Warum ich Anfängern zu gedeckten Optionen rate

Warum rate ich Options-Anfängern zu gedeckten Optionen? Ich bekomme oft E-Mails und Nachrichten über Facebook. In vielen dieser Nachrichten werde ich gefragt, wie der Handel mittels Margin funktioniert. Ich bitte euch, dass ihr euch dazu noch etwas geduldet. Bevor ich einen Beitrag zu dieser Vorgehensweise schreibe, möchte ich sichergehen, dass ihr wisst, wie ihr ohne Margin profitabel werdet.

Wenn du neu im Optionshandel bist, hast du andere Sorgen, als dich um das Thema Margin zu kümmern. Glaube mir, ich weiß wie es ist nichts von all diesen Begriffen an der Börse zu wissen. Ich war auch an diesem Punkt. Ein großer Fehler wäre zu denken, dass man gleich von Beginn an alles richtig machen würde.

Ich habe auch Fehler gemacht, glücklicherweise hat mich das nicht viel Geld gekostet, weil ich meine Positionen immer klein gehalten habe. Es ist gut Fehler zu machen, wenn es Fehler sind, die man verkraften kann. In einem Handel das vorwiegend durch Margin stattfindet, kann ein grober Schnitzer schnell zur Existenzbedrohung werden! Ja, man kann seinen kompletten Einsatz verlieren. Darüber hinaus muss man eventuell sogar Geld nachschießen. Diesen so genannten Margin-Call wollen wir auf jeden Fall vermeiden.

Die Regel kennst du bestimmt: Investiere nur, was du nicht zum leben brauchst! Du hast deine Ersparnisse, die du eben gerade nicht zum leben brauchst ins Depot gesteckt um damit richtig Kohle zu machen. Wenn du es richtig anstellst, funktioniert das auch, wenn du aber nicht achtsam mit deinem Depot umgehst, kann sich dieser Traum schnell in einen Alptraum verwandeln. Ich kenne Menschen, die einen oder mehrere Margin-Calls hinter sich haben. Das ist kein Zuckerschlecken.

Achte von Beginn an auf deine Positionsgrößen

Nehmen wir an du hast ein Depot bei einem Online-Broker eröffnet und die Mindesteinlage von 3000 Euro überwiesen. Zu Beginn ist es egal ob du ein Cashkonto oder Marginkonto handelst. Wenn du ein kompletter Neuling bist kann ein Cash-Konto sogar etwas Sicherheit bieten.

In diesem Kontotyp lässt dich der Broker sogar nur Optionen handeln, die mit Cash gedeckt sind. Was heißt dieses “gedeckt” eigentlich?

Du hast also 3000 Euro am Depot. Nun verkaufst du einen Put auf eine Aktie zum Ausübungspreis (Strike-Preis) von 25. Da der Multiplikator von Aktienoptionen bei 100 liegt, müsstest du also 2500 Euro hinblättern, wenn der Kurs am Ende der Laufzeit unter dem Strike notiert. Du kaufst also die 100 Aktien zum Preis von 2500 Dollar. Die Put Option ist somit mit Cash gedeckt. Dir kann nichts passieren. Im schlimmsten Fall kann die Aktie auf 0 fallen und dein Einsatz ist weg, aber du musst nichts zusätzlich einzahlen.

In einem anderen Beispiel hast du ebenfalls die 3000 Euro am Depot. Du verkaufst einen Put auf eine andere Aktie mit einem Strike-Preis von 45. Wenn die Aktie am Ende der Laufzeit unter dem Strike notiert müsstest du aufgrund des Multiplikators 4500 Euro am Depot haben um den Kauf zu tätigen. Du hast aber nur 3000 Euro am Depot, somit ist die Option nicht gedeckt. In einem Cash-Konto würde dich der Broker diese Position gar nicht eröffnen lassen. Dies gibt dir also die nötige Sicherheit.

Beginne klein und steigere dich langsam

Diese Sicherheit kann dir dabei helfen deinen Handel so zu lernen, dass du langfristig profitabel wirst. Beginne in kleinen aber stetigen Schritten an deinem Handel zu arbeiten. Jede Erfahrung die du machst, wird dich im Endeffekt besser machen. Lerne wie du jeden Monat laufend Erträge erzielst. Lasse dich jedoch nicht dazu verleiten zuviel herum zu klicken. Wie ich von tastytrade immer wieder zitiere: “Trade small trade often”, aber vergiss auch nicht: Hin und Her macht Taschen leer!

