Strategie für begrenztes Risiko bei Verkauf von Call-Optionen

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Dieser Artikel richtet sich an alle, die langfristig laufende Einnahmen mit dem Optionshandel erzielen wollen. Es ist egal ob du ein kompletter Neuling bist, oder bereits fortgeschrittener Optionshändler. Auch diejenigen, die schon etwas länger handeln, könnten diese Möglichkeit übersehen haben. So ist es auch mir lange Zeit passiert, dass ich diese wunderbare Chance für ein begrenztes Risiko beim Verkauf von Call-Optionen nicht wahrgenommen habe.

Es ist mir einfach nicht in den Sinn gekommen hier weiter darüber nach zu denken. Umso wichtiger finde ich es euch diesen Ansatz weiter zu geben. Jeder der sich schon etwas mit Optionen beschäftigt, könnte hier glauben, dass es sich um einen Vertical-Spread handelt.

FALSCH GEDACHT! Ich handle nur ungern Spreads, da die Long-Position mir einen Teil meiner Prämie weg frisst. Außerdem wird es bei Spreads komplizierter mit dem Rollen. Es könnte passieren, dass dies ein etwas längerer Beitrag wird.

Fangen wir am besten ganz von vorne an

Meine Strategie besteht darin, hochwertige Dividenden-Aktien zu handeln um einerseits Optionsprämien zu erhalten und auf der anderen Seite durch Dividenden zu profitieren. Meist sehe ich einfach nach welche Aktien aktuell einen annehmbaren Preis haben und verkaufe etwas darunter einen Short Put. Die schwarze horizontale Linie im gezeigten Chart kennzeichnet den verkauften Put.

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Zur Erinnerung: Beim Verkauf des Put bekomme ich eine Prämie. Bleibt der Kurs der Aktie bis zum Ende der Laufzeit unter meinem Strike-Preis, so muss ich die Aktien kaufen. Da ich die Aktie sowieso kaufen möchte ist alles gut. Ich habe die Aktien und kann jeden Buchverlust aussitzen und immer wieder Covered Calls darauf verkaufen. Somit bekomme ich bei jedem weiteren Verkauf eines Calls wieder eine Prämie.

Was passiert beim Covered Call?

Ein covered Call ist nur dann „covered“, wenn ich bereits die Aktien dafür besitze. Es wird ein Call auf der Oberseite verkauft. Am besten ist es natürlich, wenn sich der Strike-Preis über dem Einstandskurs der Aktien befindet.

Zur Erinnerung: Beim Verkauf eines Calls bekomme ich eine Prämie. Bleibt der Kurs bis zum Ende der Laufzeit über meinem Strike-Preis, so muss ich die Aktien verkaufen.

Habe ich also Aktien zum Preis von 50€ pro Stück gekauft, und verkaufe einen Call bei 55€ kann ich sie mit 5€ Kursgewinn wieder verkaufen. Die Prämie für den Call bekomme ich natürlich auch, egal was passiert.

Der Covered Call hat ein sehr begrenztes Risiko. Das einzige Risiko, welches hier besteht, ist der Konkurs der Firma. Wenn die Firma pleite geht und der Kurs auf 0 sinkt habe ich meinen Einsatz für dieses Unternehmen verloren. Hier kann beim Verlust aber der Gewinn aus allen Options-Prämien gegengerechnet werden. Dazu wieder mein Aufruf: Es ist sehr wichtig Aktien zu handeln, die man langfristig für profitabel hält und die Gefahr eines Konkurses sehr gering ist. Wenn ich nicht bereit bin eine Aktie für 40 Jahre zu halten, sollte ich sie auch nicht für 10 Minuten halten.

Was passiert bei einem nackten Short Call?

Im Gegensatz zum Covered Call besitzt der nackte Short Call ein UNBEGRENZTES Verlustpotential. Man stelle sich vor: Ich verkaufe einen Short Call auf ein Unternehmen meiner Wahl. Der Strike-Preis befindet sich bei 55€. Steigt die Aktie jetzt über meinen Strike-Preis mache ich theoretisch immer mehr Verlust.

