Vorsicht: Ausübungsrisiko bei Vertical Spreads

Gestern hat mir einer meiner Leser, mit dem ich sehr häufig in Kontakt bin, eine Nachricht geschrieben wobei es um einen Trade von ihm gegangen ist. Da hier Gefahren lauern, wollte ich das ganze natürlich gleich auf meinem Blog veröffentlichen, um auch andere an diesen Erfahrungen teilhaben zu lassen.

Gleich vorweg: Es wurde leider ein kleiner Verlust realisiert.

Vorsicht: Ausübungsrisiko bei Vertical Spreads

Die Ausgangslage:

Der Leser hat mich gefragt, ob es Sinn ergibt mit einem kleinen Konto einen Trade auf Target zu versuchen. Ich sage dazu natürlich immer, dass die Trade-Auswahl bei jedem Einzelnen liegt. Dies ist etwas sehr Persönliches. Niemand kann für dich die Aktien-oder Trade-Auswahl übernehmen. Jeder fühlt sich bei anderen Werten sicher. Dies hat er natürlich auch beherzigt und ist den Trade auf Target eingegangen.

Der Trade:

  • 57,5er Short Put auf TGT, Laufzeit bis 17.04.2017
  • 55er Long Put auf TGT, Laufzeit bis 17.04.2017

Dies ist also ein gewöhnlicher Bull Put Spread. Hätte ich auch so gemacht, wenn ich ein kleineres Konto hätte. So weit, so gut. Wie wir alle wissen, ist Target in der Zwischenzeit natürlich wieder gefallen. Das ist natürlich noch nicht weiter schlimm.

Was ist aber noch passiert?

Dadurch, dass der Vertical Spread nun tief im Geld war, stand natürlich auch ein fetter Buchverlust im Depot. Auch nicht weiter schlimm. Wenn da nicht das Problem des Ausübungsrisikos bestünde. Bei der besagten Person ist es leider passiert, dass der Put vor dem Ende der Laufzeit vom Optionskäufer ausgeübt wurde.

Als wenn das nicht genug wäre, wurde hier noch ein Margin-Call provoziert. Der Broker ließ ihm 10 Minuten Zeit selbst ein zu greifen. Nach diesen 10 Minuten hat der Broker die Position mit bisschen über 200 Dollar Verlust liquidiert. Nicht die Welt, aber trotzdem ärgerlich. Bedingt durch die Differenz zwischen dem Short Put und dem Long Put ergab sich ein maximaler Verlust von 250 Dollar. Dieser wurde gerade noch nicht erreicht, aber der Verlust ist trotzdem hoch genug.

Was lernen wir daraus?

Aus dieser Geschichte können wir grob betrachtet zwei wichtige Dinge lernen, die uns in Zukunft vor so einer Situation schützen.

1.Für einen Vertical Spread wird viel weniger Margin hinterlegt als für eine Aktienposition. Wird der Put vom Optionskäufer also ausgeübt muss man 100 Stück Aktien zum Ausübungspreis kaufen. Die Margin für diese Aktienposition liegt um ein vielfaches höher als die Margin für den Vertical Spread.

Um den Margin-Call nicht zu provozieren, achte zu jeder Zeit darauf, dass deine aktuell hinterlegte Sicherheitsleistung auf einem annehmbaren Niveau ist. Soll heißen: Wenn du bereits mehrere Positionen geöffnet hast, und dir nicht sicher bist, ob dein Depot noch weitere verkraften kann, lass es lieber sein. Meine eigene Margin-Auslastung befindet sich immer ungefähr bei 50%. Das heißt, dass ich noch die Hälfte frei habe, wenn wirklich etwas unvorhergesehenes passieren sollte.

2. Handelst du Vertical Spreads, dann achte darauf die Option nicht ins Geld laufen zu lassen. Wenn sich der Aktienkurs über den Ausübungspreis bewegt, beziehungsweise ihn unterschreitet, ist es SPÄTESTENS dann Zeit zu rollen. Auch wenn die Option nur leicht im Geld ist, kann dir niemand garantieren, dass sie nicht ausgeübt wird. Du weißt nicht mit welcher Absicht der Käufer seine Option ausübt.

Gerade in einem kleinen Konto ist dieser Absatz von äußerster Bedeutung. Wie wir im obigen Beispiel gesehen haben, kann eine ausgeübte Option sehr schnell zu einem großen Problem werden, da sich die Margin-Anforderung für diese Position im Vergleich zum Vertical Spread plötzlich ums 3-4-oder 5-fache erhöht.

