Mehr Sparen oder mehr Einkommen… was ist wichtiger?

Überall liest man, dass die wichtigste Variable im langfristigen Vermögensaufbau die Sparrate ist. Ich stimme zu, dass sie sehr sehr wichtig ist, aber ich könnte nicht behaupten, dass sie die wichtigste Variable ist. Ich glaube zuviele Menschen versuchen an Kleinigkeiten zu sparen um ihre Sparziele letztendlich irgendwie zu erreichen.

Der Kaffee am Morgen wird ausgesetzt, um ein paar Euro einzusparen, die letztendlich investiert werden können. Respekt an diese Leute. Das zeugt von einem eisernen Willen und dem unbeirrbaren Glauben an die Zielerreichung. Ich frage mich nur, ob es nicht bessere Wege zum Erfolg gibt.

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Wie schon gesagt: Ich halte die Sparquote für sehr wichtig im Vermögensaufbau, keine Frage! Aber vielleicht sollte man sich nicht komplett darauf versteifen. Statt hier und da ein paar Euro einzusparen, die im Großen und Ganzen nicht den gewünschten Erfolg bringen, sollte man sich vielleicht auch auf die andere Seite konzentrieren: Dem Erschließen eines größeren Einkommens.

Zusätzliche 100 Euro im Monat

Es kann so einfach sein zusätzliche 100 Euro im Monat zu verdienen. Um das zu schaffen würde es schon reichen bei ein paar Nachbarn den Rasen zu mähen, oder ungenutze Dinge auf ebay zu verkaufen. Sag jetzt nicht, du hast keine Dinge die du verkaufen kannst. Jeder hat ungenutzte Dinge zu Hause herum liegen, die nicht einmal angesehen werden.

Mach dich einfach mal auf die Suche nach einer Gelegenheit zu etwas mehr Einkommen. Meist sind die Leute in der unmittelbaren Umgebung gerne bereit einen guten Stundenlohn zu bezahlen für Arbeiten, die sie selbst nicht erledigen können oder wollen.

Du könntest jemanden helfen die Wohnung zu renovieren, für alte Leute einkaufen gehen oder Schnee räumen. Das Geld liegt hier buchstäblich auf der Straße. Du musst es nur aufheben!

Auch Online gibt es zahlreiche Möglichkeiten etwas Geld nebenbei zu verdienen. Ich habe von Menschen gehört die durch Umfragen Geld verdienen. Wie seriös so etwas ist, kann ich dir leider nicht sagen, weil ich damit noch keine Erfahrungen gesammelt habe.

Aber auch als Freelancer lässt sich sehr gut Geld verdienen. Jeder kann etwas anderes gut. Du musst nur deine Stärken kennen und schon kannst du damit etwas Geld nebenbei verdienen.

Du könntest anfangs versuchen auf die erwähnten 100 Euro monatlich zu kommen und dies später steigern, wenn diese Summe für dich keine Schwierigkeit mehr darstellt.

Erhöhtes Einkommen bringt dich deinem Ziel schneller näher

Ich bin fest davon überzeugt, dass dich ein erhöhtes Einkommen schneller ans Ziel bringen kann als eine erhöhte Sparquote. Am besten ist es natürlich, wenn du beides miteinander verbindest. Das Zusatz-Einkommen könnte wieder komplett gespart und investiert werden. In absoluten Zahlen sparst du mehr, und musst nicht auf deinen morgendlichen Kaffee verzichten.

Der Grund warum ich von einem höheren Einkommen überzeugter bin als von der Sparquote ist simpel. Denke einmal darüber nach: Die Sparquote hat Grenzen, das Einkommen nicht. Viele werden jetzt sagen dass dies kompletter Blödsinn ist, da ich nur 24 Stunden am Tag arbeiten kann.

Das mit den 24 Stunden stimmt. Allerdings versteifen sich meines Erachtens die meisten Menschen darauf ihre Zeit gegen Geld zu tauschen. Wie wäre es wenn ein Ergebnis gegen Geld getauscht wird. Ich bin viel auf anderen, teilweise extrem erfolgreichen, Blogs unterwegs. Die Autoren dahinter haben es verstanden ein Produkt zu erschaffen und sich dafür bezahlen zu lassen. Zum Beispiel könntest du ein Buch schreiben.