Angenommen die Aktie steht am Ende der Laufzeit bei 75€ pro Stück. Beim Short Call muss ich die Aktien zum Strike-Preis verkaufen, egal ob ich sie besitze oder nicht. In diesem Beispiel würde es bedeuten, dass ich die Aktien zum aktuellen Preis von 75€ kaufen und sie zu 55€ wieder verkaufen muss. Ein Verlust von 20€ pro Stück. Durch den Multiplikator von 100 realisiere ich hier einen Verlust von 2000€. Diese Situation wollen wir in jedem Fall vermeiden!

Problem des Short Puts bei Abwärtstrends

Wie oben beschrieben beginne ich eine Position in einer Aktie immer zuerst mit einem Short Put. Liegt nun aber ein eindeutiger Abwärtstrend vor, ist die Chance die Aktien zu kaufen sehr groß. Natürlich kein Problem für mich, wenn ich die Aktien ohnehin kaufen möchte. Nur wird es hier wieder schwierig Calls über dem Einstiegspreis zu verkaufen, wenn die Aktie weiter fällt.

Zum Verkauf von Call-Optionen unter dem Einstandspreis habe ich schon einmal einen Beitrag verfasst. Hier habe ich geschrieben, dass man aufpassen sollte, wenn es wieder nach oben geht. Nun hat mich aber ein Leser auf die Stop-Order aufmerksam gemacht. Diese kann ich dazu nutzen mich abzusichern, wenn es mein Call in Bedrängnis geraten würde.

Stop-Order als Sicherheit für deinen Call

Die Stop-Order kann uns dabei helfen unseren Call abzusichern, auch wenn wir nicht ständig den Markt beziehungsweise den Basiswert beobachten. Nach Eröffnung des Calls wird einfach eine Stop-Buy-Order in den Markt geworfen. Angenommen ich verkaufe den 55er Call auf eine Aktie. Ich besitze die Aktien noch nicht oder mein Einstiegskurs ist über 55€ pro Stück. Nun eröffne ich sofort eine Stop-Buy-Order für 100 Aktien direkt unter dem 55er Strike der Call-Option. Für das Limit und den Stop wähle ich zum Beispiel 54,90€ pro Stück. Hier ist es wichtig den Orderzusatzu „GTC“ (Good till canceled) zu wählen, da man sonst jeden Tag erneut die Order für den Stop eingeben müsste.

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Die schwarze obere Linie kennzeichnet den Strike-Preis unserer Call-Option. Die untere orange Linie kennzeichnet unsere Stop-Buy-Order, bei welcher wir 100 Aktien kaufen, wenn der Preis darüber steigt.

Welchen Sinn hat diese Aktion?

Steigt der Preis unserer Aktie nun über unseren Stop bei 54,90€ werden zu diesem Kurs automatisch 100 Aktien gekauft. Da wir nun Besitzer der Aktien sind verwandelt sich unser nackter Call in einen Covered Call und wir haben uns somit gegen theoretisch unbegrenzten Verlust geschützt.

Steigt der Preis unserer Aktie nicht über den Stop, wird sie auch nicht ausgeführt. Verfällt der Call wertlos, kann ich einen weiteren Call verkaufen und die Stop-Buy-Order entweder so bestehen lassen oder nachziehen. Wenn kein Call mehr verkauft wird und die Stop-Order wurde nie ausgeführt, empfiehlt es sich die Order zu canceln, sofern man nicht irgendwann die Aktie bei erreichen des Preises kaufen möchte.

Dieser Vorgang kann auch im Strangle eine gewisse Sicherheit bieten

Zur Erinnerung: Ein Strangle setzt sich aus einem Short Put auf der Unterseite und einem Short Call auf der Oberseite zusammen. Bleibt der Preis der Aktie bis zum Ende der Laufzeit zwischen den beiden Strike-Preisen kann ich die komplette Prämie der beiden Optionen einnehmen. Der große Vorteil dieser Strategie besteht außerdem darin, dass sich die Aktie nur in eine Richtung bewegen kann, somit kann ich immer die komplette Prämie von einer Seite behalten.

