Wie ich zum Optionshandel gekommen bin – Teil 3

Hier kommt der dritte und letzte Teil meiner Artikelserie über die Geschichte, wie ich zum Optionshandel gekommen bin.  Im ersten Teil meiner Artikelserie habe ich ganz von vorne begonnen, als ich die Schule mehr oder weniger erfolgreich beendet habe. Im zweiten Teil ging es um meinen ersten richtigen Vollzeit-Job. Hier geht weiter mit dem dritten Teil:

Dies war aber noch nicht der Turbo den ich mir erwartet habe

Obwohl ich in dieser Zeit ziemlich sparsam gelebt habe, habe ich mir hin und wieder einen schönen Urlaub gegönnt. Während meiner Reisen habe ich auch viel über mich nachgedacht, und bin zum Schluss gekommen, dass ich nicht 10-20 Jahre so weiter machen kann, um mein Depot zu füttern. Es musste also zusätzlich zu den Überstunden noch ein weiterer Beschleuniger her.

Wieder vergingen Tage, Wochen und Monate in den weiten des Internets bis ich eher zufällig durch Google auf Suchbegriffe gestoßen bin, die mich wirklich weiter gebracht haben. Ich glaube es war so etwas wie “alternative Einkommensstrategien Börse” oder ähnliches. Ich hatte keine Ahnung, wie viele verschiedene Finanzinstrumente es an der Börse gibt.

Auf jeden Fall habe ich dann vom Optionshandel erfahren. Die Verwendung der neuen Suchbegriffe lieferte bald alle Antworten die ich brauchte. Ich war wieder Feuer und Flamme. Ich wusste bereits einiges über Investments in Dividenden-Aktien und dachte dass ich vieles kenne, was es am Finanzmarkt gibt. Durch das Einarbeiten in den Optionshandel wusste ich aber plötzlich, dass ich noch nicht einmal an der Oberfläche gekratzt hatte.

Jetzt lernte ich das erste Mal für mich und mein Leben

Von nun an hatte ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, dass es wirklich sinnvoll ist, sich in ein Thema einzuarbeiten. In der Höheren Technischen Lehranstalt gab es dieses Gefühl nie. Ja, in der Firma hatte ich einige wenige Dinge vielleicht gebraucht, die ich in der Schule gelernt habe, aber diese waren vernachlässigbar.

Ich lernte also das erste Mal für mich und weiteres Leben. Das Gefühl mit jedem Tag einen Schritt näher an meiner finanziellen Unabhänigkeit zu sein war unbeschreiblich.

Ich kann mich noch an einen Moment sehr gut erinnern. Es war Advent 2015, ich hatte bereits einige Optionen gehandelt. Manche wurden im Gewinn geschlossen, und manche im Verlust. Zu Weihnachten hatte ich mir selbst ein Geschenk gemacht und mir viele neue Bücher zum Optionshandel bestellt. Ich wusste, dass hier die richtigen Antworten zu finden sind.

Meine süße Freundin und ich (ja, sie zwingt mich das du schreiben, aber es stimmt auch ;) )  sind bei uns im Ort auf den Adventmarkt gegangen und wir haben einige Freunde getroffen. An diesem Abend erzählte ich ihr, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir uns alles leisten können, was wir wollen. Ich war 100% davon überzeugt, dass mein zukünftiges Einkommen über den Optionshandel hereinkommen wird. Ich sagte ihr, dass ich bald über 1000 Euro an Nebeneinkommen haben werde. An diesem Abend glaubte sie mir noch nicht, was ich bereit bin auf die Beine zu stellen.

Das Jahr 2016

Im Jänner 2016 habe ich dann den Blog gestartet um mich selbst zu überwachen, und meine Erfolge oder Misserfolge zu dokumentieren. Wie hier zu sehen ist, konnte ich bereits im Jänner das Gelernte der Bücher erfolgreich umsetzen. Es wurde das erste Mal eine nicht zu verachtende Menge Geld verdient. Im Februar gab es dann noch einmal einen kleinen Einbruch, da ich hier noch mehr gerollt habe als jetzt, aber ab März 2016 kann ich mich überhaupt nicht mehr beschweren.

