Optimierungspotential: Dividendentermine im Optionshandel

Es gibt Optionshändler und es gibt Dividendeninvestoren. Ich verwende einen Ansatz der beides kombiniert. In letzter Zeit versuche ich vermehrt meinen Optionshandel zu optimieren, indem ich die Dividendentermine in meinen Handel einbeziehe. Alle die meinen  kostenlosen Trade-Newsletter abonniert haben, müssten gestern Abend gesehen haben, dass ich einen Put auf die Münchner Rück Aktie (MUV2) und einen Put auf die Allianz Aktie (ALV) verkauft habe.

Ich verstehe, dass sich viele Options-Neulinge bei meinem Newsletter angemeldet haben. Bei den meisten steht wahrscheinlich noch nicht genug Kapital zur Verfügung um so teure Aktien handeln zu können. Dennoch hier wieder der Aufruf: Die Idee hinter dem Newsletter ist nicht, dass ihr stur meine Trades nachahmt, sondern, dass ihr überlegt, wie ihr mein Vorgehen für euch nutzen könnt und euch eure eigenen Aktien für euren Handel sucht.

Optimierungspotenzial

Wie schon oben erwähnt versuche ich meinen Handel zu optimieren. Eigentlich ist der Gedanke dazu total einfach. Bisher habe ich einfach Puts auf Dividenden-Aktien verkauft. Wurden mir die Aktien eingebucht habe ich Covered Calls darauf verkauft, bis sie mir wieder ausgebucht werden. Die Dividende hab ich also manchmal bekommen und manchmal eben auch nicht.

Wann bin ich Dividendenberechtigt?

Dividendenberechtigt bin ich wenn ich die Aktien vor dem Ex-Dividenden-Tag gekauft habe. Dies ist der Stichtag für die Berechtigung. Er lässt sich ganz einfach über google finden. Google-Suchfeld: “MUV2 ex dividende”. Ich habe einfach auf das erste Suchergebnis geklickt und bin sofort fündig geworden.

Hier sehen wir, dass das Ex-Dividenden-Datum der 27.4.2017 ist. Meine Puts enden am 21.4.2017. Bei Allianz sieht es ungefähr genauso aus. Was bedeutet das nun für mich?

Mögliche Ergebnisse

Im ersten Szenario steigt die Aktie an. Meine Puts verlieren an Wert und ich könnte sie mit Gewinn schließen. Die nächste Überlegung könnte sein, dass ich einen weiteren Put etwas höher verkaufe, um die Dividende vielleicht trotzdem noch einzusacken. Lasse ich beide Optionen einfach auslaufen verdiene ich an der Prämie 308€. Nett, aber es geht besser.

Im zweiten Szenario fällt die Aktie. Meine Puts werden teurer und ich werde sie nicht schließen, da ich so einen Verlust realisieren würde. Ich würde die Option einfach auslaufen lassen und sichere mir somit die Dividende. Geht es etwas weiter runter in die Nähe der letzten Tiefs, könnte ich mir überlegen einen weiteren Put zu verkaufen. Das Laufzeitende wird dabei aber immer noch vor dem Ex-Dividenden-Datum sein sonst bekomme ich die Dividende dafür nicht. Der zweite Put hat dabei zwei Vorteile. Werde ich hier auch ausgeübt senke ich meinen Durschnittspreis und kann eher wieder Covered Calls verkaufen. Der Vorteil besteht natürlich darin, dass ich die doppelte Dividende erhalten würde.

  • Werde ich bei den ersten Puts ausgeübt verdiene ich an der Prämie und an der Dividende um die 1850€. 
  • Werde ich bei den zweiten Puts ausgeübt verdiene ich zweimal an der Prämie und zweimal an der Dividende. Ich weiß noch nicht wieviel Prämie ich bekommen würde für weitere Puts, aber alleine durch die Dividende würde sich mein Gewinn auf 3400€ summieren. 

Es geht vielleicht noch etwas besser

Der weitere Gewinn der darauf folgenden Covered Calls wurde hier noch nicht berücksichtigt. Habe ich die Dividende eingesackt, werde ich natürlich wieder versuchen solange Calls zu verkaufen, bis mir die Aktien ausgebucht werden.