Natürlich ist hier zuerst viel Arbeit notwendig, aber wenn es einmal fertig gestellt ist, kannst du das Internet als Hebel nutzen. Du wirst für das Ergebnis bezahlt. Es kommt nur mehr darauf an, wieviele Leute das Buch kaufen.

“Work smarter, not harder!”

Dieser Spruch gefällt mir persönlich sehr gut, da er genau dies aussagt, was ich versuche hier mitzuteilen. Wenn man ein bisschen über mögliche Einkommensmöglichkeiten nachdenkt und sich an die Arbeit macht, kann dies einen entscheidenen Vorteil im Vermögensaufbau bedeuten.

Werde zum Problemlöser. Jeder Mensch auf dieser Welt hat das ein oder andere Problem, dass er gerne gelöst bekommen würde. Ich bin mir zu 100% sicher, dass diese Menschen auch gerne bereit sind etwas Geld dafür auszugeben.

Wie schon gesagt: Das Geld liegt auf der Straße, du musst es dir nur holen!

Ich versuche mich nicht auf eine der beiden Variablen zu versteifen. Bis jetzt funktioniert das ganz gut. Wenn sich mir die Gelegenheit bietet, etwas Geld nebenbei zu verdienen, nehme ich sie gerne wahr.

Vor allem als ich noch in der Schule war habe ich jede Gelegenheit zu ein paar Euro extra genutzt um meinen Lebensstandard etwas zu erhöhen. Manche dieser Gelegenheiten habe ich bis heute fortgeführt und ich kann mich darüber nicht beschweren.

Versteife dich nicht auf eine Variable

Soviel zu sparen wie möglich ist genau so wichtig, wie soviel wie möglich zu verdienen. Ich wollte einfach aufzeigen, dass sich viele zu sehr auf die Sparquote versteifen. Ihnen kommt es gar nicht in den Sinn nach weiteren Einkommensmöglichkeiten zu suchen.

Ich hoffe ich konnte heute dem ein oder anderen einen Gedankenanstoß geben. Ein höheres Einkommen resuliert automatisch in einer höheren Sparquote wenn der Lebensstandard gleich bleibt.

Wie siehst du das Thema? Ist dir die Sparquote wichtiger als dein Einkommen? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

30 Kommentare
  1. Ex-Studentin
    Ex-Studentin sagte:

    Die klasische Antwort ist: Beides muss passen. Die Erhöhung des Einkommens ist aber definitiv die Maßnahme mit dem meisten Potential. Die letzten Jahre blieben meine Ausgaben recht konstant. Meine Sparrate auch nahezu. Wenn ich dann manchmal mit ehemaligen Kommilitonen spreche, die netto so viel wie ich brutto verdiene.. Da kann man vor allem in jungen Jahren einfach mehr reißen.

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Jenny,

      Klar muss beides passen, aber ich glaube, dass auf das Sparen einfach zu viel Energie verschwendet wird im Vergleich zur Erhöhung des Einkommens
      Danke fürs kommentieren! :)
      mfG Chri

  2. Stalflare
    Stalflare sagte:

    Ciao Chris,
    I take savings very seriously, but I am not going overly maniac at assessing them too much and reporting every little thing. But it’s a great tool to financial freedom and I force myself to set aside even just a little every time I can. Thanks to my savings I can now invest in options so if I have a chance to do some odd work or make more money I try to take it at this stage, where I am “hoarding” capital to put it to work…
    ciaociao
    Stal

    • Chri
      Chri sagte:

      Ciao Stal,

      I try to set aside just a little every time too. but I think it is not more important than try to earn more euros.
      I think you have a very good base with your capital. :)
      Keep it up!
      thanks for stopping by!

