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Warum du keine Angst vor Volatilität haben musst

Zuletzt konnten wir erneut einen Abwärtstag an den Börsen beobachten. Der Markt scheint durch die letzte Korrektur in eine Seitwärts-Phase übergegangen zu sein. Die Korrektur scheint noch nicht beendet zu sein. Auf der anderen Seite ist auch der Eintritt in einem Bärenmarkt nicht unwahrscheinlich. So oder so weiß man dies alles erst im Nachhinein.

Das wichtigste ist, dass man sich vom täglichen Auf und Ab an den Börsen nicht verrückt machen lässt. Davon handelt der heutige Artikel.

Angst vor Schwankungen?

Hast Du Angst vor dem täglichen Auf und Ab am Aktienmarkt? Macht dich hohe Volatilität verrückt? Ich versuche Dir die Angst zu nehmen, indem ich dir meine Gedanken zu diesem wichtigen Thema aufschreibe.

 

Werden wir uns bewusst, was Volatilität eigentlich ist. Volatilität beschreibt nichts anderes als die Schwankungsbreite eines Marktes, in unserem Fall dem Aktienmarkt. Steigt die Volatilität, werden auch die erwarteten Schwankungen größer, in beide Richtung wohl gemerkt.

 

Man sollte sich bewusst werden, dass es an den Börsen nicht immer nur Bergauf gehen kann. Aus diesem Grund empfinde ich das aktuelle Marktumfeld als eine gewöhnliche Situation am weltweiten Markt-Geschehen.

Sehen wir uns kurz den Langzeit-Chart des meist beachteten Aktienindex der Welt an, dem S&P500.

Hier sehen wir, dass der Gesamtmarkt seit sehr langer Zeit nur eine Richtung kennt. Eine größere Korrektur ist einerseits längst überfällig, auf der anderen Seite gibt es wenig Gründe warum es nicht noch weiter gehen sollte.

 

Ich versuche gar nicht zu erraten wohin es gehen soll. Mir ist das relativ egal, ich investiere mein Geld in Einkommens-bildende Finanzinstrumente. Mir ist bewusst, dass ich einige Phrasen hier immer wiederhole, aber das mache ich weil ich der Meinung bin, dass sie wichtig sind.

 

Sehen wir uns das erste Hoch im Jahr 2000 an. Jemand der hier in den Gesamtmarkt investiert hätte, und alle Crashs und Korrekturen aussitzen würde wartete ungefähr 13 Jahre bis er wirklich Kursgewinne erzielen konnte. Sorry, aber das stelle ich mir nicht unter erfolgreicher Geldanlage vor. (Dividenden sind hier nicht enthalten)

 

 

Wenn wir ein bisschen weiter in die Zukunft denken, wird uns vielleicht einfallen, dass es auch Menschen gibt, die jetzt beginnen zu investieren. Vielleicht dauert es wieder 13 Jahre bis der Einstandskurs erreicht wurde, vielleicht auch länger, vielleicht auch kürzer, man wird es immer erst später wissen.

 

Kurzfristige Volatilität als Langzeit-Möglichkeit

Mit den letzten Zeilen habe ich genug Angst im Leser hervorgerufen. Jetzt wird es Zeit diese Ängste in den Griff zu bekommen. Für Langfrist-Investoren ist eine Schwankung nach unten nur gut, wenn sie genug Geld in der  Hinterhand haben um weiter investieren zu können.

 

Was wäre wenn man seine vorhandenen Positionen einfach aktiv managen würde, und somit einen Cashflow erzeugt, der die vorhandenen Buch-Verluste wieder auffängt? Genau das tue ich immer und immer wieder. Wir können uns sogar entscheiden, wie das passieren soll. Wir könnten Covered Calls auf unsere Aktien schreiben, und somit den Großteil der Korrektur bewältigen. Eine andere Möglichkeit wäre Aktienpositionen hinunter zu rollen, wie ich es in diesem Beitrag beschrieben habe.

 

Ich verstehe, warum man passiv investieren würde, aber ich verstehe nicht, dass man sich nicht zumindest die ein oder andere Vorgehensweise zum Risiko-Management zurecht legt.Erfolgreiche Vermögensanlage haben wir selbst in der Hand. Wir können dem Markt nicht sagen, was er zu tun hat, aber wir können unsere Positionen so managen, dass wir kein Geld verlieren. Kapitalschutz ist meines Erachtens noch immer Regel Nummer 1.

