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S&P500 respektiert das Tief der letzten Korrektur … Vorerst

Der Standard&Poor’s 500, einer der wichtigsten Aktienindizes der Welt bewegt sich nun seit Anfang Februar in einer Seitwärtsphase. Letzten Freitag ging es nochmal ordentlich runter und ich dachte, dass es am darauffolgenden Montag noch weiter hinunter geht. Positiv überrascht wurde ich stattdessen von einer regelrechten Rally an der Börse. Alleine Microsoft hat gestern über 7 Prozent zugelegt.

Auch wenn es gestern ziemlich gut bergauf gegangen ist traue ich der ganzen Sache noch nicht. Das ist auch ein Grund warum ich tue was ich tue. Ich und übrigens auch niemand anderer kann mit Sicherheit vorher sagen wie es am Aktienmarkt weiter gehen wird. Also verkaufe ich munter weiter meine Optionen auf meine Lieblingsaktien. Dass es weiter hinauf geht, kann dir niemand versprechen, und auch nicht dass es weiter hinunter geht.

 

Suche dir ein System oder eine Strategie, um in jeder Marktphase ruhig und entspannt zu bleiben. Zieh einfach dein Ding durch. Obwohl ich dies immer wieder betone, bleiben bei vielen Optionsneulingen jedoch trotzdem einige Ängste. Das verstehe ich auch gut, da sie mit etwas Neuem begonnen haben und sich noch nicht so richtig an ihre neuen Fähigkeiten gewöhnt haben.

 

Was also wenn es doch noch weiter runter geht?

Nachfolgend möchte ich wieder darauf hinweisen, dass die Optionen jede erdenkliche Möglichkeit bieten um ruhig schlafen zu können. Wenn ich mit offenen Short Positionen im aktuellen Umfeld nicht zufrieden bin, sollte ich einige Adjustierungen vornehmen.

In einigen Beiträgen, die ich zuletzt geschrieben habe, habe ich immer wieder mitgeteilt, dass ich momentan viele Positionen rolle, um einen besseren Einstiegspreis zu bekommen und weniger Kapital zu binden. Dies wäre eine Möglichkeit um sich wieder etwas mehr Luft zu verschaffen. Die Prämien sind groß genug um durchaus profitabel rollen zu können. Das heißt, wir bekommen durch das hinunterrollen noch mehr Prämie herein, als wir durch die ursprüngliche Position bekommen haben.

 

Die ursprüngliche Angst durch die offenen Short Optionspositionen ist dann zwar noch nicht weg, aber wir sind in der Lage uns mehr Luft zum atmen zu verschaffen. Die zweite Möglichkeit wäre unsere Short Positionen mit Long-Positionen abzusichern. Für jemand, der sich sonst nicht wohl fühlt wäre dies eine relativ einfache Adjustierungsmöglichkeit.

 

Verwandle deine Short Puts also in Bull Put Spreads indem du einfach einen Long Put hinzu kaufst. Den Abstand zum Strke des Short Puts würde ich so wählen, dass es dir selbst damit gut geht. Merke: Der Abstand zwischen Short Put und Long Put ist dein maximales Risiko. Wenn du also einen Short Put bei 50 und einen Long Put bei 45 hast, beträgt dein maximales Risiko die Differenz, also 5 Dollar pro Aktie. Die Prämien müssen natürlich auch noch gegengerechnet werden. Bedenken sollte man, dass diese Absicherung zwar etwas kostet, dich aber auch vor einem großen Verlust schützen könnte.

 

Ändere deine Positionen, wie du willst

Ich, für meinen Teil, fühle mich mit Short Put Positionen im aktuellen Umfeld noch immer pudelwohl, aber das bin eben ich. Mir machen Buchverluste nichts mehr aus, da ich große Zuversicht in meine Aktien haben. Andere Menschen, andere Emotionen. Nicht jeder fühlt sich damit wohl, daher muss von Fall zu Fall unterschieden werden. Ich würde dir einfach raten deine aktuell offenen Positionen so zu adjustieren, dass du dich auch wieder wohl fühlst. Das kann wie gesagt heißen, dass du einfach hinunter und in die Zukunfst rollst oder dir Absicherungen leistest. Natürlich könntest du auch alles glattstellen und auf klare Zeiten warten, das würde ich aber niemanden empfehlen.

 

Nutze die aktuelle Marktlage um dich weiter zu entwickeln. Wir müssen einsehen, dass Aktienmärkte von Natur aus schwankungsanfällig sind, und wir auch nichts dagegen tun können. Stärke dein Mindset und gehe mit positiven Gedanken in die Zukunft. Alle Artikel der letzten Tage und Wochen sollen dir dabei helfen deine Psyche zu stärken und langfristig zu denken.

 

Ich blicke gespannt in die Zukunft, jedoch ist es mir wirklich total egal für welche Richtung sich der Markt entscheidet. Wenn ich mich für eine Richtung entscheiden müsste würde ich vermutlich eher zu einem weiteren Kursrutsch tendieren.

 

Bist du noch neu auf diesem Themengebiet? Stelle sicher dass du dir den Strategischen Grundgedanken und die nachfolgenden Seiten ansiehst. Vergiss auch nicht einen Blick auf meine Empfehlungen zu werfen.

