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Margin von Volaprodukten wird angehoben

Wie wir alle wissen, oder wissen sollten, ist der VIX (der Volatilitäts-Index) in den letzten Wochen und Monaten ziemlich langweilig verlaufen. Durch den anhaltenden Aufwärtstrend des weltweiten Aktienmarktes wurden neue Tiefststände im VIX erreicht. Sehr zum Leidwesen jedes Optionshändlers. Ein Stillhalter, also ein Optionsverkäufer, braucht eine hohe Volatilität um richtig Geld verdienen zu können.

Dies habe ich mir beim letzten kurzen Einbruch auch wieder einmal selbst bewiesen. Der VIX explodierte förmlich. Leider nur für eine kurze Zeit. Aber ich konnte in dieser kurzen Zeit erfolgreich ein paar Calls auf den VXX verkaufen. Wenige Tage später habe ich sie mit einem netten Gewinn geschlossen, aber darum soll es heute nicht gehen.

Durch die neuen Tiefstände reagiert natürlich auch der Broker. Banx (Gutschein-Code hier erhältlich)  und wahrscheinlich auch alle anderen Ableger von Interactive Brokers haben eine Mail rausgeschickt mit der Information, dass die Volatilitäts-Produkte nun eine höhere Margin-Anforderung bekommen. 

Generell ist weniger Margin-Anforderung besser

Eigentlich muss man ja sagen, dass es für den täglichen Handel viel besser ist, wenn die Margin-Anforderungen gering gehalten werden. Weniger Margin bedeutet, wir können mehr Optionen handeln, was uns im Idealfall mehr Einkommen bringt.

Angenommen wir handeln einen Put auf eine Aktie mit Strike-Preis 100. Durch die 25% Margin-Anforderung bei Aktien wird uns hier nicht mehr als ein Viertel an Sicherheitsleistung hinterlegt. Wir rechnen den Strike-Preis mal 100, da dies der Multiplikator der Put Option ist. Nun rechnen wir 25 Prozent davon. Die Margin-Anforderung liegt also maximal bei 2500 Euro für diesen Kontrakt.

Hätten wir am Depot 10.000 Euro liegen könnten wir maximal 4 Kontrakte davon handeln. Das würde natürlich niemand tun, da wir dann keinen Spielraum mehr haben, aber ich denke der Grundgedanke wird klar.

Die Maßnahme des Brokers: gut oder böse?

Wir wissen nun also, dass eine geringe Marin-Anforderung eigentlich für gewöhnlich besser ist. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass eine hohe Anforderung schlecht für uns ist. Im Normalfall würde ich das bejahen.

In diesem Fall hat der Broker aber recht, und ich finde es sehr lobenswert, dass diese Maßnahme ergriffen wird.

Für uns Stillhalter ist nicht die hohe Volatilität eine Gefahr, sondern der Übergang von niedriger zu hoher Volatilität. Verkaufst du eine Option bei niedriger Schwankungsbreite und fühlst dich damit sicher, kann das schnell nach hinten los gehen. Der Optionspreis wird unter anderem durch die implizite Volatilität gebildet. Steigt das Niveau der Vola nun plötzlich rasant an, kann das deinen Optionspreis innerhalb eines Tages locker vervielfachen.

Du stehst plötzlich mit einem extremen Buchverlust da. Wenn du das aushalten kannst, ist noch nichts verloren. Hast du aber viele ungedeckte Optionen laufen, oder sogar deine Margin vorher schon zu hoch laufen lassen, kann nun schnell der Margin Call kommen.

Aus diesem Grund finde ich die Maßnahme des Brokers lobenswert. Er versucht mögliche Verluste im Vordergrund abzumildern, indem die Anforderungen von Beginn an erhöht werden.

Welche Produkte sind nun gemeint?

In der Mail wurde immer nur von Volatilitätsprodukten geschrieben. Diese sind meiner Meinung nach der VIX, VXX, UVXY, SVXY, usw. Auch der VIX auf Einzelaktien könnte damit gemeint sein.