 

Warum ist kurzfristige hohe Vola eine Langfrist-Möglichkeit? Nehmen wir an wir haben am Hochpunkt 2000 gekauft. Nun beginnen alle Aktien zu fallen. Wir entschließen uns unsere Aktien zu verkaufen und schreiben Puts weit unter unserem letzten Einstandspreis. Durch die hohe Volatilität explodieren die Optionspreise. Wir können sehr einfach so hohe Prämien einnehmen, dass unser zuvor realisierter Verlust komplett aufgefangen wird. Gleichzeitig verringern wir bei einer Einbuchung unseren Einstandspreis dramatisch.

 

Denke langfristig aber nimm mittelfristige Chancen war

Wenn der Put ausgeübt wird, haben wir die selben Aktien wie zuvor, nur zu einem viel niedrigeren Preis. Ich wiederhole das oben geschriebene: Der Verlust der verkauften Aktien wurde durch die Prämie komplett wieder herein geholt. Jetzt meine Frage an den Leser: Wie lange hätte es bis zum Break-Even gedauert, wenn wir 30 Prozent unter dem Hoch wieder eingestiegen wären? Auflösung: 3 Jahre. Bis zum Hoch im Jahr 2007 hätten wir sogar wieder 50 Prozent Gewinn gemacht. Dividenden sind hier noch nicht berücksichtigt.

 

Vergessen dürfen wir auch nicht, dass wir nun mehr freies Kapital haben, welches wir vielleicht weiter unten in die gleiche oder eine andere Aktie investieren können um von zukünftigen Kurssteigerungen zu profitieren. Unsere persönliche Dividendenrendite steigt natürlich ebenfalls, solange die Ausschüttungen nicht gekürzt werden.

 

Würde es nicht Sinn ergeben 10 Jahre früher seinen Einkaufspreis wieder zu erreichen? Wenn wir nun wirklich langfristig denken könnte dies den Unterschied ausmachen, wer durch den Aktienmarkt wirklich reich wird und wer nicht. Ich verstehe alle, die sagen, es ist kaum möglich am Aktienmarkt richtig reich zu werden, wenn sie nicht wissen, welche Möglichkeiten es gibt das Kapital zu schützen.

 

Mache Volatilität zu deinem Freund und betrachte das große Ganze

Als Optionshändler sollten wir uns regelmäßig an folgendes erinnern:  Volatilität ist unser Verbündeter ist, nicht unser Feind. Mir war das lange nicht bewusst, auch wenn ich es damals gelernt habe. Ich hatte auch als Stillhalter Angst vor einer Vola-Explosion, da so etwas für bestehende Positionen Gift ist.

 

Es heißt einen Verlust zu realisieren und womöglich ein Monat schlecht abzuschließen. Früher war das für mich wichtiger als heute. Heute macht es mir nichts mehr aus. Ich sehe das große Ganze und weiß dass ich mit den neuen Positionen mehr Geld einnehme, als ich durch das Schließen der Positionen Verlust realisiert habe. Gleichzeitig mindere ich meinen Durchschnittspreis in der Aktie, die ich ohnehin kaufen möchte. Kapital schützen ist für mich wichtiger geworden denn je.

 

Denke daran, wie sehr dir eine aktuell hohe Schwankungsbreite dabei helfen kann über die nächsten 20-40 Jahre erfolgreich zu sein. Gönne dir den Luxus falsch zu liegen und senke bei Bedarf deinen Durchschnittspreis

Lese-Tipp: Ich gönne mir den Luxus, falsch zu liegen. 

 

Ich weiß nicht wie du vorgehst, aber ich bevorzuge eigentlich immer geringere Aktienpreise. Vermutlich kommt das aber noch von den Anfängen, als ich beschlossen habe Dividenden-Investor zu werden. Wenn ich ein Unternehmen gut finde, und mir vorgenommen habe Anteilseigner zu werden, würde es dann nicht mehr Sinn ergeben billig einzukaufen, als zu teuren Preisen. 

 

Ich habe nie verstanden, warum der Großteil der Menschen kauft wenn der Aktienkurs gestiegen ist, und verkauft wenn er gefallen ist. Für mich ist das nicht wirklich logisch nachvollziehbar. Mir würde es wahrscheinlich nur so gehen, wenn ich Aktien handeln würde, die ich nicht haben will. Börse hat viel mit Psychologie zu tun.

 

Ärgere dich nicht über Dinge, die du nicht ändern kannst

Die Schwankungen am Aktienmarkt kannst du nicht beeinflussen, also gewöhne dir gleich an, dass du dich davon nicht ärgern lässt. Lass dich davon auch nicht einschüchtern. Als Optionshändler solltest du dich über große Schwankungen freuen. Sie bringen fette Prämien ein, womit du einen weiteren Sicherheitsabstand zum aktuellen Kurs bekommst.