Ich würde dir einfach raten, mache dich mit den Gründzügen im Optionshandel vertraut. Den Puts, den Calls, der Prämie, die Laufzeiten, die Volatilität, den Ausübungskurs, die Ausübung selbst und was es alles zu beachten gilt.

Wenn du das alles meisterst und über mehrere Monate Gewinne erzielst könntest du bereit sein auf Margin zu handeln, aber dazu gibt es dann einen oder mehrere eigene Beiträge. Die Margin ist zwar simpel, aber nicht einfach. Ich verstehe sie noch immer nicht zu hundert Prozent, auch wenn ich nun schon länger damit arbeite.

In meinem kostenlosen Trade-Newsletter versende ich immer neu eröffnete Puts auf Dividenden-Aktien. Vielleicht ist für dich auch die ein oder andere Trade-Idee dabei. Ich möchte dabei aber darauf aufmerksam machen, dass diese Trades niemals eine Empfehlung darstellen. Die gesendeten Inhalte sollen nur als Unterhaltung und eventuell als Lernhilfe verstanden werden.

mfG Chri

 

 

22 Kommentare
  1. Sparkojote
    Sparkojote sagte:

    Hallo Chri,

    Wichtiger Punkt den du da erwähnst, wenn ich mit Optionen Anfangen sollte, werde ich es genau so machen wie du es beschrieben hast! Die Margin ist ja ähnlich wie ein “Kredit”, da man mit Geld handelt das man gar noch nicht hat. Deshalb wäre ich dann sehr vorsichtig und taste mich dann heran, nachdem ich genug Erfahrungen mit dem Cashkonto gesammelt habe.

    Gruss
    Der Sparkojote

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Sparkojote,

      Es spricht nichts dagegen von Beginn an ein Margin Konto zu eröffnen, aber man sollte eben die Zahlen im Blick behalten.

      mfG Chri

  2. Rico
    Rico sagte:

    Ein sehr wichtiger Punkt. Ich erhalte leider auch immer mal wieder Emails von Lesern, die irgendwelche Optionen verkauft haben ohne eigentlich genau zu wissen, auf was sie sich eingelassen haben. Davor kann zwar das Cash-Konto nicht schützen, aber zumindest die der mögliche Verlust tatsächlich auf die Einlage beschränkt.

    Am Anfang habe ich auch immer genau ausgerechnet, wieviel Geld ich jetzt bereithalten müsste, wenn ich alle Optionen bedienen müsste. Das hilft sehr eine Vorstellung davon zu bekommen, wieviel Kapital man da überhaupt bewegt.

    VG, Rico

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Rico,

      Ich habe anfangs auch immer ausgerechnet wieviel Kapital ich bräuchte wenn alle Positionen im Geld landen würden. Das hilft schon sehr, vor allem am Anfang. Jetzt mit dem Margin Konto macht das eigentlich keinen Sinn mehr, die Margin ändert sich im Sekundentakt.

      mfG Chri

  3. MS
    MS sagte:

    Moin!

    Das stimmt alles. Man darf allerdings nicht unterschätzen, wie nervend die Dauer des Settlements beim Cash-Konto ist.

    Wenn man nicht ständig ein ausreichendes Guthaben für Transaktionen vorhält, und wer will das schon, statt immer gut investiert zu sein, dann muss man nach einem Verkauf 2-3 Tage auf die Verfügbarkeit des Betrages warten.

    Ich habe am Anfang auch aus genau diesen Selbstschutzgründen ein Cash-Konto geführt. Aber das habe ich ca. nur 1 Jahr durchgehalten. Man sollte schon doch gleich ein Margin-Konto machen. Die Begrenzung ist ja auch dann da. Man kann mit geringem Depotwert ja trotzdem keine beliebigen Summen einsetzen, sondern kann Margin nur nach Depotwert in Anspruch nehmen (//www.lynxbroker.de/service/online-handbuch/marginberechnung/). Aber das kann natürlich auch mal bitter sein.

    Man kann also z.B. keinen PUT auf GOOG mit Strike 800 USD verkaufen mit einem Depotwert von 3000 Euro, weil man 80.000 USD ins Feuer stellen würde. Da wird man automatisch ausgestoppt.

    Man muss einfach diszipliniert den möglichen Fall berechnen, dass man ausgeübt wird. Und eine Rechnung von jeweils 100 x Strike ist ja wirklich nicht unübersichtlich.

