Verkaufte Optionen in Kombination mit dem Aktienkauf

Ich habe seit einer gefühlten Ewigkeit keinen Beitrag mehr geschrieben, auch wenn es erst 4 Tage her ist. Ist doch ein gutes Zeichen oder? Ich schreibe anscheinend gerne meinen Meinung zu den Themen die mich interessieren. In einem meiner letzten Artikel habe ich geschrieben:

Demnächst gibt es aber erst wieder den Einkommens-Post der Community und die Erklärung des VFC-Trades aus dem heutigen Newsletter.

Diesem Versprechen möchte ich heute nachkommen. An sechsten Dezember habe ich zwei Optionen auf VF Corp (VFC) verkauft. Einen Put und einen Call.

Nein, kein Strangle. Zusätzlich habe ich am 6ten Dezember 100 Anteile von VFC gekauft. Der Grund ist einfach:

Der Ex-Dividenden-Tag ist maßgebend dafür, dass mir die nächste Dividende ausgeschüttet wird. Habe ich die Aktie vor diesem Datum im Depot, sollte ich sie theoretisch eigentlich bekommen. Ob dies dann auch wirklich passiert, sehen wir im nächsten Artikel über meine Einnahmen.

Die 100 gekauften VFC-Anteile

Wie schon erwähnt habe die Anteile gekauft um die nächste Dividende mitnehmen zu können. 0,42*100 Anteile ergibt ja trotzdem ein nettes kleines Sümmchen von 42 Dollar an passiven Einkommen.

Die Aktie ist momentan recht günstig zu haben, deshalb bin ich froh den Einstiegspreis von 56,49 US-Dollar bezahlt zu haben.

Diese eine Dividendenzahlung beschert mir eine Rendite von 0,7% auf das eingesetzte Kapital in einem sehr geringen Zeitraum.

Der verkaufte VFC-Call

Den Call hab ich beim nächsten Strike über dem Einstandskurs angesetzt. In diesem Fall habe ich einen 57,5er Call verkauft. Das Laufzeitende ist der 16.12.2016. Hier habe ich auch den nächsten Verfallstermin gewählt, damit mein Kapital nicht all zu lange gebunden ist, sollte die Aktie über den Ausübungspreis steigen.

Die eingenommen Prämie beträgt hier 0,27 Dollar pro Aktie oder 27 Dollar pro Option. Gemeinsam mit der Dividende beträgt der Gewinn hier 69 Dollar. Die Rendite steigert sich auf 1,2 Prozent auf das eingesetzte Kapital in einem kurzen Zeitraum.

Der verkaufte VFC-Put

Ich habe einen Put beim Ausübungspreis von 52,5 Dollar verkauft. Gewählt habe ich eine Laufzeit von über einem Monat und die Prämie beträgt 68 Dollar. Die Option verfällt am 20. Jänner 2017. Ich hätte normalerweise um die 30 Tage gewählt, bei dieser Aktie war das jedoch nicht möglich.

Der zwanzigste war der nächste verfügbare Termin im Jänner. Den Put habe ich verkauft, da die Aktie meinen Vorstellungen entsprach. 3% Dividenden-Rendite bei einer Ausschüttungsquote von um die 50% und einer Dividenden-Steigerung von 43 Jahren lässt mich schnell mal schwach werden.

Fällt die Aktie also weiter bin ich froh weitere 100 Stück zum Preis von 52,50 pro Aktie zu kaufen. Mein Durchschnittspreis für die insgesamt 200 Anteile sinkt dadurch natürlich etwas ab. Dies macht es wieder leichter einen niedrigeren Call zu verkaufen.

Mögliche Szenarien

Hier versuche ich kurz zu erklären, wie sich das alles auswirken könnte:

  • Die Aktie steigt

Steigt die Aktie über den Ausübungspreis, werden mir die 100 Anteile beim Laufzeitende des Calls einfach wieder ausgebucht. Ich habe die Dividende und die Prämie des Calls bekommen. Zusätzlich könnte ich einen netten Gewinn machen, wenn ich den Put zu einem geringeren Preis wieder zurückkaufe.