 

Als herkömmlicher Investor kannst du Puts ebenfalls dazu verwenden um deinen Durchschnittspreis in deinen Aktien zu senken. Der Vorgang nennt sich “hinunter rollen”.  Voraussetzung dafür ist allerdings dass du Aktienpakete zu 100 Stück besitzt, da sich eine Option auf 100 Aktien bezieht. Wie das funktioniert erfährst du in diesem Beitrag.

Dieses Hinunter Rollen macht sich spätestens dann bezahlt, wenn die Aktien wieder steigen, und du einen größeren Kursgewinn verbuchen kannst.  Mit dem frei gewordenen Kapital kannst du weitere Anteile kaufen.

 

Ab jetzt solltest du große Volatilitäten als Chance sehen, nicht mehr als Risiko.  Mache sie zu deinem Freund und Helfer. Denke langfristig und nimm kurz- bis mittelfristig diese Chancen wahr. Sie könnten auf lange Sicht den Unterschied zwischen einem großen und einem kleinen Vermögen ausmachen.

Das wichtigste ist sich vom täglichen Auf und Ab an den Börsen nicht verrückt machen zu lassen.

Wie siehst du die Volatilität? Macht sie dir Angst, oder hast du Freude, wenn es mal wieder größere Schwankungen gibt?

mfG Chri

Was ist das Schlimmste was passieren kann?

Bist du eine dieser Personen, die sich fürchten etwas Neues zu beginnen? Jemand, der ewig braucht, um ein Projekt zu starten, oder sich selbst weiter zu entwickeln? Mit dem heutigen Artikel will ich dir etwas dabei helfen einen Vorgang zu starten, der dich deinen Zielen endlich näher bringt.

Für alle die mich noch nicht wirklich kennen: Ich bin jemand, der die Sache gerne anpackt. Ich informiere mich zwar auch geduldig über ein Thema, was mich gerade interessiert, aber ich setze mich dann selbst ein klein wenig unter Druck, damit ich auch wirklich damit starte.

Für mich ergibt es keinen Sinn etwas zu lesen, oder zu lernen, wenn ich es später nicht umsetzen werde. Deshalb möchte ich alle meine Leser, die schon länger dabei sind dazu ermutigen, endlich den nächsten Schritt zu wagen.

 

Dabei ist es mir egal, ob ihr den Optionshandel meistern wollt, oder euch dazu entscheidet Pilot zu werden. Wünschen würde ich mir nur, dass ihr endlich aktiv werdet und euch auf den Weg macht, eure Träume in die Realität umzusetzen. 

 

Ich handle nicht Optionen, damit ich Optionen handle. Optionen handle ich, weil es mir meine Träume erfüllen kann. Ich kann mit einem etwas größeren Depot von überall auf der Welt meine Puts verkaufen und mir somit ein gutes Leben in finanzieller und geographischer Freiheit erschaffen. Ich für meinen Teil sehe mir eben einfach sehr gerne die Welt an und möchte nicht von irgendjemand gesagt bekommen, was ich zu tun oder zu lassen habe. Wenn ich das erreicht habe möchte ich weiter an meinen Finanzen arbeiten um meiner Familie auch ein besseres Leben zu ermöglichen. Das sind aber meine Gründe, nicht deine. Deine Gründe können total anders oder vielleicht auch ähnlich sein.

Was ist das Schlimmste, was Dir passieren kann?

Dies ist die eine Frage, die du dir selbst stellen solltest, wenn du daran denkst etwas Neuem eine Chance zu geben.

Was ist das Schlimmste was passieren könnte?

Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Egal was ich begonnen habe: Ob es eine lange Reise ohne Hotel war, die Dividendenstrategie, der Optionshandel oder was auch immer noch kommen mag.

 

Aktuell stelle ich sie mir beinahe täglich in Bezug auf meinen Job. Was ist das schlimmste was passieren könnte, wenn ich meinen Job kündige und mich zu hundert Prozent auf meine Projekte und mein Leben konzentriere. Ich finde eigentlich keinen wirklichen Grund, warum ich es nicht einfach versuchen sollte.

 

Es könnte sein, dass demnächst ein Crash oder Bärenmarkt eintritt. Dann wäre ich gezwungen die ein oder andere Position zu rollen, kein Beinbruch. Es könnte sein, dass ich mich selbst um meine Versicherung und Pension kümmern muss, auch das bekomme ich hin. Es könnte sein, dass ich doch keinen Erfolg mit all diesen Dingen habe, aber dann könnte ich mir einfach wieder einen Job suchen.

 

Auf der anderen Seite könnte es aber auch sein, dass ich mein volles Potential entfalte und aus meinem Leben ein Meisterwerk mache. Wie klingt das? Ich würde sagen, das Chance-Risiko-Verhältnis sieht nicht unattraktiv aus für mich.

 

Und genau so würde es mich freuen, wenn du dich diese Frage auch öfters stellst.

Noch zaghaft?

