Exkurs zur Besteuerung von Kapitalvermögen – Gastbeitrag – Teil 3

Lukas, der Steuerberater meines Vertrauens, hat es wieder einmal einrichten können einen sehr interessanten Beitrag zu verfassen. Dafür möchte ich mich schon mal herzlichen bedanken. Dir kann ich den Artikel natürlich auch nicht vorenthalten. Wenn du die ersten beiden Artikel von ihm verpasst hast, habe ich sie dir noch einmal hier hinterlegt:

Lukas ist in der Wiener Steuerberatungskanzlei Prigl tätig. Das heißt die verfassten Texte beziehen sich nur auf österreichische Kapitalvermögen. Um herauszufinden, wie sich die Besteuerung in Deutschland verhält frag bitte einen deutschen Steuerberater oder mache deine eigene Recherche. Der nachfolgende Text stellt außerdem eine allgemeine Information dar und sollte keinesfalls als Ersatz für ein Gespräch mit dem Steuerberater angesehen werden.  Nun überlasse ich Lukas das Wort für den dritten Teil seiner Artikelserie.

Es ist schon eine ganze Weile her, seit meinem letzten Blog-Eintrag für Chri. Nicht nur für ihn ist es eine stressige Zeit – auch ich kann mich über zu viel Freizeit nicht beschweren, bereite ich mich doch gerade intensiv auf die Prüfung zum Steuerberater vor (nebst Arbeit selbstverständlich).

Trotzdem möchte ich wieder einmal die Zeit nutzen und euch über die richtige – und möglichst optimale – Besteuerung von Kapitalerträgen informieren. Zuletzt (meine Güte, es ist über ein halbes Jahr her!) habe ich über Doppelbesteuerungsabkommen und Rückerstattungsanträge sinniert, heute soll es um den Werbungskostenabzug gehen.

Wie immer hier noch einmal der Hinweis: Ich befasse mich mit dem österreichischen Steuergesetz, die Regelungen sind in anderen EU-Ländern zum Teil ähnlich und zum Teil völlig anders.

 

Was sind Werbungskosten

Als Werbungskosten werden jene Aufwendungen und Ausgaben gesehen, die benötigt werden um die Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen zu gewährleisten. Das sind also sämtliche Aufwendungen, die ihr tätigen müsst, damit ihr überhaupt euren Job machen könnt. Kleiner Exkurs: Wir befinden uns hier im sogenannten „nicht betrieblichen“ Bereich. Im Betrieblichen Bereich wäre das Pendant die Betriebsausgabe.

Damit sind Werbungskosten neben (bzw. zumeist sogar noch vor) den Sonderausgaben jener Teil, der eure Steuerbelastung am massivsten senken kann. Leider werden Werbungskosten recht eng gefasst: Es sind nur jene Werbungskosten abzugsfähig welche in den Ziffern 1 bis 10 des § 16 (1) und (2) des EStG ausdrücklich erwähnt sind. Keine Angst, ihr müsst jetzt natürlich nicht nachsehen was da so alles hinein fällt – es gibt eine recht gute Aufstellung des Finanzamts: ABC der Werbungskosten

Besondere Highlights sind aber Ausgaben im Zusammenhang mit Dienstreisen (sofern diese vom Arbeitgeber nicht abgegolten werden), Fort- und Weiterbildungskosten inkl. anfallende Nebenkosten (in vielen Fällen kann darunter auch das Hochschulstudium fallen) oder auch Arbeitsmittel, welche ihr für euren Beruf benötigt – zum Beispiel Werkzeuge, aber auch ein selbst angeschaffter PC oder Laptop für jene, die teilweise Zuhause arbeiten.

 

Und was ist mit Werbungskosten bei Kapitalerträgen?

