauptsache sie kommt.

    • Hallo moneymoon,

      Auf so einen Kommentar hab ich bereits gewartet. Mich wundert ehrlich gesagt auch, dass nicht mehr von dieser Sorte gekommen sind bis jetzt 😉

      Ziemlich weit unten in meinem Text habe ich geschrieben, dass ich nicht vermehrt auf diese Werte setzen möchte, sondern nur einen kleinen Teil meines Depots ausmachen sollte. Damit wäre das „Klumpenrisiko“ schon einmal vom Tisch.

      Wenn ich rein aus Dividendensicht schreiben würde, würde ich dir recht geben, bei einer durchschnittlichen Dividendenrendite von sagen wir 3% würde das wenig Sinn ergeben.
      Da ich aber nebenbei Optionen handle, macht es sehr wohl einen Unterschied ob ich monatlich 3000 oder quartalsweise 9000 bekomme. Eigentlich dachte ich, dass das in meinem Text heraus zu lesen ist. Tut mir leid, da hab ich wohl wieder mal versagt.

      Erstens macht es einen Unterschied ob ich die Dividende bei der „kurzen“ Haltedauer überhaupt bekomme. Du hast ja selbst geschieben „wurscht wann die Kohle, kommt – Hauptsache sie kommt.“ Seh ich genauso, und manchmal kommt sie eben nicht, da ich „zu früh“ aus der Aktie wieder raus bin.

      Zweitens macht der Zinseszins in deinem Beispiel einen Unterschied von mehr als 135 Euro aus in den ersten 3 Monaten, wenn ich eine monatliche Rendite von (sehr konservativen) 1,5 Prozent rechne. Aufs Jahr aufgerechnet wären das mindestens 540 Euro die ich einfach am Tisch liegen lassen würde. (rein rechnerisch, versteht sich).

      Danke jedenfalls für einen Kommentar!
      mfG Chri

  • Kann deine Euphorie um Dividenden nicht verstehen, Du kannst die Erträge daraus mit keinen Verlusten verrechnen — weder von Aktien noch von Optionen. Die Steuern werden in jedem Fall fällig. Eigentlich ist das von allen Kapitaleinkommen das „schlechteste“ — außer du benötigst es tatsächlich zum Leben. Um Kapital zu akkumulieren würde ich persönlich lieber auf andere Quellen setzen.

    VG, Rico

    • Hier in Österreich kann man die Einnahmen aus Dividenden schon mit Verlusten gegenverrechnen. Ebenso Ausschüttungen aus Fonds, oder die Zinsen die Anleihen abwerfen.

      Wenn es um eine langfristige Wiederveranlagung der Einnahmen einer Gesellschaft geht, dann hast du natürlich recht. Wird nicht ausbezahlt, kann die Summe im Unternehmen auch nach X Jahren noch arbeiten (Zinseszinseffekt) und anstelle im Depot eines Anlegers macht sich der Gewinn so in einem höheren Aktienkurs bemerkbar – in der Theorie.

      Der Fall bei regelmäßigen Auszahlungen: Die Dividenden müssen vom Anleger selbst wiederveranlagt werden. Evtl. sind sie im Jahr nach der Auszahlung um eine Steuer zu reduzieren, wobei hier eine Verwertung von Verlusten als praktischer Effekt in Frage kommen kann. Achtung: Situation in Österreich für Leute, die dort steuerpflichtig sind!

      Bei den Gesellschaften, die Chri angesprochen hat, kommen teils aber auch noch weitere Betrachtungsweisen in Frage. Beispiel business development company (BDC) wie PSEC:

      Unternehmen in diesem Geschäftsfeld müssen den überwiegenden Großteil der Erträge an die Anleger auszahlen, in Form einer Dividende. Dazu gibt es strenge Regulierungen. Am Ende dient dies dem Schutz der Anleger (was man hat das hat man, anstelle Wiederveranlagung im Unternehmen wo man nicht weiß wohin das Risiko führen würde). Der regelmäßigen hohen Auszahlung der Erträge kommt so eine ganz andere Bedeutung zu.

      Ich kann dem auch etwas abgewinnen. Sehr viel sogar.

      Zwar weiß ich so gut wie gar nichts über Firmen in diesen Geschäftsfeldern – es gibt noch viele neue Informationen für mich – dennoch halte ich BDCs und die anderen Zahler regelmäßiger Dividenden für sein sehr interessantes Vehikel.

      Schwierig wird es nur bei US-Papieren, die als Fond zu betrachten sind. Damit hat man in Österreich ein Problem steuerlicher Art, wie Chri hier bereits durchblicken hat lassen. Seinen Steuerberater kann ich nur empfehlen, ich bin sicher Chri gibt auf Anfrage gerne die Kontaktdaten weiter.