Wünsche allen Lesern natürlich weiterhin viel Erfolg!

mfG Chri

Wir versuchen den Optionshandel zu automatisieren

Mein Artikel darüber, was ihr in Zukunft lesen oder machen wollt hat gleich etwas sehr interessantes zustande gebracht. Ich habe nebenbei erwähnt, dass ich meinen Handel automatisieren möchte. Gleich darauf hat sich Swen die Arbeit gemacht und einen Thread in unserem kostenlosen Forum aufgemacht. (habe das Thema in einen Extra-Bereich verschoben)

Heute möchte ich einfach einmal fragen, wer sich alles damit auseinander setzen möchte. Ich persönlich glaube, dass so ein Tool einen sehr großen Mehrwert bieten kann. Natürlich muss man da aber viel Arbeit und Zeit und eventuell auch viel Geld hinein stecken. Es werden sich mehrere Programmierer darum kümmern müssen, und wir werden eine lange Zeit optimieren müssen um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Ich habe schon die ein oder andere Idee wie wir das ganze aufziehen könnten. Swen und auch einige andere hatten bereits sehr gute Ideen, dafür ein Dankeschön! Gemeinsam wollen wir eine Lösung finden, um vorerst eine einfach Strategie zu automatisieren. Zuerst soll dieses Tool Einstiege in Trades aufzeigen, um zu kontrollieren ob die Rendite nachhaltig ist. Wir werden das ganze natürlich ausführlich testen.

Später wenn alles gut laufen sollte könnten wir die Trades automatisch eröffnen, schließen oder sogar rollen lassen. Davon sind wir aber noch sehr sehr SEHR weit entfernt. Es soll ein Automatismus geschaffen werden, der über Jahrzehnte hinweg stabile Renditen erwirtschaftet. Natürlich wird dieses System dann laufend überwacht, ob es auch das macht, was es machen soll.

Wie wäre die Rückmeldung für etwas?

Generell geht es aktuell darum, zu wissen, ob so ein automatischer oder teilautomatischer Handel überhaupt auf Interesse stößt. Wie schon gesagt: Die Programmierung und Aufbereitung der Daten wird uns einiges an Geld kosten.

Aus diesem Grund können wir später, falls wir hier wirklich eine sehr gute Programmierung hin bekommen, das auch nicht kostenlos zur Verfügung stellen. Wir brauchen auch laufend Daten von anderen externen Anbietern.

Mich würde interessieren, ob diese Software später trotzdem für den ein oder anderen interessant sein könnte. Aktuell können wir noch nicht sagen, um welchen Betrag wir das später anbieten können, da es noch zu viele unbekannte Variablen gibt.

Wir würden aber jeden, der uns wirklich mit Rat und Tat zur Seite steht, das ganze dann natürlich dauerhaft verbilligt anbieten, oder sogar kostenlos. Kommt immer auf den Einsatz darauf an, den jeder an den Tag legt.

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Aufruf an die Optionsblogs

Hiermit bitte ich meine Kollegen, die Autoren aller anderen Optionsblogs, sich kurz für dieses Thema Zeit zu nehmen, und ihre Leser fragen, ob so eine Software eher auf taube Ohren stoßen würde, oder ob tatsächlich Interesse besteht.

Um erstmal nur die Blogs aus dem Community-Post zu verlinken:

Ich bitte euch darum eure Leser zu fragen, wie so etwas ankommen würde, welche Ideen sie haben, und ob sie sich im Forum an der Diskussion beteiligen möchten. Ihr könnt einen Beitrag dazu schreiben, oder einen Newsletter aussenden, oder was euch auch immer einfällt. Man könnte schon fast sagen, dass dies eine kleine Blogparade sein könnte. ;)  Ich würde mich auf eine Beteiligung eurerseits sehr freuen. Gemeinsam bekommen wir sicher etwas zustande. Viele Meinungen sind  noch immer das wichtigste Gut in der Finanzwelt. :)

Vor und Nachteile einer Software

Die Vorteile liegen für mich persönlich klar auf der Hand:

  • Weniger Zeiteinsatz für das Suchen von Trades
  • Handel auch in meiner Urlaubszeit (natürlich vorausgesetzt die Programmierung ist gut)
  • Befolgung von klaren Regeln
  • Weniger bis keine Emotionen im Handel
  • Optionshandel auch für Leute, die sich nicht mehrere Monate bis Jahre lang in das Thema einlesen wollen (Dieses Statement habe ich schon sehr oft gelesen)

Nachteile einer Software können eventuell sein:

  • Man gibt die Kontrolle ab (und beobachtet nur mehr ob alles so läuft, wie es soll)
  • Ist mit Kosten verbunden

Des weiteren möchte ich erwähnen, dass es keine Strategie ohne Draw Down gibt. Darüber sollte man sich im Klaren sein. Jede Strategie hat seine Vor und Nachteile, wir werden aber alles daran setzen um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen. Der Fokus sollte meines Erachtens immer darauf liegen Kapital zu schützen anstatt extreme Gewinne zu machen.