Ich wurde immer sicherer und habe somit Wege gesucht noch mehr Geld für mich arbeiten zu lassen. Mein Weg ging über meinen Bruder. Wir hatte uns ausgemacht, dass er mir etwas Geld borgt womit ich arbeiten kann und ich zahle es ihm monatlich zurück. Funktioniert bis jetzt sehr gut, aber ich würde es keinem Neuling raten, der nicht wirklich weiß was er tut!

Im Dezember 2016 zu Silvester musste ich das Jahr in meinem Kopf Revue passieren lassen. Ein Jahr zuvor hatte ich meiner Freundin erzählt, dass ich bald Einnahmen von über 1000 Euro neben meinem Job haben werde. Abgeschlossen habe ich den Dezember 2016 mit über 2100 Euro Nebeneinkommen durch die Börse. Der absolute Wahnsinn! Im August konnte ich außerdem meine Vollzeit-Anstellung in eine Teilzeitanstellung verwandeln, da mein Börseneinkommen so gut funktioniert. Die Arbeitszeitreduktion war sehr wichtig für mich und meine weiteren Schritte.

Das war alles erst der Anfang

Ich glaube, dass meine Freundin mittlerweile auch nicht mehr daran zweifelt, dass ich alles dafür tue, um zu erreichen was ich möchte. Meine Teilzeitanstellung ist mittlerweile wieder auf Eis gelegt. Dies liegt aber nicht daran, dass ich Angst habe weniger zu verdienen, sondern weil schon wieder so viele Aufträge warten. Ich habe meinem Arbeitgeber zugesagt maximal 6 Monate, also ein halbes Jahr, Vollzeit zu arbeiten, um die Aufträge zu bearbeiten. Danach wird automatisch wieder auf Teilzeit umgestellt.

Bekomme jetzt natürlich wieder ein bisschen mehr bezahlt. Hoffentlich kann ich davon wieder viel in mein Depot einzahlen.

Auf jeden Fall bin ich noch lange nicht fertig. Mit meinem Optionshandel bin ich aktuell sehr zufrieden, allerdings werde ich mich wahrscheinlich nicht so schnell davon verabschieden. Das große Ziel liegt darin soviel Geld damit zu verdienen, um irgendwann auch nicht mehr handeln zu müssen. Zumindest meine Fixkosten sollten 100%ig durch Dividenden gedeckt sein. Wenn ich dann mal etwas Geld brauchen sollte, kann ich noch immer Optionen verkaufen.

Auch hier am Blog und meinem Online-Business wird es noch viel Veränderung geben. Ich stehe eigentlich ganz am Beginn meiner “Blogger-Karriere” ;) . Ich möchte diese Idee, die ich hier jeden Monat vor lebe in die weite Welt hinaus tragen, und interessierten Menschen dabei helfen ein zweites Standbein aufzubauen, oder sogar vielleicht auch komplett finanziell frei zu werden.

Die Community die sich rund um diesen Blog bereits gebildet hat ist wahnsinnig hilfsbereit. Mir gefällt das alles sehr gut und es scheint so, dass wir täglich neue Leute finden, die sich für unseren Handel interessieren. Ich hoffe wir machen alle weiter so!

5-Stellige Einnahmen realistisch

Es wird nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich es für realistisch halte hier eines Tages über 10.000 Euro pro Monat mit dem Optionshandel zu verdienen. Es ist ja nur eine Frage des Kapitals. Solange wir immer einen Teil der Gewinne im Depot lassen, wächst es von ganz alleine.

Kennst du die Geschichte mit dem Schneeball? Dieser Schneeball hat bereits begonnen zu rollen. Irgendwann wird aus diesem einen kleinen Schneeball eine riesige Lawine entstehen. Der Grund dafür ist der Zinseszinseffekt. 

Ich muss einfach nur meine Strategie und mein System stur weiterverfolgen. Ich mach mir da gar keine Sorgen. Es hat bis jetzt funktioniert, es wird auch in der Zukunft funktionieren.

Für mich der richtige Weg

Ich kann dir versichern, dass ich meinen ganz persönlichen heiligen Gral der Vermögensbildung gefunden habe. Viele sehen den Optionshandel nicht so. Für sie funktioniert es eben nicht, oder sie verstehen dieses Instrument nicht. Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten, und diese Erfahrungen möchte ich mit allen teilen.