  3. Finanzleiter
    Finanzleiter sagte:

    Hi,
    Ich schließe mich der Meinung von Ex-Studentin an! Beides ist wichtig. Leichter umzusetzen ist das Einsparen, weil das in vielen Köpfen so verankert ist. Doch die vielen Möglichkeiten das Einkommen zu vermehren, werden meist gar nicht wahrgenommen. Ich glaube, weil vieles davon mit Aufwand verbunden ist und gerade dieser viele abhält davon!
    Manchmal muss man einfach Sachen (Online Marketing oder andere Einkommensquellen) ausprobieren und dann wird die Angst und Furcht davor immer kleiner!
    Liebe Grüße
    Florian

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Florian,

      Einsparen ist glaube ich nur bis zu einem gewissen Punkt leichter, nämlich dann wenn eine bestimmte Grenzen erreicht ist. Dann ist es einfacher sich dem Einkommen zu widmen.
      Die Angst und Furcht davor wird kleiner wenn man sich der Sache annimmt, stimmt. Einfach eins nach dem anderen ausprobieren, eines führt zum nächsten :)

      mfG Chri

  4. Till
    Till sagte:

    Ich denke es kommt auch auf die Lebenssituation an.
    Wenn man Einkommen erhöhen vor allem auf Investieren bezieht und nicht auf mehr Arbeiten, dann ist sparen die klügere Art seine Zeit zu verbringen.
    Einfaches Beispiel: Angenommen ich haben 10 000,- EUR zum Anlegen und kann die von dir genannten 100,- EUR im Monat einsparen, dann erhöhe ich mein Vermögen um 12% p.a. habe ich dagegen 100 000,- EUR und spare 100,- EUR pro Monat fällt der Nettovermögenszuwachs eher bescheiden aus. Meine Energie ist dann wahrscheinlich besser dabei aufgehoben das Vermögen besser anszulegen, als weniger Geld auszugeben.
    Nicht benötigte Sachen bei ebay zu verkaufen (oder wegschmeißen) halte ich immer für sinnvoll, aber weniger aufgrund der Einnahmen. Ich bin ein großer Fan von wenig, aber hochwertigen materiellen Besitz.

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Till,

      Klar kommt es auf die Lebenssituation darauf an.
      Der Nettovermögenszuwachs fällt zwar im Vergleich zwar sehr bescheiden aus, trotzdem kann zusätzliches Kapital von 100 Euro im Monat das Vermögen über die Jahre erheblich steigern. Stichwort Zinseszins.
      Deine Aussage mit wenig Besitz, aber hochwert kann ich unterstreichen. Geht mir genauso :)

      Danke fürs vorbeikommen und herzlich Willkommen auf meinem Blog :)

      mfG Chri

  5. Martin Reichelt
    Martin Reichelt sagte:

    Ich bin auch der Meinung, das man sich eher darauf konzentrieren sollte, sein Einkommen zu erhöhen, als seine Ausgaben auf das aller nötigste zu minimieren. Denn was ist das für ein Leben, wenn man sich nichts gönnt?
    Möglichkeiten sein Einkommen zu erhöhen gibt es viele. Selbst mit Immobilien kann man sein Einkommen erhöhen. Ich selber werde es mal mit Nischenseiten versuchen. Den selbst wenn so eine Nischenseite nur 50 € im Monat verdient, decken sich dadurch alle Kosten und die Einnahmen werden erhöht.

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Martin,

      Ich bin schon gespannt auf deine Nischenseiten. Da bin ich ganz bei dir. Eine Nisschenseite die 50€ im Monat bringt ist klasse. Davon hätte ich auch gerne ein paar ;)

      mfG Chri

  6. Alexander
    Alexander sagte:

    Ich kann nur meinen Vorschreibern und dir Chri beipflichten. Sparen ja, aber mit Augemaß. Sparen hat seine Grenzen und wenn es in Geiz ausartet, dann wird es sinnfrei. Ich versuche auch den Leuten zu sagen, dass man nebenbei Geld leichter verdienen kann als man denkt. Es funktioniert und braucht etwas Fantasie. Mir fallen da inzwischen tausend Sachen ein. Das ist auch einer der Gründe, warum ich mich aktuell (noch) nicht mit Optionen auseinandersetze. Durch die Steigerung des Nebeneinkommens, verdiene ich derzeit doch recht gut, was sich letztendlich in meiner Sparleistung manifestiert. Nur leider lesen es diejenigen nicht, die darüber mal nachdenken sollten.