Ich glaube nicht, dass es sich hier generell um Derivate wie Optionen handelt, wo die Vola im Preis inbegriffen ist, aber hat hier jemand nähere Infos?! Ich könnte natürlich bei meinem Broker nachfragen, aber vielleicht hat sich ja hier schon jemand damit beschäftigt?

Viele in unserer Community handeln diese Produkte noch gar nicht, es könnte aber in Zukunft eventuell eine gute Gelegenheit für einen Hedge-Trade sein. Mehr dazu irgendwann in einem extra Artikel.

Was kann ich tun um trotzdem weniger Margin zu binden?

Für alle die hin und wieder eines oder mehrere dieser Vola-Produkte handeln: Ein Vertical Spread kann bei der Margin immer Abhilfe schaffen ;)

Mach ich doch selbst bei sehr teuren Aktien immer wieder. Stichwort: Priceline. Ach ja, kleine Info am Rande. Ich werde eventuell diesen Monat einen sehr großen Verlust realisieren, da ich meinen Bull-Put-Spread weiter rollen werde, wenn es nicht bald wieder hoch geht in der Aktie. Auch hier gibt es vielleicht einen extra Artikel, wobei ich versuchen werde das Rollen nochmals zu erklären.

Bei einem Vertical Spread wird eine Option verkauft und eine gekauft. Die gekaufte Option ist für uns Stillhalter in der Regel weiter aus dem Geld als die verkaufte Option. Hier ergibt sich eine sehr schöne Margin-Anforderung. Diese ist nämlich nur so groß, wie der Abstand der beiden Strikes multipliziert mal 100.

Ich verkaufe also einen Put mit Strike 50. Gleichzeitig kaufe ich einen Put mit Strike 48. Den Abstand zwischen den beiden Puts multipliziere ich mit 100. Die Margin-Anforderung liegt hier also bei 200 Euro (oder Dollar). So einfach ist es die Margin gering zu halten. Dies wird auch in Zukunft für die Volaprodukte möglich sein, da die gekaufte Option als Absicherung gilt.

 

Hast du diese Mail auch bekommen? Weißt du mehr wie ich zu diesem Thema? Ich freue mich auf jeden Kommentar!

mfG Chri

Die wichtigsten Werte beim Handel auf Margin

Handelst du schon etwas länger Optionen und hast dich noch nicht mit der Margin beschäftigt? Margin kann uns dabei helfen, außergewöhnlich gute Ergebnisse zu erzielen, sie kann aber auch dafür sorgen, dass dein Konto sich auflöst, wenn du nicht vorsichtig damit umgehst. In diesem Artikel erfährst du was die wichtigsten Werte beim Handel auf Margin sind, und wie du sicher gehst, dass sie dir nicht gefährlich werden.

Was ist eigentlich Margin? 

Wir haben es bereits in einem älteren Artikel kurz erwähnt. Ich fasse für Neulinge nur noch einmal kurz zusammen:

Das Wort Margin stellt ganz einfach eine Sicherheitsleistung dar. Diese Sicherheitsleistung ist eine Summe, die der Händler beim Handel mit Optionen oder Futures bei seinem Broker hinterlegen muss!

Da du für jede Position eine geringere Sicherheitsleistung hinterlegen musst, als die Aktien tatsächlich wert, sind handelst du also auf Kredit.

Margin-Berechnung für Aktienpositionen

Die Inital Margin bei gewöhnlichen Aktien-Positionen liegt bei 25% des Aktienwertes. Beispiel:

  • Eigenkapital (mit Beleihungswert): 10.000€
  • Kauf von hundert Aktien zu je 100 €
  • Gesamtwert der Aktien: 10.000 €
  • Hinterlegte Sicherheitsleistung: 2.500 €

Dies bedeutet, dass du theoretisch 4 mal mehr Aktien kaufen könntest, als du dir leisten kannst. Ich rate davon natürlich ab, denn der Hebel geht auch in die andere Richtung. Dreht der Markt ist dein Konto platt.