Optionshandel wird passiv

Einer meiner Träume könnte durch eine Software, die gut genug ist, wahr werden. Da ich eigentlich als Dividenden-Investor angefangen habe, bin ich der Fan von möglichst passiven Einnahme-Quellen. Eine Software könnte dies für uns alle realistisch machen. Dividenden-Einnahmen sind passiv, bringen aber in der Regel zuwenig Return. Optionshandel bringt bewiesenermaßen mehr Geld herein, ist aber nicht passiv.

Durch eine extrem gute aber auch aufwendige Programmierung könnte man einen mehr oder weniger passiven Einkommensstrom aus dem Optionshandel erzeugen. Für Jeden!

Der erste Schritt wird jetzt einmal sein, so viele Meinungen wie möglich einzuholen, ob so ein Vorhaben überhaupt gut ankommen wird. Für mich und 2-3 andere Optionshändler wird sich die Programmierung nicht auszahlen.

Ich freue mich auf jede erdenkliche Meinung! Ich bitte euch darum den Bereich im Forum zu verwenden um alles zusammen zu tragen. Ihr könnt in diesem Bereich auch gerne eigene Threads eröffnen.

mfG Chri

Optimierungspotential: Dividendentermine im Optionshandel

Es gibt Optionshändler und es gibt Dividendeninvestoren. Ich verwende einen Ansatz der beides kombiniert. In letzter Zeit versuche ich vermehrt meinen Optionshandel zu optimieren, indem ich die Dividendentermine in meinen Handel einbeziehe. Alle die meinen  kostenlosen Trade-Newsletter abonniert haben, müssten gestern Abend gesehen haben, dass ich einen Put auf die Münchner Rück Aktie (MUV2) und einen Put auf die Allianz Aktie (ALV) verkauft habe.

Ich verstehe, dass sich viele Options-Neulinge bei meinem Newsletter angemeldet haben. Bei den meisten steht wahrscheinlich noch nicht genug Kapital zur Verfügung um so teure Aktien handeln zu können. Dennoch hier wieder der Aufruf: Die Idee hinter dem Newsletter ist nicht, dass ihr stur meine Trades nachahmt, sondern, dass ihr überlegt, wie ihr mein Vorgehen für euch nutzen könnt und euch eure eigenen Aktien für euren Handel sucht.

Optimierungspotenzial

Wie schon oben erwähnt versuche ich meinen Handel zu optimieren. Eigentlich ist der Gedanke dazu total einfach. Bisher habe ich einfach Puts auf Dividenden-Aktien verkauft. Wurden mir die Aktien eingebucht habe ich Covered Calls darauf verkauft, bis sie mir wieder ausgebucht werden. Die Dividende hab ich also manchmal bekommen und manchmal eben auch nicht.

Wann bin ich Dividendenberechtigt?

Dividendenberechtigt bin ich wenn ich die Aktien vor dem Ex-Dividenden-Tag gekauft habe. Dies ist der Stichtag für die Berechtigung. Er lässt sich ganz einfach über google finden. Google-Suchfeld: “MUV2 ex dividende”. Ich habe einfach auf das erste Suchergebnis geklickt und bin sofort fündig geworden.

Hier sehen wir, dass das Ex-Dividenden-Datum der 27.4.2017 ist. Meine Puts enden am 21.4.2017. Bei Allianz sieht es ungefähr genauso aus. Was bedeutet das nun für mich?

Mögliche Ergebnisse

Im ersten Szenario steigt die Aktie an. Meine Puts verlieren an Wert und ich könnte sie mit Gewinn schließen. Die nächste Überlegung könnte sein, dass ich einen weiteren Put etwas höher verkaufe, um die Dividende vielleicht trotzdem noch einzusacken. Lasse ich beide Optionen einfach auslaufen verdiene ich an der Prämie 308€. Nett, aber es geht besser.

Im zweiten Szenario fällt die Aktie. Meine Puts werden teurer und ich werde sie nicht schließen, da ich so einen Verlust realisieren würde. Ich würde die Option einfach auslaufen lassen und sichere mir somit die Dividende. Geht es etwas weiter runter in die Nähe der letzten Tiefs, könnte ich mir überlegen einen weiteren Put zu verkaufen. Das Laufzeitende wird dabei aber immer noch vor dem Ex-Dividenden-Datum sein sonst bekomme ich die Dividende dafür nicht. Der zweite Put hat dabei zwei Vorteile. Werde ich hier auch ausgeübt senke ich meinen Durschnittspreis und kann eher wieder Covered Calls verkaufen. Der Vorteil besteht natürlich darin, dass ich die doppelte Dividende erhalten würde.

  • Werde ich bei den ersten Puts ausgeübt verdiene ich an der Prämie und an der Dividende um die 1850€. 
  • Werde ich bei den zweiten Puts ausgeübt verdiene ich zweimal an der Prämie und zweimal an der Dividende. Ich weiß noch nicht wieviel Prämie ich bekommen würde für weitere Puts, aber alleine durch die Dividende würde sich mein Gewinn auf 3400€ summieren. 

