Wir versuchen den Optionshandel zu automatisieren

Mein Artikel darüber, was ihr in Zukunft lesen oder machen wollt hat gleich etwas sehr interessantes zustande gebracht. Ich habe nebenbei erwähnt, dass ich meinen Handel automatisieren möchte. Gleich darauf hat sich Swen die Arbeit gemacht und einen Thread in unserem kostenlosen Forum aufgemacht. (habe das Thema in einen Extra-Bereich verschoben)

Heute möchte ich einfach einmal fragen, wer sich alles damit auseinander setzen möchte. Ich persönlich glaube, dass so ein Tool einen sehr großen Mehrwert bieten kann. Natürlich muss man da aber viel Arbeit und Zeit und eventuell auch viel Geld hinein stecken. Es werden sich mehrere Programmierer darum kümmern müssen, und wir werden eine lange Zeit optimieren müssen um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Ich habe schon die ein oder andere Idee wie wir das ganze aufziehen könnten. Swen und auch einige andere hatten bereits sehr gute Ideen, dafür ein Dankeschön! Gemeinsam wollen wir eine Lösung finden, um vorerst eine einfach Strategie zu automatisieren. Zuerst soll dieses Tool Einstiege in Trades aufzeigen, um zu kontrollieren ob die Rendite nachhaltig ist. Wir werden das ganze natürlich ausführlich testen.

Später wenn alles gut laufen sollte könnten wir die Trades automatisch eröffnen, schließen oder sogar rollen lassen. Davon sind wir aber noch sehr sehr SEHR weit entfernt. Es soll ein Automatismus geschaffen werden, der über Jahrzehnte hinweg stabile Renditen erwirtschaftet. Natürlich wird dieses System dann laufend überwacht, ob es auch das macht, was es machen soll.

Wie wäre die Rückmeldung für etwas?

Generell geht es aktuell darum, zu wissen, ob so ein automatischer oder teilautomatischer Handel überhaupt auf Interesse stößt. Wie schon gesagt: Die Programmierung und Aufbereitung der Daten wird uns einiges an Geld kosten.

Aus diesem Grund können wir später, falls wir hier wirklich eine sehr gute Programmierung hin bekommen, das auch nicht kostenlos zur Verfügung stellen. Wir brauchen auch laufend Daten von anderen externen Anbietern.

Mich würde interessieren, ob diese Software später trotzdem für den ein oder anderen interessant sein könnte. Aktuell können wir noch nicht sagen, um welchen Betrag wir das später anbieten können, da es noch zu viele unbekannte Variablen gibt.

Wir würden aber jeden, der uns wirklich mit Rat und Tat zur Seite steht, das ganze dann natürlich dauerhaft verbilligt anbieten, oder sogar kostenlos. Kommt immer auf den Einsatz darauf an, den jeder an den Tag legt.

Würde dich eine Automatisierung des Optionshandel allgemein interessieren?

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Aufruf an die Optionsblogs

Hiermit bitte ich meine Kollegen, die Autoren aller anderen Optionsblogs, sich kurz für dieses Thema Zeit zu nehmen, und ihre Leser fragen, ob so eine Software eher auf taube Ohren stoßen würde, oder ob tatsächlich Interesse besteht.

Um erstmal nur die Blogs aus dem Community-Post zu verlinken:

Ich bitte euch darum eure Leser zu fragen, wie so etwas ankommen würde, welche Ideen sie haben, und ob sie sich im Forum an der Diskussion beteiligen möchten. Ihr könnt einen Beitrag dazu schreiben, oder einen Newsletter aussenden, oder was euch auch immer einfällt. Man könnte schon fast sagen, dass dies eine kleine Blogparade sein könnte. 😉  Ich würde mich auf eine Beteiligung eurerseits sehr freuen. Gemeinsam bekommen wir sicher etwas zustande. Viele Meinungen sind  noch immer das wichtigste Gut in der Finanzwelt. 🙂

Vor und Nachteile einer Software

Die Vorteile liegen für mich persönlich klar auf der Hand:

  • Weniger Zeiteinsatz für das Suchen von Trades
  • Handel auch in meiner Urlaubszeit (natürlich vorausgesetzt die Programmierung ist gut)
  • Befolgung von klaren Regeln
  • Weniger bis keine Emotionen im Handel
  • Optionshandel auch für Leute, die sich nicht mehrere Monate bis Jahre lang in das Thema einlesen wollen (Dieses Statement habe ich schon sehr oft gelesen)

Nachteile einer Software können eventuell sein:

  • Man gibt die Kontrolle ab (und beobachtet nur mehr ob alles so läuft, wie es soll)
  • Ist mit Kosten verbunden

Des weiteren möchte ich erwähnen, dass es keine Strategie ohne Draw Down gibt. Darüber sollte man sich im Klaren sein. Jede Strategie hat seine Vor und Nachteile, wir werden aber alles daran setzen um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen. Der Fokus sollte meines Erachtens immer darauf liegen Kapital zu schützen anstatt extreme Gewinne zu machen.