Das ist aber noch nicht alles. Ich habe die Aktien zum Preis von 56,49 Dollar gekauft. Der Strike des Calls liegt bei 57,50. Steigt die Aktie bis zum Ende der Laufzeit also darüber, kann ich hier noch zusätzlich Kursgewinne von 101 Dollar mitnehmen. Dies wäre der Idealfall.

  • Der Kurs der Aktie bewegt sich kaum

Bleibt der Kurs annähernd gleich habe ich zumindest die Dividende bekommen und die Prämie des Calls kassiert. Zur Erinnerung: Die Prämie kann ich auch komplett behalten, wenn die Option wertlos verfällt. Wenn im Jänner der Put auch noch verfällt bekomme ich hier auch noch eine schöne Prämie.

Die 100 Anteile des Unternehmens kann ich auch behalten. Halte ich sie lange genug, wird mir vielleicht 3 Monate später die nächste Dividende auch noch ausbezahlt.

Ich kann weiterhin Calls darauf verkaufen um die Aktien irgendwann loszuwerden und Prämien zu generieren. Ich kann aber auch weiterhin Puts darauf verkaufen um meinen Durchschnittskurs zu senken und um Prämien zu generieren.

  • Der Kurs der Aktie fällt

Fällt der Kurs der Aktie kann ich natürlich die Prämie des Calls sowie die Prämie des Puts behalten. Beim Verfallszeitpunkt des Puts werden mir also weitere 100 Anteile ins Depot eingebucht. Ich kann nun immer 2 Calls am Stück auf diese Aktien verkaufen und bekomme natürlich mit jedem Mal eine interessante Prämie.

Der Durchschnittspreis der 200 Aktien ist gesunken, da der Ausübungspreis des Puts unter dem Einstandskurs der ersten 100 Aktien gewählt wurde.

Würde ich die 200 Stück bis zur nächsten Dividende behalten, bekomme ich das nächste mal schon 84 Dollar ausbezahlt. Hier würde ich einfach solange Calls verkaufen, bis mir die Aktien irgendwann ausgebucht werden. Natürlich ist es jedem selbst überlassen weitere Puts zu verkaufen, aber ich möchte kein Unternehmen in meinem Depot extrem übergewichten.

Zusammenfassung

Hier noch einmal in kurzen Stichworten die Vorgehensweise die ich vorige Woche für das angesprochene Unternehmen gewählt habe:

  • Kauf von 100 Aktien um die Dividende zu bekommen
  • Verkauf einen Calls beim nächsten Verfallsdatum und nächsten Strike über dem aktuellen Kurs
  • Wie immer: Verkauf eines Puts mit etwas mehr als 30 Tagen Laufzeit. Der Strike sollte unter dem Einstandskurs der gekauften Aktien liegen

Was hältst du von dieser Vorgehensweise? Hinterlasse mir einen Kommentar. Ich freue mich darauf.

38 Kommentare

  • Moin Moin,

    ich verfolge das jetzt schon einen Augenblick, tolle Arbeit.
    Was mich aber immer wieder beschäftigt ist, dass der Handel mit Optionen auch häufig an entsprechendes Kapital gebunden ist.
    Bei Aktien die viele Dividenden Jäger auf dem Schirm haben, sind mit einem ausgeübten short put schnell mal 5-10k Euro weg. Will man dann auch streuen, vervielfältigt sich das nötige Kapital enorm.
    Ich bin erstaunt wie viele Leute das so meistern.

    • Hallo Mahtchello,

      Wenn man sich etwas einliest ist nicht soviel Kapital notwendig. Deshalb ist es so wichtig mögliche Adjustierungen jedes Trades zu kennen und sie anzuwenden, wenn eine Position gegen dich läuft.
      Optionen lassen sich auch mit einem kleinen Konto erfolgreich handeln, nur darf es eben nicht zur Ausübung kommen.

      In diesem Beispiel hätte ich in einem kleinen Konto die Aktien nicht gekauft, und nur den Put verkauft, vielleicht sogar etwas niedriger um einen größere Chance auf einen Erfolg zu haben. Man hätte auch einen Vertical Put Spread handeln können, somit ist das Risiko auf die Differenz zwischen Long Put und Short Put begrenzt.

      Es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Soll ja Leute geben, die mit einem sehr kleinen Konto viel mehr Gewinn machen als ich mit einem mittelgroßen Konto.

