Meine Gewinne durch ein Jahr eingebuchte Target-Aktien

Es ist kein Geheimnis, dass ich eine größere Anzahl an Target-Aktien durch verkaufte Put-Optionen gekauft habe. Der Kurs ist eingebrochen und ich habe weitere Puts verkauft um den Durchschnittspreis zu senken. Leider ging es dann noch ein gutes Stück hinunter. Das machte mir aber im Endeffekt nichts aus.

Zeitvertreib bei Aktien unter Wasser

Da ich von diesem Unternehmen überzeugt war, und es immer noch bin, hatte ich nie das Gefühl, dass irgendetwas schief laufen könnte. Ich stehe fest hinter meinem Plan, und arbeite mich langsam aber sicher wieder heraus. Dabei muss aber auch gesagt werden, dass ich mich nie auf ein Bauchgefühl verlasse, sondern immer auf nackte Zahlen. Die Gewinnzahlen sehen nach wie vor nicht schlecht aus. Wenn das Unternehmen weiterhin Gewinn macht, wird der Kurs früher oder später den fundamentalen Daten folgen. An dieser Stelle erinnere ich gerne an den Beitrag zum Kurssturz um 9 Prozent in einem Tag. An diesem Tag habe ich bereits einiges geschrieben, was ich nicht heute wiederholen möchte, wobei ich meine Aussagen von damals noch immer vertrete.

 

Die Aktien befanden sich nun etwa ein Jahr lang in meinem Besitz. Während ich alle paar Monate eine sehr nette Dividende kassiert habe, habe ich mich aber nicht einfach darauf verlassen, dass der Kurs irgendwann wieder steigen wird.

 

Ich habe bei jeder, sich mir bietenden, Gelegenheit Covered Calls und weitere Short Puts verkauft. Die Puts hätte ich bei einem weiteren Kursrutsch gerollt, mehr Anteile wollte ich nicht mehr hinzukaufen. Bei jeder verkauften Option habe ich natürlich eine kleine Prämie erhalten. Auch diese kleinen Prämien summieren sich am Ende des Jahres auf einen beachtlichen Gewinn. Insgesamt habe ich seit Einbuchung 11 Calls und 17 Puts auf Target  verkauft. Die Dividende wurde mir 4 Mal überwiesen. Durch die Ausbuchung der Anteile habe ich auch die Prämie der anfänglichen Puts nun endlich realisiert.

 

Zusammengerechnet steht hier ein realisierter Gewinn durch Target von 2241,83 €. Dividiere ich das durch die Investition erhalte ich eine Rendite von ungefähr 9 Prozent in diesem Jahr. Kein zu schäbiges Ergebnis, wenn man bedenkt, dass der Preis der Aktie ganzes Jahr unter meinem Einstandspreis gelegen ist.

Lernerfolg

Ich bin dankbar für diese Erfahrung und guter Dinge, dass dies erst der Anfang war. Die oben genannten 9 Prozent habe ich gemacht ohne jemals auf Chart-Technik zu achten. Die Tipps im letzten Buch geben mir Zuversicht, dass ich diese Rendite bei untergetauchten Aktien in der Zukunft mindestens verdoppeln kann.

 

Natürlich wird das alles ein Learning by Doing. Tipps sind die eine Sache, die Umsetzung das andere. Grundsätzlich lerne ich schnell. 🙂

 

Beachtenswert ist meiner Meinung nach auch, dass die Prämien sich in einem eigentlich niedrigen Vola-Umfeld genau so gut aufsummiert haben. Wenn die allgemeine Volatilität am Aktienmarkt wieder einmal langfristig höher ist, werden natürlich auch wieder größere Prämien verdient. Gut möglich, dass sich die Rendite alleine aus einer größeren Prämie jährlich schon auf 18 Prozent erhöhen lässt. Wir werden es sehen. Das Anwenden einfacher Indikatoren wird zusätzlich dabei helfen.

 

Zusätzlich habe ich noch gelernt, dass ich auch die Calls zurückkaufen sollte, wenn die Aktie über den Strike steigt und der Chart anzeigt, dass es weiter hinauf gehen könnte. Im nächsten Bild sehen wir, was die Aktie seitdem gemacht hat.

Die schwarze horizontale Linie bildet den Strike meiner Calls ab. Hätte ich diese zurückgekauft und einfach weiter oben wieder verkauft, würde ich mit sehr viel größerem Gewinn aus der Position aussteigen. Garantie dafür gibt es aber selbstverständlich niemals! Ich bin froh, dass ich wieder neue Positionen aufbauen kann und freue mich auf neue Herausforderungen am Aktienmarkt und im Optionshandel.

Ein Hoch auf den Optionshandel

Diese Dinge sind es die mich jeden Tag aufs Neue faszinieren. Ist das nicht fantastisch? Wir können mit jeder Aktie Geld verdienen, egal wo der Kurs gerade steht. Wir arbeiten uns durch unsere Möglichkeiten im Optionshandel, langsam aber sicher, wieder aus dem (Buch)-Verlust heraus. Steigt die Aktie in der vergangenen Zeit auch noch an, haben wir einen sehr großen Gewinn gemacht, während wir die Zeit vergehen lassen. Geld muss für uns arbeiten, nicht wir für Geld. So sehe ich das eben.

 

Die für mich wichtigste Regel ist noch immer Optionen auf Aktien zu handeln, die man auch gerne habe möchte. Ich kann es nicht oft genug sagen! Nichts ist schlimmer als eine Aktie mit enormen Buchverlust eingebucht zu haben, wenn man dem Unternehmen nicht zutraut in Zukunft auch profitabel zu sein. Für mich kommt so etwas gar nicht in Frage, also habe ich meine Watchlist, die mir hilft immer wieder profitable Puts auf mir wichtige Unternehmen zu finden. 