Was ich auch noch nicht berücksichtig habe: Mögliche Dividendensteigerungen. Bei meinen Recherchen habe ich die Dividende vom Vorjahr herangezogen. Ich gehe davon aus, dass beide Unternehmen die Gewinnausschüttung erhöhen werden. Würde mich zumindest freuen, aber auch wenn nicht werde ich mit dem Ergebnis zufrieden sein. :)

Kleines Rechenbeispiel. Eine Dividendenerhöhung von 6% würde bedeuten, dass ich fast 100 Euro mehr bekommen würde als oben beschrieben.

Fazit

Der Versuch die Dividendentermine etwas genauer zu betrachten und den Optionshandel darauf aufzubauen könnte langfristig Früchte tragen. Zu beachten ist, dass die Münchner Rück und die Allianz nur einmal im Jahr Dividende zahlen. Aufgrund dessen gibt es hier auch auf einmal viel Ausschüttung. Bei US-amerikanischen Unternehmen ist das nicht der Fall. Diese Unternehmen schütten 4x jährlich aus. Der Gewinn bei so einer Strategie ist also einmalig kleiner, dafür kommt er umso öfter, wenn man es durchzieht.

Wenn der Ex-Tag kurz bevor steht, kaufe ich auch ab und zu 100 Stück Aktien durch eine normale Limit-Order. Um darauf genauer einzugehen, gibt es irgendwann einen eigenen Beitrag dazu.

Für all jene, die jetzt wieder glauben, dass ich fahrlässig handle, weil ich Puts auf so teure Aktien verkaufe: Ich handle auf Margin. Das bedeutet, dass ich eine Sicherheitsleistung für die Puts und später für den Kauf der Aktien hinterlege. Meine Margin-Auslastung befindet sich aktuell gut unter 50%. Dennoch finde ich es gut von eurer Seite, dass ihr darüber nachdenkt!

Möchtest du auch Optionen handeln und dir somit ein Stück finanzielle Freiheit holen? Hier kannst du heute noch ein Depot eröffnen. 

Was haltest du davon die Puts so zu wählen, dass sie vor dem Ex-Tag verfallen? Würdest du es genauso machen, oder komplett anders? Freue mich auf Kommentare.

mfG Chri

30 Kommentare
  1. Gustav
    Gustav sagte:

    Interessanter Ansatz, zu dem ich auch schon Überlegungen angestellt habe.

    Als Österreicher steht man bei jeder Strategie rund um deutsche Unternehmen vor dem Problem, dass von der Dividende zu viel Steuern abgezogen werden (Quellensteuer). Das zu viel weist ein Ausmaß von mehr als 10 % der Dividende auf.

    Wenn wie oben 3400€ Dividende bezahlt werden, sind es 340€ zu viel die in Deutschland bleiben.

    Habt ihr Erfahrungen damit, die Steuer von der deutschen Finanz zurückzufordern (das ist etwas kompliziert), oder wäre es überhaupt besser auf US-Titel auszuweichen, wo es aufgrund der praktischen 15 % Quellensteuer erst gar nicht zu zu hoher Besteuerung kommt?

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Gustav,

      Ich lasse das alles meinem Steuerberater machen. Darüber mach ich mir wenig Sorgen. Ich konzentriere mich lieber darauf dass etwas reinkommt, und er kümmert sich drum, dass ich es behalten kann beziehungsweise dass wir was zurückbekommen ;)

      Du hast schon recht, aber dann hab ich noch immer gewaltig viel mehr Einkommen als wenn ich nicht die Dividende bekomme ;)

      mfG Chri

      • Gustav
        Gustav sagte:

        Hallo Chri!

        Na das ist praktisch, nimmt eine Menge Arbeit ab.