Fällt der Preis unter unseren Put-Strike muss ich die Aktien kaufen. Wie schon oben erwähnt ist das nichts all zu Schlimmes. Würde der Preis aber über unseren nackten Call-Strike steigen befinde ich mich wieder in der unbegrenzten Verlustzone. Verwende ich bei jedem Strangle ab jetzt aber die Stop-Buy-Order bin ich hier sicher. Das Schlimmste was mir hier passieren kann ist, dass ich 100 Aktien zu einem erhöhten Preis kaufe. Was passiert aber wenn der Preis bis am Ende der Laufzeit über dem Call-Strike bleibt?

Die Aktien werden mir automatisch wieder ausgebucht! Dies wäre der optimale Fall. Somit hätte ich die Prämie des Puts, die Prämie des Calls, einen leichten Kursgewinn und eventuell noch Dividende bekommen. Der Höhe des Kursgewinns ist die Differenz zwischen dem Call-Strike und der Stop-Buy-Order.

Nachteil dieser Strategie

Da ich dir ein umfassendes Bild über diese Vorgehensweise geben möchte solltest du auch den Nachteil dieser Strategie kennen lernen. Was passiert wenn der Stop ausgelöst wurde und die Aktie beginnt wieder zu fallen?

Richtig! Du hast 100 Aktien gekauft und diese sind nun wieder weniger wert. Der Call würde wertlos verfallen. Dadurch würdest du zwar die komplette Prämie behalten, aber sitzt jetzt auf 100 Stück Aktien herum. Hier könntest du nun weiterhin jeden Monat Calls verkaufen, bis die Aktien wieder ausgebucht werden. Das sollte eigentlich kein Problem sein, da die Aktie ja bereits einmal über deinen Call-Strike gestiegen ist. Irgendwann wird sie wieder darüber steigen.

Ich habe noch zuwenig Erfahrungswerte mit dieser Strategie gesammelt um sagen zu können ob es oft vorkommt, dass die Aktien nach dem Stop wieder fallen. Ich halte es zumindest für unwahrscheinlich, dass dies häufig passieren wird. Auf jeden Fall werde ich diese Möglichkeit zum Risiko-Management in der Zukunft häufiger nutzen.

Aufwärts- oder Abwärtstrend?

Wie bereits oben beschrieben kommt es bei einem Abwärtstrend häufig zur Ausübung des Puts. Somit würde es doch Sinn machen im Abwärtstrend den Short Call mit der Absicherung zu verwenden. Setzt sich der aktuell herrschende Trend fort verfällt der Call wertlos und ich kann die Prämie behalten. Im nächsten Schritt könnte ich einen weiteren Call mit einem niedrigeren Strike-Preis verkaufen und den Stop nachziehen. Das könnte solange fortgeführt werden, bis die Aktie dreht.

Wenn das passiert wird mein Stop ausgelöst und ich besitze die 100 Aktien bis sie mir durch den Call wieder ausgebucht werden.

Befinden wir uns jetzt in einem Aufwärtstrend höre ich auf Calls zu verkaufen und verkaufe stattdessen wieder Puts auf der Unterseite.

Kurze Zusammenfassung in Stichwörtern

  • Long-Position des Vertical Spreads frisst Teil des Gewinns
  • Nackter Call – unbegrenztes Verlustpotential
  • Covered Call – begrenztes Verlustpotential
  • Nackten Call mit Stop-Buy-Order für 100 Aktien absichern
  • Strangle auf beiden Seiten durch Kauf von Aktien sicher
  • Nachteil: Aktien könnten nach Kauf wieder fallen
  • Alle Prämieneinnahmen sind garantiert
  • Calls in Abwärtstrend bevorzugen
  • Puts in Aufwärtstrend bevorzugen

Ich hoffe du konntest meinen Gedanken hier folgen und erfreust dich genau wie ich an dieser Möglichkeit zur Verlustbegrenzung. Was hältst du von diesem Artikel? Was hältst du von diesem Vorgang? Ich freue mich auf jeden Kommentar! 🙂

Wünsche allen Lesern weiterhin viel Erfolg!

mfG Chri

26 Kommentare

  • Hi Chri,
    Toller Beitrag. Es war auch für einen Options-Laien wie mich sehr verständlich geschrieben.
    Nutzt du den Strangle öfters?

