Warum ich keine Optionsscheine handle

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Hallo Leute,

Heute möchte ich einmal klar stellen, dass es gewaltige Unterschiede zwischen Optionsscheinen und dem Optionshandel an sich gibt. Wo liegen die Unterschiede, und warum ist es so wichtig, den Unterschied zu kennen? Wird einer zum Beispiel von Banken mit dem falschen Produkt geködert, wird er eventuell eine Menge Geld verlieren. Ich glaube, dass schon die Benennung an sich jegliche Interessenten hinters Licht führen soll. Egal bei welcher Bank nachgesehen wird, überall finden sich Infos zu Hebelprodukten wie Optionsscheine. Im Internet gibt es Lektüre zu diesem Themengebiet auch wie Sand am Meer.

Warum gibt es aber kaum Quellen zu guten Informationen über den Optionshandel? Reiner Zufall oder wollen die Banken wirklich etwas geheim halten? Ich bin davon überzeugt, dass es so ist. Wenn alle Leute den Unterschied zwischen Optionsscheinen und Optionen kennen würden, würde niemand mehr diese Scheine kaufen.

Es mag ja vielleicht sein, dass sie mit der Geheimhaltung bis jetzt ziemlich erfolgreich waren, doch nun bin ich da. ;) Meine Leser sind klüger und werden hoffentlich in stetigen kleinen Schritten erfolgreicher als alle, die weiterhin Optionsscheine handeln. Was heißt hier eigentlich hoffentlich?! Es wird 100-prozentig so sein! Ich muss mich einfach bemühen, und hier gute Arbeit leisten. Aber wenn ich jemanden für diese Thematik interessieren kann, habe ich schon gewonnen. :)

Was ist ein Optionsschein?

Ein Optionsschein gibt dir theoretisch das Recht einen Basiswert (z.B.  Aktien, oder Rohstoffe) zu kaufen oder zu verkaufen.  Du musst allerdings den Schein erstmal bezahlen, und spielst damit immer gegen die Bank. Der Basiswert wird dir aber nicht physisch eingebucht, wie bei den Optionen. Beim Optionsschein hat sich der Barausgleich durchgesetzt. Dies bedeutet dass bei Ausübung nur der Differenzbetrag ausbezahlt wird, und der Gegenwert (Aktie, Rohstoff) kann nicht in deinen Besitz übergehen. Die Bank ist der Emittent (= Jemand der Wertpapiere ausgibt). Du kannst die Verkaufsseite des Scheines gar nicht einnehmen, das bedeutet, solange Dein Schein nicht ausgeübt wird, verlierst Du Geld. Mit jedem bezahlten Schein verlierst Du reales Geld. Im Falle des Optionsscheines sind die Banken der Stillhalter, wie ich der Stillhalter bei meinen Optionen bin.

Optionsscheine sind manipulierbar – Optionen nicht

Wie ich bereits geschrieben habe spielst du gegen die Bank. Grund dafür ist unter anderem, dass jede Bank unterschiedliche Preise und unterschiedliche Regeln aufstellt. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Banken können die Kurse bei  unserem Kauf hoch ansetzen, und bei unserem Verkauf niedrig ansetzen. Dieser Umstand alleine macht es mir leicht die Finger davon zu lassen. Jetzt kommt der Ober-Hammer: Ich habe gelesen, dass in den USA diese Scheine sogar verboten sind. Dieses Land kümmert sich anscheinend etwas besser um seine Anleger.

Optionen sind standardisiert. Sie werden an den Terminbörsen CBOE (Chicago Board Options Exchange) in Amerika und Eurex (European Exchange) in Europa gehandelt. Der Preis der Optionen setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen, diese können aber nicht manipuliert werden.

Totalausfall

Bei Optionsscheinen, die du bei der Bank kaufst, besteht sogar die Gefahr des Totalverlustes. Sollte der Emittent (in diesem Fall die Bank) insolvent werden, ist das investierte Geld schlicht und ergreifend verloren. Gehd die Bank also bankrott, wird der Schein wertlos und wir schauen durch die Finger auf gut österreichisch. Bei Optionen gibt es den Emittenten nicht. Optionen können von jedem ge- und verkauft werden. Der Gegner ist hier nur der Markt. Mit einem Optionsschein haben wir zwei Gegenspieler, nämlich den Markt und die Bank.

Fazit

Wenn Du Optionen handeln willst, und dein Bankberater sagt zu dir, dass du wahrscheinlich Optionsscheine meinst, verlasse unverzüglich die Filiale. Optionsscheine werden im Handelssegment Euwax der Börse Stuttgart  gehandelt. Optionen werden an der Eurex gehandelt. Vielleicht ist Dir auch aufgefallen, dass die Namen ziemlich ähnlich klingen. Und wieder schließe ich hier reinen Zufall aus. Der Bankberater weiß wahrscheinlich selbst nicht, dass es die Eurex gibt. Ein gut gemeinter Rat an Dich: Lass einfach die Finger von solchen Bankangeboten. Such Dir einen vernünftigen Online-Broker und beschäftige dich mit der Stillhalterstrategie. Es wird mehr für dich herausspringen, das garantiere ich Dir.

Die Vorteile der Optionen liegen für mich klar auf der Hand: Kursmanipulationen sind nicht möglich. Es gibt kein Insolvenzrisiko der Emittenten. Optionen können durch Puts als Absicherung gegen Kursverluste verwendet werden. Ich hoffe ich konnte klar machen, dass es keinen Grund gibt Optionsscheine zu handeln. Es mag ja sein, dass es Leute gibt, die dadurch schon Geld verdient haben. Das werte ich aber unter der Rubrik “Glück gehabt”.

Ich selbst versuche durch meine Strategie ein regelmäßiges Einkommen an der Börse zu verdienen. Dies gelingt mir bis jetzt sehr gut. Mit Glück hat das nichts zu tun. Ich verlasse mich auf meine Fähigkeiten, die ich mir angeeignet habe, und profitiere davon.

mfGChri

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