Es geht vielleicht noch etwas besser

Der weitere Gewinn der darauf folgenden Covered Calls wurde hier noch nicht berücksichtigt. Habe ich die Dividende eingesackt, werde ich natürlich wieder versuchen solange Calls zu verkaufen, bis mir die Aktien ausgebucht werden.

Was ich auch noch nicht berücksichtig habe: Mögliche Dividendensteigerungen. Bei meinen Recherchen habe ich die Dividende vom Vorjahr herangezogen. Ich gehe davon aus, dass beide Unternehmen die Gewinnausschüttung erhöhen werden. Würde mich zumindest freuen, aber auch wenn nicht werde ich mit dem Ergebnis zufrieden sein. :)

Kleines Rechenbeispiel. Eine Dividendenerhöhung von 6% würde bedeuten, dass ich fast 100 Euro mehr bekommen würde als oben beschrieben.

Fazit

Der Versuch die Dividendentermine etwas genauer zu betrachten und den Optionshandel darauf aufzubauen könnte langfristig Früchte tragen. Zu beachten ist, dass die Münchner Rück und die Allianz nur einmal im Jahr Dividende zahlen. Aufgrund dessen gibt es hier auch auf einmal viel Ausschüttung. Bei US-amerikanischen Unternehmen ist das nicht der Fall. Diese Unternehmen schütten 4x jährlich aus. Der Gewinn bei so einer Strategie ist also einmalig kleiner, dafür kommt er umso öfter, wenn man es durchzieht.

Wenn der Ex-Tag kurz bevor steht, kaufe ich auch ab und zu 100 Stück Aktien durch eine normale Limit-Order. Um darauf genauer einzugehen, gibt es irgendwann einen eigenen Beitrag dazu.

Für all jene, die jetzt wieder glauben, dass ich fahrlässig handle, weil ich Puts auf so teure Aktien verkaufe: Ich handle auf Margin. Das bedeutet, dass ich eine Sicherheitsleistung für die Puts und später für den Kauf der Aktien hinterlege. Meine Margin-Auslastung befindet sich aktuell gut unter 50%. Dennoch finde ich es gut von eurer Seite, dass ihr darüber nachdenkt!

Möchtest du auch Optionen handeln und dir somit ein Stück finanzielle Freiheit holen? Hier kannst du heute noch ein Depot eröffnen. 

Was haltest du davon die Puts so zu wählen, dass sie vor dem Ex-Tag verfallen? Würdest du es genauso machen, oder komplett anders? Freue mich auf Kommentare.

mfG Chri

Wie ich zum Optionshandel gekommen bin – Teil 3

Hier kommt der dritte und letzte Teil meiner Artikelserie über die Geschichte, wie ich zum Optionshandel gekommen bin.  Im ersten Teil meiner Artikelserie habe ich ganz von vorne begonnen, als ich die Schule mehr oder weniger erfolgreich beendet habe. Im zweiten Teil ging es um meinen ersten richtigen Vollzeit-Job. Hier geht weiter mit dem dritten Teil:

Dies war aber noch nicht der Turbo den ich mir erwartet habe

Obwohl ich in dieser Zeit ziemlich sparsam gelebt habe, habe ich mir hin und wieder einen schönen Urlaub gegönnt. Während meiner Reisen habe ich auch viel über mich nachgedacht, und bin zum Schluss gekommen, dass ich nicht 10-20 Jahre so weiter machen kann, um mein Depot zu füttern. Es musste also zusätzlich zu den Überstunden noch ein weiterer Beschleuniger her.

Wieder vergingen Tage, Wochen und Monate in den weiten des Internets bis ich eher zufällig durch Google auf Suchbegriffe gestoßen bin, die mich wirklich weiter gebracht haben. Ich glaube es war so etwas wie “alternative Einkommensstrategien Börse” oder ähnliches. Ich hatte keine Ahnung, wie viele verschiedene Finanzinstrumente es an der Börse gibt.

Auf jeden Fall habe ich dann vom Optionshandel erfahren. Die Verwendung der neuen Suchbegriffe lieferte bald alle Antworten die ich brauchte. Ich war wieder Feuer und Flamme. Ich wusste bereits einiges über Investments in Dividenden-Aktien und dachte dass ich vieles kenne, was es am Finanzmarkt gibt. Durch das Einarbeiten in den Optionshandel wusste ich aber plötzlich, dass ich noch nicht einmal an der Oberfläche gekratzt hatte.

Jetzt lernte ich das erste Mal für mich und mein Leben

Von nun an hatte ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, dass es wirklich sinnvoll ist, sich in ein Thema einzuarbeiten. In der Höheren Technischen Lehranstalt gab es dieses Gefühl nie. Ja, in der Firma hatte ich einige wenige Dinge vielleicht gebraucht, die ich in der Schule gelernt habe, aber diese waren vernachlässigbar.

Ich lernte also das erste Mal für mich und weiteres Leben. Das Gefühl mit jedem Tag einen Schritt näher an meiner finanziellen Unabhänigkeit zu sein war unbeschreiblich.

Ich kann mich noch an einen Moment sehr gut erinnern. Es war Advent 2015, ich hatte bereits einige Optionen gehandelt. Manche wurden im Gewinn geschlossen, und manche im Verlust. Zu Weihnachten hatte ich mir selbst ein Geschenk gemacht und mir viele neue Bücher zum Optionshandel bestellt. Ich wusste, dass hier die richtigen Antworten zu finden sind.

