Deshalb verkaufe ich großteils nur noch Puts bei Earnings-Trades

Dienstag Abend stand die Veröffentlichung der Quartalszahlen eines Unternehmens an. Die Anteile davon werden an der Börse sehr teuer gehandelt. Es handelt sich um das Unternehmen Priceline (PCLN). Vor der Veröffentlichung der Zahlen pendelte der Kurs einer Aktie um die 2050 Dollar. Was heißt das für uns Optionshändler? Ein Optionskontrakt bewegt hier 205.000 Dollar! Also alle die noch nicht wissen, wie sie mit möglicherweise schief gelaufenen Trades umgehen müssen: FINGER WEG!

Mein Trade auf Priceline

Ich habe mir natürlich wie bei allen anderen Earnings-Plays alles sehr genau angesehen. Die IVR passte, die erwartete Bewegung lag irgendwo bei 100 Dollar und die letzten 4 Earnings-Gaps (Ein Kurs-Sprung über Nacht) waren bei ungefähr 6%. Wie schon erwähnt pendelte der Kurs vor Börsenschluss bei 2050 Dollar.

  • Ich habe einen Bull-Put-Spread auf PCLN verkauft: Short Put 1895 / Long Put 1830
  • Maximales Risiko durch die Differenz der beiden Puts: 6500 Dollar
  • Margin-Belastung: 6500 Dollar

Der Long Put war aber niemals dazu da um das Risiko des Gaps abzusichern, sondern um die Margin „gering“ zu halten. Mit Gaps kann ich umgehen, aber der Kurs der Aktie wäre ohne den Long Put einfach zu groß für mein Konto. Die Margin-Anforderung für einen naked Short Put könnte ich nicht tragen. Die Anforderungen wären ohne die Absicherung bei etwas über 50.000 Dollar gewesen.

Gut. Der Trade wurde also eröffnet, und ich habe auf den Börsenschluss gewartet. Ab diesem Zeitpunkt liegt der Spielball in der Hand der Börse. Priceline (PCLN) konnte die Earnings-Erwartungen wieder einmal übertreffen. Sehr gut, dachte ich mir. Aber wie es oft so ist, gibt es mehr Idioten an der Börse als Aktien. Trotz den sehr guten Zahlen fällt die Aktie über 100 Dollar nachbörslich. Vielleicht war auch die generell negative Stimmung gestern der Grund, ist ja auch egal 🙂 . Aus diesem Grund handle ich was ich sehe, und nicht was ich glaube. Börse ist nicht rational, also lasst wenigstens uns rational bleiben.

Eröffnung der Börse am nächsten Tag

Gestern war ich dann mit einem sehr guten Freund am Neusiedlersee. Wir hatten uns jeder ein Stand-Up-Paddle ausgeborgt. Wahnsinnig tolle Freizeitbeschäftigung, kann ich nur jedem weiter empfehlen! Ich versuchte vor Börsen-Eröffnung zu Hause zu sein, ganz hat das aber nicht geklappt. Aber im Endeffekt ist es egal. Ich habe meinen Kumpel gebeten mal bei Yahoo Finance rein zu sehen, wie der Kurs so steht. Der Kurs ist nach Börseneröffnung noch weiter eingebrochen und hat meinen Strike des Short Puts bereits unterschritten.

Ich konnte nichts mehr daran ändern, musste nachdenken wie ich dieses Problem löse. Die Position einfach glattstellen und den Verlust realisieren? Kommt eigentlich nicht wirklich in Frage. Das hätte ich vielleicht direkt nach Eröffnung der Börse gemacht, als der Verlust noch geringer gewesen wäre. Also bediente ich mich einem meiner Werkzeuge, die ich durch meinen Optionshandel zur Verfügung habe. Die Position wird gerollt. Idealerweise auf die nächste Woche, damit ich die Margin schnell wieder frei bekomme.