Optionshandel wird passiv

Einer meiner Träume könnte durch eine Software, die gut genug ist, wahr werden. Da ich eigentlich als Dividenden-Investor angefangen habe, bin ich der Fan von möglichst passiven Einnahme-Quellen. Eine Software könnte dies für uns alle realistisch machen. Dividenden-Einnahmen sind passiv, bringen aber in der Regel zuwenig Return. Optionshandel bringt bewiesenermaßen mehr Geld herein, ist aber nicht passiv.

Durch eine extrem gute aber auch aufwendige Programmierung könnte man einen mehr oder weniger passiven Einkommensstrom aus dem Optionshandel erzeugen. Für Jeden!

Der erste Schritt wird jetzt einmal sein, so viele Meinungen wie möglich einzuholen, ob so ein Vorhaben überhaupt gut ankommen wird. Für mich und 2-3 andere Optionshändler wird sich die Programmierung nicht auszahlen.

Ich freue mich auf jede erdenkliche Meinung! Ich bitte euch darum den Bereich im Forum zu verwenden um alles zusammen zu tragen. Ihr könnt in diesem Bereich auch gerne eigene Threads eröffnen.

mfG Chri

25 Kommentare

  • Hallo Chri,

    Das klingt super interessant, ich kenne mich zwar nur mit der Theorie und den Basics der Optionen aus, möchte aber dennoch meinen Senf dazu geben. Eventuell auch technische Fragen/Anregungen die für alle interessant sind, die dann am Projekt arbeiten.

    1. Da das Programm alles automatisiert ausführen soll, wie ist hier die Anbindung? Mittels einer API oder ähnlichem, da müsste man je nach Broker/Bank andere Möglichkeiten haben. Oder soll das vorerst dann nur mit bestimmten Brokern/Partner funktionieren?

    2. Wird ein Benutzer selber Trigger setzten die zum ausführen der bestimmten Tätgkeiten führen oder bestimmt ihr standardmässig Value X. Oder ist dies optional verfügbar für die Profis.

    3. Wie soll dieser Service funktionnieren, soll es eine Cloudbasierende Plattform sein die 24/7 läuft oder muss der User das Programm auf seinem PC laufen lassen. So oder so wird schlussendlich irgend ein Backend benötig. Da hier mit echtem Geld der Kunden gearbeitet wird (es fliesst nicht in deine Kasse), aber sie profitieren oder machen je nach dem Verluste mit diesem Programm. Muss die Verfügbarkeit der Systeme gewährleistet sein, das ist dann auch ein Punkt der für rechtliche Absicherung da ist. Stichwort Redundanz, Backups, Warmstabdy, Failover, Replikation etc.

    4. An sich kann man statt einer Bezahlversion auch eine Provisions version machen, das bedeutet e nach Umsatz (monatlichem Gewinn der einzelnen User) kann man X-Prozentsatz einbehalten bzw. als Gebühr verrechnen. So können Anfänger wie ich auch direkt Einsteigen ohne hohe Betriebskosten 🙂 Aber das kommt dann erst viel später wenn man entscheidet wie das Programm/Lizenzen verteilt werden soll.

    5. Wenn das wirklich was wird, dann muss jemand (oder mehrere) Fulltime hinter diesem Programm stehen. Das bedeutet ein Support muss da sein, wenn Probleme da sind oder etwas nicht ordnungsgemäss funktionieren sollte.

    Das sind jetzt so die ersten 5 Dinge die mir sponatan zu diesem Projekt einfallen. Ich finde die Idee genial!

    Grüsse
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      danke für Deine Fragen und Anregungen.
      Lass mich direkt darauf antworten. Ausserdem würde ich die gerne ins Forum kopieren, ich hoffe, dass ist ok für Dich ?