    Das kann schnell mal passieren, wenn wie z.B. heute bei Pearson der Kurs 30% absackt. So weit aus dem Geld nimmt man keinen Strike, weil das ja auch keine Prämie bringt.

    Gutes Gelingen
    MS

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo MS,

      Das stimmt mit dem Settlement beim Cash-Konto, das habe ich vorher gar nicht bedacht. Danke dir für den Einwand!
      Der Selbstschutz macht anfangs trotzdem Sinn! Wenn jeder rational handeln würde, gebe aus nicht soviele Menschen, die an der Börse ein Vermögen verlieren. Wir sehen immer wieder dass die Emotion die Überhand bekommt.

      Ja, man kann mit einem kleinen Konto keine Optionen auf Google verkaufen, aber man kann Optionen auf Aktien verkaufen, die trotzdem mehr wert sind als das Depot, und davor möchte ich die neuen schützen, wenn sie noch nicht wissen, was sie dabei tun.

      Danke fürs kommentieren!
      mfG Chri

  4. Finstermoor
    Finstermoor sagte:

    Davon ab, dass ich direkt mit einem Marginkonto gestartet bin, werde ich die Vorschläge so berücksichtigen. Eigentlich gesunder Menschenverstand, aber wir merken ja, was und wer sich da so alles an der Börse rumtreibt ^^ … von daher also gut, wenn du das in dem Artikel nochmals deutlich machst. Danke!

    So long, Finster.

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Finster,

      Ich glaube, dass viele gerade bei so einfachen Dingen etwas falsch machen. Wie du sagst, man kann nicht davon ausgehen, dass sich jeder an selbstverständliche Dinge hält.

      mfG Chri

  5. emexy
    emexy sagte:

    Hi Chri,

    wie groß ist dein derzeitiges Depot bzw. wieviel Anteil hat an deinem Optionshandel die Margin?

    Gruß
    emexy

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo emexy,

      Mein Depot ist momentan irgendwo knapp unter 60k. Ich versuche unter 50% der Margin zu bleiben. Das heißt wenn ich sehe, dass ich 30k Margin-Anforderungen habe, gehe ich keine neuen Positionen mehr ein bis wieder andere geschlossen werden.

      mfG Chri

      • Martin
        Martin sagte:

        Hallo ihr zwei,
        ein guter Richtwert ist auch die Kaufkraft die IB in Abhängigkeit von der Margin berechnet. Summe aller Strikes < Kaufkraft und man ist (normalerweise) auf der sicheren Seite. Das deckt sich auch ganz gut mit deinen 50% Margin-Anforderungen.

        • Chri
          Chri sagte:

          jop, das habe ich noch gar nicht betrachtet, da mein Broker sagte, die Kaufkraft sollte ich lediglich beim Daytrading beachten. Aber das klingt trotzdem irgendwie logisch :)

          mfG Chri

          • Dominik
            Dominik sagte:

            Hi Chri,

            Ich bin einer von den im Artikel angesprochenen Neulingen. Seit November dabei, 5000€ Depotgröße. 750$ Gewinn seither.

            Lustigerweise saß ich am Tag, bevor du den Artikel veröffentlicht hast, am Schreibtisch und habe über einen Sachverhalt nachgegrübelt, den ich meiner Meinung nach immer noch nicht für mich ausreichend verstanden habe. Die Margin. Ich wollte dir eine email dazu schreiben. Am nächsten Morgen lese ich deinen Artikel, der sehr wichtig ist, nämlich Neulingen zu zurückhaltung zu mahnen.

            Die Disukssion unter dem Beitrag beruhigt mich, wenn ich sehe, wie viel Unsicherheit bei anderen herrscht. Ich habe mich stundenlang durch englische und deutsche Beschreibungen für die Margin gekämpft, und würde sagen, dass die Beiträge über mir auch nicht wirklich sicheres Wissen sind.
            Chri sagt, dass der Broker meinte, man solle die Kaufkraft lediglich beim Daytrading beachten. Das klingt harmlos.
            Wenn ich die Interactive Brokers Seite anschaue, //ibkb.interactivebrokers.com/article/2085, klingt es eher nach: Höhe des Buying Power GILT NUR intraday, overnight ist es dann nur die Hälfte. Das klingt schon eher nach: probier es bloß nicht länger als intraday aus, das funktioniert nämlich nicht.

            Wenn ich also 4000€ Cash und buying power 16.000 hätte heißt das, das ich intraday Werte für 16000 Euro ins Depot holen kann, aber nicht overnight halten kann. overnight könnte ich nur Werte in Höhe von 8000 Euro halten.