Beziehen wir es nun eben doch auf den Optionshandel, weil es auf dieser Webseite eben darum geht.

 

Stell dir vor du bist seit geraumer Zeit Dividenden-Investor und hast schon ein paar Beiträge über Optionen gelesen (egal ob bei mir oder auf anderen Webseiten). So ganz bist du aber noch nicht überzeugt, ob es etwas für dich ist oder nicht.

 

Jetzt kommt meine Frage an Dich: Was ist das Schlimmste, was Dir passieren kann, wenn du es einfach versuchst?

 

Du musst nicht einmal dein hart erspartes Geld einsetzen. Jeder halbwegs vernünftige Broker, der den Optionshandel an den Börsen anbietet, wird dir ein Demo-Konto zur Verfügung stellen, wo du deine Strategien kostenlos testen kannst. Das Schlimmste, was Dir hier passieren kann, ist, dass du etwas Zeit geopfert hast, um diese Instrumente für dich zu testen. Ein kleiner Preis dafür, wenn du bedenkst was es für dich bedeuten könnte, wenn du wirklich erfolgreich damit wirst. :)

 

Das schlimmste was Dir passieren kann, wenn du mit etwas Neuem startest, ist in den meisten Fällen kaum der Rede wert. Wir suchen einfach Ausreden, warum etwas nicht klappen könnte, und beginnen dann nie wirklich mit unserem Vorhaben.  Jeder der so denkt, limitiert sich nur selbst. Das volle Potential wird so leider niemals ausgeschöpft.

Keine Angst vor der Zukunft

Womöglich ist Angst ein leitender Faktor in vielen Köpfen. Aber warum muss ich vor etwas Angst haben? Wie schon oben erwähnt: Das Schlimmste was passieren kann ist in den meisten Fällen kaum der Rede wert, warum dem Neuen dann keine Chance geben.

 

Nehmen wir an du möchtest Unternehmer werden, und traust dich nicht. Das Schlimmste was dir passieren kann: Dass es nicht funktioniert. Beginne Teilzeit an deinem Projekt zu arbeiten, und prüfe ob es etwas für dich ist oder nicht. So habe ich auch begonnen.

 

Ich habe mich vor ein paar Jahren neben meinem Job mit Aktieninvestments und Stillhaltergeschäften beschäftigt. Ob ich damit erfolgreich werden würde, wusste ich damals natürlich nicht. Es dauerte aber nicht lange, und ich konnte meinem Chef sagen, dass ich nur noch 3 Tage die Woche im Job arbeiten möchte. Mittlerweile ist einige Zeit vergangen und ich konnte durch meine frei gewordene Arbeitszeit wieder einiges lernen und nebenbei meine Wohnung selbst sanieren. Momentan bin ich weiter in Verhandlungen mit meinem Chef bzw deren Chefs. Womöglich kann ich mich bald weiter vom Angestellten-Verhältnis zurück ziehen.

 

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels bin ich 25 Jahre alt, und nicht weit davon entfernt finanziell frei von einem Arbeitgeber zu sein. Ich würde mich noch nicht komplett finanziell frei nennen, da mein Kapitalstock noch nicht groß genug ist um nur davon leben zu können, aber auch das werde ich noch früh genug erreichen.

Was ich damit sagen möchte

Ich möchte mit diesem Text ermutigen endlich etwas zu tun anstatt nur über alle möglichen Dinge zu lesen. Verstehe mich nicht falsch: Lesen ist sehr wichtig, aber nebenbei muss man auch TUN um weiter zu kommen. Den größten Lernerfolg wird man haben, wenn man einfach in die Hände spuckt und beginnt. Limitiere dich nicht selbst. Hab keine Angst vor der Zukunft und frage dich immer und immer wieder was das Schlimmste ist, was Dir passieren könnte. Wenn du dann drauf kommst, dass diese Sache eigentlich gar nicht so schlimm ist, dann los!

 

Solche Texte wirst du in der Zukunft öfter von mir zu sehen bekommen, da ich glaube, dass das Mindset den größten Teil zu deinem persönlichen Erfolg ausmachen wird.

mfG Chri

Aktien sind riskant – Aber was bedeutet denn genau Risiko? (Gastbeitrag)

Risk

Es freut mich den ersten Gastbeitrag auf meinem Blog vorstellen zu dürfen. Florian von Finanzleiter.com hat sich bereit erklärt einen Beitrag über Risiko für meinen Blog zu verfassen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Ich überlasse heute gerne Flo die Bühne:

Risiko

Aktien sind zu riskant, dabei verlierst du dein Geld.