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      1. Da das Programm alles automatisiert ausführen soll, wie ist hier die Anbindung? Mittels einer API oder ähnlichem, da müsste man je nach Broker/Bank andere Möglichkeiten haben. Oder soll das vorerst dann nur mit bestimmten Brokern/Partner funktionieren?
      ####

      Ja, sowas geht eigentlich nur über API. Natürlich sind auch kleinere „Umwege“ denkbar, aber für den
      Anfang ist API die einzig stabile Lösung.
      Daher wird es erstmal IB sein müssen. Die haben eine sehr umfangreiche und gut dokumentierte API.
      Ob man das später auch mit anderen Brokern macht, hängt im Endeffekt von deren Kooperatiosnwillen ab. Es wird darauf hinauslaufen, dass man dann direkt Gespräche dort führen…aber davon sind wir aktuell Welten entfernt 😉

      ####
      2. Wird ein Benutzer selber Trigger setzten die zum ausführen der bestimmten Tätgkeiten führen oder bestimmt ihr standardmässig Value X. Oder ist dies optional verfügbar für die Profis.
      ####
      Es wird beides gehen. Der User kann natürlich überall eingreifen bzw. vorher bestätigen, wenn er das möchte.

      ####
      3. Wie soll dieser Service funktionnieren, soll es eine Cloudbasierende Plattform sein die 24/7 läuft oder muss der User das Programm auf seinem PC laufen lassen. So oder so wird schlussendlich irgend ein Backend benötig. Da hier mit echtem Geld der Kunden gearbeitet wird (es fliesst nicht in deine Kasse), aber sie profitieren oder machen je nach dem Verluste mit diesem Programm. Muss die Verfügbarkeit der Systeme gewährleistet sein, das ist dann auch ein Punkt der für rechtliche Absicherung da ist. Stichwort Redundanz, Backups, Warmstabdy, Failover, Replikation etc.
      ####
      Na ganz klar: Mit einem alten 486 zuhause im Wohnzimmer wird das nichts.
      Es wird so sein müssen, dass sich die Kunden einen eigenen VPS (VirtualPrivateServer) anmieten und das Programm dort läuft. Damit ist dann eine höchstmögliche Ausfallsicherheit gegeben.

      ####
      4. An sich kann man statt einer Bezahlversion auch eine Provisions version machen, das bedeutet e nach Umsatz (monatlichem Gewinn der einzelnen User) kann man X-Prozentsatz einbehalten bzw. als Gebühr verrechnen. So können Anfänger wie ich auch direkt Einsteigen ohne hohe Betriebskosten 🙂 Aber das kommt dann erst viel später wenn man entscheidet wie das Programm/Lizenzen verteilt werden soll.
      ####
      Provisionsbasis wird schwierig. Denn dann wird es Finanzdienstleistung und das bedeutet BAFIN.
      Aufgrund der monatlichen Fixkosten muss das Konto tatsächlich eine bestimmte Größe haben,
      damit es Sinn macht.
      Aber zur Höhe der möglichen Kosten können wir im Moment noch absolut nichts sagen. Von daher macht es wenig Sinn, das jetzt zu detailiert zu thematisieren.
      Fakt ist: Ein vernünftiger Windows-VPS kostet um die 20 Euro pro Monat, evtl. ivolatility-Abo für 20 Euro. Dann noch ein Screening-Service, ca. 10 Euro. Sind wir schon bei 50 Gesamt.
      OHNE unser Programm…

      ####
      5. Wenn das wirklich was wird, dann muss jemand (oder mehrere) Fulltime hinter diesem Programm stehen. Das bedeutet ein Support muss da sein, wenn Probleme da sind oder etwas nicht ordnungsgemäss funktionieren sollte.
      ###
      Ja, keine Frage. Wenn der Bedarf da ist, kann es das alles geben…
      Es bedeutet schon Fulltime, dass Programm zu konzeptionieren und dann zu entwickeln…

      Schöne Grüße,
      Swen

  • Ciao Cris,

    I like the idea of a BOT working for me, but I see this task as quite difficult to grasp without committing serious amounts of money. I have a friend in the UK who programs neural networks associated to trading and he’s part of a team of several professional programmers.

    There is a matter of investment strategy to consider. The way I am using options at the moment is to supplement dividend gains, here we would be switching to active trading, and normally trading on options is not convenient because of high commissions, I would expect a bot to pass 100+ trades a day like traders do on currencies and raw materials.

    That said I already use automatic calculations to place in GTD orders on some trades, but I never use automatic calculations to enter a trade, although I guess one could come out with an equation to decide that too…

    In terms of planning of such program (the set of rules to be used) I can certainly give you my contribution, if needed, once the „equation“ is set, it’s easier to understand where to buy data from (IB could be a source) and only then you can ask a programmer to put it all together. of course the latter 2 points are not going to be free, but if we can come up with a decent „model“ then it will be easier also for us to understand if this is a platform that has a „meaning“ to finance.

    The bot can be left working overnight and funded as you would transfer money to an account that works on the algorithm to place orders.