Durch unsere verkauften Optionen (egal ob es jetzt Puts oder Calls sind) wissen wir ganz genau was passieren wird. Es gibt immer nur 2 Möglichkeiten:

  • Der Strike wird unterschritten/überschritten
  • Der Strike wird nicht erreicht

In beiden Fällen wissen wir was mit unseren Aktien passiert oder eben nicht passiert. Für mich macht das meinen Optionshandel in einer gewissen Form und Weise sogar planbar. Ich kann mich dazu entschließen einen Covered Call zu verkaufen. Wenn ich ihn einfach auslaufen lasse, weiß ich dass ich die Prämie zu 100 Prozent behalten darf, egal wie sich der Kurs der Aktie weiter entwickelt. Genau so ist es mit einem Put, wenn ich bereit bin Aktien zu kaufen.

 

Wie siehst du den Optionshandel? Bist du auch immer noch Feuer und Flamme, nachdem du schon längere Zeit gehandelt hast? Freue mich auf deine Kommentare!

Allen Neulinge würde ich meine Empfehlungs-Seite ans Herz legen. Stöber dich einmal durch. Wenn du Fragen hast, schick mir gerne eine Mail über das Kontaktformular. 

mfG Chri

8 Kommentare

  • Moin Chri,

    es geht mir genauso! Aus dem Gefühl durch Optionshandel das fehlende Puzzleteil gefunden zu haben, ist mittlerweile absolute Überzeugung geworden. Die Arbeit am gesamten Depot und die anhaltenden Erfolgsaussichten lassen mich nicht mehr los. Wie Du schon schreibst, man hat das Gefühl einer gewissen Planungssicherheit! Nicht im Bezug auf Zeit, sondern auf das Ergebnis! Natürlich kann durchaus ein Trade voll in die Hose gehen und man muss einige ZEit aufbringen es zu korrigieren. Aber es ist korrigierbar (siehe dein Target Trade!) Ich bin der festen Überzeugung, die Frage ist nicht ob, sondern wann man seine Ziele erreicht!

    Beste Grüße aus Hamburg

    • Hallo Axe,

      Das mit dem Puzzleteil beschreibt die Situation in der Tat echt gut!
      Alleine das Beispiel mit Target zeigt dass der Optionshandel extrem viele Möglichkeiten bietet. Ich denke dass es kaum Finanzinstrumente gibt, die so vielseitig einsetzbar sind. Zumindest kenne ich keine und ich informiere mich in allen möglichen Richtungen, wenn ich Zeit dazu habe.

      Ja, diese Überzeugung teile ich auch, dass man seine Ziele sicher erreichen kann, die Frage ist nur wann. 🙂
      Danke für deinen Kommentar! 🙂

      mfG Chri

  • Mein Reden. Sehr schönes Beispiel, wie es trotz Schwierigkeiten laufen kann. Und dabei hast du grad zu anfangs ja gar nicht gerollt und somit nicht alle Möglichkeiten ausgereizt.

    Wir dürfen nur nicht vergessen, der Markt läuft in unsere favorisierte Richtung. Und zwar nach oben.

    Ich bin gespannt, wie es in einem Bärenmarkt mit den Optionen läuft. In der Theorie weiß ich, da geht was. Aber was genau, da fehlt mir die Erfahrung.

    Wir werden sehen. Nochmals, gutes Beispiel, wie es laufen kann und sollte!

    CU Ingo.

    • Hallo Ingo,

      Ja, wie sich das ganze in einem Bärenmarkt verhält wird sich zeigen. Generell eigentlich nicht anders, das einzige ist die psychische Komponente die man im Griff haben sollte denke ich.
      Ansonsten macht es keinen Unterschied ob der Gesamtmarkt steigt oder fällt.
      Wir können durch sehr viele verschiedene Szenarien Geld durch Prämien verdienen und dadurch unseren Durchschnittspreis senken.

      Angenommen ich steige bei 50 in eine Aktie ein, und diese fällt auf 20, müsste ich 30 an Prämien sammeln um bei 20 Break Even raus zu kommen. Wird vermutlich etwas Zeit brauchen, aber es ist durchaus nicht so unwahrscheinlich und auf jeden Fall möglich! 🙂 (Ja, die Steuer sollte man beachten)

      Danke für deinen Kommentar!

      mfG Chri

    • Moin ihr Zwei,

      wenn es ein ausgemachter Bärenmarkt ist, schreiben wir einfach keine puts sondern calls. Wichtig wird dann einfach vorm Strike zu rollen und die Position etwas mehr im Auge zu behalten. Naja und nicht zuletzt kann ich euch nur die verschiedenen Short ausgelegten Butterflies empfehlen. Ihr werdet sehen, wie die im Bären und schon am Seitwärtsmarkt outperformen!

      Wie auch immer, am Ball und Tag für Tag oder Trade für Trade besser werden!
      beste Grüße
      Axe

      • Hallo Axe,

        Genau, immer am Ball bleiben.
        Für mich wird das in naher Zukunft vielleicht sogar wichtiger als ich mir vorstellen kann 🙂

        mfG Chri

  • Hallo Chri,

    Ich mache jetzt die ersten Gehversuche mit Optionen. Dein Blog ist für mich extrem lehrreich.

    Viele Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja,

      Freut mich zu hören, dass ich dir helfen kann etwas zu lernen. 🙂
      Bei Fragen stehen die Community und ich gerne zur Verfügung!

      mfG Chri

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