Rollen des PCLN-Earnings-Trades

Ich habe also erstmal den Short Put mit einem hohen Verlust geschlossen. Den Long Put konnte ich mit etwas Gewinn wieder verkaufen, was meinen Verlust auf 1375 € begrenzte. Zugegeben: ein hoher Verlust für einen Trade, aber die Aktie ist auch dementsprechend teuer, von daher geht das in Ordnung.

Beim Rollen gilt es diesen Verlust wieder auszugleichen. Durch den Kurssturz ist der IVR (Implizite Volatilitäts-Rank) noch immer auf einem angenehmen Level gewesen, was das Rollen vereinfacht. Dies funktioniert aber nur bei Put-Optionen! Das ist einer der Gründe warum ich großteils nur noch Put-Optionen bei Earnings-Trades verwende!

Würde der Kurs nach oben springen und einen möglichen Call-Strike von mir streicheln, hätte ich ein Problem. Die Volatilität fällt in sich zusammen, das erschwert das Rollen enorm, da man sehr wenig Prämie für zukünftige Optionen bekommt. Bei Put-Optionen ist das also kein Problem. Puts kann man so gut wie immer erfolgreich rollen!

  • Verlust aus dem Earnings-Trade: 1375 €

Rollen auf die nächste Woche war leider für mich nicht möglich, da die Prämien zu gering waren um den Put weiter nach unten zu rollen. Ich hätte zwar den gleichen Strike verwenden können, das wollte ich aber nicht. Ich habe mich also für die Woche darauf entschieden. Der Verfallstag sollte der 25te August sein. Dies gibt mir auch die Möglichkeit meinen Verlust in diesem Monat noch auszugleichen, Stichwort: Einnahme-Artikel für den August 😉 .

Ein grober Fehler meinerseits

Ich habe also Short und Put-Strikes gesucht, die meinen Verlust wieder wett machen können. Der Short Strike sollte natürlich unter dem letzten Short Strike liegen. Zuerst habe ich den Long Put für 803 Dollar gekauft, und später den Short Put für 2177 Dollar verkauft. Hier ist mir ein grober Fehler unterlaufen: Wenn wir die Differenz rechnen kommt folgendes Ergebnis heraus: 1374 Dollar. Den Verlust vorhin hatte ich aber in Euro gerechnet, also fehlt mir noch etwas, damit ich den Verlust komplett ausgleichen kann. Der Fehler ist mir aber leider erst heute aufgefallen. Vielleicht werde ich noch einen entfernteren Put-Spread auf PCLN verkaufen um den Verlust komplett auszugleichen, das überlege ich mir aber dann nachmittags. Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich einen Anteil der Aktie einfach kaufe und weiter abwarte, die veröffentlichten Zahlen haben mich eigentlich überzeugt, dass der Kurs langfristig wieder steigen wird.

Neuer Trade durch Rollen:

  • Verfallstag: 25ter August
  • Short Strike: 1872,5
  • Long Strike: 1810

Man sieht hier schön, wenn man genug Zeit hat, kann man immer wieder rollen, das funktioniert aber wie oben erwähnt nur mit Put-Optionen. Bei Call-Strikes wird das etwas komplizierter. Eigentlich würde ich einen getesteten Call auch in einen Put rollen, um dann wieder mehr Chancen auf Erfolg zu haben.

Nehmen wir an Priceline fällt in diesen zwei Wochen weiter. In diesem Fall könnte ich meinen Bull-Put-Spread noch einmal rollen. Man müsste aber darauf achten, dass der gesamte bis dahin realisierte Verlust wett gemacht wird. (Ich glaube darauf achten noch immer zuwenig beim Rollen, dazu werde ich aber mal einen eigenen Beitrag schreiben). Würde es dazu kommen, könnte ich mir auch überlegen einen Bear-Call-Spread zusätzlich zu verkaufen, um mehr Prämie zu generieren.