Die 25% Sicherheitsleistung werden bei Eröffnung der Position und beim Halten der Position gefordert. Über Nacht wird jedoch die Reg-T-Margin überprüft. Hier wird mit 50% des aktuellen Aktienwertes gerechnet.

  • Aktueller Aktienwert: 10.000 €
  • Reg-T-Margin: 50% des Aktienwertes: 5.000 €

Diese Berechnung ist wichtig für unsere weiteren Werte

Überschüssige Liquidität

Dies ist eine unserer beiden wichtigsten Werte beim Handel auf Margin. Die Überschüssige Liquidität berechnet sich aus unserem Eigenkapital mit Beleihungswert (EWL…Equity with Loan) und der Initial Margin (IM). Wir rechnen weiter im oben genannten Beispiel.

  • Überschüssige Liquidität: EWL – IM
  • Überschüssige Liquidität: 10.000 € -2.500 € = 7.500 €
  • Überschüssige Liquidität: Größer 0, daher okey.

Würde man nun noch weitere Aktien kaufen wollen, ist dies nur möglich, solange dieser Wert größer 0 ist. Durch die Margin-Berechnung bei Positions-Eröfffnung würde der Broker in diesem Beispiel einen weiteren Kauf nur zulassen, solange weniger als 7.500 € an weiterer Sicherheitsleistung notwendig sind.

Dies wird in Echtzeit zu jedem Handelstag überprüft, man kann also zu jederzeit nachsehen, in wie weit man noch liquide Mittel zur Verfügung hat. Reizt man die Liquidität jedoch weit aus, kann es schon am Ende des Handelstages passieren, dass  Positionen wieder liquidiert werden. Dies bringt uns zu unserem nächsten Wert. Dieser Wert darf also nie auf 0 fallen.

Special Memorandum Account (SMA)

Der Kontostand eines speziellen Kontos (SMA) wird in Echtzeit an jedem Handelstag überprüft. Dieses Konto ist mit deinem Margin-Wertpapier-Depot verbunden. Der Kontostand wird hier fortlaufend kontrolliert, und am Ende eines jeden Handelstages steht die Überprüfung des oben genannten Reg-T-Margin-Wertes an.

Beim SMA gibt es zwei verschiedene Berechnungsmethoden. Beide Varianten werden am Ende des Tages berechnet. Der höhere Wert zählt. Ist dieser Wert kleiner als 0 werden Positionen liquidiert. Dieses Ereignis stellt den Margin-Call dar.

Methode 1:
  • SMA = ((Vortagsstand SMA +/- Barsaldoveränderung des Tages +/- Ersteinschussanforderungen der heutigen Transaktionen)

Der Vortagesstand des SMA und die Barsaldoveränderung zum Vortag sollte eigentlich selbsterklärend sein. Die Barsaldo-Veränderung ändert sich mit der Ein- und Auszahlung von Bargeld, sowieo mit der Eröffnung und Schließung von Optionspositionen.  Bei der Ersteinschussanforderung der heutigen Transaktionen musste ich auch erst überlegen, was das zu bedeuten hat.

Hier die Erklärung: 

Wir gehen in diesem Beispiel nur vom gewöhnlichen Kauf und Verkauf von Aktien aus. Beim Kauf von Aktien wird ein weitere Sicherheitsleistung hinterlegt. In diesem Szenario würde man die zusätzliche Sicherheitsleistung in der oben genannten Rechnung abziehen.

Beim Verkauf von Aktien wird weniger Margin gebunden. In diesem Szenario würden man die entfallene Sicherheitsleistung in der oben genannten Rechnung addieren, da der SMA-Wert über 0 sein muss. Verständlich?