Meine süße Freundin und ich (ja, sie zwingt mich das du schreiben, aber es stimmt auch ;) )  sind bei uns im Ort auf den Adventmarkt gegangen und wir haben einige Freunde getroffen. An diesem Abend erzählte ich ihr, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir uns alles leisten können, was wir wollen. Ich war 100% davon überzeugt, dass mein zukünftiges Einkommen über den Optionshandel hereinkommen wird. Ich sagte ihr, dass ich bald über 1000 Euro an Nebeneinkommen haben werde. An diesem Abend glaubte sie mir noch nicht, was ich bereit bin auf die Beine zu stellen.

Das Jahr 2016

Im Jänner 2016 habe ich dann den Blog gestartet um mich selbst zu überwachen, und meine Erfolge oder Misserfolge zu dokumentieren. Wie hier zu sehen ist, konnte ich bereits im Jänner das Gelernte der Bücher erfolgreich umsetzen. Es wurde das erste Mal eine nicht zu verachtende Menge Geld verdient. Im Februar gab es dann noch einmal einen kleinen Einbruch, da ich hier noch mehr gerollt habe als jetzt, aber ab März 2016 kann ich mich überhaupt nicht mehr beschweren.

Ich wurde immer sicherer und habe somit Wege gesucht noch mehr Geld für mich arbeiten zu lassen. Mein Weg ging über meinen Bruder. Wir hatte uns ausgemacht, dass er mir etwas Geld borgt womit ich arbeiten kann und ich zahle es ihm monatlich zurück. Funktioniert bis jetzt sehr gut, aber ich würde es keinem Neuling raten, der nicht wirklich weiß was er tut!

Im Dezember 2016 zu Silvester musste ich das Jahr in meinem Kopf Revue passieren lassen. Ein Jahr zuvor hatte ich meiner Freundin erzählt, dass ich bald Einnahmen von über 1000 Euro neben meinem Job haben werde. Abgeschlossen habe ich den Dezember 2016 mit über 2100 Euro Nebeneinkommen durch die Börse. Der absolute Wahnsinn! Im August konnte ich außerdem meine Vollzeit-Anstellung in eine Teilzeitanstellung verwandeln, da mein Börseneinkommen so gut funktioniert. Die Arbeitszeitreduktion war sehr wichtig für mich und meine weiteren Schritte.

Das war alles erst der Anfang

Ich glaube, dass meine Freundin mittlerweile auch nicht mehr daran zweifelt, dass ich alles dafür tue, um zu erreichen was ich möchte. Meine Teilzeitanstellung ist mittlerweile wieder auf Eis gelegt. Dies liegt aber nicht daran, dass ich Angst habe weniger zu verdienen, sondern weil schon wieder so viele Aufträge warten. Ich habe meinem Arbeitgeber zugesagt maximal 6 Monate, also ein halbes Jahr, Vollzeit zu arbeiten, um die Aufträge zu bearbeiten. Danach wird automatisch wieder auf Teilzeit umgestellt.

Bekomme jetzt natürlich wieder ein bisschen mehr bezahlt. Hoffentlich kann ich davon wieder viel in mein Depot einzahlen.

Auf jeden Fall bin ich noch lange nicht fertig. Mit meinem Optionshandel bin ich aktuell sehr zufrieden, allerdings werde ich mich wahrscheinlich nicht so schnell davon verabschieden. Das große Ziel liegt darin soviel Geld damit zu verdienen, um irgendwann auch nicht mehr handeln zu müssen. Zumindest meine Fixkosten sollten 100%ig durch Dividenden gedeckt sein. Wenn ich dann mal etwas Geld brauchen sollte, kann ich noch immer Optionen verkaufen.

Auch hier am Blog und meinem Online-Business wird es noch viel Veränderung geben. Ich stehe eigentlich ganz am Beginn meiner “Blogger-Karriere” ;) . Ich möchte diese Idee, die ich hier jeden Monat vor lebe in die weite Welt hinaus tragen, und interessierten Menschen dabei helfen ein zweites Standbein aufzubauen, oder sogar vielleicht auch komplett finanziell frei zu werden.

Die Community die sich rund um diesen Blog bereits gebildet hat ist wahnsinnig hilfsbereit. Mir gefällt das alles sehr gut und es scheint so, dass wir täglich neue Leute finden, die sich für unseren Handel interessieren. Ich hoffe wir machen alle weiter so!

5-Stellige Einnahmen realistisch

Es wird nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich es für realistisch halte hier eines Tages über 10.000 Euro pro Monat mit dem Optionshandel zu verdienen. Es ist ja nur eine Frage des Kapitals. Solange wir immer einen Teil der Gewinne im Depot lassen, wächst es von ganz alleine.

Kennst du die Geschichte mit dem Schneeball? Dieser Schneeball hat bereits begonnen zu rollen. Irgendwann wird aus diesem einen kleinen Schneeball eine riesige Lawine entstehen. Der Grund dafür ist der Zinseszinseffekt. 