Achtung auch bei Vertical Spreads in großen Konten

Große Konten sind davor leider auch nicht geschützt. Es kommt nun natürlich darauf an, wie sich der Optionsverkäufer verhält. Wenn er nur kleine Positionen eingeht, und seine Margin immer auf einem geringen Niveau hält, wird nicht viel passieren. Aber gerade auch bei größeren Aktien (zum Beispiel Amazon) sollte man sich hier auf nichts einlassen, und lieber einmal mehr hinunter oder hinauf rollen (Put oder Call-Spread) statt hier eine Ausübung zu riskieren.

Beim Vertical Spread sollte die Option also wenn möglich nicht ins Geld laufen, egal wie groß dein Konto ist. Wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet, lässt sich mit Vertical Spreads aber gut Geld verdienen. Möchtest du auch von den Erfahrungen der Community profitieren? Hier kannst du ein Depot eröffnen. Hast du bereits ähnliche Situationen erlebt? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Danke an meinen Leser, der mir von seiner Erfahrung berichtet hat. Dadurch dass wir hier solche Geschichten mit anderen teilen können, können alle davon profitieren.

mfG Chri

27 Kommentare

  • Ich war selber schon als Long Call Inhaber mit einem Jahr Restlaufzeit in der Situation, dass die Ausübung meines Long Calls die einzige wirtschaftliche Alternative war in einem PMCC Trade.
    Also ja, es gibt sie tatsächlich, die vorzeitigen Ausüber 😀

    • Hallo Josef,

      deine Situation klingt sehr interessant, und auch komplex muss ich zugeben 🙂

      Kannst du näher erläutern wie du in die Lage gekommen bist, dass eine Ausübung die einzig sinnvolle Möglichkeit war?

      Ich denke, rein überschlagsmäßig, ja so: Ist eine Option im Geld, verliert man bei vorzeitiger Ausübung den Zeitwert (der Verkäufer realisiert ihn gleichzeitig als Gewinn). Insofern müsste ein Verkauf der Option bei gleich anschließendem Kauf der Aktien ja sinnvoller sein, da man so unterm Strich 100x den Preis der Aktien abzgl. den Zeitwert bezahlt, der beim vorherigen Optionsverkauf realisiert wurde.

      Übersehe ich da etwas?

      • Ich hatte einen PMCC auf Lufthansa getradet.
        Long: LHA C8 12.2018
        Short: LHA C13 03.2017
        Am Tag vorm Verfall des Shorts stand LHA bei 15,xy Euro.

        Folgende Möglichkeiten hatte ich:
        1) Short zurück kaufen und rollen
        2) Short zurück kaufen und Long verkaufen
        3) Long ausüben und Short ausüben lassen

        @1)
        Das war riskant, weil die Liquidität von LHA nicht so super toll ist. Da hätte ich sicherlich Rollverluste hinnehmen müssen. Zudem hätte ich dann schon viel eher reagieren müssen
        @2)
        Das war problematisch, da ich den Short nur zurück kaufen hätte können, wenn ich den Long verkaufen hätte können. Andernfalls hätte es passieren können, dass zwischen dem Zurück kaufen des Shorts und dem Verkaufen des Longs das Underlying wieder nachgibt und ich Opportunitätsverluste habe.
        Den Long zuerst verkaufen ging aber auch nicht, da ich wegen der ausgelasteten Margin (2 Strangles auf Daimler oder Airbus) den Long vom Broker aus nicht verkaufen durfte (das war sicherlich ein Fehler. Ich hätte nie soviele Positionen eingehen dürfen, dass ich nichtmal in der Lage bin, jederzeit nach meinem Gusto zu handeln)
        @3)
        Da 1 und 2 wegfiel, blieb eh nur 3 übrig. Das war allerdings weit weniger tragisch. der Long war mit 7 Euro eh weit im Geld und hatte kaum 20 Cent Zeitwert. Wegen des Spreades und der schlöechten Liquidität des Longs hätte ich beim Verkauf eh maximal 10 Cent Zeitwert bekommen.
        Insofern habe ich 21 Cent „weggeschmissen“ (Zeitwert + 1 Cent Ausübungsgebühr pro Aktie) und dafür meinen Gewinn gesichert.

        Ich hatte da einfach den „Vorteil“, dass der Call kaum Zeitwert hatte. Andernfalls hätte ich ihn nicht ausgeübt.

        • Danke für die detaillierte Beschreibung. Sehr spannend, welche Konstellationen beim Optionshandel auftreten können, und wie man mit den Problemen umgehen kann.