Das sollte jetzt einmal das vorläufige Ende meiner Artikelserie sein. Mir fällt bestimmt noch mehr dazu ein, aber für jetzt lass ich es einmal gut sein.

Ich freue mich auf jeden Kommentar. Wenn dir diese Beiträge gefallen haben, würde ich mich freuen, wenn du sie teilen würdest. Danke Dir!

mfG Chri

37 Kommentare
  1. Stalflare
    Stalflare sagte:

    Ciao Chris,
    Do you have a way of tracking annual return on the options that you trade? As you correctly wrote, it all depends on how much capital one can deploy, but I think that it would be interesting to see how, by changing the way you trade, the annual returns have been affected.
    This also would give a more stable metric to compare your style of investment to other systems. Either than that I love the part-time work situation, sounds like a great thing to me :)
    Ciao ciao

    Stal

    • Chri
      Chri sagte:

      Ciao Stal,

      I dont have a special way to track my options trading annual returns. I just make an addition of the realized profit from all months and divide it through the worth of my portfolio from the start of the year.

      best regards
      Chri

  2. Bernhard
    Bernhard sagte:

    Hallo Chri
    welche Optionsbücher hast Du gelesen?
    Vielleicht schreibst Du dazu mal einen Beitrag?

    herzliche Grüße
    Bernhard

  3. Chris
    Chris sagte:

    Hi Chri,
    habe jetzt voller Begeisterung alle drei Artikel gelesen und muss sagen, das war bestimmt nicht das Ende :) Herzlichen Glückwunsch bis zu diesem Zeitpunkt und Respekt bisher, verfolge gerne deine Texte und auch was möglich ist, da bin ich selbst mit allem noch ganz am Anfang! Weiter so…
    Viele Grüße Chris

    • Cor
      Cor sagte:

      Ich denke es mach unglaublich Spaß diese Welt zu entdecken, und dabei immer mehr und mehr Stücke davon zu sehen und zu erleben. Zumindest bei mir ist es so :-)

      Naked Puts sind eine wunderbare Sache. Sie funktionieren, und das nicht ohne Grund: Die Märkte steigen.

      Dazu ein Beispiel / Erlebnis von mir:
      Im Herbst letzten Jahres schrieb ich einen Cash-Secured-Put-Kontrakt auf VW. Ca. 200 Euro Prämie. Es lief prächtig: Der Wert stieg, bis 1 Monat nach meinem Verkauf die Option verfallen war und die Prämie war meine.

      200 Euro in einem Monat – nicht schlecht. Hätte ich allerdings die Aktie selbst gekauft, wäre diese nach einem Monat um 1.500 Euro im Wert gestiegen.

      Man sieht: Während 100 Aktien um 1.500 gestiegen sind, brachte diese auf steigende Kurse setzende Strategie gerade mal “mickrige” 200 Euro, auf der anderen Seite ist das Verlustrisiko durch Wertverlust der 100 Aktien in vollem Ausmaß zu tragen. Gewinn von einem Bruchteil eines Direkt-Investments, Risiko wie bei einem Direkt-Investment.

      Fragt man mich, sind diese Eigenheiten von Optionen viel zu wichtig um sie zu ignorieren. Natürlich kann man, wenn es dann aber so weit ist, schlägt dieses Risiko eiskalt und mit lautem Knall zu.

      Ist dies in der persönlichen Strategie eingeplant, dann können Optionen eine wunderbare Sache sein. So wunderbar, dass 9 von 10 Leuten nicht einmal wissen, dass es so einen Generator von passivem Einkommen gibt :-)

      • Cor
        Cor sagte:

        Sorry, ich hab mich total verklickt.

        Der Beitrag oben sollte eine Antwort auf den Kommentar von Christian weiter unten sein …

        • Christian
          Christian sagte:

          Hi Cor, auf meinen Beitrag? :)