      Ich handle meine Strategie mit Ausübung einfach, da ich mich nicht weiter darum kümmern muss. Ich muss nicht nachsehen, ob sich der Kurs in die falsche Richtung bewegt. Ich nehme mir einfach den Stress.

      Danke fürs vorbeikommen! 🙂

      mfG Chri

      • Hallo zusammen,

        ich kann Chri da nur beipflichten!
        Ende Juli bin ich auf diesen Blog aufmerksam geworden, habe ein Buch dazu gelesen und habe am 11.08. meinen ersten Put verkauft.

        Vier Monate später habe ich mit einem Kapitaleinsatz von 6.400 € einen Gewinn von 902 € erwirtschaftet, das sind 14% Rendite auf einen Zeitraum von vier Monaten!
        Wichtig ist, finde ich, dass man seine Prinzipien hat und diese auch wirklich umsetzt, wie z.B. ab wann man den Trade als „verloren“ akzeptiert und ihn glattstellt. Oder ob und wie man einen gut laufenden Trade zurückkaufen möchte.

        An dieser Stelle ein Riesendankeschön an dich, Chri, da du mich auf das Thema Optionen gebracht hast!
        Weiter so!

        • Hallo Kai,

          Danke dir, dass du meine Sätze mit deinen Taten untermauerst!
          Ich gratuliere dir zu dieser außerordenltich guten Rendite! Wie handelst du ein kleines Konto am liebsten?
          Handelst du Spreads? achtest du auf die griechen?

          Ich bedanke mich herzlich für dein Lob. Freut mich, dass ich ein kleines bisschen zur Verbesserung deines Einkommens beitragen konnte!

          mfG Chri

      • Gut, ich gehe natürlich davon aus das man Optionen nutzt mit dem Ziel diese Aktien zu kaufen. Wenn du dir also ein Portfolio aufbauen willst wa breit gestreut ist, brauchst du mit solchen Kontrakten schon ein gewisses Budget 😉

        • Hallo Mathchello,

          Ja, da hast du recht. Wenn man den Handel so gestalten möchte wie ich es tue wird schon etwas Kapital benötigt. Ich würde mir deshalb auch wünschen, dass ich schon ein sechsstelliges Depot aufweisen könnte, aber das kommt schon mit der Zeit 🙂

          mfG Chri

  • I’ve been selling puts on VFC lately. I like that you bought it then sold a covered call. I’ll likely do the same soon.

    • Hey Nathan,

      Yeah, i think it depends on the ex-dividend-date. If the ex-date is comming soon it makes sense to buy the stock if you want the dividend. the covered call earns you a nice little premium too.

      thanks for stopping by!

    • Hallo SirVivaljunior,

      Das Angebot würde ich gerne annehmen. 🙂 Hab dir eine Mail geschrieben.
      Darf ich den Grund erfahren, warum du von DeGiro gehen möchtest? Hab mich mit diesem Broker noch zuwenig beschäftigt.

      mfG Chri

  • Hallo Chri,

    Deine Strategie hört sich vernünftig an. Die Kombination aus dividendenstarken Aktien und Optionsprämien ist wirklich sinnvoll. Ich bin ja bei Degiro und m.E. ist zur Zeit der große Nachteil, dass man keine amerikanischen Optionen handeln kann. Das soll sich wohl bald ändern, ich warte drauf. So bin ich bei meiner Strategie auf europäische Aktion angewiesen. Leider gibt es nur wenige Quartalszahler. Mit Shell habe ich einen guten Gewinn gemacht und auch schon eine schöne Dividende eingestrichen. Aber leider ist es bei Unilever in den letzten Monaten nicht so gut gelaufen. Hier musste (bzw. konnte) ich das Rollen üben. Ansonsten versuche ich jetzt auch Put-/Callkombinationen und bin mal gespannt, ob das gut läuft. Vielleicht noch kurz was zu Degiro: Die Transaktionskosten sind super (0,75 Euro für eine Aktionoption; 1 Euro für das Einbuchen von Aktion, das Ausbuchen ist kostenlos; der Aktionkauf kostet meist nur etwas über 2 Euro), die Handelsplattform ist einfach gestaltet und übersichtlich (das ist für einen Anfänger nicht schlecht), allerdings gibt es keine Angaben zu den Griechen, das dürfte bei Banx anders sein, oder?