Ich muss einfach nur meine Strategie und mein System stur weiterverfolgen. Ich mach mir da gar keine Sorgen. Es hat bis jetzt funktioniert, es wird auch in der Zukunft funktionieren.

Für mich der richtige Weg

Ich kann dir versichern, dass ich meinen ganz persönlichen heiligen Gral der Vermögensbildung gefunden habe. Viele sehen den Optionshandel nicht so. Für sie funktioniert es eben nicht, oder sie verstehen dieses Instrument nicht. Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten, und diese Erfahrungen möchte ich mit allen teilen.

Das sollte jetzt einmal das vorläufige Ende meiner Artikelserie sein. Mir fällt bestimmt noch mehr dazu ein, aber für jetzt lass ich es einmal gut sein.

Ich freue mich auf jeden Kommentar. Wenn dir diese Beiträge gefallen haben, würde ich mich freuen, wenn du sie teilen würdest. Danke Dir!

mfG Chri

Wie ich zum Optionshandel gekommen bin – Teil 2

Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil meiner Artikelserie über meine Geschichte, wie ich zum Optionshandel gekommen bin. Ich wurde höflich gefragt ob ich meine Laufbahn veröffentlichen würde. Hiermit komme ich dieser Bitte nach. Im ersten Teil meiner Artikelserie habe ich ganz von vorne begonnen, als ich die Schule mehr oder weniger erfolgreich beendet habe. Um zu wissen worum es hier geht, solltest du den ersten Beitrag gelesen haben. Hier geht es nun weiter mit meinem ersten richtigen Job auf Vollzeit-Basis:

“Suche dir eine sichere Arbeit und baue dir etwas auf!”

Gut, ich habe also getan, was von mir seit Jahren verlangt wurde. Ich habe einen Job gefunden, wo ich gutes Geld verdienen kann. Meine Eltern und Großeltern waren denke ich erleichtert, dass ich nicht als Arbeitsloser ende. Einziges Problem bei der ganzen Sache: So ganz happy machte mich die Aussicht auf 40 oder gar 50 Jahre Angestellten-Verhältnis nicht. Ich wollte nicht enden wie der Großteil aller deutschsprachigen Angestellten, die nur von Wochenende zu Wochenende lebte.

Egal wo man hingeht, überall beschweren sich die Leute, dass schon wieder Montag ist, und dass sie lieber etwas anderes tun würden als arbeiten. Das war für mich keine Option und Grund genug mich nach Alternativen um zu sehen. Glücklicherweise bin ich in einer Zeit aufgewachsen, wo das Internet jedem so gut wie gratis zur Verfügung steht. Eine Wissensdatenbank die ich niemals zu Ende lesen kann. Ich habe es trotzdem versucht ;) .

Ich suchte nach Menschen, die vielleicht einen Ansatz verwenden, welcher dieses Leben als Angestellter erträglicher macht. Durch Ausprobieren vieler Suchanfragen bei Google bin ich dann auf eine Phrase gestoßen, die mich eventuell in die richtige Richtung lenken könnte.

Google-Suchfeld: “Passives Einkommen erzeugen”

Mein Vater hat mir einmal erzählt, dass er damals auch nach möglichen passiven Einkommensquellen suchte, aber leider nie wirklich fündig geworden ist. Ich hatte aber bald einige gute Antworten bekommen. Diese Antworten zeigten Strategien welche zuerst wohl einiges an Arbeit erforderten, dann aber irgendwann gutes Geld ohne weiteres Zutun verdienen würden. Angefangen beim Schreiben eines Buches, über die Vermietung von Wohnraum bis hin zu abenteuerlichen Lizenzgebühren war alles dabei. Ich bin beim Investieren in Dividenden-Aktien fündig geworden. Dies war mein Start in mein passives Einkommen.

Der Grund dafür war relativ einfach: Ich verdiente bereits Geld durch meine Vollzeit-Anstellung und konnte sofort damit beginnen es für mich arbeiten zu lassen. Einzige Hürde: Die Wahl des Online-Brokers. Ich habe mich damals Wochen und Monate mit der Wahl des richtigen Brokers beschäftigt. Natürlich hatte ich keine Ahnung worauf ich achten muss, also musste ich mir zuerst lernen, worauf es dabei ankommt.

Für mich war klar: Ich wollte keine Depotgebühr zahlen, die Transaktionskosten sollten nicht zu hoch sein, es sollten viele Märkte angeboten werden, damit ich auch alle Aktien kaufen kann, die ich mir irgendwann einbilde und die Einlagensicherung sollte auch passen. Ich wusste noch nicht, welche Zukunft mich genau an der Börse erwarten würde, also war auch wichtig, so viele Finanzinstrumente wie möglich handeln zu können, wenn ich es denn wollen würde.

Das Durchforsten von sehr vielen Online-Brokern hat mich auch schon etwas müde gemacht. Am Ende hat mich das Angebot von Banxbroker am ehestens angesprochen. Ich handle nun seit Anfang 2014 über diesen Broker und bin noch immer sehr zufrieden. Hier kannst du übrigens das gratis Infopaket anfordern oder direkt ein Depot eröffnen.