Die interessieren uns natürlich ganz besonders! Im Allgemeinen gilt, dass für Einnahmen, die theoretisch in einen besonderen Steuersatz fallen (also z.B. 27,5% KESt) ein Verbot des Werbungskostenabzuges gilt – nachzulesen in § 20 (2) EStG. Theoretisch hierbei heißt, dass auch, wenn eine Regelbesteuerungsoption angewendet wird, für diese Kapitalerträge mit besonderem Steuersatz aktuell keine Werbungskosten geltend gemacht werden dürfen. Darunter fallen sämtliche Kapitalerträge, die in §27 (1) EStG aufgezählt werden: Dividenden, Gewinne aus dem Verkauf von Aktien, Finanzderivate, Sparbuchzinsen, etc.

Nun gibt es aber noch die Ausnahme dieser Regel, welche in §27a (2) geregelt sind. Darunter fallen einige Tatbestände, besonders wichtig für uns ist aber Ziffer 8: „Einkünfte aus nicht verbrieften Derivaten im Sinne des §27 Abs. 4“ – das sind genau jene Derivate, mit denen Chri und die meisten  Teilnehmer der Community-Liste ihren größten Gewinnanteil machen.

Da Wertpapierhändler oftmals trickreich sind, gab es in der Vergangenheit im Bezug auf Wertpapiere steuerliche Tricksereien. Es wurden oftmals keine Werbungskosten sondern zusätzliche Anschaffungskosten, die Anschaffungsnebenkosten, erklärt.

 

Exkurs: Was sind Anschaffungsnebenkosten?

Wie wir wissen, müssen wir ja nicht den gesamten Erlös eines Aktienverkaufs versteuern. Wir dürfen uns gnädiger Weise die Anschaffungskosten abziehen. Wenn wir eine Aktie also um 100,– gekauft und um EUR 120,– verkauft haben, so ist der zu versteuernde Gewinn EUR 20,–.
Im Grunde genommen einfach, im Einzelfall aber eher schwierig zu beurteilen. Wozu gehören denn zum Beispiel Transaktionsspesen? Oder Brokergebühren?

 

Wie berichtet, es gab in der Vergangenheit einfallsreiche Tricksereien mit der Verschiebung von offensichtlichen Werbungskosten zu Anschaffungsnebenkosten. Beispielweise haben sich österreichische Wertpapierhändler gerne Broker gesucht, die möglichst niedrige Kontoführungsgebühren oder Depotgebühren (eindeutige Werbungskosten) hatten, und das Geld demnach eher mit höheren Transaktionskosten gemacht haben. Transaktionskosten wurden von den Händlern als Anschaffungsnebenkosten erklärt, die daraufhin den zu versteuernden Gewinn minimiert haben. Der Fiskus hat sich natürlich betrogen gefühlt und schnurstracks §27a (4) Z 2 eingefügt, der besagt, dass „auf Kapitalerträge, auf die ein besonderer Steuersatz gemäß Abs. 1“ (also derzeit 27,5%) anzuwenden ist, die Anschaffungskosten OHNE Anschaffungsnebenkosten anzusetzen sind.

Den wichtigen Satz habe ich bereits markiert – ihr seht, es gibt schon wieder eine schöne Ausnahme für uns. Eine weitere Ausnahme gibt es noch: oben stehendes gilt nicht, wenn man nicht als privater sondern als Betrieb veranlagt. Im Moment ist man als Anleger im Rahmen eines Betriebes allgemein schwer bevorzugt, der absolute steuerliche Overkill ist im Moment mit einer GmbH möglich – aber dazu ein anderes Mal.

Kurioserweise findet sich nur ganz wenig Literatur, welche Werbungskosten tatsächlich abzugsfähig sind und welche nicht. Es folgt daher eine Interpretation und Auslegung des Gesetzes, welche ich persönlich handhabe bzw. handhaben würde, die aber nicht ausjudiziert ist – das Finanzamt kann diesbezüglich anderer Meinung, im Streitfall müsste ein Gericht (Z.B. der VwGh) entscheiden.

In den Erlässen und Richtlinien sieht das Finanzamt vor, dass eine Reihe von Ausgaben zu den Werbungskosten aber auch vor allem zu den Anschaffungsnebenkosten gehört. Der Fiskus schließt diese für jene Kapitalerträge, die mit 27,5% zu besteuern sind explizit aus. Ich gehe den logisch anderen Weg und sage: Wenn sie NICHT mit dem besonderen Steuersatz zu besteuern sind – dann ziehen wir ab.