    Gruß
    Bernd

    • Hallo Bernd,

      Ich bin gespannt wie sich DeGiro mit der CBOE anstellt 🙂 Freue mich auf weitere Updates von dir!
      Die Transaktionskosten hören sich nicht schlecht an.
      Bei Banx kannst du dir irgendwie die Griechen anzeigen lassen, habe ich mal gesehen, aber ich nutze sie nicht, wie du vielleicht in meinen Artikeln mitbekommen hast. 🙂

      Danke fürs vorbeikommen! 🙂

      mfG Chri

  • Hi Chri,
    wenn du tatsächlich vorhast die Aktien auf dem Weg nach unten zu kaufen, kann die Strategie durchaus nützlich sein. Ansonsten solltest du dir immer bewusst sein, dass dein Risiko nach unten riesig ist.

    So weit ich das sehe, ist die Aktie allein in diesem Jahr mehrfach um 10 Dollar runter gekommen. Das sind bei 200 Aktien dann 2000 Dollar. Wenn das mit deinen anderen Positionen auch passiert, bist du schnell 10.000 Dollar im Minus.

    Da ist Positionsmanagement wirklich alles.

    VG, Rico

    • Hi Rico,

      wenn man normal Aktien kauft, geht es einem doch genauso. Durch die verkaufte Option hast du ja noch die Prämie, die dem Verlust entgegen wirkt. Und du könntest die Option zurückkaufen. Da machst du zwar trotzdem Verlust, aber nicht so viel.
      Desweiteren hat Chri ja geschrieben, dass er eigentlich nur Optionen verkauft auf Aktien die er sowieso kaufen würde. Und das er eine Aktie nicht übergewichten will.
      Ich sehe daher bei seiner Strategie eher ein geringeres Risiko, als wenn man die Aktien einfach so ins Depot holen würde.

      VG Christian

      • Hallo Rico, Hallo Christian,

        Christian hat netterweise schon auf deinen Kommentar geanwortet und nimmt mir fast die Worte aus dem Mund 😉
        Rico, auch wenn wir beide Optionen handeln, bzw du Future-Optionen glaube ich dass sich unser Handelsstil um Welten unterscheidet.
        Wie Christian bereits angedeutet hat: Meine Vorgehensweise gleicht eher einem Investor als einem Trader. Bei den Futures hast du recht, da du keinen richtigen Gegenwert für dein Geld bekommst, oder habe ich das falsch verstanden?
        Bei Aktien-Optionen sehe ich aber immer den Vorteil, dass du im „schlimmsten“ Fall Aktionär eines wahnsinnig tollen Unternehmens wirst. Du wirst dafür bezahlt, dass du Anteile hältst. Mit Aktien halten wir Anteile aller Werte des Unternehmens. Auch Stimmrechte können wir nutzen.

        Deshalb sehe ich KEIN Risiko nach unten. Klar, die Aktie kann irgendwann vielleicht nur mehr die Hälfte wert sein. Das macht mir aber nichts, solange sie irgendwann wieder steigt. Bei profitablen Unternehmen wird dies langfristig immer der Fall sein. Ich mache mir nichts aus Buchverluste, und das finde ich gut so, da ich mir selbst so viel Kopfzerbrechen erspare.

        Ist eben nur meine Meinung. Glücklicherweise gibt es viele verschiedene Meinungen.
        Ich danke euch beiden für eure Kommentare!

        mfG Chri

        • Hi Chri, wie gesagt, mit dem richtigen Positionsmanagement und vorsichtigem Hebel gibt es ein geringes Risiko. Du musst halt berücksichtigen, dass Aktien auch mal 20% fallen können. Wenn du mit Hebel 2 arbeitest, ist dein Depot 40% im Minus.

          Ich will das auch nicht schlecht reden, man kann jede Strategie „sicher“ machen, wenn man weiß was man tut. Das kann man aber nicht von allen Leser erwarten, deswegen möchte ich einfach auf die Gefahren hinweisen.