In unserem Beispiel oben haben wir am Vortag einen SMA-Wert von 10.000 € (durch unsere Bareinlage). Wir haben nichts weiter eingezahlt, und auch nichts entnommen. Durch unseren Kauf von den 100 Aktien liegt die Reg-T-Margin bei 5000 € am Ende des Handelstages. Da wir kaufen müssen wir diesen Wert hier abziehen.

  • SMA = 10.000 € + 0 € – 5000 €
  • SMA = 5000 €
Methode 2:

Die zweite Methode ist etwas einfacher zu berechnen. Hier wird der oben genannte EWL (Equitiy with Loan, oder auch Eigenkapital mit Beleihungswert) und wieder die Reg-T-Margin verwendet.

  • SMA = EWL – Reg-T-Margin
  • SMA = 10.000 € – 5000 €

In diesem Beispiel ist der Wert beider Methoden gleich, deshalb stellt sich auch nicht die Frage welcher herangezogen wird. Ist er nicht gleich, wird der höhere Wert verwendet. Wichtig: Der SMA darf nicht unter 0 fallen!!

Muss ich das selbst ausrechnen?

Nein, dies muss nicht selbst ausgerechnet werden. Der SMA-Wert wird, wie schon oben erwähnt, in Echtzeit kontrolliert und in deiner Handelsplattform ausgewiesen. An deiner Stelle würde ich diesen Wert nur immer kontrollieren, wenn du dich in die Handelssoftware einloggst.

Ich für meinen Teil versuche den SMA-Wert immer so halten, dass er mindestens so groß ist wie meine aktuelle Initial Margin, besser höher. Hierdurch wird sichergestellt, dass ich meine Margin-Anforderung höchstens auf 50% ausreize. Viele Optionshändler nehmen diese 50% Margin-Regel für ihren Handel an, wissen jedoch nicht warum. Rechnet man ein paar dieser Beispiele durch  (mit Gewinnen und Verlusten im Aktienkurs) wird auch klar warum 50% Sinn machen. Die Rechnungen dazu darf jeder selbst erledigen.

Ich bin zum Schluss gekommen, dass man bei einer Margin-Auslastung von 50% doppelt soviel handeln kann, wie man sich eigentlich leisten kann. Ich persönlich fühle mich also im Beispiel oben relativ sicher, wenn ich Aktien kaufen müsste im Wert zwischen 10.000 und 20.000 Euro, eher die untere Grenze.  (Zur Erinnerung: Bis zu 40.000 Euro könnte ich durch die Margin handeln) Wenn ich das von meinem Konto herunterbrechen würde, hätte ich momentan Aktien im Wert von ca. 12.000 Euro im Depot. Der Großteil ist also mit meinem Kapital gedeckt, ein kleiner Teil wurde auf Margin gekauft. Sobald sich aber Gelegenheiten ergeben, werde ich natürlich wieder welche ausbuchen lassen.

30% Crash

Angenommen man hätte wirklich mit 20.000 Euro Aktien gekauft, wenn nur 10.000 vorhanden waren, wäre man bis zu ungefähr 30% Kurssturz vor einem Margin-Call sicher. Dies geht aus meinen Berechnungen auf meinem Schmierzettel hervor. In diesem Szenario ist im Tages-Verlauf die überschüssige Liquidität bei Null angelangt, der Broker liquidiert die Position.

Zusammenfassung

Wenn du auf Margin handeln möchtest ist es von zentraler Bedeutung, dass die überschüssige Liquidität und der SMA NIEMALS auf 0 fallen. Am besten du beginnst damit dich langsam heran zu tasten und kleinweise zu erhöhen. Ich würde allerdings auch dazu raten, die Margin nicht über 50% auszureizen, besser weniger.  Ich spreche aber hier nur von meinem Optionshandelansatz. Handelt der Optionshändler mit dem Trend, oder generell einen anderen Ansatz, muss diese 50% Regel nicht unbedingt zutreffen.