          Du hast natürlich recht, wenn der Markt von heute auf morgen einbricht, dann wird man wahrscheinlich überall ausgeübt werden, bzw. die Margin geht erstmal durch die Decke. Um so einen Fall einigermaßen abzusichern, nutze ich die Margin nur zu 50% aus. Neue Positionen werden nur eröffnet wenn diese Marke nicht überschritten wird. Zusätzlich suche ich mir auch nur Aktien raus, die ich auch so kaufen würde. Ich könnte also auch gut damit leben wenn ich sie einige Monate halten müsste.
          Weitergehend habe ich auch oftmals einen Puffer zwischen Strike und aktuellem Marktpreis. Teilweise beträgt dieser mehr als 10%. Das würde einen starken Kursrutsch nochmal leicht abfangen.
          Das die Gewinne nach oben hin begrenzt sind, damit hast du natürlich recht. Allerdings ist der Vergleich den du ziehst nur korrekt wenn du ATM Optionen verkaufst. Hast du einen Puffer so wie ich drin, kann die Aktie sogar 10% fallen und ich sacke immernoch die Prämie ein. Während du bei deinem Vergleich einige Verluste einfahren würdest. Steigt die Aktie sinkt der Optionspreis relativ schnell, so dass ich die Option zurückkaufen kann und das Risiko durch eine verkürzte Laufzeit reduziert wird.
          In meinen 2,5 Monaten Handel ist mir das bis jetzt schon 2 mal gelungen. Es gilt natürlich, dass weiter fortzuführen und auch in anderen Marktlagen beibehalten zu können. :)
          Ich habe mir aber auch wie du bereits Gedanken gemacht, was passiert wenn der Markt schnell absackt und werde das auch weiterhin machen. Ich denke das wenn man sich über die Risiken im Klaren ist, kann es genau wie du sagst eine wunderbare Einnahmequelle sein :)

          Viele Grüße
          Christian

        • Chri
          Chri sagte:

          Kein Ding! :)

          Ja, ist klar, dass ein Direktinvestment hier vorteilhafter gewesen wäre, aber das weiß man vorher nie. Und da ich nicht wissen kann in welche Richtung sich der Kurs bewegt streiche ich lieber jedesmal eine Prämie ein, egal ob für einen Put oder für einen Covered Call. :)

          Im Endeffekt muss jeder seinen Weg finden. Für mich ist es dieser :) Aber keine Frage, es werden in der Zukunft sicher Anpassungen gemacht von mir, da ich ja auch mit der Zeit schlauer werde ;) hoffe ich zumindest.

          mfG Chri

  4. ArtVandelay
    ArtVandelay sagte:

    Hallo Chri,
    Dein Weg lief sehr gut an und wird in großen Teilen von Deinem Optimismus, oder besser gesagt Deiner positiven Einstellung getragen. Letztendlich wird das auch der Schlüssel zu Deinem Erfolg sein, da bin ich mir ganz sicher. Aber ich möchte auch zur Vorsicht mahnen, nicht übermütig zu werden. Deine aktiven Jahre waren rückwirkend betrachtet auch schlichtweg gute Jahre für den Kapitalmarkt insgesamt. Da Du nicht ausschließlich mit Cash-secured Options handelst (sondern auf Margin), kann es in einer ungewohnten Marktsituation (bspw. in einer längeren Rezession können gleich ‘mal mehrere Puts auch nach vielfachem Rollen ins Minus laufen) zu einem großen Dämpfer im Depot führen, Stichwort “Schwarzer Schwan”. So einen Rückschlag MUSS und WIRD jeder Entrepreneur in seinem Leben / seiner Karriere einmal durchgemacht haben. Erst dann darf man sich als erfolgreicher Investor feiern lassen. Etwas ironisch formuliert, ich wünsche Dir eine baldige Finanzkrise, damit Du dieses Ziel zeitnah erreicht haben wirst! ;-)
    Lieben Gruß
    –art v

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Art v,

      Da hast du sicherlich recht. kann dir da nur hundertprozentig beipflichten. Man muss sich nur mal die Performance vom S&P500 in den letzten Jahren ansehen. Aber das weiß ich auch, keine Angst! Ich freue mich bereits seit langem auf so ein Ereignis. Erst da wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Es wird sich zeigen, ob ich auf der Verlierer oder Gewinnerseite stehe. Nichts desto trotz hatte ich nie die Absicht mich hier feiern zu lassen ;) Aber ich denke das weißt du :)

      Ich habe auch nicht vor übermütig zu werden. Ich versuche einfach meine Performance innerhalb mir selbst gesteckter Grenzen zu maximieren. Dabei habe ich aber bei jedem einzelnen Trade im Hinterkopf, dass er auch schief gehen könnte. Habe ja schon wieder Aktien eingebucht bekommen. Das heißt für mich jetzt erstmal abwarten und covered Calls verkaufen ;)

      Danke für deinen Kommentar!

      mfG Chri

    • Cor
      Cor sagte:

      Ich möchte mich dem nur anschließen.