        Ich frage mich, ob hier jemand von seinen Erfahrungen mit der Rückholung der deutschen Dividenden-Steuer berichten mag. So quasi aus erster Hand versteht sich :-) Konkret geht es mir darum, ob die deutsche Behörde in eurem Fall einfach einen Depotauszug akzeptiert hat, als Nachweis über die erhaltene Dividende, oder ob eine spezielle Dividendenbestätigung durch den Broker notwendig war. Eine solche kostet bei Interactive Brokers beispielsweise 30 Euro(!) pro Zeile(!), was den Spaß erheblich teuer macht.

        Und ohne Rückforderung diese Rückforderung hätte man 38,875 % Steuer auf die Dividende bezahlt. Je nachdem, wie gut das Rückforderung in der Praxis klappt, lohnen sich deutsche Dividenden oder eben nicht. Im schlimmsten Fall bleiben US-Dividenden, wo von Beginn an nie mehr als 27,5 % besteuert werden, so wie es eben der Idealfall ist.

        Unterm Strich viel Geld, das man sicher nicht so einfach verschenken sollte.

  2. Gustav
    Gustav sagte:

    PS: (hab ich vorher vergessen)

    In eineinhalb Wochen gibts die Dividende von Daimler. Ca. 5 % des Aktienwerts.

    • Josef
      Josef sagte:

      Danke für den Tipp!
      Ich werde bei DAI ausprobieren, bei einer Kurserholung vor der HV einen Call zu verkaufen und dann nach der Zahlung einen Put.
      Das wollte ich eh schonmal testen. Da kommt mir DAI mit knapp 5% grad Recht :-D

      • Gerhard
        Gerhard sagte:

        Deine Überlegung ist gar nicht schlecht. Ich gehe ähnlich vor und versuche – innerhalb des Trendkanals für einen Wert – in oberen Bereich des Trendkanals Calls, im unteren Bereich des Trendkanals Puts zu verkaufen. Meist verdiene ich die Prämie an beiden Enden des Strangles.

  3. Martin Reichelt
    Martin Reichelt sagte:

    Grüß dich Chri,

    grundsätzlich eine gute Strategie in einem Bullenmarkt. Interessant wird es bei großen Korrekturen oder einem Bärenmarkt.

    Aber darum soll es nicht gehen.
    Rollst du deine Puts auch nach oben?

    Also angenommen Allianz würde stärker steigen als gewollt, der Preis des Puts sinkt stark. Dann könnte man doch sogar noch mehr Prämie einsammeln, wenn man den Put nach oben Richtung Kurs des Basiswertes rollt.

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Martin,

      Ja, hab ich doch oben geschrieben, dass ich den Put vielleicht zurückkaufe und eventuell noch einen verkaufe. Also wird der einfach nach oben gerollt. Kommt drauf an, wie weit die Aktie steigt.

      mfG Chri

    • Gerhard
      Gerhard sagte:

      Puts zu rollen macht absolut Sinne. Wenn nämlich – Delta fast aufgebraucht ist und eine Änderung des Strikes – also bei Puts eine Anpassung nach “oben” angezeigt ist. Seltener, dass ich die Laufzeit (den term) verändere. Ich bevorzuge kurze Terms von 4 – 7 Wochen Dauer. Denn dort ist der Zeitwertverfall am höchsten. Und damit ebenfalls die Gewinnerwartung am höchsten. Im übrigen erwarte ich ca. 1 % Einnahme pro Monat aus Optionsgeschäften. Und hüte mich vor Overtrading: Es kommt bei Stillhalter-positionen einfach darauf an, eine Meinung zu bilden, wo der Kurs zum Verfallstermin eben nicht sein wird.

      • Chri
        Chri sagte:

        Sich vor Obertrading hüten ist einer der wichtigsten Punkte im Optionshandel meines Erachtens! Sehr guter Einwand!

        mfG Chri

  4. Rico
    Rico sagte:

    Im Endeffekt hast du hier eine Wette auf steigende Kurse laufen. Ich drücke dir die Daumen, dass sie aufgeht :-)

    Warum du so scharf auf die Dividende bist, verstehe ich aber nicht. Wenn du eine Option verkaufst, die nach dem Ex-Tag verfällt, bekommst du die Dividende über die Prämie mit bezahlt und sparst dir das hin und her.