Darum verkaufe ich also großteils nur noch Put-Optionen bei Earnings-Trades

So ein schief gelaufener Trade könnte manche nervlich ziemlich mitnehmen. Wichtig ist, dass man ruhig bleibt und nachdenkt, wie man das Problem lösen könnte. Es hilft dir nichts, wenn du austickst, wenn du von heute auf morgen einen Verlust von einem oder zwei Monatseinkommen am Schirm siehst. Denke rational über die Problematik nach und versuche herauszufinden was der beste Weg wäre um den Verlust wieder auszugleichen.

Vergiss nie: Als Privatanleger hast du alle Zeit der Welt. Durch den Optionshandel hast du alle Werkzeuge die du brauchst, um langfristig erfolgreich zu sein. Es liegt an dir diese Werkzeuge sinnvoll einzusetzen.

Ich habe dieses Jahr nun schon einige Erfahrungen mit Earnings-Trades gemacht. Dennoch wird man nach jedem Trade schlauer. Bei einer schief gelaufenen Call-Option hatte ich mir überlegt nur noch Put-Optionen bei Earnings zu verkaufen (es sei denn ich kann einen Covered Call eröffnen). Heute hat sich diese Entscheidung zwar nicht gelohnt, aber zumindest bestätigt. Es war überhaupt kein Problem das Ding weiter zu rollen und zusätzliche Prämie einzunehmen.

Hätte ich den gerollten Short Strike noch etwas weiter oben angesetzt hätte ich vielleicht sogar noch mehr verdient als ursprünglich für den Trade geplant war. Die Prämien sind der Hammer. Ich hätte auch noch weitere 2 Wochen nach hinten gehen können, dann hätte sich die Prämie noch einmal um 1000 Dollar erhöht.

Wir fassen zusammen
  • Fällt die Aktie bricht die Volatilität nicht so dramatisch zusammen, wie wenn sie nach oben springen würde.
  • Dies können wir uns bei Put-Optionen zu Nutze machen.
  • Put-Optionen können wir meistens erfolgreich rollen
  • Die Strikes können wir immer weiter hinunter verschieben
  • Das Risiko fällt dadurch etwas bei jeder gerollten Option
  • Wir haben alle Zeit der Welt
  • Call-Strikes sind schwieriger zu rollen, da die Vola in sich zusammenbricht und es keine Prämie mehr dafür gibt.

Es ist egal was an den Märkten passiert. Wenn du bereits vor jedem Trade weißt, was du zu tun hast, wenn es gegen dich läuft, ist Börse etwas sehr entspanntes und spannendes zugleich. Generell heißt es ja: Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen.

Wir Stillhalter halten das jedoch etwas anders: Wir nehmen kleine Prämien ein, die sich aufsummieren und versuchen die Verluste durch rollen auszugleichen. Beides hat seine Berechtigung, man muss eben nur wissen, wie man agieren möchte.

Zum Thema Trading-Psychologie habe ich zuletzt ein sehr gutes Buch gelesen. Wenn du Probleme mit deinem Mindset hast, kann ich dir dieses Buch wärmstens weiter empfehlen: Tradingpsychologie – So denken und handeln die Profis: Spitzenperformance mit Mentaltraining

Ich sehe mich zwar selbst eher als Investor, aber über das richtige Mindset nachzudenken, kann nur Vorteile bringen. Tolles Buch!

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Freue mich auf jeden Kommentar!

mfG Chri

32 Kommentare

  • Sehr interessant und Danke fürs Teilen. Für mich wäre das nichts, aber vielleicht denke ich später mal anders, wenn ich 2-3 Jahre dabei bin und mir aufgrund der Erfahrung langweilig wird 🙂 … aktuell bin ich rund um die Earning Days extrem vorsichtig und das würde ich auch jedem Einsteiger empfehlen.

    Auch schön, dass du klar sagst, dass die Puts hier eindeutig zu bevorzugen sind. Macht für mich total Sinn, wer aber grad erst einsteigt, für den ist das wohl nicht so offensichtlich.

    Bin auf die Augustabrechnung gespannt!

    CU Ingo.