      Wahrscheinlich gilt es langfristig, das richtige Verhältnis zu finden. Zwischem dem Festhalten des Geldes und dem Schaffen von Gewinnmöglichkeiten respektive Einkommen. Festhalten dämpft Verluste, zehrt aber gleichzeitig auch enorm an den Gewinnen.

      Hier ein Beispiel.
      Sturz der Aktienmärkte über Nacht um 30 %. In den drauf folgenden zwei Monaten ausgehend von diesem tiefen Stand nochmals ein Drittel Rückgang. Mit vielen Aufs und Abs und gewaltigem Zick-Zack. In so einer Situation wird man sich darauf einstellen können, dass die Märkte binnen mehrere Jahre wieder den ursprünglichen Stand erreichen.

      Ein Depot, das bei so einem Sturz die Einbuchung aller Werte zu den Naked Puts nur mittels Margin schafft (wenn die Margin überhaupt ausreicht dafür) ist damit so etwas von tot.

      Im Detail ist es noch schlimmer: Ein Rückkauf der Puts wird sich in dieser Situation überhaupt nicht lohnen, da die Implizite Volatilität sinnbildlich ins Unendliche wächst. Auf der anderen Seite wird das Depot ein Einbuchen aller Werte zu den Naked Puts nicht stemmen und es würde sofort zwangsliquidiert werden. Im bösen Fall kann man froh sein, nicht mehr Verlust zu erleiden als Vermögen im Depot vorhanden war. Es ist sodann ein Glück sein gesamtes Vermögen zu verlieren, und nicht mehr.

      Anders der Fall 2: Streng abgesichert nur Cash-Secured-Puts im Depot.

      Tritt hier das obige Crash-Szenario ein, ist man vermögenstechnsich nicht tot, liegt sinnbildich gesprochen aber im Koma.

      Auf einen Schlag hat man Tausende oder Zehntausende Euro seiner Ersparnisse und bisherigen Gewinne verloren. Da Aktienmärkte aber dazu tendieren, langfristig zu steigen, kann man die Misere durch Aussitzen überstehen.

      Das Geld darf man die nächsten fünf Jahre halt nicht brauchen. In dem Fall ist es nämlich weg.

      Worauf ich hinaus will:
      Naked Puts kosten Haus und Hof wenn man nicht dagegen abgesichert ist (zB mit Cash im Depot, über das man für die Verluste aufkommt)

      Es ist schön wenn es 100x gut läuft und prächtige Gewinne bei einem liegen. Man kann jeder Person zu so etwas nur gratulieren. Im Anschluss daran reicht es aber 1x schief zu gehen und alles ist weg.

      • Chri
        Chri sagte:

        Deshalb versuche ich seit Wochen und Monaten herauszufinden wo ich einen Crash sehr gut simulieren kann. Heute habe ich meinem Depot einem Crash-Test unterzogen. Kann man in der Kontoverwaltung herausfahren. Geht aber leider nur bis -30%. Außerdem wird mir die Margin nicht angezeigt.

        Mein Ziel ist es einen 50% Sturz ohne Margin Call zu überleben, vom Rest komm ich schon irgendwie raus. Wenn ich das simulieren könnte und weiß wie die Margin reagiert würde mir das schon sehr viel Sicherheit vermitteln. :)

        mfG Chri

          • Cor
            Cor sagte:

            Ich denke es braucht mehr als nur ausreichend Margin bei einem Crash (wie 2008/09 oder vorher die Dot-Com-Blase)

            Fall 1 – Margin reicht nicht
            Das Konto wird zwangsliquidiert und ist weg. Möglicherweise ganz extrem und man hat Glück alles verloren zu haben, und Pech wenn man neben dem leeren Konto noch eine Stange Geld dem Broker schuldet das man vielleicht erst verdienen muss.