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Alexander,

      Ja, es gibt tausende Dinge womit man etwas Geld nebenbei verdienen kann. Ich habe auch viele Ideen aber mir fehlt die Zeit zur Umsetzung leider.
      Du hast ja keinen Stress bezüglich der Optionen :) Wenn es für dich ganz gut läuft, ist ja auch keine Not am Mann. Wenn du dich aber einmal dazu entscheidest bin ich gerne bereit dir den Einstieg zu erleichtern :)

      Danke fürs kommentieren!
      mfG Chri

      • Alexander
        Alexander sagte:

        Hallo Chri,

        gefährliches Angebot und von Bayern nach Österreich ist nicht all zu weit^^

        Solange ich noch Gutachten mache, verzichte ich auf Optionen. Aber vergessen ist es nicht :)

        LG

        • Chri
          Chri sagte:

          Hallo Alexander,

          Wir können uns gerne mal auf einen Kaffee oder ein Bier treffen, wenn ich in der Nähe bin oder du hier in der Nähe. :)

          Ich verstehe dich. Ein bisschen Freizeit muss auch sein :)

          mfG Chri

  7. DerStillhalter
    DerStillhalter sagte:

    Hi Chri

    Ich denke es ist beides gleich wichtig. Natürlich, wenn man in kurzer Zeit viel Geld will muss man mehr verdienen. Allerdings ist für mich sparen auch ein Zeichen von Disziplin. Denn was nutzt es, wenn ich im Jahr 100.000€ verdiene und 110.000€ zum Leben brauche. Am Anfang ist es wichtig, einmal einen soliden Kapitalgrundstock aufzubauen, je größer dieser ist, desto besser. Das erreicht man durch eine Kombination aus gut verdienen und viel sparen am schnellsten. Und somit kommt es auf die Kombination an würde ich sagen.

    Lg Michael

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Michael,

      Es reicht nicht 100.000 tausend zu verdienen, man muss auch sparen, da hast du recht.
      Die Kombination macht es :)

      mfG Chri

  8. Wedges
    Wedges sagte:

    Ein gesparter Schilling ist ein doppelter Schilling (ein Spruch meiner Großmutter die 1992 verstarb)

    Das Einkommen muss mindestens um 100% der sparquote erhöht werden um denselben effekt zu erhalten. Die Höhe des Einkommens hat mM nach nichts mit der Höhe des Vermögens zu tun – die Höhe des Vermögens hat auch mit der Veranlagung zu tun.

    Wer sich den frühstückskaffe spart, aber seine hausübung mit den fixkosten nicht gemacht hat, kann am falschen ende sparen. Der überblick wohin das Geld geht, ist unverzichtbar.

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Wedges,

      Es stimmt dass die Höhe des Einkommens nichts mit dem Vermögen zu tun hat, wenn man es falsch macht. Wenn man es richtig macht und weiterhin spart wenn mehr Geld reinkommt allerdings schon. Die Kombination machts :)

      Danke fürs vorbeikommen und herzlich Willkommen auf meinem Blog!
      mfG Chri

  9. Bernd
    Bernd sagte:

    Einkommen, Sparen und Investieren gehören unweigerlich zusammen, wenn man eine (gewisse) finanzielle Freiheit erreichen möchte. An meinem Einkommen kann ich natürlich immer etwas schrauben. Ich kann im Job erfolgreicher werden und eine bessere Bezahlung erlagen oder ich investiere Zeit in Nebenjobs. Aber als Familienvater hat das schnell seine Grenzen. Besser bezahlte Jobs erfordern meist mehr Zeiteinsatz und neben einer 41-Stunden-Woche habe ich keine große Lust mehr auf Nebenjobs (wobei ich durch Lehrtätigkeit noch etwas dazuverdiene). Deshalb ist für mich Punkt 2 und 3 sehr wichtig. Sparen fällt mir (von den unabdingbaren Familienausgaben) nicht schwer. Ich habe keinen hohen Standard und es fällt mir schon schwer, für Weihnachten einen Geschenkwunsch zu formulieren. Beim Investieren versuche ich durch die Dividendenstrategie und durch Stillhaltergeschäfte eine gute Rendite zu erzielen. Gut ist, wenn man in jungen Jahren schon einen guten Kapitalstock erreicht hat. Von daher bist Du sicher auf dem richtigen Weg.