  • Das Beispiel klingt ja interessant. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie die ausgeübten Puts die Margin erhöhen sollen. Solang der Long-Put im Depot liegt, ist der Verlust ja weiterhin auf die 250 Dollar beschränkt. Das verrechnet der Broker eigentlich auch so. Hast du da noch genauere Informationen? Möchte mal sehen, ob ich das irgendwie nachstellen kann.

    VG, Rico

    • Hallo Rico,

      Mehr Infos hab ich momentan nicht, werde aber nochmal nachfragen bei Gelegenheit. Ich denke auch gerade daran: Möglicherweise ist eine andere Position von ihm noch schlecht ausgegangen? Für mich wäre dies sonst die einzig plausible Erklärung gewesen. Werde das bei Gelegenheit auch mal selbst nachstellen im Demo-Account.

      mfG Chri

    • Ich versuchs hier mal mit einem – frei erdachtem – Beispiel.

      short 1 PUT, Aktie XYZ, Basispreis 100 USD

      Hierfür beträgt die Margin 20 %* des Basispreises x dem Multiplikator. ( 20 % x 100 USD x 100 Stück = 2.000 USD)

      *) 20 % sind stark vereinfacht, real werden die Margin-Anforungen auch niedriger möglich sein

      Mit der Ausübung verschwindet obige Position und wird ersetzt durch folgende:

      long 100 Aktien XYZ, Einstandswert 10.000 USD

      Die Mindestmargin beträgt hier auf einmal 50 % des Einstands, also 5.000 USD.

      Die erforderliche Margin hat sich durch die Ausübung auf einmal mehr als verdoppelt.

      Gut, wenn man in dieser Situation nur die eine Position bzw. den Spread im Depot hat – es wird sodann garantiert diese glattgestellt.

      Schlimmer ist es bei einem prall gefülltem Depot. Bei diesem kann genau niemand garantieren, dass die mit der Ausübung entstandene Position glattgestellt wird. Es kann jede beliebige Position erwischen mit der Zwangsglattstellung, so viele und so oft, bis die Margin-Anforderungen irgendwann nicht mehr verletzt werden. Diverse Optionskontrakte, Aktienpositionen, etc … ade.

      • Das Beispiel oben ist zu kurz gehalten habe ich gerade gemerkt. Tatsächlich ist die Veränderung der Margin-Anforderung weit größer.

        Die benötigte Margin explodiert förmlich.

        Vor Ausübung der Option beträgt die erforderliche Margin nicht 2.000 USD wie angeführt, sondern aufgrun der Kombination der Optionen nur 250 USD.

        Vorher: 250 USD
        Nachher: 5.000 USD

        Das ist eine Verzwanzigfachung der erforderlichen Margin von einem Moment auf den anderen, nicht wie beschrieben nur eine Verdoppelung bis Verdreifachung.

        • Hallo Cor,

          So genau hab ich das leider nicht überprüft, tut mir leid. Mir ist es um den Grundgedanken gegangen, dass die Margin-Anforderung von einem Vertical Spread zu einer Aktienposition viel größer wird. 🙂

          Oder meintest du dein eigenes Beispiel?

          Ich glaube nicht dass bei TGT eine Margin von 5000 hinterlegt wird, da die Aktie selbst gerade mal 54 Dollar wert ist oder so.

          Auf jeden Fall gerade wieder eine sehr interessante Diskussion!
          mfG Chri

          • Sorry, die beiden Fälle, also das Problem im Ursprungsbeitrag und mein eigenes erdachtes Beispiel, habe ich jetzt vorhin wild durcheinander gemischt.

            Die Zahlen stimmen deshalb nicht ganz. Was zutrifft, das ist aber die Tendenz:

            Spreads sind sehr praktisch und entgegenkommend was die erforderliche Margin betrifft. Wird man ausgeführt, kann sich diese dann aber auf einen Schlag verzehnfachen oder noch mehr. Das ist ein Umstand, den sollte man vorher am Radar haben, um dann später nicht böse davon überrascht zu werden.

  • Eine Möglichkeit, sich an solchen Spreads zu üben, ist vielleicht die Verwendung von Index-Optionen, beispielsweise auf den DAX oder Eurostoxx 50.

    Index-Optionen haben in Hinblick auf die Risiken dieser Spreads gleich mehrere Vorteile:

    1. Kontraktart
    Sie sind ihrer Natur nach europäisch, d.h. eine Ausübung passiert generell nur bei Fälligkeit der Optionen. Und auch immer nur dann, wenn diese bei Fälligkeit im Geld liegen. Geliefert wird dabei nicht ein Underlying (was der Index wäre und gar nicht möglich ist). Viel mehr erfolgt bei Ausübung ein Barausgleich. Der Gewinn bzw. Verlust wird realisiert und in Form von Geld im Depot verbucht.