    How do we go from there? Maybe a post of a forum (in english) where we can start throwing ideas, a shared file on Gdrive to come up with a workflow and a set of rules.

    Ciao ciao
    Stal

    • Ciao Stal,

      I think it doesnt make sense to make 100+ trades a day, like you said. The comissions are too high.
      I only think it will make sense to create a a „simpel“ option trading strategy thats works more „mechanic“.
      This would open trading options for everyone, even if they dont have time to learn all the things by their own.

      Swen knows someone who tries to make a program possible.
      Yes, we can start an egnlisch post in the forum. Feel free to make the first step.

      best regards
      Chri

  • hallo chri,

    Ich finde die Idee super.
    Ich kann leider nur als Kunde mit Geld einspringen, besser gesagt anlegen.
    Wir hatten es ja schon darüber.
    Deine Variante wäre aber ein Weg in die richtige Richtung.
    lg Dieter

    • Hallo Dieter,

      Ja, ich denke sogar, dass diese Richtung der bessere Weg wäre, da sich nicht ein Typ um hunderte Konten kümmern kann.
      mfG Chri

    • Hallo Dieter,

      Du kannst sicher auch gerne schon als ein „Löwe“ bei uns einsteigen,
      wenn wir in die konkrete Entwicklungsphase gehen 😉

      Schöne Grüße,
      Swen

  • Hallo Chri,

    also ich habe die Diskussion im Forum bereits mit Spannung verfolgt. Ist so was möglich? Auf den Fall, immerhin sind die Market-Maker auch nichts anders als Automaten. Also technisch sollte so etwas eigentlich machbar sein.

    Für mich ganz persönlich würde das im Moment fast nur Probleme lösen, die ich nicht habe. Das mag je nach Erfahrung und Kontogröße natürlich ganz anders sein.

    Ein wichtiger Punkt, Ihr könntet komplett „auf Autopilot“ Optionsrenditen für mich erwirtschaften, ohne das ich mich mit dem Thema beschäftigen muss. Wenn ich daran denke wie viel Zeit ich schon verwendet habe um in die Materie wirklich einzusteigen und wie viel mich das noch kosten wird, durchaus verlockend.

    Allerdings schwimmen da für ich womöglich zwei riesige dicke Haare in der Suppe. Das Erste, sollte es wirklich so einfach sein, wieso wird das nicht schon gemacht? Ich muss mich fragen, ob da noch irgendwo ein Haken ist den ich noch nicht sehe. Das zweite Haar, sollte Euer Kunde relativ unbedarft sein und nur den Automat traden lassen, geht was womöglich in Richtung Finanzdienstleistung und da hat man dann schnell die Finanzaufsicht an der Backe. Das könnte hässlich werden. 🙁

    Siehe auch, Jens Rabe über die Verwaltung von Fremdgeldern: https://www.youtube.com/watch?v=MWu9ktsm7vM

    Generell muss ich sagen, dass für mich zur Zeit nicht das Problem ist, das mich der Optionshandel zu viel Handarbeit kostet. Hier irgendwas zu automatisieren würde mich nicht weiter bringen. Mein Problem ist eher, ich finde kaum retable Trades. Sprich ich habe kein Problem mit dem Doing, sondern ein Problem mit der Strategie.
    Daraus folgt, ich suche Strategien die mich weiter bringen, gehandelt bringe ich dasss dann schon selber wenn die Regeln klar und die Strategien rentabel sind.

    Und weiterer Punkt, mein Konto ist viel zu klein als das ich in absehbarer Zeit an einen Punkt komme, dass ich so viele Trades aufsetzten könnte, dass ich das nicht mehr bewältigen kann. Mein Problem ist also auch hier nicht das Doing, sondern das verfügbare Kapital.
    Daraus folgt, ich würde zusätzliche Gebühren nur dann akzeptieren wenn das mein Trading und meine Rendite signifikant verbesser, oder eben fürs Trading unvermeidbar ist.

    So und dann kommen wir zu einem anderen für mich extrem wichtigen Punkt, ich habe mir sofort die Frage gestellt, ob Ihr den Gaul nicht von hinten aufzäumt. Für mich muss es als erstes eine Strategie oder ein Strategie-Portfolio geben das getestet zuverlässig funktioniert. Dazu gehört sehr viel Wissen über und Erfahrung mit den Märkte und dem Handel. Und zwar auf Profi-Niveau. Erst wenn diese Grundvorraussetzung geschaffen ist, dann wäre für mich der Punkt erreicht, an dem man weitere Energie nutzen könnte automatierung zu schaffen.