Das Risiko, dass du eingehst mit Aktien Geld zu verdienen, ist viel zu groß.“

Das sind nur zwei der vielen skeptischen Antworten, welche ich auf die Aussagen erhalten habe, dass ich in Aktien investiere. Dabei sprechen alle immer von einem Risiko und meinen damit, dass man Geld verlieren kann. Welches Risiko man genau mit einem Investment eingeht, wie man diese verringern kann, wo uns im Leben noch Risiko über den Weg läuft und Notwendigkeit von Risiko möchte ich dir heute in diesem Gastbeitrag erläutern.

Risiko bei Aktien

Bevor du in Aktien investierst sollst du dich natürlich gut darüber informieren. Dabei werden drei verschieden Risikoarten zu unterscheiden sein:

  • Das Marktrisiko
  • Das Unternehmensrisiko

Mit Marktrisiko wird jener Teil bezeichnet, der nicht nur die Aktie alleine, sondern eine größere Gruppe oder gleich den gesamten Aktienmarkt betrifft. Zum Beispiel beeinflussen die Zinserhöhungen bzw. –senkungen den gesamten Finanzmarkt. Politische Entwicklungen und Veränderungen wirken auch auf den Aktienkurs des jeweiligen Landes ein. Ebenso können auch nur einzelne Branchen betroffen sein, wie 2000 in der Dotcom-Blase die Internet-Aktien.

Hinzu kommt dann noch das Risiko des einzelnen Unternehmens. Ein Unternehmen kann natürlich bankrott gehen und somit die Aktie wertlos werden. Auch können schlechte Neuigkeiten und Berichte den Kurs massiv beeinflussen. Alleine der Skandal bei VW hat den Kurs der Aktie von über 250 auf unter 100 befördert. Somit besteht natürlich das Risiko ein Unternehmen zu kaufen, welches mit Negativ-schlagzeilen auf sich aufmerksam macht.

Verringerung des Risikos

Das Ziel eines jeden Anlegers ist natürlich Gewinn zu generieren. Dabei soll natürlich das Risiko so gering wie möglich sein. Denn auch Graham hatte schon festgehalten, dass es wichtig ist Verluste zu vermeiden. Das Zauberwort dagegen heißt Diversifikation. Dabei teilt man das Risiko auf, ohne jedoch mit Einbußen bei Rendite vorlieb nehmen zu müssen. Am Aktienmarkt sollte man somit mehrere verschiedene Unternehmen auswählen und diese auch verschiedene Branchen bedienen. Auch verschiedene Länder tragen zur Diversifikation bei. Des Weiteren ist es wichtig, dass nicht das ganze Geld in den Aktienmarkt zu stecken. Es gibt nebenbei noch weitere Anlageklassen wie Rohstoffe, Anleihen, Immobilien etc. Die perfekte Aufteilung dazu gibt es aber nicht. Es kommt ganz darauf an, wie gut du die Schwankungen an den einzelnen Märkten aushältst.

Risiko außerhalb der Börse

Im alltäglichen Leben gehen wir jedoch bewusst Risiken ein. Du wirst zum Beispiel auch schon mal so viel aufgeladen haben, um deine Einkäufe von Auto ins Haus zu tragen. Dabei bist du das Risiko eingegangen, dass alles runterfällt und Schäden nimmt. Ein weiteres Beispiel ist, dass manche Leute Bungee jumping oder Paragleiten gehen. Auch in diesen beiden Aktivitäten gehen Menschen bewusst ein Risiko ein um das Gefühl des Adrenalinkicks zu spüren. Das Risiko ist hier meiner Meinung nach viel größer als an der Börse, denn hier wird ein Menschenleben aufs Spiel gesetzt. An der Börse geht es „lediglich“ um Geld. Somit umgibt uns das Thema Risiko überall im Leben.

Notwendigkeit von Risiko

Es ist jedoch auch notwendig Risiken einzugehen, denn nur wer seine eigenen Grenzen austestet, lernt sich selbst besser kennen. Noch dazu ist es doch so, wenn man nichts riskiert schafft man sich doch auch keine Geschichten und Erinnerungen, die man später mal erzählen kann. Somit ist es manchmal gar nicht so schlecht, Risiko bewusst einzugehen. Denn ungewohnte Situationen bergen immer ein gewisses Maß an Risiko. So ist es auch an der Börse notwendig, dass es ein Risiko gibt. Denn wenn jeder die Zukunft vorhersagen könnte, dann würde jeder Gewinn an der Börse machen und das System damit zusammenbrechen. Diese Unsicherheit über die Zukunft wird somit durch das Risiko ausgedrückt und je höher das Risiko, welches du eingehst, desto größer die Unsicherheit von Gewinn- oder Verlust.