            Heißt doch dann auch für die Chri-Regel, nur 50% Margin ausreizen, dass du zwar alle Aktien zu Strikepreisen eingebucht bekommen könntest (angenommen du würdest alle Optionen zum selben EndTermin verkaufen), aber am selben Tag wieder verkaufen müsstest, weil du so viele Werte nicht overnight halten kannst.

            Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn ich bei im Bereich Margin sicherer wäre, selbst bei einer kleinen Depotgröße.

            • Chri
              Chri sagte:

              Hallo Dominik,

              Erstmal gratulation zu deinem Gewinn von 750 Dollar. Sehr gutes Ergebnis. Wie hast du bisher gehandelt für diese Rendite? :)

              Für mich klingt das ganze auch eher so, dass die Kaufkraft NUR intraday gilt. Ich würde dieser Zahl also keine Aufmerksamkeit schenken.
              Für mich hat es bis jetzt gut funktioniert mit einer Margin-Auslastung von 50%. Dabei muss natürlich auch zwischen Initial und Maintenance Margin unterschieden werden.
              50% Auslastung bezieht sich für mich auf den höheren der beiden Werte, die Initial Margin.

              So oder so gebe ich dir recht, dass dieses Thema sehr komplex ist, und weiter aufgearbeitet werden sollte. Ich habe mir bereits vor ein paar Wochen vorgenommen die Berechnungen dafür selbst durchzurechnen um ein Gefühl dafür zu bekommen, was passiert, wenn es wirklich mal runter geht. Selbstverständlich werde ich die Ergebnisse dann hier veröffentlichen.

              mfG Chri

  6. Mr. B
    Mr. B sagte:

    Hallo Chri,
    kannst du Lektüre für den Einstieg in das Stillhaltergeschäft empfehlen?
    FG,
    Mr. B

  7. Tom S.
    Tom S. sagte:

    Hallo Chri.

    Erstmal muss ich Danke für Deinen Super Blog sagen. Ich habe den an Weihnachten entdeckt (Glaube es war sogar Heiligabend, das interpretiere ich mal als Zeichen:-)) Seit dem beschäftige ich mich wieder intensiv it dem Thema Börse und Optionen. Vor einigen (15?) Jahren war ich da schon mal dran (allerdings an Optionsscheinen statt Optionen), dann sind aber Frau, Kinder und Haus dazwischen gekommen.

    Ich habe irgendwo gelesen, dass Optionshandel nur mit einem Marginkonto möglich ist und mit einem Cash Konto gar nicht geht. Geht das etwa doch?

    Ich hab jetzt ein Marginkonto (5000€) eröffnet und mich inzwischen auch an den Gedanken gewöhnt, Puts auf Aktien über 50€ zu verkaufen. Ich muss halt aufpassen und die Positionen ständig beobachten, aber das mache ich eh.

    Noch eine Frage: Handelst Du/Ihr nur während der Öffnungszeiten der Börsen? Oder gebt Ihr auch am Abend nach Börsenschluss Orders auf um diese am nächsten Tag zur Eröffnung im Markt zu haben? Die amerikanischen Börsen schließen ja erst um 22:00 Uhr, da sollte es möglich sein am Abend noch aktiv zu werden. Aber aufgrund von Job und Familie sind die deutschen Öffnungszeiten für mich (fast) nicht handelbar. Selbst 22:00 wird manchmal etwas knapp…

    Gruß,
    Tom

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Tom,

      Erstmal danke für deinen Kommentar! Freut mich immer wenn mir jemand neuer schreibt! :)
      Hast dir also selbst sozusagen ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht indem du über mögliche weitere Schritte nachdenkst.

      Dass Optionshandel nur mit einem Margin-Konto möglich ist stimmt nur bedingt (Ich glaube dass ich es selbst sogar irgendwann mal geschrieben habe, dass es nicht möglich ist). Man kann Optionen mit einem Cash-Konto handeln (zumindest bei Banx und IB, wie es bei anderen Brokern ist weiß ich nicht) aber eben nur begrenzt. Die Optionen müssen gedeckt sein, sonst lässt dich der Broker die Position gar nicht eröffnen.

      Weiters macht es meiner Meinung nach langfristig mehr Sinn ein Margin-Depot zu handeln. Die Möglichkeiten sind dabei einfach nicht mehr begrenzt.