    2. Underlying
    Das Underlying ist keine Einzelaktie sondern ein Index. Ein Index, dessen Bewegung die Summe vieler Bewegungen vieler Einzelwerte ist. Indizes tendieren dazu, weit weniger zu schwanken, als einzelne Werte (Aktien) die in ihnen inkludiert sind. Dadurch ergibt sich der 2. Vorteil: Er bleibt tendenziell ruhiger als so manche Einzelwerte. Und schießt ein Einzelwert bei einem bestimmten Ereignis dennoch wild in eine Richtung, so lässt das den Index höchstwahrscheinlich kalt, die Optionsstrategie wird dadurch weniger gefährdet.

    Bei all den Eventualitäten sind und bleiben Optionen aber komplex und sind ganz besonders eines: Arbeit.

  • Ciao Chris,
    While I have been assigned Calls prior to expiration (far too many times) it never occurred to me to be assigned Puts. I guess that there is always a chance that this might happen, as options are all American style now, but I guess that this is a rare occurrence. Generally speaking I never trade on margin, but that’s because the risk profile that I choose is like that, but especially if you are starting in a new venture like trading options is, I would NEVER EVER advise anybody to trade on margin with a small trading account, risks are far bigger than potential returns.
    After gaining some experience and some backup capital (maybe invested in some boring dividend paying stocks), only then I’d try out the margin experience if needed.
    Let us know more details about the margin call because as Rico said the maximum loss on this play is 250 dollars, technically…
    ciao caio
    Stal

    • Ciao Stal,

      yeah, i think you are right. Someone who doesnt understands the risk at trading on margin should not use this account type. But i think when there is more experience in trading options margin can be your best friend.
      I dont want to trade without margin anymore. there is so much more flexibility.

      The details: i tried it in my papertrading account.
      – I bought 100 shares of Allianz (ALV) with a market order.
      – margin somewhere at 6000 Euro for this position
      – bought one put under the average share price
      – there is no worthwhile difference in the margin-requirements: still 6000 Euro margin!!

      best regards
      Chri

  • An alle:
    Wie bereits mit Stal besprochen. Ich habe es gerade in meinem Demo-Account ausprobiert.
    Der gekauft Put macht für die Aktienposition keinen Unterschied in der Margin-Anforderung! Also bitte aufpassen auf diese Dinge.

    Ich denke ich weiß auch wo der Hund begraben liegt. Der gekaufte Put besitzt eine Fälligkeit, die Aktienposition nicht.
    Aus diesem Grund wird der Broker dies vermutlich so regeln. Verstehe ich auch, wäre ich der Broker, würde ich das genau so lösen.

    mfG Chri

    • Das ergibt sich aus dem was man im Depot hat, und ist im Grunde sogar nachvollziehbar.

      Eine Option ist ein Recht bzw. eine Verpflichtung, zukünftig eventuell ein Geschäft zu bestimmten Konditionen einzugehen. Mehr nicht.

      Mit einer Aktienposition hingegen hat man einen echten Wert im Depot, und dieser muss natürlich besichert sein. Im Gegensatz zu vagen zukünftigen Verpflichtungen, die vielleicht irgendwann mal schlagend werden. Werden die Rechte / Pflichten um eine Option schlagend, also wird man zB ausgeübt, gelten dann natürlich wieder die Margin-Anforderungen für echten Besitz. Denn nicht mehr oder weniger als eine normale Aktienposition hat man sodann.

  • Das mit dem vorzeitigen Ausüben bin ich auch schon öfters gedanklich durch gegangen. Gerade wenn man nicht gedeckte Optionen hat, bringt einen das in eine unangenehm Situation. Selten das es passiert, aber möglich.

    Also nach ein paar Monaten testen und Bücher lesen bin ich weiter überzeugt von dem Handeln mit Optionen. Aber für kleine Konten sehe ich das weniger, auch wenn das möglich ist. Was bei mir der Fall ist.

    Selbst wenn man gedeckt ist. Wird man ausgeübt, ist das Klumpenrisiko ziemlich hoch.
    Dann kann man zwar calls verkaufen, aber in seinem Depotaufbau bringt einen das wenig weiter. Short Puts und Aktienaufbau passen meiner Meinung nach perfekt zusammen, aber eben wenn man entsprechend großzügige Mittel hat.

    Aber vielleicht ändere ich meine Meinung noch. Ist nur meine bisherige Einschätzung und Erfahrung. 😉

    • Hallo Mahtchello,

      Auch mit kleinen Konten macht der Optionshandel meines Erachtens großen Sinn. Man muss sich eben nur etwas mehr aufpassen. Wie oben beschrieben, wenn man es nicht zulassen würde, dass der Strike des Short Puts erreicht wird, sollte hier eigentlich nichts passieren. Einfach an Regeln halten und die Option hinunter oder hinauf rollen, wenn es die Situation erfordert.