    Und da kommt für mich die Gretchen-Frage, hat irgend jemand hier in der Community wirklich vieljähriges Profiwissen? Hat jemand Strategien zur Hand, die sich für eine Automatisierung eignen und deren Zuverlässigkeit mittels umfangreichen Backtest mit historischen Daten eine Reihe von Jahren auch verifiziert wurden?

    Zumindest Du Chri, bist doch auch erst Fortgeschrittener, oder? Du bist doch auch eher noch am testen was wirklich funktioniert, wie Du Dein Money- und Risikomanagement optimal gestaltest, etc.. Und ich habe das Gefühl hier in der Community sind viele erst eine Reihe von Monaten oder maximal wenige Jahre dabei.

    Somit steht für mich klar im Fordergrund das ich meine Energie und meine Finanzmittel vor allem drauf verwenden möchte genug Wissen und Erfahrung zu sammeln, um einen möglichst stabilen Cashflow unabhängig von der Marktsituation zu erzeugen. Das Aufsetzen und Ausführen einfacher Handelsstrategien bekomme ich dann gerade noch hin, eine Automatisierung bietet da für mich viel zu wenig Mehrwert.

    Was mich aber interessieren würde ist zum einen eine Quelle für die IVR. Wie ein Damokles-Schwert baumelt über meinem Kopf die Gefahr das plötzlich der Zugriff auf Dough nicht mehr möglich ist. Es gibt meines Wissens kaum Quellen für die IVR, schon gar nicht Marktbreit. Dafür würde ich bei einem angemessenen Preis auch durchaus bezahlen.

    Zum Anderen denke ich, das für mich die Automatisierung, wenn dann eher bei komplexen Strategien hilfreich sein könnte. Ich bin da erst ganz am Anfang, aber ich habe da schon einiges gesehen. Da wird ganz genau das Risiko-Chance-Profil auf Grundlage von Wahrscheinlichkeiten justiert. Das ist aber nicht nur ein komplexes Regelwerk das man erstmal im Griff haben muss, nein teilweise ist es noch ein rechtes Gefummel bis die richtigen Optionskombinationen gefunden wurde. Würde das der Automat übernehmen, der das Regelwerk quasi genau kennt, wäre das eine echte Erleichterung.

    Sorry das ich mal wieder den Miesepeter spiele, aber vieleicht bin ich schon zu alt Probleme nur aus Lust an der Problemlösung anzugehen. Wenn ich Energie oder Geld in etwas stecke muss ich einfach einen planbaren Mehrwert erkennen, sonst lasse ich es.

    Bye
    Opti

    • Hallo Opti,

      Erstmal ein großes Danke an dich für deinen ausführlichen Kommentar!
      Verstehe deine Punkte nur all zu gut. Möchte aber trotzdem darauf eingehen. 🙂

      Ich komme aus der Technik, bin Automatisierungstechniker, und weiß dass so ziemlich alles möglich ist. Daran sollte es nicht scheitern.

      Aktuell habe ich noch keine Software gefunden, die so etwas anbietet, sonst würde es eventuell schon selbst testen und Geld investieren, da ich von Natur aus Neugierig bin. Es gibt bereits sehr viele solcher Systeme für den Forex-Markt zum Beispiel.
      Da ist es aber auch nicht so schwer solche Programme zu schreiben. Optionshandel ist eben ein anderes Kaliber, da man viel mehr Variablen hat, die es zu berücksichtigen gilt, Die Prämie, die Vola, die Griechen, die verschiedenen Strikes, und und und.

      Thema Finanzdienstleistung sollte kein Problem darstellen, da will ich aber nicht zu viel verraten, nur dass ich an diesem Problem schon seit Jahren arbeite 😉

      Thema viele Trades aufsetzen: Meiner Meinung nach geht es niemals darum soviel Trades wie möglich aufzusetzen, sondern um Geld zu verdienen, und da genügen einige wenige pro Monat. Die richtigen Trades finden muss man aber mal. Die größte Arbeit ist für mich die Recherche der Basiswerte bei meiner aktuellen Lieblingsstrategie. Diese muss es aber nicht sein, wenn ich weniger Emotionen im Handel habe, zum Beispiel durch eine Software.

      Ich sagte bereits, dass wir noch sehr sehr sehr weit entfernt von einer Fertigstellung so einer Software sind, so etwas passiert auch nicht von heute auf morgen, sondern wird Monate bis Jahre dauern. Aus diesem Grund würde ich gerne so früh als möglich damit beginnen, um später eine Software zu haben, die ich persönlich verwenden kann.