    • Hallo Ingo,

      Ja, genau, ich habe auch schon an vielen Stellen geschrieben, dass Earnings-Trading nichts für Anfänger ist. Hoffe, dass man das auch mitbekommt 🙂

      mfG Chri

  • Ich habe gestern auch meinen ersten Earningstrade eröffnet, auf Brinker (EAT). Bin mal gespannt wies läuft, hab aber wie immer nur naked puts verkaufts und EAT ist in meiner Dividend-Growth Liste aktuell der am besten gerankte Wert.

    • Hallo Krümel,

      Gratuliere zum ersten Earnings-Trade. 🙂 Ich merke, du bist dabei viele Erfahrungen zu machen, wie ich. 🙂
      Interessanter Wert übrigens! Kannte ich noch gar nicht 🙂 Werde ich mir bei Gelegenheit sicher genauer ansehen.
      mfG Chri

      • Hab den Trade gerade geschlossen mit +880€. Ging ganz schön rauf und runter und ich war wohl etwas zu gierig, hätte locker das doppelte haben können. Die Aktie stand beim Schliessen der Posi genau da wo ich die Puts verkauft habe und irgendwie scheint der Markt noch weiter runter zu wollen. Schon ein cooles Gefühl soviel Geld zu machen ohne das die Aktie sich bewegt hat. 🙂

        • Schau lieber nicht auf den Kurs, es ging wieder hoch.

          Die Eröffnung nach einem Earnings ist immer sehr irrational. Am Besten man geht erstmal 2-3h in eine internetfreie Zone.

          Egal, schöner Gewinn. Hast wohl mehrere Kontrakte gehandelt ?

          Gruß SoBa

  • Hallo,

    ich probiere mich auch seit einiger Zeit an Earnings Trades.

    Dein SP war doch noch gar nicht im Geld. Der Kurs liegt doch bei 1906! Somit wäre rollen doch gar nicht nötig gewesen?! Hätte verkaufen nicht gereicht, dass du +/-0 raus kommst.

    Wie hoch waren die Prämien vom SP und LP?

    Gruß SoBa.

    • Hallo Soba,

      Doch mein SP war im Geld. Der Kurs ist zwischenzeitlich auf 1879 runter. Konnte nicht wissen, dass es bis Börsenschluss wieder etwas Erholung gibt, so ist es auf jeden Fall besser.

      Phu, die eingenommene Prämie für den Bull Put Spread war irgendwo bei 250 Dollar oder so.
      Zwischenzeitlich hatte ich sogar einen Verlust von 2000 angezeigt bekommen.

      mfG Chri

      • Ja, aber eigentlich lerne ich blos von Dir. Ich kann empfehlen mal die Liste von David Fish durchzugehen und dabei wirklich jedes Unternehmen auf der Liste anzuschauen, da sind einige Perlen dabei. Ich habe mir daraus ein System gebastelt und das bei Portfolio123.com getestet.
        Deshalb bin ich auch 99,9%ig sicher das das funktioniert was ich tue. Earningstrades innerhalb dieses Frameworks sind im Endeffekt nur „icing on the cake“. Btw. bin ich Dir sehr sehr dankbar für deine Site und Deine Offenheit, ohne Dich hätte ich die letzten 2-3 Monate nicht soviel Geld verdient. Mittlerweile glaube ich das ich die finanzielle Freiheit bereits erreicht habe. *Knock on wood* … 🙂

        • ups, die Antwort ist wohl verrutscht.

          • Die Liste hab ich schon öfter mal angesehen, aber wohl nicht so genau durchgeackert.
            System hört sich gut an! Die Earnings-Trades sind auch bei mir nur etwas zusätzliches. Am liebsten verkaufe ich noch immer Puts auf Dividenden-Aktien.

            Das freut mich, dass ich dir bei deiner finanziellen Freiheit behilflich sein konnte. Vor allem finde ich es klasse, wie du dich in den letzten Wochen und Monaten gewandelt hast hinsichtlich dieses Themas.

