Optionen: risikoreich oder risikoarm? – Teil 2

Hier kommen wir zum zweiten Teil meines heutigen Blogbeitrages. Da der Beitrag schon wieder zu lange gewesen wäre, hab ich ihn aufgeteilt. Falls Du den ersten Teil noch nicht gelesen hast, geht es hier schnur stracks hin.

Im diesem Teil geht es nun darum, wie ich durch mehr Geld auf meinem Aktiendepot eine sicherere Rendite erwirtschafte. Im ersten Teil habe ich ja erwähnt, dass ich mir von meinem Bruder Geld gebort habe, um es anzulegen. Bis jetzt habe ich mit weniger Geld versucht eine hohe Rendite zu erzielen. Als unser Vater zu uns ins Wohnzimmer gekommen ist, sagte er, dass ich das Geld lieber nicht dafür ausborgen sollte. Das Risiko wäre zu groß. Das stimmt aber genau genommen nicht. Das Gegenteil ist der Fall.

Im Jänner habe ich ein Plus von ca. 480 Dollar eingenommen. die Monatsrendite betrug um die 4 Prozent. Um diese 4 Prozent erwirtschaften zu können, musste ich natürlich mit meinem Strike-Price näher an den aktuellen Kurs rücken. Je näher der Strike am aktuellen Kurs liegt, desto höher fällt die Prämie für den Stillhalter aus. Anders gesagt: Je weiter der Strike-Price vom aktuellen Kurs entfernt ist, desto weniger Prämie können wir einnehmen.

Der Aktienkurs bewegt sich im Normalfall nicht von heute auf morgen in 10er Sprüngen. Wenn dies einmal geschieht, sind das entweder krisenartige Ereignisse, oder die Auswirkungen der Quartalszahlen. Die Ereignisse können wir nicht vorhersagen. Doch wir wissen, wann die Quartalszahlen anstehen, und an diesen Tagen habe ich einfach keine Position für die jeweilige Aktie offen. Wenn sich also der Aktienkurs (im Normalfall) nicht sprunghaft ändert, ist das Risiko geringer, wenn wir den Strike weiter weg vom aktuellen Kurs wählen.

Habe ich jetzt mehr Geld für den Optionshandel am Depot zur Verfügung, kann ich den Strike weiter vom aktuellen Kurs weg wählen, und verdiene absolut aber eine größere Prämie. Ich möchte das kurz an einem Beispiel erklären.

Aktionär A hat 10.000 Euro am Aktiendepot liegen. Er beschließt das Geld durch den Verkauf von Optionen für sich arbeiten zu lassen. Ende des Monat hat er eine Rendite von 5% geschafft. Absolut bedeutet das, er hat ein Plus von 500 Dollar eingenommen. Ein ziemlich gutes Ergebnis, jedoch haben einige seiner Positionen Verluste gemacht, da der Strike zu nah am Ausgangskurs war.

Aktionär B hat 200.000 Euro am Aktiendepot liegen. Er beschließt auch sein Geld durch den Verkauf von Optionen für sich arbeiten zu lassen. Ende des Monat schafft er eine Rendite von 1%. Absolut bedeutet das, er hat ein Plus von 2000 Dollar eingenommen. Prozentual gesehen ist die Einnahme viel geringer, absolut aber viel höher. Aktionär B hat alle seine Position mit Gewinn schließen können. Den Strike hat er immer viel weiter aus dem Geld gewählt, als Aktionär A. Das bedeutet die Wahrscheinlichkeit, dass er ausgeübt wurde, war viel geringer als bei Aktionär A. Somit ist er ein geringeres Risiko eingegangen, und hat mehr damit verdient.

Das Schöne am Optionshandel ist eben, dass die Einnahmen skalierbar und nach oben hin offen sind. Je mehr Kohle du am Depot liegen hast, desto geringeres Risiko kannst du eingehen, und desto größere Einnahmen wirst du machen.

Und um auch wirklich sicher zu gehen will ich hier noch einmal darauf zu sprechen kommen, dass mir dies niemand nachmacht, der noch keine oder wenig Erfahrung mit der Thematik gesammelt hat. Optionshandel kann gefährlich sein, wenn sie in die falschen Hände gerät. In den richtigen Händen verspricht es Dir ein Leben ohne Sorgen.

Jetzt wird es Zeit für mich schlafen zu gehen, ich wünsche Dir noch einen schönen Abend und eine gute Nacht. Danke fürs vorbeikommen.

mfG Chri