Fazit

Zusammenfassend ist es sinnvoll, dass es Risiko gibt auf der Welt. Das Wichtigste in diesem Zusammenhang ist, dass du dir bewusst wirst, welche Risiken du eingehst. Denn dann kannst du im Vorhinein schon etwaige Entwicklungen abschätzen. Dadurch, dass jeder eine eigene Toleranzgrenze für Risiko hat, sollst du dich selbst kennenlernen und darüber nachdenken, was du maximal verlieren willst. Danach solltest du dein Finanzportfolio ausrichten und entsprechend diversifizieren.

Wird Monsanto von Bayer übernommen? – Wie ich womöglich profitiere

Hallo,

Viele haben es sicher schon mitbekommen. Für alle, die noch nichts davon gehört haben: Der deutsche Riesen-Konzern Bayer will den amerikanischen Saatgut-Hersteller Monsanto übernehmen. Mit dieser Übernahme würde Bayer das weltgrößte Unternehmen im Bereich der Argrarwirtschaft werden. Anfangs wurde ein Angebot von 62 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 55 Milliarden Euro, gemacht. Bereits mit dieser Summe wäre es die teuerste Übernahme der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Monsanto

Anders ausgedrückt: Bayer bietet 122 Dollar pro Aktie des Saatgutherstellers. Als die Meldung veröffentlicht wurde bedeutete das einen Preis der 37% mehr als der zu diesem Zeitpunkt aktuelle Aktienkurs. Monsanto jedoch ging nicht auf dieses Angebot ein, steht aber weiteren Verhandlungen positiv gegenüber.

Monsanto, das Böse?

Vor allem im europäischem Raum gilt Monsanto als ein Unternehmen welches wohl die Menschheit vergiften würde. Zumindest behauptet das die Mehrheit. Durch ihr Herbizid “Roundup” wurde Monsanto weltberühmt, eher im schlechten Sinne. Dies lässt die Aktionäre von Bayer natürlich nichts Gutes erwarten. Der gute Ruf von Bayer könnte zerstört werden, fürchten die Anteilseigner. Als die Meldung zur möglichen Übernahme bekannt wurde, sank der Kurs von Bayer gleich einmal heftig. Der Kurs von Monsanto  jedoch ist natürlich angestiegen. Ich verstehe sowohl die Argumente vom Bayer-Management als auch jene der Investoren. Ich bin kein Fan von den Herbiziden und der Gentechnik, jedoch glaube ich, dass Bayer das Unternehmen so lenken würde, dass es für die Menschheit eine bessere Zukunft gibt, als wenn Monsanto alleine weiter macht. Ist das ein deutscher Satz?… Ich weiß es nicht! ;) Monsanto selbst sieht sich als die Rettung der Menschheit. Dies hat natürlich auch seine Berechtigung, da wir immer mehr Menschen werden, und die Flächen für den Ackerbau kleiner werden. Wer nun Recht hat? Ich weiß es nicht..

Ich versuche eine Chance zu nutzen

Da ich glaube, dass Bayer nicht so einfach aufgeben wird, und das Unternehmen schlussendlich trotzdem schlucken wird, habe ich mich für ein Investment entschieden. Ich würde keinem meiner Leser raten diesen Schritt auch zu gehen. Ich habe keine Ahnung, wie sich die Sache entwickeln wird, trotzdem möchte ich eine Chance nutzen als einfach zusehen. Die Dividendenrendite von Monsanto beträgt aktuell etwa 2% pro Jahr. Das ist schon einmal ein gutes Zeichen für mich. Sollte die Übernahme nicht stattfinden streiche ich die nächste Dividende ein. Meinen Exit-Plan beschreibe ich später.

Ich habe 50 Stück Monsanto-Aktien zum Preis von 112 Dollar gekauft. Meine gesamte Position beläuft sich also auf 5600 US-Dollar.

Aktuell befindet sich der Kurs unter meinem Einstiegspreis, das macht mir aber nichts. Ich warte gespannt auf weitere Schritte von Bayer. Sehen wir uns an, was bei der Übernahme für mich herausspringen könnte.

Bayer AG

Bildquelle: //www.bayer.at/

Was springt bei der Übernahme für mich heraus?

Das Angebot von 122 Dollar je Aktie wurde nicht angenommen. Das lässt mich hoffen, dass Bayer ein größeres Angebot offerieren wird. Nehmen wir an  der Konzern würde sogar 130 Dollar je Aktie bezahlen. Steigt der Kurs anschließend auf dieses Niveau versuche ich auszusteigen. Ich würde sogar sagen ab 10% Rendite bin ich raus. Beim Kurs von 130 US-Dollar hätte ich einen Gewinn von 900 €. Die Bayer Aktionäre werten die Übernahme momentan sehr negativ, was den Kurs hinunter drückt. Sollte es wirklich zur Übernahme kommen rechne ich persönlich mit einem weiteren Einbruch der Bayer-Aktie. Darin bin ich aber nicht investiert, also kann mir das eigentlich egal sein.