            Fall 2 – Margin ausreichend
            Gehen wir wegen der Einfachheit von so viel Cash aus, dass Margin bei Put-Ausübungen überhaupt kein Thema ist. Schnipp und ausgeübt, alles mit eigenem Cash bezahlt.
            Hier trägt man den ganzen Verlust, und macht den Crash 1:1 mit. Ein Crash von 50 % und das Depot, sprich Vermögen darin, ist zu 50 % geplättet. Es gibt heute noch Werte – grundsolide Unternehmen – die noch nicht den Stand von vor dem letzten Crash 2008/09 erreicht haben. Das kann es doch auch nicht sein. Wir haben hier Optionen, ein Instrument um genau solche Situationen abzufedern (oder von ihnen zu profitieren), und dann ist man dem Crash erstmal trotzdem voll ausgeliefert.

            Fragt man mich, ist beides nicht befriedigend.

            • Chri
              Chri sagte:

              da hast du recht, aber dann müsste ich von Haus aus absichern, und das will ich auch nicht.
              Ich mache mir sehr viele Gedanken dazu, das glaubst du gar nicht. Aber eine zufriedenstellende Lösung habe ich bis jetzt nicht gefunden.

              Jeder Dividendeninvestor macht diesen Crash auch komplett mit. Im Idealfall wird weiterhin Einkommen erzeugt, und darum geht es mir ja hauptsächlich. Diesen Ansatz finde ich persönlich sehr entspannt und deshalb verwende ich ihn auch. Angenommen mein Portfolio steht mit einem Buchverlust von -40 Prozent. Solange ich weiterhin gutes Einkommen erzeugen kann und mir es an nichts fehlt, könnte es mir nicht mehr egal sein ;) Die realisiersten Zahlen sind mir wichtig, das schreibe ich auch immer wieder :) Aus diesem Grund handle ich Optionen ausschließlich auf Dividenden-Aktien. Klar gibt es keine Garantie, dass die Unternehmen weiterhin ihre Gewinne an die Aktionäre ausschütten, aber viele Unternehmen haben bewiesen, dass sie mit diesen Situationen fertig werden.

              Es werden auch viele Unternehmen mit hinunter gerissen, die kaum Gewinneinbußen haben, und weiterhin Cashcow spielen.

              Ich verstehe deine Seite, aber wenn ich alles absichere, geht mir das zu sehr ins Trading. Ich habe keine Lust mich ständig darum zu kümmern. :)

              Interessante Diskussion auf jeden Fall, danke für deinen Kommentar!

              mfG Chri

  5. Martin Reichelt
    Martin Reichelt sagte:

    Hallo Chri,

    schöner Abschluss der Artikelserie.
    Wir haben ja auch schon darüber geredet, das ein fünfstelliges Einkommen zum Großteil nur vom Depot abhängt.
    Von daher bin ich mir da auch sicher, das es grundsätzlich für dich, wie auch für jeden anderen, möglich ist. Man darf halt nur nichts erzwingen. Aber schneller als über Dividenden alleine geht es auf alle Fälle :-)

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Martin,

      Ja, wollen ja nichts überstürzen :) Es ist auch kein Ziel welches ich unbedingt erreichen muss. Hauptsache ich kann von meinen Kapitalerträgen leben :) Aber auch darauf verlasse ich mich nicht zu hundert Prozent.

      Danke!
      mfG Chri

  6. Rico
    Rico sagte:

    Kann deine Begeisterung gut nachvollziehen. So ging es mir auch, als ich diese Welt das erste Mal entdeckt hatte! Ich wünsche dir, dass du die 10k schnell erreichst :-)

    VG, Rico

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Rico,

      dich wollte ich eh etwas fragen. Kann ich mit dem Risk Navigator einen Crash für mein Portfolio simulieren? Wenn ja, wie? Habe in einem Video von dir gesehen, dass du den Risk Navigator nutzt.
      Danke! ich dir auch!
      mfG Chri

  7. Patrick
    Patrick sagte:

    Super Story :) Wie hoch war denn dein Kapital wie du mit Optionen begonnen hast?
    Grüße Patrick

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Patrick,

      Ich denke als ich mit Optionen begonnen hatte war das Depot 8 oder 9000 Euro wert.