            Ich freue mich sehr für dich, dass alles so gut funktioniert, mach weiter so! Eventuell können wir uns ja auch irgendwann mal auf einen Kaffee oder so treffen und uns austauschen wenn wir beide finanziell frei sind 🙂

            mfG Chri

      • Die Prämie finde ich für das Risiko nicht gerechtfertigt. Ich arbeite mit einer >1% Regel. Also, wenn der Kurs oder der Strike bei 30 steht, dann will ich auch mindestens $30 Prämie einnehmen. Also beim Kurs von ca. 2000 wie bei dir, hätte die Prämie höher sein müssen, damit du den Trade, falls er gegen dich läuft, auch leichter zurück kaufen kannst. Der Fehler lag also m.E. bei der Auswahl des Trades.

        Vielleicht gibt es noch andere Meinungen.
        Gruß SoBa

        • So arbeite ich auch bei Short Puts auf Dividenden-Aktien, aber bei Earnings-Trades kannst du so nicht arbeiten, das wirst du nie bekommen, wenn du den expected Move einhalten willst.

          mfG Chri

          • Ich komme i.d.R. auf meine 1%. Ist halt meine Regel. Jeder wie ihm beliebt. Zumindest wäre dann dein Spielraum größer beim Exit.

            Was meinst du mit „expected move“?

            • Hallo SoBa,

              Ich denke du machst keine klassischen Earnings-Trades.
              Der klassische Earnings-Trade ist gerade mal einen halben Tag bis Tag geöffnet. In dieser Zeit kannst du die Strikes nicht so nahe an den aktuellen Kurs bringen, dass da 1% herein kommt, sonst wirst du bei einem etwas größeren Earnings-Gap noch mehr Verluste erleiden.

              Der Expected Market Maker Move berechnet sich aus dem Preis des At-The-Money-Straddles mit der kürzesten Laufzeit. Soweit gehe ich immer MINDESTENS vom Kurs weg, in beide Richtungen. Alles andere wäre für mich Wahnsinn.

              mfG Chri

              • Hallo Chris,

                meine Strategie wird ich schon als EarningStragie bezeichnen. Charakteristische Merkmal: Ich kaufe kurz vor den Earnings und verkaufe am nächsten Tag. Ich gebe dir recht, dass es nur wenige Möglichkeiten gibt, wo man die 1% erreicht, aber genau, dass sind die „Perlen“, die man finden muss bzw. die versuche zu finden. Sicherlich sind es in der Realität nicht immer 1% oder nicht immer der Folgetag.

                Was ich nur sagen wollte, ich hätte bei deinem Earning kein „(Handels-)Signal“ gewesen. Will jetzt aber nicht hinterher den „Besserwisser“ spielen. Jeder wie er mag, …und erfolgreich ist. Und das bist du ja,.. mehr als ausreichend 😉

                Kannst du für den Market Maker Move ein konkretes Zahlenbeispiel bringen – gern auch in einem separaten Artikel.

              • Zusätzlich zur 1% Regel habe ich natürlich auch eine (hoffentlich) ausreichende Abstandregel. Im Zweifelsfall geht Abstand vor Rendite.

                SoBa

  • Schau weiterhin interssiert zu, aber Earnings bleiben für mich weiterhin außen vor. Es gibt entspanntere Wege Geld zu verdienen 😉
    VG, Rico

    • Hallo Rico,

      Da hast du 100 Prozentig recht. Ich bin eben jemand der alles selbst ausprobiert ^^ Könnte natürlich auch ein Nachteil sein, aber ich bereue nichts, und übe somit auch regelmäßig wieder rollen 😉 xD

      Danke fürs vorbeikommen

      mfG Chri

  • Hi Chri,

    Danke für die nützliche Info zu den Vorteilen einer PUT Option. Darüber habe ich mir noch gar keine gedanken gemacht!
    Wieder was gelernt 🙂

    Gruß
    Josef

  • Hi Chri,

    ich handle auch keine Calls mehr. Und zwar generell nicht mehr bei Aktienoptionen. Zum Einen aus dem von dir genannten Grund des schlechteren Rollens und zum Anderen wegen der niedrigeren Prämie im Vergleich zum Put. Die Übernahmegefahr hingegen halte ich nach wie vor für vertretbar.