In den Richtlinien finden sich Positionen wie Bankspesen (Depotgebühren), Transaktionskosten, Zinsen für Darlehen – wenn dieses für den Wertpapierhandel verwendet wird. In Analogie zum ABC der Werbungskosten wären auch technische Hilfsmittel wie PC oder Internet (allesamt anteilig!) denkbar.

Was benötige ich für den Werbungskostenabzug?

Zwei Dinge sind vor allem zu Beachten. Zunächst müssen Werbungskosten belegt bzw. glaubhaft gemacht werden. Ihr braucht also einen Beleg, dass euch die angesetzten Kosten tatsächlich entstanden sind.

Weiters können Werbungskosten und Anschaffungsnebenkosten nur im Rahmen einer Steuererklärung geltend gemacht werden. Die Bank, egal ob sie in Österreich liegt oder nicht, macht das nicht für euch. Wenn ihr also euer steuerliches Wohl in automatisierte Hände begebt, so habt ihr keinerlei Möglichkeit etwas geltend zu machen. Ergänzend sei dazu gesagt, dass Momentan wahrscheinlich jeder, der nicht verbriefte Derivate wie Optionen, Futures, etc. handelt seine Steuererklärung selbst machen muss. Grund dafür ist die Bestimmung im letzten Satz in § 27a (2) Z7: „Dies gilt nicht, wenn eine der in § 95 Abs. 2 Z 2 lit. B genannten Einrichtungen eine der Kapitalertragsteuer entsprechende Steuer freiwillig einbehält und abführt; diesfalls sind § 95 Abs. 1 und § 97 sinngemäß anzuwenden.“

Zu Deutsch heißt das, wenn eure Bank freiwillig KESt von nicht verbrieften Derivaten einbehält, dann gelten diese bereits als versteuert. Dieser Satz verstößt nach Meinung aller ernst zu nehmenden, österreichischen Juristen gegen den Gleichheitssatz, der immerhin Verfassungsrang hat. Warum? Weil es schwer bedenklich ist, sein steuerliches Glück oder Pech in die Hände von Banken zu geben, die quasi nach Willkür entscheiden können, welcher ihrer Kunden wie viel Steuern zu zahlen hat. Das sehen auch die Juristen der österreichischen Banken so, weshalb meines Wissens im Moment keine Bank auf nicht verbriefte Derivate freiwillig KESt einbehält (hat jemand im österreichischen Raum anderslautende Erfahrungen gemacht?). Da ihr aber den Fängen des Fiskus nicht entkommen könnt (bzw. dürft), müsst ihr selbst eine Steuererklärung ausfüllen und dem Finanzamt schicken. Jedenfalls ist damit der Vorteil, seine Steuer nicht selbst abführen zu müssen dahin – bei genauerem Hinsehen entpuppt sich dieser Umstand aber als nicht zu verachtender Vorteil. Aber dazu ein anderes Mal.

Ihr seht, ertragsreiche Veranlagung setzt quasi Steuerwissen bereits voraus. Höchste Zeit, dem Fiskus zu geben, was er verdient – aber nicht mehr!

17 Kommentare

  • Danke für den Beitrag! Das Thema Steuern ist erscheint mir sehr wichtig und dazu eine ganz wesentliche Stellschraube beim Erfolg der Anlage zu sein, was meiner Meinung nach immer wieder völlig unterschätzt wird.

    Sich darüber Gedanken zu machen kann sich schon auszahlen. Vorher bei der Geldanlage (Beispiel französische Dividenden vermeiden) und nachher, wenn man seine Steuererklärung so strukturieren kann, dass einem nicht alles gleich auf den Kopf fällt.

    Ein großes Danke auch an Lukas, zu dem ich nach Chri’s Empfehlung vor ein paar Monaten gefunden habe. Er war eine sehr wertvolle Hilfe bei der Erstellung meiner Steuererklärung (man will vielleicht ja gar nicht wissen, was da in meiner für Zeugs drinnen war …). Alles hat perfekt geklappt, und die Steuererklärung beim Finanzamt ist seither sowas von erledigt.