      Vielleicht schreibe ich noch einen Beitrag dazu, mal schauen wie es heute mit der Zeit aussieht 🙂

    • Gewinne aus Dividenden liegen doch im selben Topf wie „sonstige Veräußerungsverluste“. Sprich sie sind in D einzig nicht mit Aktienverlusten zu verrechnen – sonst mit allem anderen schon (Optionsverluste, ETF-Verluste, et. al.).

  • Pingback: Rückblick KW 20 2017 – Compounding Wealth

  • Hi Chri,

    bei den Monatszahlern ist Realty Income sozusagen der Klassiker. Die haben seit mehr als 20 Jahren die Dividende erhöht, also auch die Immobilienkrise in den USA gut überstanden. Sieh dir mal die Website von Realty an, da sind auch ganz nützliche Infos. – EPR Properties habe ich auch noch auf dem Radar und MainStreet Capital als BDC Company im Portfolio.

    Bei der Bewertung von REITs ist das KGV und auch Earnings per share nicht sehr aussagekräftig, da die Firmen besondere Abschreibungsregeln und so den ausgewiesenen Gewinn drücken können. EPS liegt dann manchmal unter der Div per share. Die Kennzahl, die entscheidend ist, ist FFO (Free Funds from Operations). Ich sehe mir natürlich genau die Dividendenhistorie (insb. in Krisen) sowie die allgemeine Entwicklung an.

    REITs die sehr stark im Retail Sektor aktiv sind, wurden in den letzten Wochen abgestraft (Mall Sterben in den USA, schlechte Zahlen vieler Einzelhändler wie Macy’s etc.) – Realty ist ein equity REIT (arbeitet also nicht mit mortages) sehr breit diversifiziert und hat über Jahrzehnte eine Auslastungsquote seiner Immobilien bei ca. 98%.

    Im REIT Healthcare Sektor finde ich Welltower und Omega Healthcare Investors interessant. – Und der Hinweis eines anderen Lesers auf Brad Thomas von seekingalpha.com ist gut.

    Bei der Steuer ist es im Depot kurz etwas unübersichtlich, wenn die ganzen Stornos reinkommen, aber die Neu-Einbuchung erfolgt meist am selben oder nächsten Tag und ich habe eher immer ein paar Euros mehr gehabt bei der Neu-Einbuchung.

    Grüße,
    DividendSolutions

    • Die Kennzahl heißt Funds From Operations (FFO)…es war noch etwas früh am Morgen;-)

      • Hallo DividendSolutions,

        Danke für die ausführlich Info!
        Werde deine Tipps auf jeden Fall berücksichtigen, Brad Thomas hab ich nun auch schon abonniert.

        mfG Chri

  • Toller Beitrag!

    Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen zum Thema Immobilien und monatliche Zahler 🙂

    • Hallo Cor,

      Danke! Ja, ich weiß noch nicht wann es eine Fortsetzung gibt.
      mfG Chri

  • Gratulation zu Deinem Blog!
    Wie wärs mit dieser Alternative: in Österreich mit der Kest endbesteuert und bei Hellobank/ Flatex sparplanfähig…IE00B2NPKV68.
    GlG. Didi

    • Hallo Didi,

      Danke Dir! Ich seh mir das mal an. Flatex hat leider schon den Negativzins auf Guthaben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
      Hab gerade nachgesehen, leider kann man darauf auch keine Optionen verkaufen.

      mfG Chri

      • ArtVandelay

        Auch nicht zu vernachlässigen, flatex erhebt eine Gebühr auf Dividendenzahlungen.

  • Interesting plan. You mention well the 2 concern I have
    Stability of the dividend in case of a crash or rate hike
    Taxes. Taxes re the reasons Hey I avoid dividend income for now. There is 30 pct Belgian tax and then the foreign tax. At one point, it is too much!

    • hey ambertree,

      in austria the dividend tax is lower than the taxation for option premium, but i see your point of view.

  • Hi Chri

    Ich bin auch ein Dividenden-Fan und ganz besonders monatliche Dividendenzahler sind eine schöne Sache. Doch mit Optionen siehts da bei den meisten nicht so gut aus. Die Spreads sind meist sehr weit und daher nicht wirklich handelbar.