    Ein weiterer Punkt ist, wenn der Aktienpreis sprunghaft ansteigt (z.B. Quartalszahlen), dann greift die Stop-Buy-Order erst über dem Strike-Preis. Auch die Wahl des Abstands zwischen Strike-Preis und Stop-Buy-Order würde mich interessieren?
    Liebe Grüße
    Florian

    • Hallo Flo,

      Danke Dir1
      Ich nutze den Strangle hin und wieder, vor allem wenn ich merke, dass der Markt dreht eröffne ich eine Gegenposition.
      Das mit den Earnings ist richtig. Hier sollte man vielleicht aufpassen, dass man die Optionen nicht im Earningszeitraum handelt.
      Die Wahl des Abstandes bleibt jedem selbst überlassen. ich habe es bis jetzt so gehandhabt, dass ich 10 bis 50 cent unter den Strike-Preis mit der Stop-Limit-Order gehe.

      Danke fürs kommentieren!
      mfG Chri

  • Hi,
    ich frag mich ernsthaft und das nicht zum ersten Mal, warum das nicht Start-Buy Order heißt. Die Begrifflichkeit ist irreführend.
    Grüße
    Jo

    • Hallo Jo,

      da hast du recht, ich glaube das wurde sogar schon geändert. Früher sprach man eben von einer Stop-Buy-Order, da sie eigentlich eine Stop-Limit-Order ist.

      guter Einwand!

      mfG Chri

  • Hi Chri, eine wichtige Diskussion hast du da angestoßen. Der Kauf der Aktien ist in der Tat eine Möglichkeit, die Verluste zu beschränken. Allerdings gibt es ein wesentliches Problem: Genau im *wichtigsten* Moment greift deine Absicherung nicht! Nämlich dann, wenn der Kurs per Gap nach oben springt. Wenn der Kurs langsam steigt, lässt sich das mit einem Naked Call gut handeln, die Gefahr des „unbegrenzten Verlustes“ kommt aber genau durch das Gap. Schau dir zum Beispiel mal Netflix letzten Monat an. Da wärst du mit deinem Stop Buy ziemlich schlecht dabei gewesen.

    Es kommt bei der Diskussion halt darauf an, welche Risiken man tatsächlich absichern möchte.

    VG, Rico

    • Hallo Rico,
      Freut mich, dass du wieder kommentieren kannst! 🙂
      Du hast natürlich vollkommen recht. Habe gestern und heute schon viele ähnliche Kommentare dazu bekommen, auch auf facebook and so on.

      In diesem Fall muss ich den Call sowieso weiter hinauf rollen. Es gibt überall Vor-und Nachteile.
      Danke fürs kommentieren! 🙂

      Hab dir leider deine Videos noch immer nicht ansehen können, brenne aber darauf endlich meine erste Future-Option zu handeln, hoffe du kannst mir dabei etwas helfen.

      mfG Chri

      • Hey Chri, natürlich kannst du den Call immer rollen, bei großen Gaps ist das aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
        Meld dich einfach, wenn du Fragen zu den Futures hast 🙂
        VG, Rico

        • Hi,

          ich hätte Fragen du Futures 🙂
          kann man damit auch mit währungen spekulieren?
          Ich würde gern bei EUR/USD long gehen, weis aber nicht genau wie ich das ambesten mache…

          • Hi Bob, das geht einmal über die FOREX und natürlich auch mit Futures. Wenn du nicht weißt, wie das geht, solltest du davon aber lieber die Finger lassen, bis dir wirklich klar ist, was du da eigentlich machst.

  • Interesting strategy to use. It would mean you are willing to own the stock at the call strike. (when they drop afterwards).
    Imagine when the GTC on the stock is triggered, you buy at the call strike. Later, you have to sell again (when called away). Is it then expected to have a small profit (option premium minus 2 times the trade of the shares?)

    • hey ATL,

      When the GTC on the stock is triggered you buy the shares. for this transaction you pay comissions. if the call will be assigned you dont have to pay comissions again. even if you have to pay two times transaction costs there will be enough premium for a proft 🙂

      you have to be carefull at earnings. You dont want the stock to gap up.

      thanks for stopping by!