          VG, Rico

          • Hallo Rico,

            Da hast du natürlich recht! Danke für den Hinweise!
            Eventuell werde ich zu diesem Thema einen eigenen Blog-Artikel schreiben um auch wirklich sicher zu gehen, dass sich die Leser darüber Gedanken machen!

            mfG Chri

  • Hi Chri,

    mich haben Optionen schon begeistert als ich in der Uni damit zu tun hatte. Bisher hatte ich mich nie richtig damit beschäftigt, da ich davon ausgegangen bin, dass das verkaufen von Optionen nur Institutionen vorbehalten ist. Um so mehr habe ich mich gefreut, als ich auf deinen Blog gestoßen bin.
    Aktuell lese ich mich in die Materie ein und möchte dann in naher Zukunft selbst mit dem Optionshandel beginnen. Werde also vielleicht das ein oder andere Mal mit einer Frage zu dir kommen.

    VG
    Christian

    • Hi Christian,
      hi Chri,

      ich dachte ursprünglich auch, dass es für Privatpersonen nicht ohne Weiteres möglich sei Optionskontrakte zu handeln.

      Habe soeben meinen Depotantrag ausgefüllt und werde diesen morgen versenden.

      Trockenübungen mit einem Demokonto habe ich bereits hinter mir. Künftig werde ich meine Orders über den Verkauf von Puts umsetzen. Somit habe ich unmittelbar etwas Geld mehr in der Tasche und entweder einen etwas günstigeren Einstiegskurs oder die Chance den Vorgang zu wiederholen.

      Auch wenn die Theorie sitzt, geht doch nichts über Learning by Doing. 🙂

      Gruß,
      Marco

      • Hey Marco,

        da befinde ich mich exakt zwei Schritte hinter dir. Ich bin gerade dabei, mir einen Broker auszusuchen. Habe mich da noch nicht entschieden. Was mich da jetzt natürlich interessiert, wäre für welchen du dich entschieden hast, falls du das sagen möchtest? 🙂
        Und bzgl. dem Demokonto hätte ich noch eine Frage, habe mich gestern an der Trader Workstation mit einem Demoaccount versucht. Man bekommt da ja nur so einen Standardlogin. Demzufolge kann ich zwar Optionen handeln, doch wenn ich mich auslogge und wieder einlogge, ist das Depot wieder leer. Wie hast du das gemacht ?

        VG Christian

        • Hallo Christian,

          Es freut mich zu lesen, dass mein Blog für dich eine nützliche Informationsquelle darstellt. Dafür mache ich diesen großen Aufwand ja schließlich 🙂
          Ich freue mich wenn du mit jeder Art von Frage zu mir kommst. Ich hoffe ich kann sie dir beantworten. Auch ich weiß noch lange nicht alles was es über Optionen zu wissen gibt, aber ich versuche mich täglich weiterzubilden 🙂

          Hallo Marco,
          Freut mich, dass du den ersten Schritt gemacht hast. Du wirst es nicht bereuen.
          Ein Demo-Konto macht auf jeden Fall Sinn.
          Zu einem Demo-Konto kann ich allerdings nicht viel sagen, da ich keines hatte. Habe mich gleich so ins Abenteuer gestürzt.
          Learning by Doing ist immer noch der beste Ansatz, da kann ich dir recht geben.

          An euch beide:
          Ich freue mich, dass ihr euch mit der Materie befasst. Marco wird ja, wie besprochen, zukünftig auch im Community-Einkommenspost erscheinen. Vielleicht wäre ja Christian dann später auch bereit seine Optionseinnahmen auf seinem Blog zu teilen, damit ich sie vielleicht ebenfalls in der Community Edition erwähnen kann?

          Freue mich auf interessante Diskussionen mit euch beiden!
          Danke euch fürs kommentieren!
          mfG Chri

          • Hey Chri,

            bis ich die ersten Optionsprämien einnehmen kann, wird sicher noch eine Zeit vergehen. Diese Wartedauer wird aber mit Dividenden versüßt. 🙂

            Tatsächlich hat sich mein Anlageverhalten in den vergangenen vier Jahren nochmals ziemlich verändert, obwohl ich seit Beginn auf nachhaltige Dividendenentwicklung achte. Graue Theorie allein bringt eben nichts.