    Zu deiner Aussage bzgl. Rollen:

    „Man müsste aber darauf achten, dass der gesamte bis dahin realisierte Verlust wett gemacht wird. (Ich glaube darauf achten noch immer zuwenig beim Rollen, dazu werde ich aber mal einen eigenen Beitrag schreiben).“

    Das sehe anders, bzw. genauso wie Putz (der Autor). Ich will bei jedem Trade meine Regeln einhalten (z.B. max. Delta, min. Prämie, etc). Wozu sollen Regeln denn gut sein, wenn sie nur für den Erstrade gelten, danach beim Rollen aber die Maxime „Ich muss den Trade ins Plus retten“ die Regeln überstrahlt? Da die Regeln (hoffentlich) Sinn machen wird die Aussetzung dieser Regeln beim Rollen kurz oder lang dazu führen müssen, dass man sich ein Eigentor schießt.

    Danke für deinen Beitrag und Gruß,

    Torsten

    • Hallo Torsten,

      Ja, so ist es auch gut!
      Wenn der Trade keinen Sinn mehr ergibt, sollte man den Verlust realisieren, da gebe ich dir recht. Wenn die Idee aber nach wie vor intakt ist, nehme ich gerne soviel Prämie ein, dass der alte Verlust damit gedeckt ist.

      So wie du das aufgefasst hast, habe ich das nicht gemeint denke ich.

      mfG Chri

  • Hallo Chri,

    ich bin ja noch der totale Rooky und habe erst im Mai mit dem Optionshandel angefangen. Ich bin etwas irritiert das Du so Probleme hast mit den Earning-Trades. Diese Strategie mag ich wirklich sehr gerne, doch frage ich mich gerade ob ich bisher einfach nur Glück hatte und das böse Erwachen noch kommt. 😉

    Ich habe seit Ende Juni 13 Earning-Trades aufgesetzt, der Dritte ist mir bischen ins Minus gerutsch, der vierte war eine Katasrophe (großer Anteil eigene Dummheit, habe draus gelernt). Alle weiteren Trades waren seit dem Gewinner.

    Allerdings fahre ich eine etwas andere Strategie. Ich schreibe nur noch Iron Condors, mit relativ engen Spreads auf beiden Seiten. Dabei sollten die Short Optionen ein Delta von unter 10 haben, besser 7-5. Nach dem Verkauf wird für den Folgetag gleich eine Rückkauforder für die beiden Short Optionen zum halben Preis des gesamten Iron Condors in den Markt gestellt. In der Verwirrung der ersten 10 Minuten kann ich die Optionen eigentlich immer zurückkaufen. Die Long Optionen lass ich verfallen.

    Das bedeutet das Ganze geht natürlich nur bei Optionen bei denen ich auch noch bei einem Delta 6 oder 7 vernünftig Prämie kriege und gleichzeitig die Preise nach oben/unten stark abfallen damit ich die Spreads nicht zu weit machen muss.

    Hier nur noch Puts zu verkaufen läuft glaube ich etwas gegen die Strategie, denn die Gegenpositionen sollen sich ja eben gegenseitig absichern. Kommst Du etwas zu nahe an den Strike, hilft der totale Wertverfall der Gegenposition den gemischen Preis zu drücken und evtl. doch noch zu rückzukaufen.

    Ich kann jetzt mangels Erfahrung noch nicht sagen was ich genau mache wenn der Kursprung den Strike erreicht. Generell ist aber eher geplant den Verlust direkt zu realisieren und das Ganze lieber durch anderen Trades auszugleichen. Ein Rollen würde mich womöglich in eine Position drängen die ich länger halten muss, meine Margin frisst und letztlich doch gegen mich läuft.

