Mein aktueller Stand im CFD-Handel

Einige hier wissen ja schon, dass ich mich jetzt schon ein paar Monate mit dem Thema Forex- und CFD-Handel beschäftige. Heute will ich einmal ein kurzes Statement abgeben, wie so der Stand bei mir ist, ob ich weiter komme, oder ob sich das ganze im Sand verläuft.

Heute schreibe ich diesen Artikel um mich auch selbst ein wenig zu überprüfen und mit zu schreiben, wie ich mich im Laufe der Zeit so mit neuen Herausforderungen anstelle. Neue Herausforderungen sind aber relativ zu betrachten, da ich ja an der Börse bleibe. Man könnte also sagen, dass ich mich einfach ununterbrochen weiterbilde am Finanzmarkt.

 

Der Start

Vor sehr langer Zeit habe ich mir schon “Das große Buch der Markttechnik: Auf der Suche nach der Qualität im Trading” bestellt. Ich habe es damals direkt angefangen zu lesen, aber bis jetzt noch nicht zu Ende gelesen leider. Ich schmöckere immer wieder drin wenn ich etwas Zeit finde. Das Buch ist verdammt gut geschrieben, und hat mich wohl etwas in die Richtung gelenkt wo ich mich jetzt befinde.

 

Im November 2017 habe ich mich dann dazu entschieden mich etwas weiter noch in die Chart-Technik ein zu arbeiten. Diesen Schritt habe ich über eine Firma gemacht, welche es sich zur Aufgabe macht, Menschen wie Dir und mir das Forex-Trading bei zu bringen. Ich würde sagen, dieser Schritt hat sich in vielerlei Hinsicht bereits gut ausgezahlt. Das beste was mir bis jetzt dadurch passiert ist, sind sehr wertvolle Kontakte in dieser Szene. Hochprofitable Trader, mit denen ich mich austauschen und um Rat bitten kann, wenn ich welchen benötige. Diese Menschen zeigen auch jeden einzelnen Tag, dass gewisse Dinge möglich sind, die ich selbst früher für unmöglich gehalten hätte. Mittlerweile weiß ich es glücklicherweise besser, und erziele an vielen Tagen auch schon sehr gute Ergebnisse.

 

Die Grundlagen

In den ersten Monaten ging es also darum, mir die Grundlagen am Forex-Markt an zu eignen. Ich muss gestehen, dass ich Anfangs überhaupt keinen Plan davon hatte, obwohl ich schon mehrere Jahre an der Börse aktiv war. Erstmal musste ich also lernen was Pips und Lots sind, wie man sie berechnet und so weiter. Wie setze ich den Stop Loss richtig nach den Lehren der Markttechnik, und wann schließe ich meine Trades im Gewinn. Dies sind noch immer die größten Herausforderungen für mich.

 

Neben diesen sehr grundlegenden Dingen musste ich mich auch erstmal in verschiedene Indikatoren einarbeiten. Man kennt die meisten der angewandten Indikatoren durchs Hören-Sagen, allerdings ist mir aufgefallen, dass man eigentlich nichts drüber weiß, wenn man sich nicht speziell darauf schult. Viele Indikatoren werden missverstanden, falsch angewandt und nicht in dem Maße genutzt, wozu sie eigentlich da sind.

 

Das Einzeichnen von Support- und Resistance-Zonen stellt auch bis jetzt noch eine der schwierigsten Übungen für mich dar. Hier kann man einfach sehr viel hinein interpretieren. Wenn man sich auf die Suche nach diesen Zonen macht, findet man plötzlich überall welche. Die Kunst besteht darin nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige ein zu zeichnen.

Mittlerweile glaube ich dass erfolgreiches Trading darin besteht, so gut wie keine Indikatoren zu verwenden, sondern einfach darauf zu achten, was der Markt in der Vergangenheit gemacht hat, und was gerade jetzt passiert. So kann man Schlüsse daraus ziehen, und eine Ahnung bekommen, was passieren könnte.

Übung macht den Meister

Nach dem Erlernen der Grundlagen musste ich mich mit zahlreichen Demo-Konten an den Handel wagen. Auch die ersten Echtgeld-Konten habe ich verbrannt, wie jeder andere auch. Mittlerweile handle ich keine Demo-Konten mehr, da ich die größten Fehler vermeiden kann, und mich soweit unter Kontrolle habe, dass ich meine Strategien mit sehr kleinem Risiko handle. Aktuell handle ich mit einem kleinen Vier-stelligen Konto mit 0,01 Lot in den Währungen und 0,1-0,2 Lot in den Indizes (Dax und Dow Jones).

 

Um hier wirklich gut zu werden ist es wichtig, sich an seinen Tradingplan zu halten, das richtige Risiko-Management anzuwenden und wirklich viel Zeit vor den Charts und im Markt zu verbringen. Gerade die Zeit vor den Charts bringt nach einigen Monaten richtige “AHA-Erlebnisse”. Man versteht plötzlich einige Dinge besser und man sieht Dinge, die man vorher einfach nicht bemerkt hat. Teilweise kann man im Nachhinein auch Schlussfolgerungen ziehen, warum gewisse Dinge passiert sein könnten.