Ich kenne einige Händler, welche diese Sicherheitsleistung bis zu 80% ausreizen, und dies ist für deren Ansatz auch kein Problem, da sie bei Problemen die Positionen sofort selbst glatt stellen. Aber hier kommt sehr viel Erfahrung mit hinein, also empfehle ich die Margin so gering als möglich zu halten, jedoch vielleicht den Zeh einmal kurz ins kalte Wasser zu halten um die Lernkurve nicht abflachen zu lassen.

Das Verständnis der Margin wird im langfristigen Handel eine große Rolle spielen. Mach sie am besten zu deinem Freund, nicht zu deinem Feind. Respektiere die Regeln der Sicherheitsleistung und werde nicht übermütig.

Bist du noch ein Neuling im Optionshandel? Kennst du dich mit den Begriffen noch nicht aus? Nicht verzagen, denn genau dafür habe ich eine kleine Wissens-Seite gebastelt: Optionen-Broker.de

Als kleines Goodie konnte ich meinen Broker auch dazu überreden, dass meine Leser bei einer kostenlosen Depoteröffnung von geringeren Transaktionskosten profitieren. Einfach den Gutschein-Code “Optionen-Broker” bei der Depoteröffnung eingeben. Zusätzlich qualifiziert man sich bei einer Depoteröffnung für den privaten Strategie-Bereich auf Optionen-Broker. Hier sind 23 weitere Lektionen zu finden, welche dir bei deinem Start in den Optionshandel eine Hilfe sein werden.

mfG Chri

Einleitung zum Thema Margin: Unterschiede erkennen und verstehen

Im letzten Beitrag ist es darum gegangen gedeckte Optionen zu verkaufen. Ich habe versucht jedem Anfänger einen guten Rat zu geben, in dem ich geschrieben habe, dass ein Cash-Konto zur eigenen Sicherheit verwendet werden kann. Auch mit einem Margin-Konto sollte man als Anfänger lieber gedeckte Optionen verkaufen. Wenn du nicht weißt, wie ich das meine, lies es am besten im letzten Artikel einfach nach. Dieses Mal möchte ich versuchen die verschiedenen Begriffe in der Thematik Margin aufzugreifen und sie verständlich zu beschreiben.

Was bedeutet eigentlich Margin?

Das Wort Margin stellt ganz einfach eine Sicherheitsleistung dar. Diese Sicherheitsleistung ist eine Summe, die der Händler beim Handel mit Optionen oder Futures bei seinem Broker hinterlegen muss! Sobald du ein Margin-Konto eröffnet hast handelst du also auf Margin, auch wenn deine Optionen mit Cash gedeckt sind. Klingt das verständlich?

Dazu ein Beispiel:

Du hast einen Put auf die Procter&Gamble-Aktie (PG) verkauft. Der Ausübungspreis liegt bei 87,5 (ungefähr da wo sich der aktuelle Preis der Aktie befindet). Würdest du das selbe in einem Cash-Depot handeln, müsstest du 8.750 Dollar am Depot haben um diese Position überhaupt eröffnen zu dürfen. In einem Margin-Konto wird lediglich eine Sicherheitsleistung für die Eröffnung dieser Position verlangt.  In diesem Beispiel beläuft sich diese Hinterlegungssumme auf 1687 Dollar. Dies sind reale Zahlen, die ich gerade aus meinem Konto heraus gelesen habe. Du siehst: es wird in diesem Beispiel lediglich ein Fünftel des Wertes der 100 Aktien als Hinterlegungssumme verlangt. Anders ausgedrückt würde das auch heißen, dass du theoretisch 4x soviele Aktien kaufen könntest (Die Margin-Anforderungen von Aktien und Optionen ändern sich) . DOCH DAVON RATE ICH AB!

Du kannst diese Option komplett mit Cash gedeckt haben, und trotzdem handelst du auf Margin. Wird die Option ausgeübt und du musst die Aktien kaufen, wird noch immer lediglich eine Sicherheitsleistung verlangt. Diese schwankt mit dem Aktienkurs. Steigt der Kurs der Aktie fällt die verlangte Sicherheitsleistung. Fällt der Kurs der Aktie steigt die verlangte Sicherheitsleistung. Diese Schwankung lässt sich ab Eröffnung der Option beobachten.