            Eine ähnliche Entwicklung und Lernkurve erhoffe ich mir von der Vorgehensweise bei den Optionskontrakten.

            Gruß,
            Marco

        • Hi Christian,

          hatte ein Verkaufstelefonat mit einem Berater aus einem Broker-Service-Center vor gut einem Jahr, der mir den „exklusiven“ Zugang ermöglicht hat, was letztlich ein Verstärker für die Depoteröffnung sein sollte. War aber sehr gut, um sich mit der TWS vertraut zu machen. Frag einfach mal im Service-Center eines Brokers nach, ob sie dir ein Demokonto zur Verfügung stellen, wo du Startkapital etc. selbst konfigurieren kannst.

          Habe mich jetzt allerdings für einen anderen Broker entschieden: LYNX.
          Da die meisten in Frage kommenden Broker in Deutschland vermutlich die TWS von IB nutzen, sind die Konditionen nahezu identisch. Optionen an der EUREX ca. 2 €, an US-Börsen ca. 3,5 $. Zumindest habe ich das bei meinem Vergleich so feststellen können.
          Deswegen kann ich auch nicht sagen warum es gerade LYNX wurde. Meines Erachtens unterscheiden sich die meisten Broker, die ich mir ansah, wie gesagt, nicht wirklich.

          Gruß,
          Marco

        • Hallo Christian,

          zu deinem „Problem“ mit dem TWS Demoaccount und dem leeren Depot nach dem ausloggen.
          Das ist mir auch aufgefallen und ich habe bei der Hotline angerufen. Für richtiges Demo-Trading (Papertrading), bei dem die Order dann auch beibehalten wird nach dem Ausloggen, soll man ein richtiges Depot aufmachen (Kapitalisierung mit mindestens 3000 Euro). Dann bekommt man ein weiteres Depot, mit dem man Papertrading machen kann. Hier kann man dann verschiedene Strategien ausprobieren und sehen was letztendlich über bleibt.
          So habe ich es auch gemacht in den letzten Tagen.
          Mit der Mindestkapitalisierung habe ich jetzt auch schon die erste richtigen Option verkauft (natürlich gedeckt).
          Ich bin gespannt wie sich das ganze entwickelt wenn mehr Geld im Depot ist…

          Viele Grüße,
          Robert

          • Hallo Marco und Robert,

            vielen Dank für eure Antworten. Da weis ich jetzt Bescheid bzgl. dem Demokonto. Ich hatte so etwas in der Art schon vermutet.
            Einen kleinen Unterschied sehe ich bei Lynx in den Kosten, da dort ein Aktienkauf mindestens 5,80€, bei Banx hingegen 3,90€. Aufgrund meines kleineren Kontos wären die 3,90€ natürlich günstiger. Außerdem auch in der Mindestkapitalisierung: Lynx 4000€ und Banx 3000€. Allerdings habe ich auf einer Brokervergleichsseite gelesen, dass Banx keine Brokerlizenz hat. Vielleicht weiß Chri noch etwas darüber. Aktuell habe ich noch Captrader ins Auge gefasst, da sind die Preise fast identisch. Mindestorderpreis für Aktien liegt hier bei 4€ und Mindestkapitalisierung bei 2000€.

            VG Christian

            • So, nun ich wieder 😉 Freut mich, dass hier einmal eine richtige Diskussion ensteht.

              Banx hat keine eigene Lizenz, und dies ist wohl auch so gewollt. Hinter Banx steht Interactive Brokers als seriöser Broker.
              Banx kümmert sich vorwiegend um Kundengewinnung und dem Support von deutschsprachigen Kunden. Soweit ich das beurteilen kann, machen die Jungs das klasse! Sie sind rund um die Uhr für mich erreichbar, per Telefon oder per E-Mail. Sie bemühen sich eine schnelle Antwort auf jede gestellte Frage zu finden. Wenn sie gerade keine zufriedenstellende Antwort haben, rufen sie mich kurze Zeit später zurück.