      Zu den Optionen auf Margin wird es demnächst ein paar Beiträge geben, um euch allen etwas mehr Einblick in meinen Handel geben zu können.

      Ich handle eigentlich nur am Nachmittag. Die meisten europäischen Aktien schütten nur einmal jährlich Dividenden aus, deshalb fallen diese Aktien für mich eigentlich aus. Orders geben ich nur für den aktuellen Tag ein (bei Eröffnung der Position) . Am nächsten Tag könnte die Prämie vielleicht schon wieder mehr sein oder ich könnte mir einen anderen Strike aussuchen.

      mfG Chri

  8. Micha
    Micha sagte:

    Hi Chri,

    danke dir herzlichst für deine Einblicke in die Optionswelt. Finde ich richtig gut wie du dir die Zeit nimmst.

    Ich selber kaufe derzeit nur Puts oder Call Optionsscheine, was manchmal ziemlich schwierig, nervig oder eher gesagt zeitaufreibend ist. Das möchte ich nun auch baldmöglichst ändern. Ich bin lieber erstmal mit einem Cashkonto unterwegs. Habe da jetzt aber noch ein paar Ideen was ich damit anstellen könnte.
    Mein Depot hat schon ein paar Dividendenstarke Titel im Korb. Da muss ich bald diversifizieren und ich denke, dass ich hier eine gute Möglichkeit sehe das in Verbindung mit Optionen zu tun. Da denke ich auch an die Prämie, inkl. Preis meiner Aktien den ich erzielen kann. Sozusagen wäre ich einer der Covered Calls verkaufen würde.
    Nun zu meiner Situation und Plan den ich vorhabe.

    Nehmen wir mal folgendes an:

    – Ich besitze 500 Shell Aktien
    – ich wäre bereit mich von 200 Aktien zu trennen um mit diesem Kapital andere Chancen zu Kaufen

    Also was mache ich nun?
    Meine Idee ist jetzt:

    Ich verkaufe so lange Calls bis diese mir tatsächlich ausgebucht werden.
    Aktuell liegt der Kurs bei 25,63€
    – Ich verkaufe einen Call bei 26,5€ mit einer Laufzeit von einem Monat
    – und einen weiteren bei 27€ Laufzeit zwei Monate
    – Weil ich Schnäppchenjäger bin verkaufe ich einen Put auf 22€ Laufzeit zwei Monate

    Szenario 1 / Der Kurs bleibt bei ca 25€ zum Laufzeitende
    Geil! Prämie Kassiert und meine Aktien sind noch im Depot. Und ich muss kein Geld für den verkauften Put frei machen.

    Szenario 2 / Der Kurs ist bei 27,3€ bei allen Laufzeiten
    Die Aktien werden zu meinem vereinbarten Preis von 27€ verkauft, kassiere die Prämie auf die Calls und den Gewinn der aus dem Verkauf resultiert. Ach ja, und der Put ist nicht ausgeübt worden und streiche die Prämie ein.

    Szenario 3 (Das schlechteste Szenario) / Kurs fällt auf 21,5€
    Die Prämie der Calls werden schön aufs Konto überwiesen, da diese ja weeeiiit vom Basispreis weg sind. Ich muss zusehen, dass mein Konto für die 100 Aktien gedeckt ist (100*22€ ausgemachter Preis = 2200€).

    Szenario 1 gefiel mir am liebsten, da ich noch Dividenden in der Zeit erhalte. Ich könnte aber auch mit Szenario 2 Leben. Aber auch mit dem letzten kann ich irgendwie Leben da zu diesem Kurs die Aktie wieder attrktiver ist. Also WinWinWin Situaion für mich weil ich keine Verluste hinnehmen muss

    Habe ich das alles jetzt richtig verstanden?

    Viele Grüße
    Micha

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Micha,

      Ich gratuliere! Du hast das alles richtig verstanden!
      Genau so handhabe ich das auch teilweise!

      Dass du mit dem Kauf von Optionsscheinen nicht glücklich wirst kann ich verstehen. Leider muss beim Kauf dieser Produkte die Aktie in die richtige Richtung laufen. So ist das beim Verkauf nicht. Die Prämie bekommst du immer, egal was passiert.

      Danke fürs vorbeikommen! :)
      mfG Chri

      • Micha
        Micha sagte:

        Hervorragend,… genau diese Bestätigung habe ich gebraucht. Bin echt gespannt und kann kaum meine Eröffnung des Depots erwarten.

        VG
        Micha

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