    Lg Michael

    • Hallo Michael,

      Ja, da hast du recht. Deshalb heißt es suchen. vielleicht finden wir ein gutes Underlying dafür. Realty Income finde ich persönlich nicht so schlecht, aber aktuell noch etwas zu teuer, hab trotzdem einen put darauf.

      mfG Chri

  • Hi Chri,
    auch von meiner Seite Gratulation zu deinem Blog. Freut mich, dass die PI-Community wächst. Kann dir auch Brad Thomas bzw. seekingalpha generell empfehlen. Auf youtube gibt es noch ein paar Videos von Nils Gajowiy. Er kann die Dinge ohne viel herumlabern auf den Punkt bringen:
    https://www.youtube.com/watch?v=XcWuRS3uT8g
    https://www.youtube.com/watch?v=EI9aGMDPPHM

    Zu REITs allgemein: tolle Beimischung, aber du musst dir auch die Risiken bewusst sein. Und die sind weit größer als bei normalen Aktien. Breitgestreute REIT-ETFs haben in der Krise 2008 schon einmal knapp 60% verloren. Auch Realty Income gab über 50% nach. Und wenn du in ABR investiert hättest, wärst du 98% deines Kapitals losgeworden. Mit einem gesunden Riskmanagement lässt sich das aber überstehen – langfristige Extragewinne inklusive!
    Happy Trades und mach so weiter!
    liebe Grüße aus Graz, Robert

    • Hallo Robert,

      Danke für die Links. Die Videos von Nils zieh ich mir seit ein paar Wochen auch regelmäßig rein. Hatte mit ihm zuletzt auch Kontakt über eMail. Toller Kerl.

      Danke, dir auch weiterhin viel Erfolg!
      mfG Chri

  • Hat derzeit jemand gute Aktien auf dem Radar um Put Optionen darauf zu verkaufen? Zurzeit finde ich keine guten Gelegenheiten.

    • Hallo Pate,

      Disney ist in letzter Zeit etwas runtergekommen.
      Gestern habe ich einen Newsletter mit neuen Trades rausgeschickt. Darunter Disney, Procter&Gamble, Realty Income und IBM.

      mfG Chri

  • Hey,

    mit REITs kenn ich mich auch nicht aus. Aber vielleicht als Denkanstoß. Du brauchst keinen Monatszahler, um monatlich Dividenden zu erhalten.
    Im ersten Monat eines Quartals zahlt z.B. Altria, im zweiten Monat P&G oder Raytheon und im dritten Monat eines Quartals Shell oder Microsoft.
    Wenn du das Geld für einen Monatszahler drittelst und gleichmäßig auf drei Titel verteilst, hast du einen ähnlichen Effekt und wirfst nicht alle Eier in einen Korb. 🙂

    Ansonsten sehr interessante Strategie überhaupt. Ich gehe auch auf Dividenden und versuche, mit einem kleinen Teil (3-5% vom Gesamtwert des Depots) mittels Optionsscheinen und Faktorzertifikaten o.ä. den Turbo einzuschalten.
    VG Markus

    • Hallo Markus,

      Grundsätzlich hast du recht, wenn du reiner Dividendeninvestor bist, das weiß ich auch. Mir geht es aber um den Optionshandel, und da lässt sich dies nicht so einfach bewerkstelligen aus den Gründen die ich oben im Artikel geschrieben habe 🙂

      mfG Chri

  • Hallo Chri,
    ich bin auch in erster Linie Dividendeninvestor, habe aber zunehmend zusätzliche nennenswerte monatliche Cash Flows aus Stillhaltergeschäfte Optionen und klassisches Trading.
    Ich meine mit einem gut strukturierten Portfolio kann st Du auch mit Quartalszahlern monatlich relativ konstante Cash Flows aus Dividenden generieren, meist etwas ein Klumpen durch deutsche Dividendenzahler im April/Mai.
    Ich finde eigentlich viele Monatszahler, z.B. Reits relativ riskant und sind sicher sehr volatil wenns mal abwärts geht, bzw. wenn die Zinsen anziehen.
    Ciao Stephan

    • Hallo Stephan,

      Das tue ich auch aktuell so wie du es beschrieben hast, allerdings ist ja mein Grund anders gemeint. Es geht darum, dass ich ab und zu Aktien nicht zum richtigen Zeitpunkt halte, weil eben die nächste Dividende zum Beispiel noch 3 Monate entfernt ist. Es kommt bei mir drauf an, ob die Covered Calls in der Zwischenzeit ausgeübt werden oder nicht. Mit monatlichen Zahlern würde ich sicher gehen, dass ich beim Kauf einer Aktie die nächste Dividende mit nehmen kann.

      Ich liebe sehr volatil. Mit sehr volatilen Aktien lässt sich durch meine Vorgehensweise mehr Geld verdienen als mit weniger volatilen Aktien.
      Danke für den Kommentar!

      mfG Chri

  • Christian Kallaehne

    Interessante Monatliche ETFs sind meiner Meinung nach der SDIV und SDEM von Global X Funds welche breit gestreut in die jeweils höchsten Dividendenfirmen ihrer Anlageklasse investieren. Bei SDIV also weltweit bei SDEM in Emerging Markets.

    https://www.globalxfunds.com/funds/sdiv/

    https://www.globalxfunds.com/funds/sdem/

    • Hallo Christian,

      Danke für die Info!
      Muss mir heute mal ansehen, ob man da drauf vernünftig Optionen handeln kann. 🙂

      mfG Chri