              Für alle die denken, dass keine eigene Broker-Lizenz ein Nachteil ist, kann ich Entwarnung geben.
              IB selbst wird unter anderem durch die Securities and Exchange Commission (SEC) in Großbritannien beaufsichtigt. Banx beziehungsweise seine Partner werden in Deutschland durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) reguliert.
              Sie konzentieren sich bewusst auf die Vermittlung und dem zufriedenstellen der deutschsprachigen Kunden. Ich bin mit dem Angebot glücklich und werde wohl auch in absehbarer Zukunft nicht Wechseln. Da müsste schon ein unschlagbares Angebot daher kommen. Aber die Wahl des Brokers ist natürlich die Entscheidung jedes einzelnen.

              Man könnte keine eigene Lizenz auch als Vorteil werten, da mögliche Änderungen nur von IB gemacht werden können, aber das ist natürlich auslegungssache.

              Kann sein, dass ich voreingenommen bin, aber ich kann bis jetzt eben nichts negatives berichten. Bitte euch natürlich, dass ihr eure eigenen Recherchen macht.

              mfG Chri

              • Ich wechsle jetzt wie gesagt auch zu Banx, nachdem ich einige Recherchen durchgeführt habe. Ich hatte davor schon Depots bei Degiro, DAB und Consors. Da für den Handel von amerikanischen Optionen in Deutschland sowieso nur IB in Frage kommt, und Banx deren günstigster Vertreter ist, reicht das für mich als Argument.

            • Hallo Christian,

              also da ich über LYNX tatsächlich nur Optionen handeln möchte, unterscheiden sich die Orderkosten für nicht.

              Reine Aktienorders werde ich weiterhin über meine bisherige Bank abwickeln, auch wenn ich dort rund 8,00 € zahle.

              Zur Mindesteinlage muss ich sagen, dass es mir egal ist, ob diese 1.000,00 € oder 5.000 € beträgt, da meines Erachtens Optionen (sofern gedeckt) erst ab 4.000 € bis 5.000 € überhaupt Sinn machen.

              Und selbst in der Größenordnung 40 € bis 50 € je Aktie fallen mir ad hoc nicht so sehr viele Unternehmen ein.

              Gruß,
              Marco

  • Langsam fixt mich der Chri immer mehr an. Anscheinend kann man bei OnVista auch Optionen schreiben, allerdings habe ich momentan einfach nicht die Zeit, mich in das Thema zu vertiefen. Vielleicht kaufe ich mir ein Buch, dann habe ich im nächsten Urlaub eine sinnvolle Lektüre. Zumal ich das ähnlich machen würde, Optionen auf Aktien zu schreiben, die ich eh kaufen würde.

    • Hehe Alex,

      mir geht es genauso. OnVista kann ich dir zumindest sagen, verlangt mindestens 12,50€ pro Order für Optionen, ist also nicht wirklich eine attraktive Wahl, hatte da nämlich die Tage auch mal geschaut.

      VG Christian

      • Hallo Alexander,

        Freut mich, dass ich dich endlich zu etwas bewegen kann. 🙂 Versuche dich ja schon lange dafür zu begeistern, da ich 100 prozent davon überzeugt bin, dass du deine Ziele schneller erreichst, auch wenn du nur ab und zu einen Short Put handelst. Die Prämie dafür ist teilweise viel höher als eine Dividendenzahlung.

        Zu OnVista kann ich nichts sagen, aber wenn Christian sagt, dass die Order 12,50 kostet, dann macht der Optionshandel hier keinen Sinn. Wenn du die Option zurückkaufen möchtest müsstest du die 12,50 noch einmal zahlen. Diese hohen Preise findet man sonst nur bei amerikanischen Brokern.

        Danke fürs kommentieren!

        mfG Chri

    • Hallo Alexander,

      ich habe ja auch als reiner Dividenden-Investor angefangen und war (und bin auch noch) mit dieser Entscheidung glücklich. Aber man lernt ja nie aus und die super Gewinne von Chri haben auch mich nachdenklich gemacht. Ich habe das einfach mal ausprobieren wollen. Heute habe ich zwei Depots. Eins für meine Langfrist-Dividenden-Aktien und eins für den Opitionshandel. So kann man sein Risiko ja begrenzen. Fang doch bei einem günstigen Broker mit einem kleinen Konto an und probiere es einfach aus.