    VG, Rico

    • Gustav
      Gustav sagte:

      Nach dem Ex-Tag fällt der Wert der Aktie normalerweise genau um die Höhe der Dividende. Ein Teil des Wertes der Aktie wird in Geld umgewandelt. Gewonnen oder verloren hat man dadurch nichts, das hängt vom weiteren Kursverlauf ab.

      • Chri
        Chri sagte:

        Gustav hat recht. Aber der Dividendenabschlag ist ein eher kurzfristig Ereignis, darauf würde ich keine Kauf oder Verkaufsentscheidung aufbauen. Wenn die Aktie nachher fällt fällt sie eben, wie gesagt, mir ist der Kursverlauf einer Aktie in den meisten Fällen total egal, solange ich jeden Monat genug Einkommen erzeugen kann.

        Rico, deinen Satz verstehe ich nicht. Wie sollte ich die Dividende über die Prämie hereinbekommen? Du sprichst vielleicht von Aktien, die sehr wenig Dividende zahlen. Da hast du recht, da könnte es mehr Sinn ergeben längere Optionen zu verkaufen, aber um zusätzlich 5% zu realisieren, müsste ich Optionen mit mehreren Monaten Laufzeit haben, das möchte ich nicht.

        mfG Chri

        • Christian
          Christian sagte:

          Ich glaube Rico meint, dass die Dividenden in den Optionspreisen entsprechend eingepreist sind. Ich kann das allerdings nicht wirklich feststellen. Bspw. bei einer Allianz müsste man ja ganz deutlich den Unterschied sehen. Schaut man sich aber die Optionspreise kurz vor und kurz nach dem Ex-Dividenden Stichtag an, dann gibt es da nur geringfügige Unterschiede. Eine Dividende von 7,30€ wie im Jahr 2016 kann ich da beim besten Willen nicht rauslesen.
          Trotzdem weis ich natürlich auch, dass sie irgendwo eingepreist sein muss, sonst könnte hier ja jeder schnell und einfach Geld verdienen. Mich würde als brennend interessieren wo? Hoffe das du uns da weiterhelfen kannst Rico :)

          • Gerhard
            Gerhard sagte:

            Ich nehme die Dividenden einfach “mit” – handele sie jedoch nicht. Die Tendenz, der Trend des Underlyings sind für mich entscheidend bei meinen Stillhalterpositionen.

            • Chri
              Chri sagte:

              Hallo Gerhard,

              Meist handle ich auch so, allerdings macht es für mich großen Sinn darauf zu achten, wann sie ansteht. Wenn ich eine Woche zu lange wähle, könnt der Ex-Tag schon vorbei sein, und ich bekomme die nächsten 3 Monate keine Dividende, wenn ich doch ausgeübt werde.

              mfG Chri

          • Torsten Tiedt
            Torsten Tiedt sagte:

            Wie Dividenden in Optionen eingepreist werden, das hat mich auch schon ins Grübeln gebracht.

            Z.B. dieser Link hier:

            //ibkb.interactivebrokers.com/article/2081

            Hier gibt es zwei Szenarios bzgl. Dividende während der Optionslaufzeit mit Call Option im Geld ohne Zeitwert. In Szenario 1 fällt der Wert der Option um den Betrag der Dividende – weil wohl der Basiswert um den Dividendenbetrag fällt.

            Szenario 2 allerdings verstehe ich nicht. Und mir konnte bisher auch niemand erklären, warum eine Call Option mit Zeitwerts preistechnisch nicht auf Dividenden reagiert.

            Gruß!