      Die Quelle für den IVR gibt es bald, soweit ich weiß. Martin hat da zuletzt ein Tool gebastelt, oder ist gerade dabei so etwas zu basteln, weiß gerade nicht, wie da der aktuelle Stand ist, aber auch ich bin gespannt, was er da hin zaubert.

      Klar sehe ich das wie du, dass wir alle jeden Tag weiteres lernen können, aber das wird sich auch in 20 Jahren nicht ändern. Es gibt immer etwas zu lernen, und ich würde mich selbst niemals als Profi bezeichnen. Ich würde gerne ein Tool basteln und es mal im Papertrade laufen lassen für einen langen Zeitraum. Crashzenarien müssen simuliert werden, aber da sehe ich eigentlich kaum schwarz. Es gibt genug Studien, und ich kenne einige Optionshändler die die größeren Krisen der letzten Jahrzehnte auch mit dem Optionshandel mitgemacht haben, diese können wir natürlich ins Boot holen. Im Endeffekt hat es denke ich so ziemlich alles schon gegeben am Markt, diese Informationen können wir uns zu Nutze machen.

      Den nächsten Absatz habe ich wieder gelöscht, dafür ist es noch zu früh, so etwas heraus zu rücken. 😉

      Das Regelwerk muss genau definiert werden, da hast du einen guten Punkt angesprochen. Ich glaube aber, dass hier weniger einfach mehr ist. Ich könnte mir auch vorstellen, vielleicht sogar nur einen Basiswert handeln zu lassen, und diesen marktneutral mithilfe der Wahrscheinlichkeiten aber „perfekt“ zu handeln, immer und immer und immer wieder.

      Danke für deine Meinung, die hier einen guten Mehrwert bietet!
      Freue mich auf weitere Diskussionen mit dir!
      Du bist so irgendwie mein Gegenpol im Optionshandel. Du zeigst immer alles auf, was nicht funktionieren wird, und ich werde dir immer sagen, dass alles funktionieren wird, wenn man hart genug daran arbeitet. Ich denke wir ergänzen uns ganz gut 😉

      mfG Chri

      • Hallo Chri,

        nun so wirklich gerne gebe ich ja nicht den Bundesbedenkenträger. Ich findet es grundsätzlich wenig hilfreich gegen etwas zu sein, besser ist es für etwas zu sein, nur das bringt einen weiter. Nur leider triggerst Du mich immer mal wieder. Ich bin aber gerne Dein Sparringspartner wenn das hilft. 😉

        Eine sachlich geführte Diskussion erweitert meistens den Horizont aller Beteiligten.

        Was das Geld verdienen betrifft gebe ich Dir recht. Was die wenigen großen Trades betrifft dagegen eher nicht. Ich bin eher konservativ und risikoavers. Jedes weitere Jahr an der Börse und so mehr ich erreicht habe, um so stärker wird dieser Impuls. Ich bin schon bei Aktien ein großen Fan von starker Diversifikation. Und bei Optionen finde ich für mich das Konzept „Trade small, trade often“ elementar.
        Es mag sein, dass ich damit etwas Rendite liegen lassen, aber ich bin gerne auf wirklich alles vorbereitet. Und wenn ein Extremereignis (so unwahrscheinlich das auch immer sein mag) mich um einen langen Zeitraum zurückwerfen oder sogar mein Konto vaporisiert könnte, ist mir das persönlich zu viel Risiko. Das bin ich eigentlich nicht bereit einzugehen. Entsprechend richte ich meinen Handel aus und das lässt mich auch gut schlafen.

        Wer ambitioniertere Ziele hat, dem sei dann auch die höhere Rendite gegönnt. 🙂

        Bye
        Opti

        • Hallo Opti,

          So war das gar nicht gemeint. Ich dachte nicht an wenige große Trades, sondern an eine überschaubare Anzahl von kleinen Trades. Ich teile die Meinung von tastytrade: trade small, trade often!
          Aber ich denke wir beide habe eine andere Interpretation davon.
          Für mich macht Trading nur des Trading-Willens keinen Sinn. Ich möchte nicht hunderte Trades pro Monat handeln lassen, ich denke dass 20-30 Trades im Monat durchaus ausreichen.

          Ich habe nie geschrieben, dass ich nach so viel Rendite strebe, dass mir das Risiko viel zu groß wird. Ich möchte auch gut schlafen, und das tue ich auch.
          Aber ich denke nicht, dass gar tausende von monatlichen Trades zum Ziel führen, da sollte man sich eher zum Hochfrequenzhandel hingezogen fühlen, dafür sind Optionen meiner Meinung nach nicht geeignet.

          mfG Chri

          • Hallo Chri,

            nun dann meinen wir das gleiche und haben uns nur falsch verstanden. Handeln des Handels willen macht für mich auch keinen Sinn. Ich

            verfolge aber mit einer gewissen Irritation was mache Leute für Risiken bei einzelnen Trades in Kauf nehmen. Das wäre nicht meines.