  • Hallo Chri,

    interessante Gedankengänge. Somit könnte man bei Aktien welche man sowieso besitzen möchte, doppelte Prämien kassieren. Einmal einen Put und einmal einen Call drauf verkaufen. Es kann ja nur einen bei der Ausführung erwischen.
    Der Nachteil mit den fallenden Aktienkursen hat man, das stimmt. Aber diese sind bei Aktien, welche man eh besitzen möchte, meiner Meinung nach zu vernachlässigen. Zumal man diese Buchverluste mit den Prämien verrechnen kann. Das größte Risiko stellen Gaps dar. Aber diese hat man, egal welche Strategie man hier wählt.
    Wichtig wäre aber noch, das der Basiswert liquide genug ist. Da eine Stopp-Order ja zu einer Market-Oder wird nach Ausführung.

    • Hallo Martin,

      Dem kann ich eigentlich nicht viel hinzufügen 🙂 Das Risiko zum Gap hat man immer ja. Man könnte es nur mit einem Long Call in den Griff bekommen, somit hätte man wieder einen Vertical Spread, und der größte Verlust wäre die Differenz zwischen dem Short Call und dem Long Call. Ich bin aber kein Fan von Long-Positionen.

      Danke fürs vorbeikommen und kommentieren! 🙂
      mfG Chri

  • Hallo Chri,

    Das ist echt unfair von dir ;-), ich würde das mit den Optionen so gerne mal mit echtem Geld aus probieren, leider gehts ja bei meiner Hausbank nicht. Dein Beitrag macht richtig Bock auf Optionen, mal schauen obs 2017 was wird 🙂

    Gruss
    Der Sparkojote

    • Hallo Sparkojote,

      Gab es heute bei deinem Blog Probleme? hatte einen Fehler, als ich die Seite öffnen wollte.

      Nicht verzagen! Du wirst noch früh genug beginnen können Optionen zu handeln.
      mfG Chri

  • Hi Chri,
    irgendwie erinnert mich die Strategie sehr an eine Diskussion per E-Mail, die wir neulich hatten. 🙂 Lustig auch, dass die Problematik, die von Rico angesprochen wurde (Gap nach oben), genau auch mein Problem betraf. Ich hatte ein Short Call auf Netflix. Dazu lässt sich sagen: idR gappen Aktien nicht so einfach nach oben, sieht man mal von Earnings ab. Insgesamt komme ich aber auch nicht drum herum, einen echten Haken an der Strategie zu erkennen. Das einzige was mich momentan daran hindert, dies mal auszuprobieren, ist der Mangel an Cash. Ggf. muss man ja dazu in der Lage sein, den Einstiegskurs der Stop Loss Order multipliziert mit 100 vorzuhalten. Das haut mitunter schon eine ordentliche Kerbe in den Cash Account.

    • Hallo ArtVandelay,

      Ja, die Diskussion hatten wir 🙂
      Du sagst es, wenn man einmal von Earnings absieht, muss man nicht unbedingt mit einem Gap nach oben rechnen. Es kann natürlich einmal vorkommen, aber das wird eher die Ausnahmen als die Regel sein.
      Wenn du zuwenig Cash zur Verfügung hast könnten die Vertical Spreads etwas für dich sein. Ich bin eben kein Fan davon, aber es gibt viele die sich damit eine goldene Nase verdienen.

      mfG Chri

  • Hi…
    zuerst mal: Cooler Blog, nette Strategie!
    Was machst du aber für den Fall, wenn das Stop-Buy gegriffen hat, aber die Optionen da noch einige Tage bis zur Expiration haben und der Kurs bis dahin wieder unter den Stop-Buy-Preis gefallen ist?
    Dann verfallen zwar die Calls wertlos und du nimmst dafür einen Gewinn ein, aber du hast die Aktien an der Backe, und zwar im Buchverlust.
    Gut.. ab dann eben halt Puts schreiben.