    Gruß
    Bernd

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Bernd,

      Klar hat das als Familienvater seine Grenzen, aber auch sparen hat dann seine Grenzen :)
      Das mit den Weihnachtswünschen verstehe ich auch. Uns geht es eben allen trotzdem sehr gut, glücklicherweise :)
      Danke für deine netten Worte und fürs kommentieren!

      mfG Chri

  10. Sparkojote
    Sparkojote sagte:

    Hallo Chri,

    Wie du schon oft erwähnt hast, der Mix macht es aus. Ich bin beispielsweise in der Glücklichen Position ein bereits beachtliches Einkommen mit 20 Jahren zu haben. Mit einer eben so hohen Sparquote von 40%, welche ich nächstes Jahr versuchen werde zu erhöhen spare ich mit ein mächtiges Sümmchen zusammen. Mein Business zähle ich nicht zu meiner Sparquote oder zu meinem Einkommen, da ich diese Finanzen gesondert in einer anderen Buchhaltung protokolliere.

    Gruss
    Der Sparkojote

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Sparkojote,

      Dein Einkommen ist echt der Hammer. Da werd ich gleich neidisch ;)
      Durch dein Business bekommst du ja auch noch relativ viel nebenbei herein, auch wenn du es gesondert betrachtest.

      Danke fürs kommentieren!
      mfG Chri

  11. mafis
    mafis sagte:

    Ich muss sagen ich habe mich für ein Lebensstandard entschieden. Daran will ich nicht mehr rütteln. Jetzt auch nicht ausdehnen. Also alles kann genau so bleiben. Die Werte schwanken so leicht jeden Monat.

    Daher bin ich voll auf der Seite mit dem Einkommen. Finde es ist die einzige Möglichkeit für mich schneller als Ziel zu kommen. Daher ist genau das auch in meinem Fokus. Ich suche nach neuen Einkommen und nicht nach mehr Sparmöglichkeiten. Den genau worauf man sich konzentriert das bekommt man auch.

    Gruß,
    mafis

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo mafis,

      Genau so geht es mir auch. Ich möchte auch nicht jeden Cent zweimal umdrehen müssen, um meine Sparquote zu erreichen. Lieber ist mir ich konzentriere mich auf die Erhöhung des Einkommens und spare dadurch im Endeffekt mehr.

      mfG Chri

  12. Thomas
    Thomas sagte:

    Sparen (bzw. eigentlich ist es ja gar kein “sparen” im Sinne von Verzicht auf Ausgaben), hat einen enorm wichtigen Hebel, nicht nur unmittelbar indem es einem Freiräume zur Erhöhung der eigenen Investitionsquote (sic!) gibt, sondern mittelbar dadurch, dass man auch mentaler frei wird von all den “muss ich unbedingt haben!” Einflüsterungen der Umwelt. Hingegen kann man mit einer deutlichen Erhöhung auf der Einkommensseite trotzdem noch im Hamsterrad gefangen bleiben: Pleite sein kann man auf jedem Einkommensniveau ;) Wenn man den endlosen Kreislauf aus “mehr Geld verdienen, um damit noch mehr Konsum zu betreiben zu können” erstmal durchbrochen hat, und für sich unterscheidet zwischen den wirklichen “needs” und den “wants”, fällt einem der Alltag um so vieles leichter… und wie alles im Leben, kommt es auf die Balance an- man muss ja trotzdem nicht leben, wie ein Asket, nur einfach bewusster mit seinem Geld umgehen.

    Großartiger Blog, meinen Glückwunsch zu der Entscheidung bereits in jungen Jahren proaktiv seine finanzielle und persönliche Zukunft in die Hand nehmen zu wollen, und sich dabei nicht auf die obskuren Versprechungen Dritter (Versicherungslobby, Staat, Sozialversicherungen usw.) zu verlassen. Viel Erfolg auf deinem Weg in die Unabhängigkeit!

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Thomas,

      Freut mich, dass ältere Beiträge von mir noch immer gelesen werden :) Bist ja fleißig dabei momentan ;)

      Danke für dein großes Lob!
      Bezüglich meiner Unabhängigkeit: Ich denke ich bin auf einem sehr guten Weg, obwohl ich mir momentan wohl eher viel mehr Arbeit aufhalse als ich eigentlich vertrage ;) haha. Nein, so schlimm ist es noch nicht.

      Wie geht es bei dir voran? Hast du ähnliche Ziele? :)

      mfG Chri

  13. Thomas
    Thomas sagte:

    Hi Chris!