 

Viele Rückschläge, aber ich merke eine Verbesserung

Wie schon kurz erwähnt, hatte ich viele Rückschläge durch das Verbrennen einiger Echtgeld-Konten. Jeder der das nicht durchgemacht hat, ist entweder eine eiskalte “Sau” oder lügt ganz einfach. Ich kenne keinen erfolgreichen Trader, der nicht mindestens einmal sein Echtgeld-Konto an die Wand gefahren hat. Aber auch ich lerne aus meinen Fehlern und ich bin froh, dass ich sie gemacht habe.

 

Trading in dieser Form (reine Spekulation) ist ein lang andauernder Entwicklungsprozess. Einer meiner Ausbilder sagte einmal genau das: “Wenn jemand denkt, man könnte in sechs bis zwölf Monaten lernen profitabel Forex zu handeln, der sollte gleich wieder aufhören damit.” Das Wissen hat man schnell gelernt, aber richtig zu traden, und seine Emotionen in den Griff zu bekommen dauert Jahre. Aus diesem Grund schaffen es auch nur die wenigsten langfristig profitabel zu werden. Sie geben einfach zu schnell auf. Das habe ich nicht vor.

 

Langsam aber sicher merke ich, dass ich ruhiger trade, mir ist bewusst, dass ein Trade nicht das Aus des Kontos bedeutet. Meine Gedanken sind bei den nächsten 1000 Trades, nicht bei den nächsten 10. Für mich stellt das schon einen großen Meilenstein dar. Durch das ruhigere Trading hat sich auch mein Konto etwas beruhigt. Es gibt nicht mehr diese krassen Schwankungen nach oben oder unten. Ich mache immer wieder gute Gewinne, verliere dann auch wieder mal ein paar, aber das ist okey. Wichtig ist dass sich mein Mindset in einem stetigen Aufwärtstrend befindet. ;)

 

Abschließend kann man sagen, dass es weiter vorwärts geht, und die nächsten Monaten und Jahre noch viel mehr  gehen wird als ich ursprünglich angenommen habe. Einige meiner Mitstreiter konnten durch das erfolgreiche meistern des Tradings auch bereits ihre Jobs kündigen, und fokussieren sich jetzt nur noch darauf. Die Zeit welche aufgewendet wird, steht einfach in einem günstigeren Verhältnis zum Nutzen, als es in einem gewöhnlichen Job der Fall ist.

 

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden, wenn ihr wollt. Auf den ein oder anderen Kommentar würde ich mich freuen

mfG Chri

7 Kommentare
  1. bautschi
    bautschi sagte:

    Hallo Chri,

    wie immer sehr guter Blogbeitrag.
    Ich hätte auch nie gedacht, was mit Forexhandel alles möglich ist…aber harte Arbeit macht sich immer bezahlt!!!

    Schöne Grüße

    Manuel und Bruder

    PS: Heute war ein sehr erfolgreicher Tag ;-)

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo ihr beiden ;)

      Ja, ich danke euch beiden, dass wir gemeinsam an unseren Zielen arbeiten können. :)

      Freut mich, dass ihr einen weiteren erfolgreichen Tag hattet. :)

      mfG Chri

  2. Alexander
    Alexander sagte:

    Hi Chri,
    ich trade ja auch seit Jahren CFDs mit kleinen Beträgen. Meinen Erfolg bezeichne ich als mäßig bis schlecht, kann aber deine Erfahrungen und auf den Weg, den du bist, nachvollziehen. Inzwischen bin ich auf dem Weg, eine schwarte null zu schreiben. Indikatoren verwende ich fast keine mehr. Mir langt inzwischen ein einfacher gleitender Durchschnitt. Was ich jedenfalls inzwischen “blind” beherrsche ist mein Money und Risikomanagement.

    Viel Erfolg weiterhin

    Alexander

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Alexander,

      Wusste gar nicht dass du CFD handelst? :) Interessant.
      Wie du schon sagst: Die meisten Indikatoren braucht man nicht, Einfache Support und Resistance kann sehr gute Ergebnisse erzielen, wenn das Mindset stimmt.

      Money und Risk Management sind das A und O :)

      Können uns gerne dazu mal austauschen, wenn du möchtest.

      mfG Chri

      • Alexander
        Alexander sagte:

        Hi Chri,
        können wir gerne, aber ich spiele nur etwas mit Rohstoffen und gehe da rein nach dem Chart. Fällt dieser, gehe ich short, steigt er, gehe ich long. Mein Hauptproblem ist, wann nehme ich Gewinne mit? Inzwischen mache ich es so, dass ich nach etwas Gewinn die Hälfte glatt stelle und den SL auf meinen Einstiegskurs setze. Manchmal auch als Trailing SL. Also ziemlich profan.

        Grüße Alexander

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