            • Chri
              Chri sagte:

              Hallo Torsten,

              Muss mir die Szenarien bei Gelegenheit mal ansehen. Danke für den Link! Hab ihn mir gespeichert!

              mfG Chri

  5. Christian
    Christian sagte:

    Hi Chri,

    das ist genau das was ich bei meinen Optionsverkäufen stets mit einfließen lasse. In meinem Beitrag über meinen ersten Put-Verkauf habe ich das mit beschrieben: //finanzfreunde.wordpress.com/2017/01/10/meine-erste-verkaufte-put-option/
    Meine Überlegung dahinter ist geringfügig anders als deine. Mir geht es nicht soo sehr darum die Dividende einzusacken. Sondern eher um den zusätzlichen Sicherheitspuffer den mir Dividende einräumt. Geht mein Plan nicht auf, dass die Optionen wertlos verfallen, bekomme ich die Aktien eingebucht und direkt danach gleich noch die Dividende. Bei amerikanischen Werten kann ich dann so eine Aktie ca. 3 Monate halten, bekomme aber den Dividendenanteil für ein halbes Jahr. Je länger die Haltedauer, desto geringer natürlich der Effekt.
    Die Überlegung Optionen direkt so zu verkaufen das ich die Dividende einsacke, hatte ich auch schon. Da es ja bekanntlich keinen Free Lunch gibt, hab ich bisschen rumgegoogelt und gelesen, dass die Dividenden eingepreist werden. Das erscheint natürlich logisch. Gerade eine Allianz hatte ich mir auch angeschaut und musste feststellen, dass ich da teilweise nicht wirklich sehen konnte, dass da etwas eingepreist sein sollte. Vielleicht ist es nur meine noch geringfügige Erfahrung oder ich habe einfach zu einem günstigen Moment verglichen, aber generell finde ich, dass man durchaus abwägen kann, ob das Ganze Sinn macht.
    Den Dividendenabschlag sollte man natürlich noch mit beachten. Ich weiß nicht in wie weit der sich auf die Margin auswirkt, schließlich ist die Position dann direkt mit über 700€ im Minus.

    Viele Grüße
    Christian

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Christian,

      Normalerweise geht es mir auch nicht so sehr darum die Dividende einzusacken, in diesem Fall ist sie eben etwas mehr, deshalb wärs mir recht wenn ich sie bekommen würde. Wenn nicht ist es auch okey für mich :)

      Ansonsten versuche ich das trotzdem vermehrt so zu handeln, dass der Ex-Dividenden-Tag kurz nach dem Laufzeitende ist. wie du sagst: Wenn ich ausgeübt werde, hätte ich zumindest gerne die nächste Dividende bekommen!

      Der Dividendenabschlag ist mir mehr oder weniger egal. Ich habe gerade überlegt, ob da ein sehr kurz laufender call sinn machen würde. Aber ich denke dafür wird man keine Prämie bekommen.

      mfG Chri

  6. Daniel
    Daniel sagte:

    Hi Chris,

    Auch wenn du die Put Optionen auf Margin handelst, müßtest Du eigentlich bei Ausübung der Put Optionen den gesamten Betrag für den Kauf der Aktien zur Verfügung haben. Wie hoch ist Dein angestrebter Gewinn auf das eingesetztes Kapital in Prozent ? Ein Risiko beim Verkauf von Put and Call Optionen sehe ich, daß man zwar eine konstante Einnahme von Prämien hat, aber mit weiteren Kursverlusten nach der Put Ausübung oder weiteren Kursgewinnen nach der Call Ausübung rechnen muß.

    Viele Grüße
    Daniel

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Daniel,

      Mit diesem Risiko rechne ich auch! Ich gehe immer davon aus, dass ich die Aktien eingebucht bekomme beziehungsweise ausgebucht bekomme. Der Kurs kann viel weiter fallen! Ist doch klar!
      Meine angestrebte Mindestrendite pro Monat liegt bei 1%, bin aber meist 1-2 Prozent drüber.

      Ach ja, und zu deinem ersten Satz: Wenn du Cash- Secured handeln willst stimmt deine Aussage, ansonsten nicht. Wenn ich auf Margin handle werden mir die Aktien auch eingebucht, wenn ich nicht genug Cash zur Verfügung habe. Dann habe ich eine negative Währungsposition im Depot für die ich Zinsen zahle. Diese zahle ich gern.

      Danke fürs kommentieren!
      mfG Chri

  7. Uranobody
    Uranobody sagte:

    Hallo, dein blog interessiert mich stark, weil ich zur Zeit auch mit dem Options Handel beginne. Konto ist eröffnet und erste Bücher gelesen. Mich würde interessieren wie groß dein Konto ist.
    Meins ist relativ klein. Vielleicht kannst du ja per Mail antworten.