      mfG Chri

  8. Christian
    Christian sagte:

    Vielen Dank für den Einblick, witzigerweise ist es mit meiner Freundin genau dasselbe. Auch ich habe ihr meine Pläne von der finanziellen Freiheit und dem Optionshandel mitgeteilt und befinde mich aktuell in der Phase des Zweifelns. “Bis jetzt hast du ja noch nichts geschafft” “Mach erstmal ein paar Gewinne” und ähnliches bekomm ich da manchmal zu hören. Aber als ich letztens die etwas über 60€ im Monat einstreichen konnte war sie auch erstmal verblüfft. :D Befinde mich da wahrscheinlich ziemlich genau 1 Jahr hinter dir und hoffe dass ich im nächsten Jahr dann ähnlich da stehe wie du jetzt :)

    Viele Grüße
    Christian

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Christian,

      Ach, sie wird schon noch drauf kommen ;) Geht dann schneller als du glaubst. :)
      Du musst du nur selbst an dich glauben :)

      mfG Chri

  9. Bernd
    Bernd sagte:

    Hallo Chri,

    Deine Wegbeschreibung ist sehr inspirierend und motivierend. Ohne Dein Vorbild hätte ich wahrscheinlich 2016 nicht mit Stillhaltergeschäften angefangen. Es ist wirklich eine neue Welt, die ganz andere Perspektiven zulässt. Wenn sich alles so entwickelt, wie ich es mir vorstelle, werde ich nach einem Jahr “Testbetrieb” auch mit geliehenem Geld meine Eigenkapitalrendite steigern. Ziel ist es, in absehbarer Zeit nur noch vier Tage die Woche zu arbeiten. Die Differenz zu meinem bisherigen Einkommen soll durch Opitionsprämien ausgeglichen werden. Das wäre für mich heute schon ein Stück finanzieller Freiheit.

    Gruß
    Bernd

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Bernd,

      Ach, ohne mich hättest du vielleicht jemand anderen gefunden, der diesen Weg bereits geht :)
      So wie du das beschreibst mache ich das eigentlich schon. Nur habe ich bis jetzt nichts von meinem Depot entnommen, da es immer so gereicht hat. Das hilft natürlich dass ich weiterhin meine Einnahmen steigern kann. Irgendwann werde ich aber etwas entnehmen müssen.

      Danke fürs kommentieren!

      mfG Chri

  10. ChristianH
    ChristianH sagte:

    Hallo Chri,

    erst mal vielen vielen Dank für deinen Blog!!! Machst hier einen klasse Job.

    Ich bin noch recht neu auf dem Aktienmarkt und eigentlich noch in der Findungsphase.
    Verschlinge ein Buch und Blog nach dem anderen und bin eigentlich bei der/den Strategien Value/Dividententitel hängen geblieben…….bis ich deinen Blog gefunden habe:-)

    Ich finde deinen Weg wahnsinnig interessant, gerade die Kombination…Hut ab.
    Auch der Aufbau des Blogs, die Übersichtlichkeit, deine Schreibweise lässt sich super lesen, mach weiter so. Bitte:-)

    Mein Depot ist aktuell bei der IngDiBa und noch recht klein, knapp über 5stellig.

    Mein Plan für dieses 2017:

    – Depot 50% vergrößern
    – weiterhin Cashreserven vergrößern um handeln/reagieren zu können
    – mich mit dem Optionshandel allgemein + bei Banx (Demokonto) vertraut machen
    -> 2018 dann mit dem Optionshandel starten (nur Cashkonto)

    Die Software von Banx hat mich voll erschlagen, sieht auf den ersten Blick mächtig kompliziert aus.
    Dies braucht wohl einige Zeit um sie verstanden zu haben + das wirkliche Verständnis mit dem Handel der Optionen.
    Ich denke, die 9 Monate werd ich wohl Minimum brauchen hierfür.

    Das was du bisher erreicht hast, sehe ich für mich momentan noch als absoluten Traum an.
    Wäre schön, in ein paar Jahren nur halbwegs so erfolgreich zu sein und drauf aufzubauen zu können.

    Der Traum irgendwann nur noch 4-6 Stunden zu arbeiten wäre fast zu schön um wahr zu sein:-)

    Wirst in der nächsten Zeit mehr von mir hören…..wohl viele Fragen:-)

    • Chri
      Chri sagte:

      Hallo Christian,

      Herzlichen Dank für deinen Kommentar! Freue mich immer wenn ich so ein Feedback bekommen! Nach all der Zeit in der jetzt schon handle finde ich den Optionshandel noch immer jeden Tag aufs Neue echt spannend. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt.
      Ich danke Dir für dein Lob bezüglich meines Blogs :)

      Dein Plan sieht sehr gut aus! Ich wünsche dir bei deinem Vorhaben alles Gute! Die Software wirkt nur auf den ersten Blick extrem unübersichtlich, nach einer gewissen Einarbeitungszeit weißt du aber, was du wirklich brauchst, und kannst alles andere links liegen lassen.