Die erste Dividende: Ein Erlebnis

Durch die Suchergebnisse auf Google habe ich mir später auch einige Bücher zum Thema Dividenden gekauft. Ein paar davon hab ich dir auf meiner Buch-Empfehlungsseite hinterlegt. Des öfteren hab ich gelesen, dass es Sinn macht eher defensive Dividenden-Titel zu kaufen. Aktiengesellschaften, die jeder täglich braucht, Stichwort “Nahrungsmittel-Konzerne”.

Meine ersten Aktien die ich jemals gekauft habe, waren ein paar Stück von Nestle, dem Schweizer Nahrungsmittel-Giganten. Mittlerweile hab ich sie wieder verkauft, aber das ist eine andere Geschichte. Ich musste 2 Monate warten, bis ich die erste Dividende bekam, aber als sie endlich auf meinem Depot angekommen ist, kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Mein erarbeitetest Geld hatte für mich weiteres Geld verdient.

Für mich war das der Startschuss für alles weitere, was ich mir bis jetzt aufgebaut habe. Wenn es möglich war, so einfach weiteres Geld zu verdienen, musste ich nur mehr Mittel und Wege finden, wie ich das Ganze etwas beschleunige. Klar Dividenden sind cool, aber es bräuchte einen zu großen Batzen Geld um davon wirklich leben zu können. Geld, welches ich nicht so einfach schnell verdienen konnte.

Die Zeit der Überstunden

2014 war für meinen Arbeitgeber ein Rekord-Jahr. Wir hatten noch nie so viele Aufträge wie in diesem Jahr. Dies machte sich natürlich auch in unserer Arbeitszeit bemerkbar. Für mich passte das gerade gut damit zusammen, dass ich meine passive Einkommensquelle entdeckt habe. Ich bin keinen einzigen Tag nach Hause gegangen ohne mindestens eine Überstunde zu machen. Meist waren es sogar mehr. Im diesem Jahr gab es auch nicht viele Samstage die ich nicht zur Hälfte in der Firma verbracht habe. Dies war eine Win-Win-Situation. Aufträge waren genug da um 7 Tage die Woche, 24 Stunden lang zu arbeiten. Für mich bedeutete das ein gutes zusätzliches Einkommen von mehreren hundert Euro pro Monat.

Jeden einzelnen Cent den ich zusätzlich verdiente, habe ich in weitere Dividenden-Aktien gesteckt. Mein Depot ist so jeden Monat schön angestiegen. Durch diesen Umstand wurden die Gewinnauszahlungen der Unternehmen an mich natürlich auch immer größer.

Mein durchschnittliches Netto-Dividenden-Einkommen pro Monat machte dann irgendetwas zwischen 30 und 50 Euro aus. Für einen Anfänger wie ich es damals war, bedeutete das viel Geld. Im Vergleich zu meinen heutigen Einnahmen ist das natürlich schon fast vernachlässigbar. Dennoch: Ohne diese Zeit hätte ich es nie so weit geschafft!

Mein Depot habe ich Anfang 2014 mit der Mindesteinlage von 3000 Euro begonnen. Bereits ein Jahr später konnte ich durch meine wahnsinnig vielen Überstunden auf einen Depotwert von ungefähr 15 Tausend Euro blicken. Das bedeutet, dass ich jeden Monat über tausend Euro auf die Seite gelegt und damit Dividenden-Aktien gekauft habe.

 

 

Weiter geht es im dritten Teil meiner Artikelserie. Kommentare sind gerne gesehen. Falls Dir der Beitrag nicht gefallen hat, kannst du es mir auch schreiben. Ich bin für alles offen.

mfG Chri

Wie ich zum Optionshandel gekommen bin – Teil 1

Immer wieder bekomme ich ein und die selbe Frage gestellt. Manchmal passiert dies online, öfter aber noch werde ich offline gefragt, wie ich eigentlich zum Optionshandel gekommen bin. Heute möchte ich das ganze einfach einmal zu “Papier” bringen und dich daran teilhaben lassen.

Der Artikel würde viel zu lange werden, also habe ich gleich mal eine Artikelserie daraus gemacht. Dies ist der erste Teil davon, die anderen werde ich alle paar Tage veröffentlichen. Geplant sind ingesamt 3 Teile, aber wer weiß, vielleicht fällt mir dann noch etwas dazu ein und es gibt einen vierten.

Beginnen wir am besten ganz von vorne

Mitte 2012 hatte ich nach einer relativ langen Schulzeit von 6 Jahren (ja, ich habe einmal wiederholt) endlich meine Reifeprüfung in Maschinenbau/Automatisierungstechnik im Kasten.

Zu diesem Zeitpunkt ist ja schon mal  ein großer Stein von meinem Herzen gefallen, da ich mir in vielen Fächern nicht wirklich leicht getan habe.

Um etwas Geld zu verdienen und mich in den Arbeitsalltag etwas einzufinden, hatte ich mich für ein Praktikum in der Firma beworben, wo ich jetzt noch arbeite. Dieses Praktikum dauerte 4 Monate.

Somit hatte ich schon etwas Geld angespart. Was ich damit machen möchte, wusste ich zu dieser Zeit noch nicht.