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Uranobody,

      Meine Kontogröße ändert sich jeden Tag mit den Kursen, momentan ist es zwischen 60-65k groß.
      Ich habe auch sehr klein angefangen, wichtig ist, dass man nicht aufgibt, und es weiter anwachsen lässt, wenn man wirklich daran verdienen möchte :)
      Meines Erachtens ist mein Depot noch immer viel zu klein, aber das kommt schon mit der Zeit

      mfG Chri

  8. fibs
    fibs sagte:

    Mal eine andere Frage:

    Habe einen Account bei einem Broker eroeffnet und ein wenig mit der Software usw. rumgespielt. War dann eigentlich so weit meinen ersten Put zu verkaufen (US Aktie).
    Die Software hat dann gesagt, dass ich nicht ueber Live-Daten verfuege und daher davon abgeraten wird.

    Sind bei deinem Broker alle Live-Daten verfuegbar oder zahlst du fuer bestimmte Sachen extra?

    fibs

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo fibs,

      Diese Meldung bekomme ich auch hin und wieder. Kannst du eigentlich ignorieren. Beim Optionshandel kommt es nicht auf Realtime-Daten an.
      Ich benutze keine dieser Daten. Meist sehe ich mir die Kurse ohnehin nur über Google selbst an.
      Zahle für nichts extra.

      mfG Chri

      • fibs
        fibs sagte:

        Cool, danke fuer die schnelle Antwort und die ganzen Infos auf der Seite. Werde mich neben meinem normalen Dividendendepot langsam an Optionen rantasten.

        fibs

  9. Thomas
    Thomas sagte:

    Interessanter Ansatz, hast du deine Puts als Cash secured puts eingestellt? Wie ist es mit der Moneyness? Spekulierst du darauf, vor der Hauptversammlung eingebucht zu bekommen, um so die Dividende “mitnehmen” zu können? Dann würde es sich ja anbieten, knapp OTM/ATM deinen Put zu verkaufen. Und klappt das wirklich so, wie gedacht? There is no free lunch, heisst es doch immer?

    Bei einer Portfoliogröße von 60-65 K hast du -im Ausübungsfall- mit der Allianz und der Munich Re ja direkt zwei Schwergewichte im Depot, die ein gehöriges Klumpenrisiko (beide Versicherungsbranche) darstellen würden. Wie machst du das mit deinem Positionsgrößenmanagement?
    Gruß!

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Thomas,

      Nein, ich handle nicht Cash secured. Ich handle aktuell auf Margin. Dabei achte ich aber darauf, wie der Markt gerade steht, und wie sich die allgemeine Volatilität am Markt verhält. Fühle ich mich in einer Marktsituation unwohl versuche ich meine Margin-Auslastung so schnell als möglich zu veringern. Dabei bin ich aber auch in guten Börsenphasen eher konservativ eingestellt, was meine Margin anbelangt.

      Teilweise mache ich es so, dass ich einfach die Puts so ansetze, dass sie vor dem Dividendentermin verfallen. Dabei habe ich aber nicht die Absicht dass die Aktien eingebucht werden. Die Dividende stellt nur eine kleine “Absicherung” dar, falls ich die Aktien wirklich kaufen muss.

      There is no free lunch, da gebe ich dir recht. Der Kurs der Aktie fällt nach dem Dividendentermin. Ich würde aber daraus keine Handelsentscheidung ableiten, da Angebot und Nachfrage ziemlich schnell wieder die Oberhand bekommt. Habe schon gesehen, dass der Dividendenabschlag in 24-48 Stunden wieder aufgeholt wurde. Aktien die fallen, fallen eben dann weiter. Das kann niemand wissen vorher.

      Bezüglich Positionsgrößen kann ich wieder auf den Beginn meines Kommentars verweisen. Ich handle auf Margin. Also alles halb so wild :)

      Danke fürs kommentieren :)

      mfG Chri

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