      Dass du erfolgreich wirst, kann ich dir versprechen, wenn du bereit bist viel zu lernen. :) Ich für meinen Teil habe auch erst angefangen ;) Die Einnahmen die ich jetzt so jeden Monat verbuche sollten bei mir langfristig die Untergrenze darstellen. Habe eben viel vor.

      Ich freue mich auf weitere Kommentare von Dir!
      Danke fürs vorbeischaun! :)

      mfG Chri

  11. denkfabrik
    denkfabrik sagte:

    Hi Chri,

    endlich habe ich auch den dritten Teil geschafft. Als klassischer Buy and Holdler muss ich schon zugeben – das klingt verlockend. Mit dem Optionshandel an sich habe ich mich zugegebenermaßen auch noch nicht intensiv beschäftigt. Aber klar, es ist schon toll, wenn am Ende des Monats nicht eine Dividende von X auf deinem Konto landet, sondern ein wesentlich höherer Betrag.

    LG
    Johannes

  12. Chri
    Chri sagte:

    Hallo Johannes,

    Ja, genau das dachte ich mir dann auch. :)
    Danke fürs kommentieren :)

    mfG Chri

  13. Akram Murad
    Akram Murad sagte:

    Hallo Chri, ich finde es hervorragend was du geschafft hast vor allem eine sehr einfache und klare Strategie, auch für Anfänger nachvollziehbar im Gegenteil von vielen You Tuber die drum rum reden und ich nix verstehe :-).
    Natürlich sollte man sich etwa tiefer mit der Matrei Beschäftigen um sich selber eine passende Strategie zu erarbeiten und sich evtl dran halten.
    Ich habe eine Frage an dich: hast nicht so wie Börsendienst Newsletter, wo man sieht welche Optionen du zur Zeit handelst. Es soll ja keine Empfehlung sein, wir wissen es ja, dass man nicht mehr so einfach darf.

    Ich leider durch einen falschen Broker der Plus 500 viele zu viel Geld verloren, da wurden die Kurse ganz stark Manipuliert.
    Ich würde mich freuen, wenn Ihnen zu hören.
    Liebe Grüße
    Murad

  14. ChristianH.
    ChristianH. sagte:

    Moin Akram,

    ich erlaube mir mal einzuspringen:-)

    //www.easydividend.net/neue-trades-nun-ueber-telegram-kanal/

    //www.easydividend.net/newsletter-2/
    – Kanal für neue Trades
    – Fragen und Antwort-Gruppe

    Da Chri zur Zeit vollgestopft mit Arbeit ist, kommt er aktuell recht wenig dazu seine neuen Trades im Kanal vorzustellen.

    Wir sind aber in der “Fragen und Antwort-Gruppe” von Chri mittlerweile fast 200 Personen,
    10-20 davon sehr aktiv mit guten Tradeideen, Tipps und Tricks.

    Jeder kann dort seine Fragen stellen, also keine Scham!! Antworten innerhalb Sekunden/Minuten sind quasi garantiert:-)
    …..wir pflegen in der Gruppe ein sehr angenehmes und offenes Miteinander ohne irgendwelche Neiddebatten!
    Ob 3k Konto oder 200k Konto oder noch nicht aktiv, jeder der sich für den Optionshandel interessiert ist Willkommen!

    Schau einfach vorbei:-)

    Gruß ChristianH

  15. Chri
    Chri sagte:

    Danke Christian fürs Antworten,

    Leider ist das mit über 5000 anderen Kommentaren im Spam-Ordner hängen geblieben.
    Konnte es jetzt gerade erst veröffentlichen, was du geschrieben hast.

    mfG Chri

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  1. […] geht es im dritten Teil meiner Artikelserie. Kommentare sind gerne gesehen. Falls Dir der Beitrag nicht gefallen hat, kannst du es mir auch […]

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