Unterschiedliche Margin-Konten

Grundsätzlich kann man zwischen zwei verschiedenen Margin-Konten unterscheiden:

  • Das Reg-T-Margin-Konto: Regelbasiertes Marginsystem
  • Das Portfolio-Margin-Konto: Risikobasiertes Marginsystem

In der Regel bekommt man als Einsteiger das Reg-T-Margin-Konto. Auf jede einzelne Position im Depot wird eine vorher definierte und statische Berechnung angewendet. Für einen Short Put gilt also zum Beispiel eine andere Berechnung als für einen Short Call. Die Formeln für die Berechnungen jeder einzelnen Options-Strategie sollten bei jedem Broker vorliegen und zumindest auf Anfrage herausgerückt werden.

Portfolio-Margin kann erst ab einer gewissen Depotgröße beantragt werden. Ich glaube bei meinem Broker müsste mein Depot über 100.000 Euro wert sein. Mit diesem Marginsystem wird das maximale Tagesrisiko für alle Positionen des gesamten Portfolios berechnet. Dies kann ein großer Vorteil als auch ein großer Nachteil sein. Ist das Risiko klein wird eine geringe Sicherheitsleistung verlangt. Steigt jedoch das Risiko wird auch die verlangte Sicherheitsleistung schnell erhöht.

Initial und Maintenance Margin

Die Initial Margin ist die geforderte Sicherheitsleistung bei Positionseröffnung. Der Broker lässt dich die Position nicht eröffnen, wenn du nicht genug freie Mittel in Höhe der geforderten Sicherheitsleistung im Depot hast. Die Höhe dieser Sicherheitsleistung ist von der jeweiligen Terminbörse vorgegeben.

Die Maintenance Margin ist die Mindestsumme die kontinuierlich auf deinem Konto für diese Position zur Verfügung stehen muss.

Ein kleines Beispiel:

Um eine Optionsposition zu eröffnen wird eine Initial Margin von 2000 Dollar gefordert, sonst lässt dich der Broker diese Option nicht verkaufen. Hast du die Position eröffnet muss dauerhaft eine Maintenance Margin von 1500 Dollar auf deinem Konto als Sicherheit hinterlegt sein. Dies wird so lange aufrecht erhalten, bis die Position wieder geschlossen wird.

Margin Call

Wenn der Kontostand unter die geforderte Mindestsumme (Maintenance Margin) fällt kann der Broker eine Naschussforderung ausgeben. Der Broker fordert dich also auf schnell Geld ins Depot zu überweisen oder eine bestehende Position aufzulösen. Wird dies nicht getan, kann die Position von ihm aufgelöst werden und du realisierst einen Verlust. Diese Nachschussforderung wird auch Margin Call genannt.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ein Handel auf Margin durchaus Sinn ergibt. Wenn die Margin richtig verwendet wird können somit im Vergleich zum Cash-Konto viel größere Gewinne gemacht werden. Man sollte jedoch aufpassen, denn auch das Gegenteil könnte passieren. Wenn die Margin nicht sorgfältig überwacht wird, können auch größere Verluste drohen! Ich möchte daher, dass sich jeder, der das liest und ernsthaft darüber nachdenkt ein Margin-Konto zu handeln, eine eigene weiterführende Recherche betreibt.

Wenn du noch keinen Zugang zur Börse hast, kannst du HIER das gratis Info-Paket meines Brokers anfordern!

Die Berechnungen zur Margin-Anforderung für Short Puts, Short Calls und den direkten Kauf von Aktien werde ich in einem extra Beitrag veröffentlichen. Diese Berechnungen muss ich jedoch erst alle auswerten, also wird das wahrscheinlich nicht mein nächster Beitag werden.

Ich wünsche allen Lesern weiterhin viel Erfolg!

mfG Chri