      Danke fürs kommentieren!

      mfG Chri

  • Heyho.

    Ich hab mal eine Frage. Wie wirkt sich die Ausübung eines Puts auf die Initial / Maintenance Margin aus?

    Gut möglich, dass die oben schon beantwortet wurde.Dann entschuldigt bitte. Das hab ich dann wohl überlesen.

    Danke vorab 🙂

    • Ich glaube zwar nicht, dass es relevant ist, aber:
      – Der Put ist cash secured.
      – Ausübung bei LZE
      – Margin-Auslastung bei ca. 60%

      • Hallo ArtVandelay,

        Die Berechnung für einen Short Put können hier nachgelesen werden:
        https://gdcdyn.interactivebrokers.com/en/index.php?f=marginnew&p=opt

        Die Berechnung für eine Aktienposition hier: https://gdcdyn.interactivebrokers.com/en/index.php?f=marginnew&p=stk

        Ich habe es jetzt nicht nachgerechnet, aber rein aus meinen Erfahrungen die ich bis jetzt gemacht habe, ändert sich von einer Cash Secured Short Put Position zur Aktienposition die Margin nicht merklich. Das wird aber von Fall zu Fall verschieden sein, da bei der Short Put Berechnung, die Volatilität auch eine Rolle spielt. Ist die Vola beim Verkauf des Short Puts sehr hoch, könnte ich mir vorstellen, dass die Margin bei der Aktienposition geringer ist als beim Put.

        mfG Chri

        • Danke Chri. Das ist die Antwort, die ich mir erhofft habe. Zum Hintergrund, ich werde vermutlich kommenden Freitag in meinem 54er Short Put auf Qualcomm ausgeübt (es sei denn die Earnings laufen gut – die hatte ich glatt übersehen). Die müssen sich auch unbedingt mit Apple anlegen. 🙁 Die 5400 USD habe ich rum liegen, aber auch noch einige andere Positionen offen. Ich wollte mich absichern, dass jetzt nicht der Margin Call kommt, und ich fleißig Covered Call im Geld schreiben kann.

          • Wie gesagt, ich habe es nicht nachgerechnet. Aber das kannst du ja mit deinem Put machen. Dann bist du auf der sicheren Seite. 🙂 hab in einem Depot von einem Familienmitglieder auch noch so einen Put auf Qualcomm. Bin schon gespannt wie der weiter läuft.

            mfG Chri

  • Hallo,

    ich finde den Bull Put Spread auch interessant. Wenn man den Spread kauft/verkauft, wird der Break/Even aber nicht sehr weit weg vom aktuellen Kurs liegen (1-3%), damit überhaupt Prämie dabei herausspringt (Vola <20%, Laufzeit: 30-40Tage). Also wird der Break/Even wahrscheinlich mehrmals im normalen Börsen Auf und Ab über-/unterschritten. Sollte man dann wirklich sofort mit rollen beginnen?!?

    Auch ist das komisch mit dem "Margin Call". Ich habe ein Konto ohne Margin. Kann trotzdem durch den Broker einfachso verkauft werden? Verlust ist doch durch den LongPut gedeckelt. Oder erkennt der Broker nicht, dass die beiden Optionen zusammen gehören?!? Das könnte nämlich fatale Folgen haben. Wenn das Underlying stark fällt und der Broker den SP "teuer" zurück kauft und der Kurs anschließend wieder stark steigt und ich nur verspätet den LP "zu einem schlechten Kurs" zurückkaufen kann, dann ist der vermeintlich gedeckelte Verlust größer geworden als anfangs angenommen. Der Broker sollte also tunlichst vermeiden in Aktionismus zu verfallen, da er gar nicht weiß, was für eine Strategie läuft. (Es sei denn es handelt sich um ein Margin-Konto.)

    Oder liege ich da falsch?

    • Hallo Soba,

      Es kommt immer darauf an welche Underlyings du gerade wählst. generell finde ich Vertical Spreads eher bei hochpreisigen Aktien interessant, da sonst die Prämie viel zu klein ist.

      Ob das in einem Cash-Konto auch so funktioniert weiß ich leider nicht gar. Du hast mit deiner Aussage natürlich vollkommen recht. Vielleicht darf man die Spreads auch nur eingehen wenn genug Cash zur Ausübung da wäre? ich weiß es leider wirklich nicht.

      mfG Chri

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