      Viele Grüße
      Bernd

      • Hallo Bernd,

        Ich habe auch als Dividenden-Investor angefangen, bin mit der Entscheidung auch mehr als zufrieden. Nur habe ich mich eben damit beschäftigt, wie ich die ganze Sache etwas beschleunigen kann. Und kann euch versichern, die Sache wird immens beschleunigt 😉

        mfG Chri

  • Mahlzeit!
    Ich bin erst vor wenigen Tagen auf diesen Blog gestoßen und finde ihn jetzt schon super. Bisher lege ich mein Geld in Dividendenaktien an nach der Strategie von reich-mit-plan (nein, ich kriege keine Provision, damit ich den Namen nenne). Ich bin noch Laie, was Optionen angeht, habe mir bisher nur die Grundbegriffe angelesen. Deshalb möchte ich wissen, ob ich deine Strategie korrekt verstanden habe und für mich nutzen kann. Beispiel: Ich möchte demnächst Aktien von Royal Dutch Shell kaufen. Normalerweise würde ich sie mir einfach ins Depot legen und fertig. Aber nun kann ich folgendes machen:
    Ich warte bis kurz vor dem Ex-Div Datum und kaufe mir 100 Aktien.
    Dann verkaufe ich einen Call mit einem Strike über meinem Kaufpreis. Dafür bekomme ich eine Prämie. Wenn die Option ausgeübt wird, bin ich meine Aktien wieder los aber ich habe einen Kursgewinn realisiert und noch eine Prämie bekommen.
    Weiterhin verkaufe ich einen Put mit einem Strike der unter meinem Kaufpreis liegt. Idealerweise bei einem Preis, bei dem man die Aktie auch blind, ohne Bedenken kaufen kann. Ich bekomme auch dafür eine Prämie. Wenn der Preis erreicht ist, habe ich halt noch mehr Aktien des Unternehmens, welches ich sowieso kaufen wollte zu einem super Kurs.
    Wenn keine Option ausgeübt wird, habe ich weiterhin meine 100 Aktien und kassiere trotzdem diePrämien für die Optionen?
    So einfach kann es doch nicht sein oder?

    Vielen Dank für Deinen Blog und Gruß
    Michael

  • Hallo Michael,

    Freut mich dass dir mein Blog gefällt!
    Ich kann dir bestätigen: Du hast es richtig verstanden. Und ja: es ist so einfach 🙂 Wenn man weiß was man tut ist Optionshandel keine Hexerei und keine Raketenwissenschaft. Meine Aufgabe ist es diese Botschaft in die Welt hinaus zu tragen. Jeder kann damit eine wahnsinnig gute Rendite erwirtschaften, wenn man auf ein paar Dinge acht gibt.

    Freue mich wenn du öfter mal vorbei kommst 🙂

    mfG Chri

    • Hallo Chri,
      ich werde mir erst mal den Blog komplett durchlesen und dann noch ein oder zwei Bücher dazu. Ich kann es mir jetzt halt noch nicht so richtig vorstellen 🙂 Worin liegt bei dieser Strategie das Risiko? Entweder ich habe die Aktien und kassiere Dividende, oder ich habe noch mehr Aktien und kassiere noch mehr Dividende, oder ich kassiere Prämien, oder beides. Wo ist da der Pferdefuß, den ich noch nicht sehe? Natürlich abgesehen von der Pleite des Unternehmens, aber das hat nichts mit Optionen zu tun und ein Unternehmen wie Royal Dutch Shell oder J&J geht nicht so schnell pleite.

      Gruß
      Michael

      • Ist auch verständlich, da diese Form des investieren nicht so bekannt ist. Ich konnte es mir auch nicht vorstellen, aber bald verdien ich nebenbei mehr an der Börse als in meinem Job.

        Das Risiko ist der Mensch selbst. Solange du nicht anfangst zu zocken ist diese Strategie weniger risikobehaftet als ein Investment in Aktien alleine. Ich sage es immer wieder. Nur weil etwas noch nicht an die Mehrheit hinausgerufen wurde, heißt es nicht, dass es nicht seriös sein kann.

        Vielleicht hast du auch mitbekommen, dass viele Menschen vor Aktien generell Abstand halten weil sie Angst davor haben. Man muss keine Angst davor haben, man muss sich einfach damit beschäftigen.

        Wünsche dir schon mal viel Erfolg!
        mfG Chri

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