            Bye
            Opti

  • Hallo Chri,

    wie wir eh schon mal ganz kurz besprochen haben, habe auch ich mich mal kurz mit dem Gedanken eines automatisierten Handels beschäftigt. Ich war damals mit einem Forex-Händler in Kontakt der sich ein (laut seiner eigenen Aussage „einfaches“) System programmiert hat, dieses Tag und Nacht auf einem gemieteten Rechner laufen ließ und damit Geld verdient hat. Klang einfach und nicht mit vielen Kosten verbunden. Ich wollte sowas ähnliches natürlich dann auch machen, bin aber schon bei der API Anbindung gescheitert.
    Also meiner Meinung nach sind die meisten von uns hier imstande ein geeignetes Regelwerk zu entwerfen. Und wahrscheinlich wird es auch einige geben die sich mit Programmierung auskennen. Einfache Dinge kann man natürlich auch selbst entwerfen – ich habe mir auch etwas in ProRealtime geschrieben was mir Tag für Tag geeignete Werte ausspuckt. Aber das ganze mal Backzutesten und in weiterer Folge eben an Interactive Brokers oder einen andern Anbieter weiterzuleiten und damit automatische Käufe und Verkäufe auszulösen – das kann ich eben nicht. Ich kenne einen Programmierer den ich auch mal fragen kann wie das aus seiner Sicht aussieht. (der kennt sich aber Nüsse mit Optionen usw… aus).
    Des weiteren möchte ich für meinen Teil in keine Blackbox mein Geld stecken.
    Sprich – ich möchte von Anfang an genau wissen nach welchen Regeln da gehandelt wird und auch durchaus meinen Teil dazu beizutragen. Also sowohl finanziell als auch mit den Erfahrungen die ich bis jetzt gemacht habe. Beispiel: ich habe eine ganz einfache Strategie auf den SPY welche Monat für Monat Geld abwirft, welche absolut nicht viel Arbeit macht, die man aber wohl auch gut automatisieren könnte.
    Kurz gesagt: ich bin dabei 😉
    lg
    Hari

    • Hallo Hari,

      hört sich alles sehr interessant an. Programmierer haben wir bereits an der Angel. Es wird überprüft ob unser Vorhaben generell machbar ist, wovon ich ausgehe.
      Ist klar, ich möchte mein Geld auch nicht in eine Blackbox stecken, wird dann eben transparent kommuniziert. Vielleicht kann man sich dann in weiterer Folge die Strategie auch aussuchen, beziehungsweise selbst basteln durch diesen Automatismus.

      Ich bin auch der Meinung, dass wir ein geeignetes Regelwerk entwerfen können, da sehe ich keine Probleme.
      Freut mich, dass du dabei bist! 🙂 wird eh schon Zeit, dass wir uns jetzt mal treffen. Wann hast du mal Zeit?

      mfG Chri

  • Jetzt mal ganz allgemein gesprochen liegt die „Roboterisierung“ der Finanztechnologien im weitersten Sinne ja schwer im Trend. Siehe die ganzen FinTechs, die aus dem Boden schießen. Leider habe ich speziell von der technischen Seite viel zu wenig Ahnung inwiefern as Projekt umsetzbar ist, da vertraue ich ganz auf Chri und die Programmierer ;-). Je nachdem wie groß das ganze angelegt werden soll – es schwingt ja bereits ein wenig „StartUp“ Gedanke durch die Luft – stehe ich natürlich mit Rat und gerne auch Tat zu den finanziellen und organisatorischen Aspekten zur Seite. So gibt es sicher die eine oder andere Förderung, die man an Land ziehen könnte und auch den einen oder anderen potentiellen Investor könnte ich vielleicht für die Sache begeistern. Und als (zunächst Klein-)Investor würde ich mich natürlich auch bereit erklären ;-).