    • Hallo Cor,

      Ja, ich bin sehr froh darüber, dass sich Lukas die ganze Mühe für uns macht, die Beiträge zu verfassen. Ich weiß natürlich wieviel Arbeit so ein Text ist, das glaubt keiner, der es nicht selbst macht.

      Also ich bin ja mal gespannt, ob meine Steuererklärung bisschen abstrakter ist als deine 😉 Lukas hatte zu mir mal gesagt, dass es so einen Fall wie mich wahrscheinlich noch nie gegeben hat ^^

      mfG Chri

      • Ich bin mir sicher, deine ist ganz ein anderes Stück als meine 😉

        Hab nun inzwischen auch BDCs, REITs, Optionen, Rollungen, und dazu Ein- und Ausbuchungen. Ein Fall für die nächste Steuererklärung, und gut, jemanden zu haben, der das mit dem kleinen Finger überblickt. Nach deiner Erklärung ein Kinderspiel 😉

        Kürzlich habe ich das Buch Finanzberatung Nein Danke! gelesen. Kennt das jemand? Das ich echt gut, und genau in dem Stil, wie ich Infovermittlung am liebsten hab.

        Das war der Trigger für mich, um so richtig durchzustarten. Ich kann nicht mehr anders. Mit der richtigen Einstellung fließt einem Geld sowieso laufend zu – Erfahrung – mit Aktien und Optionen hat die Sache aber gleich nochmals mehr Leben für mich.

        Btw: Ich kann dir mal einen Artikel für deinen Blog schreiben, warum bei ernsthafter Beschäftigung mit dem Thema kein Weg an Qualitätsaktien vorbei führt, und bei der persönlichen Reise dorthin viele Irrtümer am Weg liegen können. Denke das würde mir Spaß machen.

  • Hallo

    Super Ergänzung zu den anderen zwei Serien zum Thema Steuer – Danke!

    Also kann man Marginzinsen als Werbungskosten geltend machen – auch wenn dann dafür Aktien gekauft wurden?

    Wie schauts denn im Gegenzug eigentlich mit Guthabenzinsen aus?

    LG
    Joannis

    • Hallo Joannis,

      nicht ganz – Marginzinsen als Werbungskosten gehen nur dann in Ordnung, wenn du nicht verbriefte Derivate gehandelt hast. Aktien unterliegen dem besonderen Steuersatz von 27,5%. Dementsprechend können für diese keine Werbungskosten geltend gemacht werden.
      In einem Depot gemischten Depot mit Positionen, die sowohl dem Regelsteuersatz als auch dem besonderen Steuersatz unterliegen können jene Kosten als Werbungskosten angesetzt werden, die für die nicht verbrieften Derivate angefallen sind. Bei allgemeinen Kosten wie der Depotgebühr oder Fremdkapitalzinsen können die Werbungskosten (Umsatz-)anteilig angesetzt werden.

      Zu den Guthabenzinsen….da kommt es darauf an wofür sie geflossen sind: Sofern die Zinsen zu einem Gewinn aus überlassenen Kapital im Zusammenhang mit einer Bank gutgeschrieben wurden, sind darauf 25% (nein, keine 27,5% – die Regierung wollte ja „Omama’s Sparbuch“ nicht zusehr belasten…) KESt zu entrichten. Bei Zinsen aus Gewinnen, denen kein Bankgeschäft zugrunde liegt (Z.B. Privatdarlehen…du leihst einem Freund Geld und er zahlt es dir mit Zinsen zurück) fällt ebenfalls der progressive Steuersatz an.

      • Hallo DaK0si

        Danke für die ausführliche Klarstellung 🙂

        Ich hab mir das eh auch so gedacht – da ja Marginzinsen meist auf eine durch Ausübung entstandene Aktienposition fällig werden.

        Sachen die ich auch immer mit rein nehme sind die Kosten für die Kursdaten.

        • Wie ist dann bei einer Aktienleihe?