    Selbst nach dem Katasrophen-Earning-Trade der so ca. 13 durchschnittliche Optionsgewinne gefressen hat, konnte ich den Monat doch durch zahlreichen Gewinner-Trades noch ins Plus bringen.

    Mal sehen wie ich in einem weiteren halben Jahr darüber denke, aber im Moment mag ich diese Strategie sehr gerne. Es bringt sehr viele kleine Gewinne.

    Bye
    Opti

    • Hallo Opti,

      Freut mich, dass es bei dir sogut läuft mit den Earnings-Trades.
      Kann man natürlich immer machen wir man möchte.
      Ich sichere im Normalfall eher selten ab, da mir sonst zuwenig Prämie für den Aufwand reinkommt.

      Natürlich soll die Prämie der Gegenüberliegenden Seite helfen, tut es aber nicht, wenn der Basispreis weit über den Call-Strike steigt. Den Call kann ich nicht mehr gut rollen, deshalb lasse ich den lieber weg.
      Generell sind mir Earnings-Trades am liebsten auf Aktien, die ich auch behalten würde. Da setze ich den Put einfach weiter runter. Geht der Kurs drunter kann ich billig kaufen, geht er hoch habe ich einen netten kleinen Gewinn in kurzer Zeit gemacht.

      Ich bin froh, dass es nicht immer so rosig läuft, da ich dann nicht mit falschen Erwartungen an den Handel herangehe.

      Deine abgesicherten Trades sind vorbildlich! Mach weiter so!

      mfG Chri

      • Hallo Chri,

        danke für deine Antwort. Ich habe immer die Worte von Jens Rabe im Kopf man solle nicht zu viel Risiko eingehen. Viele kleine Trades und nicht für den Jackpot traden.

        Allerdings kann ich gut verstehen was Du mit „Ich sichere im Normalfall eher selten ab, da mir sonst zuwenig Prämie für den Aufwand reinkommt.“ meinst. Ich gewinne zwar mehr Trades als ich verliere, jedoch bemerke ich auch das ich mit den Gewinnen zu wenig einnehme um wirklich ausreichend Abstand zu bekommen, um die Verlierer vernünftig kompensieren zu können. Und hier baut sich langsam echter Frust auf weil ich seit vielen Wochen „strample“ wie ein Irrer und doch nicht voran komme. 🙁

        Ich finde Deine Strategie wirklich spannend und ich bin eigentlich auf Optionen aufmerksam geworden weil ich Cash Secured Puts als eine interessante Möglichkeit empfunden habe. Mir ist aber bald klar geworden, dass dafür mein Depot viel zu klein ist. Mit Optionen bei denen vernünftige Prämien zu bekommen sind, würde ich mir bei einer Ausübung ein viel zu großes Klumpenrisiko ins Depot holen. Und zweitens binde ich mir eben auch viel zu viel Margin. Aufgrund der kleinen Anzahl von möglichen Trades die parallel laufen können müsste ich schon relativ oft Prämien einnehmen und Trades abschliessen, damit sich das ganze Aufwand irgendwie rechtfertig lässt.

        Gruß
        Opti

        • Verstehe ich alles.
          Aber es gibt für jede Kontogröße Optionsstrategien, die relativ gut aufgehen.
          Ich mache es eben nur so mit meinen Cash Secured Puts, da ich mich eigentlich kaum drum kümmern muss.

          Das mit dem kleinen Risiko ist auch gut so! Ich sehe es jetzt auch wieder mal mit Priceline, die sind noch weiter gefallen. Mal sehen wie die Aktie so nächste Woche steht, Eventuell muss ich nochmal rollen, oder ich realisiere einen wahsninnig großen Verlust.

          mfG Chri

  • Thx for sharing.

    In my account, I have a paperloss of 1300€ from a put30 on TEVA. The results were bad, bad, bad… I already rolled once till november. I think I will roll furrteh till a year or so… Like you said: as a private investor, I have all the time of the world

    • hey,

      yes, you have all the of the world.
      We have to make desicions every day. We decide what to do with our wins and losses.

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