    • Hallo K0si,

      Technisch gesehen ist das sicher alles kein Problem. Für jedes technisches Problem gibt es eine Lösung.
      Bei den organisatorischen Aspekten vertraue ich da auf deine Fähigkeiten 🙂

      mfG Chri

  • Hallo zusammen!
    Ich lese hier seit geraumer Zeit immer mal wieder mit, aber bisher eher passiv. Das muss ich jetzt mal ändern!
    Ich habe die letzten Jahre sehr viele Dinge an der Börse ausprobiert (und viel Lehrgeld bezahlt) und bin jetzt irgendwie bei Optionen gelandet die ich als sehr vielversprechend erachte um einen stetigen cashflow generieren zu können.
    Da ich beruflich und privat sehr stark eingebunden bin ist mein Interesse an einem automatisiertem System sehr groß!
    Selbst lese ich mich momentan noch in die Materie ein (aktuell Raabe, gefolgt von Ross) und werde daher strategisch keinen wertvollen Beitrag leisten können. Gerne bin ich aber bereit meinen finanziellen Beitrag zu leisten!

    Gruß
    Sascha

    • Hallo Sascha,

      Freut mich, dass du auch kommentierst 🙂
      Ja, ich habe auch immer mehr um die Ohren, deshalb würde ich persönlich auch gerne etwas mehr automatisieren.
      Bin da also komplett bei dir 🙂

      Wir kommen auf dich zurück, danke 🙂

      mfG Chri

  • Moin Moin,

    das ist mal ein Projekt! Ich bin da aber raus. Ich habe zu schlechte Erfahrungen mit automatisierten Handel gemacht. Die Überwachung der System dauert meist genausolange, wenn nicht länger, wie den Trade direkt aufzugeben. Da ich den Markt nicht scanne und einfach alle 2 bis 4 Wochen die gleichen Einkommenstrade aufsetze, ist für mich die Argumentation der Zeitersparnis nicht gegeben.

    Bin gespannt was ihr aus dieser Idee macht!

    Beste Grüße
    Axe

    • Hallo Axe,

      Okey, verstehe.
      Welche automatischen Handelssysteme hast du bis jetzt genutzt?

      Wir bleiben auf jeden Fall mal dran 🙂

      mfG Chri

      • Moin Chri,

        zu meinen CFD Zeiten habe ich mir mal welche programmieren lassen. Leider war es immer wieder das gleiche Ergebnis. Im Backtest unschlagbar und im Live Trading haben dann Slippage und/oder System-und Programmierfehler oder Ausfälle nicht nur die Performance verhagelt sondern auch ganze Depots geschrottet! Wenn man selbst kein Profi bei der Programierung ist und sich auf die „Blackbox“ verlassen muss, fühle ich mich nicht mehr wohl. Wie gesagt geht so ein System einmal „Out of control“ und schaltet nicht wie geplant ab, dann siehst Du zu wie Dir Dein Konto vernichtet wird.
        Wie immer nur meine Erfahrung. Wenn es funktioniert und eine Garantie für oben genannte Kontovernichtungsfehler gegeben werden können, spannend!

        Bei der Suche nach einfachen funktionierenden! Systemen bringe ich mich gern ein. Letztendlich zeigen meine Ergebnisse ja „Live Backtesting“ Resultate. Also wenn dann ein Regelwerk automatisiert werden soll/kann stehe ich gern zur Verfügung.

        Beste Grüße
        Axe

        • Hallo Axe,

          Danke für deine ehrliche Antwort. Ja, das sollte natürlich nicht passieren!!!
          Wie können Ausfälle das Depot schrotten?
          Aber ich verstehe jetzt sehr gut, warum du gegen eine Programmierung bist. Hast wohl ein sehr schwarzes Schaf erwischt.

          Wie schon gesagt: Die oberste Priorität sollte es sein, kein Geld zu verlieren.

          mfG Chri

  • Moin Chri,
    auf jeden Fall eine interessante Idee!
    Ich habe defnitiv zu wenig Ahnung von der Materie, um hier helfen oder mir auch nur eine schlüssige Meinung bilden zu können.

    Grundsätzlich finde ich Automatisierungen gut. Habe aber ne Abneigung gegen alles was Gebühren kostet (ist nicht rational, zumal es Zeit und somit wiederum Geld sparen kann, aber ist so) und bei manchen Dingen habe ich lieber die Kontrolle.

    Ob das beim Optionshandel auch so ist kann ich naoch lange nicht sagen. Stecke da viel zu wenig drin.

    Wünsche aber alles Gute mit der Idee und werde sie verfolgen. Irgendwann bin ich vielleicht auch in der Lage einen sinnvollen Beitrag zu leisten 😉

    Beste Grüße
    Vincent

    • Hallo Vincent,

      Danke für deine Meinung.
      Die Kontrolle wird man ja trotzdem haben. Ich persönlich würde mir sogar wünschen, dass sich jeder seine Strategie im weiteren Schritt selbst basteln könnte.

      Auf jeden Fall gefällt mir der Gedanke der Automatisierung, und ich werde so ein Tool selbst nutzen wollen.

      mfG Chri

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