    Habe das ganze Thema “FIRE” erst vor knapp sieben Monaten für mich entdeckt und es lässt mich seitdem nicht mehr los ;)
    Nachdem ich in meinen Sturm und Drang Tagen alle finanziellen Blödsinnigkeiten gemacht haben (Ja, Kapitallebensversicherung… und ja: Beitragsdynamik, ja: Fondsgebundene Berufsunfähigkeitszusatzversicherung…), hatte ich meinen “so geht das nicht mehr weiter- du strampelst immer schneller im Hamsterrad, aber es geht nicht voran…” Moment nach der Lektüre von Kiyosakis Cash Flow Quadrant. Bin dann auf Mr. Money Moustache und andere gestoßen… sieh an, das Internet ist doch nicht nur für Katzenvideos gut ^^

    Die Schritte 1. Verdiene gut und 2. Gib weniger aus- waren dabei vergleichsweise einfach, konnte meine Ausgaben optimiert, meine (Spar/) Investitionsquote auf knapp 60% des Nettoeinkommens reduziert. Nur der Schritt 3. Investiere das Delta gewinnbringend war für mich schwierig. Zum einen erschien mir die anzusparende Summe bei der immer in der Szene propagierten 4% SWDR sehr hoch (in meinem Fall ein gut siebenstelliger Betrag), und zum anderen basieren viele Blogs auf Vermögensakkumulation mit einer “Long only” Strategie- über Jahrzehnte hinweg (meistens wird einem zu einem marktbreiten thesaurierenden ETF mit niedriger TER geraten, gelegentlich mit einer Beimischung eines Emerging Market Anteils). Passives Index Investieren mit einer Buy und Hold Strategie und dabei regelmässig einzahlen und die Erträge thesaurieren- das war für mich irgendwie nicht so ganz das Wahre… obwohl mich die Argumente zum Teil überzeugt haben, war der ganze Ansatz an die Thematik für meinen Geschmack war das alles zu passiv. Vor allem: kein kontinuierlicher Cash Flow, zu inflexibel in Draw Down Phasen (einfach aussitzen und weiter investieren), langsame Kapitalakkumulation (nach Inflation und Steuern- ok natürlich viel besser, als alles andere derzeit). Nach der Rechnung würde ich erst in 15 -20 Jahren FIRE werden- schon gut, aber das muss noch besser gehen ;)

    Bin vor kurzem erst auf die Idee gestossen, dass man seinen FIRE Kapitalstock auch alternativ aufbauen könnte. Nur sind die meisten FIRE Blogger entweder Dividendeninvestoren ODER Stillhalter in Optionen- dabei müsste es IMHO doch eine hervorragende Möglichkeit geben, aus beiden Quellen Cash Flow Ströme zu generieren, die man zu einem Gesamtpaket kombinieren kann (z.B. so lange auf gewünschte Dividendentitel Cash Secured Puts verschreiben, bis man ausgeübt wird und dadurch seinen Einstiegskurs erniedrigt hat, bzw. das bestehende Portfolio mittels Covered Call Writing zu veroptionieren- quasi als eine Art zweite Dividende on top?). Bin daher begeistert, dass Du einer der wenigen Blogger bist, die das Thema so beackern. Ich stehe erst ganz am Anfang meines Optionshandels und hab den Kopf voller Fragen, würde mich aber freuen, wenn wir uns (vielleicht per Mail?) darüber austauschen können? Weiter so mit deinem Blog!

    Gruß,
    Thomas

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Thomas,

      Ich kann alles was du hier gerade geschrieben hast nur unterstreichen. Wir denken komplett in die selbe Richtung!
      Auch ich finde den Ansatz der Dividendeninvestoren eigentlich richtig, nur ging es mir auch viel zu langsam, und habe nach Alternativen gesucht. Irgendwie hab ich das ganze dann kombiniert. Funktioniert bis jetzt ganz gut.

      Sehr gerne würde ich mich mit dir darüber austauschen. Vielleicht kommen wir dann auch auf eine Lösung wie wir längere Drawdownphasen auch mit stetigem monatlichem Cashflow meistern.

      mfG Chri

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  1. […] stellte sich in seinem Artikel die Frage, was wohl wichtiger wäre. Eine hohe Sparquote oder höhere […]

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