Der nächste Meilenstein in meinem Leben war dann der Präsenzdienst für den Vater Staat. Ich hatte damals die Rettungsschule gewählt und wurde somit für 9 Monate als Rettungssanitäter eingestellt.

Zu dieser Zeit hatte ich so gut wie kein Leben

Der Verdienst war im Vergleich zum Bundesheer das doppelte, wenn ich das Trinkgeld der dankbaren Leute noch hinzurechne eher drei mal soviel.

Gleichzeitig habe ich mich dafür entschieden das Praktikum zu verlängern sozusagen. Ich wollte eben gleich zu Beginn Vollgas geben und etwas Geld verdienen. Also wurde aus dem Praktikum ein Teilzeit-Job beim immer noch gleichen Arbeitgeber.

Eines kann ich dir sagen: Viel Leben oder Freizeit hatte ich in diesen 9 Monaten nicht. Ich hab ziemlich früh am Morgen gestartet, bin aufgewacht, frühstücken, dann gleich mal 12 Stunden Rettungsdienst.

Danach gleich nach Hause gefahren um “Mittag” zu essen und mich umzuziehen. Nach einer halben oder dreiviertel Stunde bin ich dann am Abend noch in die Firma gefahren um meine paar Stunden zu arbeiten. Ich war sehr oft der letzte der das Büro verlassen hat. Ich denke von 70 Arbeits-Stunden in der Woche geht nicht viel ab.

Gegen Ende der 9 Monate habe ich auch den Teilzeitjob beim Arbeitgeber gekündigt, da mir bewusst geworden ist, dass ich im Jahr nur eine bestimmte Summe hinzuverdienen darf, ansonsten müsste ich wieder Steuern zurück zahlen hieß es.

Nach den 9 Monaten als Rettungssanitäter war ich echt geschlaucht, wie du dir vielleicht denken kannst. Ich hatte praktisch keinen Sommer für mich und meine Freunde. Die gesamte Zeit wo ich eigentlich baden gehen hätte können habe ich entweder im Rettungsauto oder im Büro verbracht. Gut, ich habe in dieser Zeit viel Geld verdient. Ausgegeben habe ich es dann für einen älteren aber sehr gut erhaltenen Audi A4 in blau.

Er war ungefähr doppelt so teuer als anderen die ich mir angesehen habe. Der Preis war im nachhinein betrachtet aber gerechtfertigt. Diesen Audi besitze ich immer noch, und ich bin damit zufrieden wie am ersten Tag. Gestern erst habe ich ihn stundenlange gewaschen und gereinigt.

Bei meinem Bruder und mir sind da ein paar kleine Freaks verloren gegangen, das muss ich zugeben ;) .

Der Eintritt in die Vollzeit-Beschäftigung

Nach dem Präsenzdienst und der Teilzeitbeschäftigung hatte ich mich erstmal gefragt, was ich mit meinem Leben nun eigentlich anfangen möchte. Natürlich erstmal Arbeit finden. Ich habe zwischen 20 und 30 Bewerbungen geschrieben und diese anschließend an verschiedenste Firmen in der Technik-Branche gesendet. Als ich die ersten Absagen bekommen habe, hatte ich in einem Online-Portal gelesen, dass ein österreichisches Paar ihr Anwesen in West-Frankreich auf Vordermann bringen wollte.

Dafür brauchten sie dringend junge und arbeitswillige Menschen. Mein Drang zur Abenteuerlust hat mich natürlich gleich dazu verleitet dort anzurufen und einen Termin auszumachen. Gemeinsam mit einem sehr guten Freund bin ich dann also in meinem Audi A4 in Richtung Steiermark gefahren, wo das Paar in Österreich seinen Wohnsitz hatte. Die Hinfahrt dauerte etwa um die 2,5 Stunden. Während der Fahrt läutete bei mir plötzlich das Telefon. Ich kannte die Nummer nicht, habe trotzdem beschlossen bei der nächsten Raststation zurück zu rufen.

Der Anruf

Rate mal wer es gewesen ist! Der technische Leiter jener Firma, wo ich zuerst meine 4 Monate als Praktikant und später meine Teilzeitarbeit absolviert habe. Ich habe natürlich auch an diese Firma eine Bewerbung zu einer Vollzeit-Anstellung geschickt. Der technische Leiter fragte mich ob ich nicht nächsten Montag bei Ihnen als Maschinenbaukonstrukteur anfangen möchte. Obwohl ich gerade am Weg war um mich mit diesem Ehe-Paar bekannt zu machen habe ich zugesagt.

Angekommen bei diesem Paar habe ich mir trotzdem alles zeigen lassen. Diese Leute zeigten uns Fotos vom Anwesen und zeigten uns auf der Karte wo dieses Grundstück liegt. Ich glaube es wäre ein schönes Abenteuer geworden. Irgendwie finde ich es im Nachhinein schade, dass ich es nicht getan habe. Allerdings würde ich dann jetzt vielleicht auch nicht da stehen, wo ich jetzt bin.

 

Weiter geht es demnächst im zweiten Teil meiner Artikelserie. Kommentare sind gerne gesehen.

mfG Chri