    Sam

    • Hallo Sam,

      Gute Frage.
      Buchverluste tun aber nichts zur Sache. Ich habe ständig irgendwelche Buchverluste. Ein Verlust wird es erst wenn du ihn realisierst.
      Ab dann keine Puts schreiben, sondern weiter Calls schreiben. Wenn du Puts verkaufst und die Aktie bricht weiter ein musst du vielleicht nochmal 100 Stück kaufen.
      Also weiterhin Calls darauf schreiben bis dir die Aktien wieder ausgebucht werden. 🙂

      mfG Chri

  • Sehr sehr spannende Möglichkeit, welche ich nun seit 20 Jahren erfolgreich ignoriert habe.
    Bei mir steht eh ein Broker wechseln an, dann halt direkt zu den Richtigen 😉 Anschließend noch überlegt, wie ich Optionen in meinen Handel mit einbauen kann und schon werde ich deinen herrvoragenden Content live testen.
    Meine Idee: Ich kaufe meine aktuellen auf ein LOT hoch und fange dann an Calls darauf zu schreiben. Bin gespannt was es mir an Mehrwert am Ende 2017 bringt.
    Ich bleibe dabei und werde ebenfalls berichten 😉
    Dir und all Deinen Leser einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2017 uns allen 🙂
    Rene

    • Hallo Rene,

      Danke für dein Kompliment mit hervorragenden Content, so etwas freut mich natürlich immer ganz besonders.
      Ich bin auch schon auf dein Ergebnis 2017 gespannt. Freue mich auf deinen Bericht! 🙂
      Danke, ich wünsche dir auch einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2017!
      mfG Chri

  • „Nackter Call – unbegrenztes Verlustpotential“.
    Die Begriffskombination stößt mir immer etwas sauer auf.
    Das Gap Risiko hat man auf beiden Seiten denke ich.

    Der Call müsste um mehr als das doppelte steigen, damit ich mehr Verlust machen kann als mit einem Short Put. 🙂

    • Klar hat man das Gap-Risiko auf beiden Seiten, dennoch ist der Verlust auf der Oberseite theoretisch unbegrenzt. Wenn es nach unten geht, kann ich die Aktien noch immer kaufen. Auf der Oberseite VERkaufe ich.

      mfG Chri

      • Mit „kaufen“ beziehst du dich auf die Möglichkeit des Ausübens?

        Es ist im Prinzip ja das gleiche. Ich werde ausgeübt – > hat Aktien mit 10 Euro Abstand zum Strike im depot.
        Andersrum beim Call hat man halt eine shortposition im depot.
        Das eine mal kann man dann calls drauf schreiben und das andere mal Puts. Beide wären abgesichert und haben zum Zeitpunkt des Ausübens den gleichen Verlust, einmal nach oben das andere mal nach unten.
        Und beide Positionen kann ich sofort auflösen wenn ich mich nicht wohl dabei fühle.

        Der einzige Grund für das unendliche Verlustrisiko wäre ein Anstieg um Faktor 100 über „Nacht“. Für dieses unwahrscheinliche Szenario tu ich mich zumindest schwer, Renditekürzungen wegen Absicherungen in kauf zu nehmen.

        Also ich würde gerne das Handeln dahinter verstehen, schließlich ist das wohl die Meinung, die auf allen Blogs herrscht. Aber ich hab bisher noch nicht die richtigen Argumente gefunden ;-P

        • du hast recht, nur gehe ich grundsätzlich davon aus, dass langfristig die Kurse steigen, auch wenn es kurz mal um einige Prozent runter gehen würde. Bei einem Gap nach oben ist es für mich also wahrscheinlicher dass die Aktie auf lange Sicht auch steigt.

          Gapt die Aktie also nach oben, und steigt ewig weiter wird mein Verlust immer größer.
          Ich nehme zumindest an, dass Aktien von gesunden Unternehmen, die Gewinne machen auch nach größeren Gaps nach unten wieder steigen werden irgendwann.

          Dies mag nur meine Meinung darstellen, aber ich persönlich fühle mich mit nackten Puts um einiges sicherer als mit nackten Calls.

          Auf jeden Fall interessante Diskussion!

          mfG Chri

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