Exit-Plan bei Scheitern der Übernahme

Natürlich habe ich mir auch eine Exit-Strategie überlegt, sollte der Deal platzen, und die Monsanto Aktie wieder einbrechen. Ich beobachte das ganze Geschehen aufmerksam. Ich lese mir alle relevanten Meldungen durch und warte auf ein weiteres Statement der Bayer AG. Sollte der Deal wirklich platzen, verkaufe ich einen Call auf die Monsanto Aktie. Hier hätte ich schon mal eine kleine Einnahme zu verzeichnen. Ist der Kurs mehrere Tage und Prozent eingebrochen kaufe ich den Call mit Gewinn zurück und verkaufe den nächsten. Dies mache ich solange, bis die Aktie sich leicht erholt.

Hier werde ich mir überlegen, ob ich weitere 50 Stück kaufe, und anschließend am Point of Break Even einen Call verkaufe, um bei Erreichen des Strikes die Aktien wieder los zu werden.

Es ist wichtig einen Plan zu haben. Trotzdem noch einmal zur Erinnerung: Ich würde niemanden zu diesem Schritt raten. Um trotzdem von der Übernahme zu profitieren, würde ich bei der Meldung eines höheren Angebots einen Put auf die Monsanto Aktie verkaufen. Hier hat man immer die Möglichkeit zu rollen, sollte doch etwas schief gehen.

Für alle Börsen-Neulinge: Ich glaube, dass dies ein gutes Beispiel darstellen kann, um etwas über Kurse bei Übernahmen zu lernen. Achtet einfach auf die Meldungen, und versucht zu erraten, in welche Richtung sich der Kurs bewegen wird. Ich mache hier gerade nichts anderes. Niemand weiß, wohin sich der Kurs bewegt. Es kann auch sein, dass der Kurs fällt, auch wenn die Übernahme bestätigt wird. Möglicherweise sitzt eine Bank auf sehr vielen Anteilen, und möchte diese aus einem anderen Grund loswerden. Wer weiß es schon.

Ich glaube einfach daran, dass sich hier für mich eine Chance aufgetan hat, die ich nicht verpassen möchte. Dies ist eine spekulative Handlung. So etwas wird es in meiner Laufbahn an der Börse nicht oft geben. Ich sehe mich selbst als Investor. Diese Spekulation ist eine Ausnahme. Wäre ich der Leser dieses Blogs, würde ich diese Aktion nicht nachahmen!

Ich hoffe ihr verzeiht mir meinen kleinen spekulativen Ausflug. Was haltet ihr von meinem Exit-Plan. Würdest Du mir eine andere Strategie empfehlen? Ich bin für jede Kritik offen. Freue mich auf Kommentare!

mfG Chri

 

Lerne aus meinen Fehlern

there is a way to do it better

Hallo,

Die Frequenz meiner Beiträge lässt in letzter Zeit schon wieder etwas zu wünschen übrig. Naja, jetzt habe ich ja etwas Zeit gefunden. Die Hälfte des Wochenendes habe ich gearbeitet, die andere Hälfte habe ich mir frei genommen. So weit, so gut.

Was steht heute an? Ich möchte nicht nur meine Erfolge hier dokumentieren. Viel mehr soll dieser Blog dazu dienen alle Erfahrungen zu teilen, die ich durch meine Strategie gemacht habe. Und dazu gehören natürlich auch meine Fehler.

Viele sprechen davon, dass man Fehler selbst machen muss, um erfolgreich zu sein. Das mag ja in vielen Fällen so stimmen. Allerdings denke ich, dass es hier nicht der Fall ist. Wir können alle voneinander lernen. Wieso solltest Du die gleichen Fehler wie ich machen, wenn Du sie vermeiden könntest? Das wäre doch kompletter Schwachsinn!

Also stelle ich Dir hier meinen letzten Trade vor, der wohl kein Gewinner mehr wird. Mitte der letzten Woche habe ich wieder einmal nach Kandidaten gesucht, welche eine Dividende zahlen und mir eine kleine Prämie einbringen. Also bin ich auf die Aktie von Seagate Technology (STX) gestoßen.

Seagate Technology ist ein irischer Hersteller von Festplatten und Bandlaufwerken mit Sitz in Dublin. Es ist das älteste und größte Unternehmen der unabhängigen Festplattenhersteller. Die Dividendenrendite wurde letzte Woche mit ca. 8 Prozent angegeben. Diese Zahl war nicht grundlos so groß, wie sich später herausstellte.