          Also wenn ich Aktien aus meinem Bestand an andere verleihe, und dafür „Zinsen“ erhalte, die einen prozentuellen Teil des Wertes der Aktien ausmachen?

          Bei BANX / IB kann man seine Bestände verleihen.

          Zählen die Einnahmen aus der Aktienleihe zu den Erträgen, die Aktien abwerfen (wie zB Dividenden, realisierter Gewinn bei Verkauf) und sind daher zum besonderen Steuersatz von 27,5% zu versteuern?

          Oder zählen Einnahmen aus der Aktienleihe einfach als Ertrag, der durch das Verborgen an sich anfällt – so wie bei einem Privatkredit auch, wo man anstelle von Wertpapieren Geld verleiht – und sind daher zum persönlichen Tarifsatz zu versteuern?

          • Hallo Cor,

            der Fiskus kategorisiert Wertpapierleihen aber generell KV-Einkünfte unter §27 (2) EStG, also zu den Einkünften aus der Überlassung von Kapital. Zur Besteuerung sieht er in §27a (2) Z5 vor, dass nur Ausgleichszahlungen bzw. Leihgebühren mit dem besonderen Steuersatz zu versteuern sind, wenn der Entleiher ein Kreditinstitut ist.
            Dementsprechend kommt es darauf an, an WEN die Aktien verliehen werden. Ist es eine Privatperson, dann kommt der Regelsteuersatz zur Anwendung. Ist es ein Kreditinstitut, dann 27,5%. Unter diese Prämisse fällt dann auch die Frage inwieweit Werbungskosten abzugsfähig sind.

  • Schön zu wissen dass es Leute in Ö gibt die sich mit dem Thema auskennen! Erst letztes Jahr hat mir eine Steuerberaterin erklären wollen es wird alles mit 27,5% versteuert…

    LG Cornelius

  • Mich interessiert der Overkill als GmbH veranlagen.
    Super Artikel Danke an den Verfasser Lukas!

  • Danke dafür.

    Wo findet man so gute Steuerberater 🙂
    Hat er noch ein paar Steuerberater Freunde in Hamburg zufällig?

  • Mir ist noch eine wichtige Frage eingefallen: Könnte man evtl das Genussrecht auf Einnahmen aus Optionen anwenden? Das wäre ein Schlupfloch wenn zB der Partner wenig oder kein Einkommen bezieht.

    • Um es kurz zu machen: Theoretisch(!!!!!!!!!!ich kann gar nicht genug Rufzeichen machen) funktioniert das. Da spielen aber ganz massiv die Regelungen des Fruchtgenussrechtes hinein – es muss ein „Wasserdichter“ Vertrag gemacht werden, etc., etc., etc. Es ist einfach unendlich mühsam. Und: Sollte der Beziehung etwas passieren, gibt es wenig Chancen an die Früchte wieder zu gelangen.
      Leichter und verbreiteter dagegen: Das Ertrag abwerfende Gut (also zB. das Depot) wird an den Partner abgetreten und es wird vertraglich ein Abtretungsrecht zu X Betrag vereinbart, dass einfach nur gezogen werden muss. Auch da muss der Abtretungsvertrag gut gestaltet sein (das dürfen im Moment nur Notare bzw. Rechtsanwälte, Steuerberater jedenfalls (noch) nicht), es ist aber nicht so schwer wieder an das Depot zu kommen, im Falle einer Scheidung, etc.

      Aber ACHTUNG: Es gibt seit kurzem das wirtschaftliche Eigentümer Register (siehe: https://www.bmf.gv.at/finanzmarkt/WiERe.html). Dies gilt im Moment noch vor allem für Beteiligungen an Kapitalgesellschaften und ähnliches, aber wir können hier einige spektakuläre Rechtsprechungen erwarten, die sich durchaus auf das Fruchtgenussrecht, Abtretungsverträge und sonstige Gestaltungsmöglichkeiten auswirken können.

      Zusammengefasst: Sehr mit Vorsicht zu behandeln, und sehr einfach ist es sowieso nicht ;-).

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