STX, 20160506, 32.5, PUT, Option, SMART, USD

Ich habe also einen Put bei 32,5 US-Dollar verkauft. Das Laufzeitende ist der 6. Mai 2016. Meine Prämieneinnahme belief sich auf 88 Dollar. Ein oder zwei Tage später ist dann folgendes passiert:

seagate kurs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sieht man, dass der Kurs in den letzten 3 Monaten gut angestiegen ist. Deshalb habe ich natürlich auch einen Put verkauft, keinen Call.

Was ist schief gelaufen beziehungsweise worauf hatte ich nicht geachtet?

Fehler #1

Ich kannte die Aktie eigentlich gar nicht. Ich habe einen Put verkauft, da ich von der großen Dividendenrendite angezogen wurde. In der Hoffnung, dass der Kurs weiter steigt habe ich mich in eine potentielle Gefahrensituation begeben. Handle keine Aktien, die du nicht kennst, bloß weil sie viel Dividende einbringt. In einem sehr bullischen Marktumfeld ist das etwas anderes.

Fehler #2

Ich habe mir nur den 3 Monats-Chart angesehen. Der übergeordnete Trend alleine hätte mir schon gezeigt, dass die Aktie seit Dezember 2014 im freien Fall ist:

seagate fall

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fehler #3

Ich habe den Bid-Ask-Spread ignoriert. Den großen Unterschied zwischen dem Kaufkurs und dem Verkaufskurs hätte ich eigentlich gar nicht handeln dürfen.  Hier hätte ich schon stoppen müssen. Wäre der Spread viel kleiner gewesen, hätte ich auch schneller mit weniger Verlust aussteigen können.

Warum der Kurssturz?

Ich habe später nachgesehen, ob es einen Grund gibt, dass die Aktie runter geht. Zuerst habe ich noch überprüft, ob ich die Veröffentlichung der Quartalszahlen erwischt habe. Dies war aber nicht Fall. Die Earnings kommen erst am 29. April. Bin schon gespannt, was da gesagt wird.

Grund für den plötzlichen Kurssturz war eine vorläufige Meldung über den Umsatz und die Marge. Leider sind die Zahlen etwas gefallen. Das Unternehmen macht noch immer Gewinn, allerdings haben die Aktionäre diese Nachricht eben nicht so erfreut aufgenommen und Anteile abgestoßen.

Wie gehe ich mit der Position um?

Momentan belasse ich den Short Put so wie er ist. Wie oben erwähnt ist dieses Unternehmen nicht eine kleine Werkstatt. Mit 40% Marktanteil lässt sich noch immer gut Geld verdienen. Ich warte auf die Earnings am 29. April.

Weiters bin ich gespannt, ob die Dividende stabil bleibt. Bei knappen 8% pro Jahr lässt sich hier zusätzlich etwas Geld verdienen. Habe ich die 100 Aktien im Depot, verkaufe ich zusätzlich weiterhin einen Covered Call pro Monat. Bessern sich die Zahlen dieses Jahr noch, behalte ich die Aktien vielleicht sogar.

Was kannst Du aus dieser Geschichte lernen?

  • Kaufe keine Aktien, die Du nicht kennst
  • Achte auf den Spread und die Liquidität
  • Sieh Dir den übergeordneten Trend an
  • Je höher die Dividenden-Rendite, desto größer das Risiko
  • Du verlierst kein Geld solange es nicht realisiert wird
  • Buchverluste treten immer wieder auf
  • Mach dich nicht verrückt
  • Es gibt immer eine Lösung

 

Hast Du schon eine ähnliche Situation erlebt? Lass es mich wissen. Ich freue mich auf Kommentare, E-Mails und Nachrichten bei Twitter und Facebook.

mfG Chri

 

 

 

Warum ich keine Optionsscheine handle

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Hallo Leute,

Heute möchte ich einmal klar stellen, dass es gewaltige Unterschiede zwischen Optionsscheinen und dem Optionshandel an sich gibt. Wo liegen die Unterschiede, und warum ist es so wichtig, den Unterschied zu kennen? Wird einer zum Beispiel von Banken mit dem falschen Produkt geködert, wird er eventuell eine Menge Geld verlieren. Weiterlesen

Optionen: risikoreich oder risikoarm? – Teil 2

Hier kommen wir zum zweiten Teil meines heutigen Blogbeitrages. Da der Beitrag schon wieder zu lange gewesen wäre Weiterlesen

“Aktien sind doch viel zu riskant”

Hallo, wie geht es Dir?

Wie stehst Du eigentlich zu dem Thema Aktien? Ich beschäftige mich jetzt nun schon seit über 4 jahren mit diversen Investment-Strategien. Eigentlich mag ich kaum mehr mit jemanden darüber sprechen, weil sowieso immer die selbe Reaktion zu erwarten ist. Die Meisten wissen nicht Weiterlesen